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neues Ungemach für Landwirte

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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26 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Grimli » Mi Jul 04, 2018 15:47

erst mal kann man so eine Fläche mit Düngerverzicht nicht mehr für die 170 kg N Grenze anrechnen.

Dann werden bei 5 kg N pro qm³ mal eben 680 € Gülleabgabekosten (mit LKW Maut für Bundesstraßen mal 20 € angenommen) fällig für den Betrieb der so eine Fläche nicht mehr anrechnen kann.
Bei weniger als 5 kg N pro qm³ entsprechend noch mehr

In der aufnehmenden Soester Boerde, dem Rheinland oder Nord Hessen oder Ostwestfalen, oder Niedersachsen wird dadurch die Emission ja nicht geringer wenn auch für die Flächen insgesamt in Deutschland natürlich vollkommen vernachlässigbar. Höschstens in Grenznähe wird die Konkurrenz zu nierderländischen oder dänischen Importen etwas geringer äh noch hochpreisiger.

Was das für ökologische Folgen hat das dann zusätzlich Alzon 46 im Mais benötigt wird oder mehr Kalkamon in den Wiesen ? Egal die Produktion findet ja in Qatar, Ägypten, NL oder Russland und Ukraine statt :lol:
Der LKW ist auch Emissionsfrei unterwegs und die Kontrolleure schieben ihre Aktenkoffer alle noch auf dem Fahrrad Anhänger mit :prost:
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon marius » Mi Jul 04, 2018 15:58

Bevor ich Gülle jedes Jahr teuer entsorge und stattdessen Mineraldünger teuer zukaufe würde ich halt die 170 kg N /ha überziehen.
Wenn sie euch dann nach einigen Jahren bei einer Kontrolle wirklich 3 oder 5 % von der Prämie kürzen wegen dem Verstoß ist das allemal noch billiger. Es sei denn es gibt noch ein saftiges Bußgeld.

ABER nochmal : Ich hab hier vom Verpächter gesprochen und den interessieren keine 170 kg N /ha.
Der wäre ja blöd für 300 Euro / ha zu verpachten wenns bio und Umweltschutzprogramme gibt bei denen er 1000 Euro /ha erhält.
Wenn wir dann 300 Euro Unkosten /ha abziehen sinds immer noch 700 Euro/ha Reinerlös.
Und diese Programme werden kommen bzw werden die EU Gelder umverteilt, wie weiter vorne beschrieben.
In Bayern mit eurem Kulap Düngeverzicht + EU Prämie was Tinyi abgreift + bio kommt ihr doch bei spätem Schnittzeitpunkt im September heute schon auf 900 / ha Prämien. Und der Steuerzahler unterstützt solche Öko Bioprogramme.
Bei diesen hohen Prämien kann ich die Fläche auch mal abmulchen.
Sollte man jedoch für 600 Euro / ha verpachten können, würde ich aber schon das verpachten vorziehen.
Zuletzt geändert von marius am Mi Jul 04, 2018 16:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Ferengi » Mi Jul 04, 2018 15:58

Das Problem sind oftmals die Güllevermittler.
Wenn die Gülle offiziell in Ackerbauregionen geliefert wird, in Wirklichket aber nur die Papiere hin und her geschickt werden,
und die Gülle örtlich verklappt wird.

Auch sollte man sich die Frage stellen wie es sein kann daß in den Landkreisen Vechta, Cloppenburg und Emsland immer noch massive Aufstockungen der Tierzahlen erlaubt werden.
Ferengi
 
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Ferengi » Mi Jul 04, 2018 16:14

marius hat geschrieben:In Bayern mit eurem Kulap Düngeverzicht + EU Prämie was Tinyi abgreift + bio kommt ihr doch bei spätem Schnittzeitpunkt im September heute schon auf 900 / ha Prämien. Und der Steuerzahler unterstützt solche Öko Bioprogramme.
Bei diesen hohen Prämien kann ich die Fläche auch mal abmulchen.


Zumindest in NDS ist abmulchen verboten.
Es muss einmal gemäht und abgefahren werden.
Nicht das sich auf den Öko-Magerwiesen noch etwas wie Humus bilden kann..
Nene, das soll schön zur Steppe werden. :roll: :roll:
Ferengi
 
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Lonar » Mi Jul 04, 2018 16:55

Ferengi hat geschrieben:Auch sollte man sich die Frage stellen wie es sein kann daß in den Landkreisen Vechta, Cloppenburg und Emsland immer noch massive Aufstockungen der Tierzahlen erlaubt werden.

