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neues Ungemach für Landwirte

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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26 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon marius » Sa Jun 30, 2018 22:27

Läuft gerade über meinen online Ticker :
Die deutschen Landwirte haben kaum die kürzliche Nitrat Verurteilung des EUGH verdaut, da folgt bereits der nächte Schlag der EU gegen deutsche Landwirte.

Nach dem Nitrat-Urteil gegen Deutschland droht nun bereits neuer Ärger mit den Umweltwächtern der EU-Kommission. In Deutschland wird deutlich zu viel schädliches Ammoniak ausgestoßen.
Hauptverursacher: die Tierhaltung in der Landwirtschaft.
38 Prozent über Grenzwert

https://www.noz.de/deutschland-welt/wir ... k-deutlich

Da muss und wird gehandelt werden...
Nitrat und nun Ammoniak : Ohje, ich fürchte da wird noch ordentlich was auf die Landwirte zukommen... :shock:
ich wünsche jeden den es betrifft starke Nerven, er wird sie in Zukunft brauchen bei weiter deutlich verschärften Gesetzen, Verordnungen und natürlich zusätzlichen Kontrollen + Sanktionen, u.U. drohen den Landwirten sogar Strafanzeigen und Strafverfahren vor Gericht wg. Umweltverschmutzung ....
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Estomil » So Jul 01, 2018 10:54

Abwarten. Mit der neuen Düngerordnung ist Harnstoff als Dünger ja kaum mehr einsetzbar. Wenn der bundesweit wegfällt fallen die amoniak Emissionen schon ganz stark.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon elchtestversagt » So Jul 01, 2018 13:52

Hatte ich schon vor drei Wochen geschrieben, Bundestag hat einen Ammoniakminimierungsplan bis 2030 beschlossen, die Landwirtschaft muss 30% einsparen.
Tierhaltung geht nur mit geschlossenen Ställen und Filter.
Also nichts mit Tierwohl und Auslaufhaltung oder Weide...
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon germane » So Jul 01, 2018 13:59

elchtestversagt hat geschrieben:Hatte ich schon vor drei Wochen geschrieben, Bundestag hat einen Ammoniakminimierungsplan bis 2030 beschlossen, die Landwirtschaft muss 30% einsparen.
Tierhaltung geht nur mit geschlossenen Ställen und Filter.
Also nichts mit Tierwohl und Auslaufhaltung oder Weide...


Warum soll Weide nicht funktionieren? Der Urin versickert zumindest gleich im Boden.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon CarpeDiem » So Jul 01, 2018 20:55

Auch ich habe mit Schrecken gesehen, wie sich die NGO's mit Unterstützung der entsprechenden Journaille bereits auf dieses Thema eingeschossen haben. Ich glaube nicht, dass es da um "Optimierungen" u.ä.m. geht, sondern knallhart darum, wie es der Obergrüne Habeck formulierte, darum ob in der BRD Tierhaltung überhaupt oder aber in welchem Umfang möglich ist.

Hellhörig muss man dann werden, wenn in irgendwelchen Gazetten von "Prüfaufträgen" behufs Schweinefleisch Export gefaselt wird. Dort soll festgestellt werden um wieviel v.H. die Ammoniakemmission sinkt wenn keine Tiere mehr für den Export gemästet werden.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon T5060 » So Jul 01, 2018 21:20

Das ist ein offenes Forum, da kann man mittlerweile schwer was zu sagen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Ferengi » Mo Jul 02, 2018 18:52

elchtestversagt hat geschrieben:Hatte ich schon vor drei Wochen geschrieben, Bundestag hat einen Ammoniakminimierungsplan bis 2030 beschlossen, die Landwirtschaft muss 30% einsparen.
Tierhaltung geht nur mit geschlossenen Ställen und Filter.
Also nichts mit Tierwohl und Auslaufhaltung oder Weide...



Dann müßte man halt mal in die Gegenoffensive gehen!
"Regierung will Bauern Weidehaltung verbieten".
Aber "unsere" Verbände sind ja nur noch mit sich selbst beschäftigt.

:roll: :roll: :roll:

Der einzige Verband, der noch wirklich was für seine Mitglieder tut, ist die ISN.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon elchtestversagt » Mo Jul 02, 2018 20:35

Da brauchen wir nicht gegen arbeiten..
Denen geht es halt um die Abschaffung der Tierhaltung.
Und da sagen die Weidebefürworter halt im Abgang, "wir sind auch an Gesetze gebunden"...
Schliesslich wollen wir doch Maschinen und Anlagegüter exportieren, und nicht Tierische Produkte ( siehe Mercusor-Verhandlungen).
Das wir die CO2 Reduktion auch reissen werden 2020, wurde nur am Rande erwähnt, weil die Haupt-Verursacher schnell ermittelt wurden, (Waren-)Verkehr und mehr Einwohner.
Worauf wir bzw. unserer Verbände sich viel mehr berufen sollten, ist der Vergleich zw. Nitrat-Messungen und Feinstaubmessungen.
Bei letzterem sagt der grossteil der Bevölkerung "geht garnicht, sind gefake Messungen unter nicht Regelkonformen Umständen", bei ersterem sieht deren Welt ganz anders aus. Wir (die Verbände) müssen ein hartes Vorgehen zur Vermeidung von Feinstaub einfordern, und sei es wenn die eigene Mobilität eingeschränkt wird. "Wie so mir, so ich dir"...
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon CarpeDiem » Mo Jul 02, 2018 20:48

elchtestversagt hat geschrieben:Denen geht es halt um die Abschaffung der Tierhaltung.