Wo wird denn momentan noch massiv aufgestockt?
In letzer Zeit gibt es einige Mastställe hier zu pachten, die keinen Pächter finden und jetzt notgedrungen wieder belegt werden müssen damit die Baugenehmigung nicht erlischt.
Gebaut werden in den Dörfern nur noch Häuser auch in Immissionskreisen von Lws Betrieben.
Damit wird aktiv die Entwicklungsmöglickeit der Betriebe eingeschränkt, gerade in Sachen Tierwohl sollte man da wach sein.
Nacher darf man wegen zusätzlicher Fenster die Baugenehmigung streichen oder nach einem Brand nicht wieder neu aufbauen.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon elchtestversagt » Sa Jul 07, 2018 10:06

Ich denke, das passt hier ganz gut rein:
https://www.welt.de/regionales/bayern/a ... geben.html
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Tinyburli » Sa Jul 07, 2018 11:15

Mein KULAP läuft dieses Jahr aus.
Ich kann für 4,5 ha Acker, auf den ich Mais mache, Gülle aufnehmen. Standort PLZ 91443.

Maissägerät hab ich bereits angeschafft.

Spritzen werde ich lassen.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon marius » Sa Jul 07, 2018 11:20

Tinyburli hat geschrieben:Mein KULAP läuft dieses Jahr aus.
Ich kann für 4,5 ha Acker, auf den ich Mais mache, Gülle aufnehmen. Standort PLZ 91443.

Maissägerät hab ich bereits angeschafft.

Spritzen werde ich lassen.


Auf wieviel Euro kommst du incl aller Prämien /ha beim Bio Kulap ? und wie teuer könntest verpachten ?
Mit Mais konventionell anbauen und verkaufen kannst kein Geld verdienen.
Da hast ja schon über 1100 Euro /ha nur reine Anbaukosten für Mais incl den nötigen Feinheiten wie Erhaltungskalkung.
Dazu KK, BG Beiträge, Versicherungen, Festkosten ....., etc.
Wen dann für 1500/ha den Mais verkaufst hast doch trotz EU Prämie kaum einen Euro verdient. Noch weniger wenn den Pachtansatz berücksichtigst.

Und jedes Jahr Mais geht auch nicht. Wenn dann in der Fruchtfolge mal Winterweizen, W-Raps oder Wintergerste incl Zwischenfrucht anbaust siehts beim Deckungsbeitrag noch düsterer aus.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Tinyburli » Sa Jul 07, 2018 11:54

Ja, Marius, die 5 Jahre KULAP sind ja mit Ende dieses Jahres vorbei. Jetzt muß ich was anbauen, halt Mais denke ich.

Das KULAP war ja ganz bequem die 5 Jahre. Wenn das Jahr um ist, werde ich umbrechen.

Ackern, das Feld vorbereiten und säen kann ich selbst. Das Saatgut soll ziemlich teuer sein, aber andere Bauern kaufen das ja auch. Spritzen lass ich. Die Ernte übernimmt der Biogaser und der rechnet nach Gewicht ab.

Wie das dann weitergeht mit meinem Acker weiß ich noch nicht. Bin da in Verhandlungen mit einer Photovoltaikfirma, die da eine Freiflächenanlage installieren will. Da bekomme ich dann mindestens 1600,- das ha über 20 - 30 Jahre.

Bei uns macht ein Bauer die Fruchtfolge Mais- Triciale (GPS) - Mais. Ich denke, das mach ich vorerst auch so. Ob das mit der Freiflächenanlage klappt ist auch noch sehr ungewiss.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon marius » So Jul 08, 2018 12:57

Tinyburli hat geschrieben:Wie das dann weitergeht mit meinem Acker weiß ich noch nicht. Bin da in Verhandlungen mit einer Photovoltaikfirma, die da eine Freiflächenanlage installieren will. Da bekomme ich dann mindestens 1600,- das ha über 20 - 30 Jahre.



Ich dachte das mit PV ging nur entlang von Bahnlinien oder Autobahnen ? Oder hat sich da was geändert ?
marius
 
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Tinyburli » Mo Jul 09, 2018 14:01

Das geht in Bayern schon mit einem Bieterverfahren auf benachteiligten Flächen. Die bekommen dann aber nur um 4 Cent die kWh. Nach langen 18 Jahren wäre die Investition herinnen. Die wollen dann nach 20 Jahren noch mal 2 x 5 Jahre verlängern. Und dann rechnet es sich für die.
Mit freundlichen Grüssen
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