Danke für diese klare Ansage, die ich ebenso sehe. Aber diese Tatsache ist bei den allermeisten Berufskollegen verpönt bzw. wird schön geredet. Bei diesen ganzen Nitrat und Feinstaubmessungen kommen ganz schnell technisch- wissenschaftlich verbrämtes Expertengerede zum tragen. Deshalb interessiert das die breite Masse nur am Rande.

Bei der Ammoniak Sache ist das aber anders. Hier kann jedem Bürger vor Augen geführt werden, dass jeder Düngerstreuer, Stallmistausbringer, Güllefahrer ein potentieller Freisetzer von Ammoniak ist und damit ein Sündenbock.....! Das erzeugt damit eine ganz andere gesellschaftliche Aufheizung!
Zuletzt geändert von CarpeDiem am Mo Jul 02, 2018 20:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon Ferengi » Mo Jul 02, 2018 20:49

elchtestversagt hat geschrieben: Wir (die Verbände) müssen ein hartes Vorgehen zur Vermeidung von Feinstaub einfordern, und sei es wenn die eigene Mobilität eingeschränkt wird. "Wie so mir, so ich dir"...


Dann passt aber auf das euch nicht bald der Kartoffel und Maisanbau, sowie das Grubbern verboten wird!
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon cerebro » Mo Jul 02, 2018 21:24

elchtestversagt hat geschrieben:Hatte ich schon vor drei Wochen geschrieben, Bundestag hat einen Ammoniakminimierungsplan bis 2030 beschlossen, die Landwirtschaft muss 30% einsparen.
Tierhaltung geht nur mit geschlossenen Ställen und Filter.
Also nichts mit Tierwohl und Auslaufhaltung oder Weide...

Du hast da was falsch verstanden! Die Tierzahlen sind um 30% zu reduzieren. :prost: :klug:
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon elchtestversagt » Di Jul 03, 2018 7:41

Na toll...
Zitat " Die Emissionen werden nicht gemessen, sondern per Emissionsprognosemodell geschätzt.
Denn die Messung der Gase ist aufwendig und teuer..."

Wir sollen 670000 to emmitiert haben, davon 260000 aus Tierhaltung, 190000 aus Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, 8300 to Weidehaltung, 170000 aus sonst. Landwirtschaft ( min. Dünger), Rest aus Nicht-Landwirtschaft.
(Quelle Agrarzeitung)

Ach, ja, ab 2020 jährliche Senkung um 5%, ab 2030 um 30%, sodass ab 2050 0% Emissionen ergibt ( wehe, da pfurzt eine Katze oder Hund oder Mensch...).
Und nebenbei, wer sich jetzt für teuer Geld ein Güllefass mit Schleppschlauch oder Bomech gekauft hat oder will, viel Spass.
Ich bin mir sicher, das ab 2022 nur noch direkte Einarbeitung und definitives Schlitzen erlaubt sein werden, auch auf Grünland, sowie der Mineraldüngerabsatz deutlich beschnitten wird ( neben verstärktem Luftwäschereinsatz in der Tierhaltung, auch für Kühe und Hühner...).
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon marius » Di Jul 03, 2018 8:52

Ich sags mal so. Euer Problem ist das alles national per Gesetz beschlossen und gesteuert werden kann.
Also wer freiwillig auf die EU Prämie verzichtet muss trotzdem alle Gesetze/Verordnungen einhalten weil es sonst national ne Anzeige vom Staatsanwalt hagelt.
Verstöße gegen das Tierschutz und Umweltschutzgesetz sind zukünftig schwere Straftaten. Bei Verstoß gegen die neue Düngeverordnung sind heute schon bis zu 150 000 Euro Bußgeld fällig.

https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/P ... ngung.html

Der Bußgeldrahmen gegen bestimmte Verstöße der Düngeverordnung wird auf bis zu 150.000 Euro erhöht.


Das Nitrat und Ammoniakproblem wird natürlich das sinken der Pachtpreise verhindern. Denn bei gleicher Fläche bedeutet das die nächsten Jahre den Viehbestand abbauen.
Zudem werden die EU Prämien umverteilt und auch weitere nationale Programme auferlegt.
Das wird dann so aussehen das einer mit Bio ohne Düngung und nur 1 oder 2 x jährlich mähen im Jahr 1000-1500 Euro / ha erhält und der normale konventionelle Landwirt überhaupt keine Prämie/ha mehr erhält.
Das kommt dem Steuerzahler unterm Strich deutlich billiger und er untersützt das auch im Sinne des Grundwassers usw.
Von den Verpächter wird dann sicher keiner unter 600-700 Euro / ha verpachten.

Dadurch werden Pachtflächen nicht günstiger.
Alledings dürfte die nächsten 10,20 Jahre nochmal eine gewaltige Welle an Landwirte aufhören weil sich das heute kein Hofnachfolger und Ehefrauen mehr antun, es wird also für die paar wenigen % Zukunftsbetriebe die über bleiben schon wieder Fläche frei.
marius
 
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon minna » Di Jul 03, 2018 14:52

Zitat:
""Alledings dürfte die nächsten 10,20 Jahre nochmal eine gewaltige Welle an Landwirte aufhören weil sich das heute kein Hofnachfolger und Ehefrauen mehr antun, es wird also für die paar wenigen % Zukunftsbetriebe die über bleiben schon wieder Fläche frei.""

Alle freiwerdenden Flächen und noch einige mehr werden in Zukunft ohnehin zu Naturschutzflächen, da darf dann ein Hiwi unter Behördenanleitung Pflegemaßnahmen durchführen.
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Re: neues Ungemach für Landwirte

Beitragvon marius » Mi Jul 04, 2018 9:53

Ja gut, dass hab ich ja im Prinzip geschrieben.
Ich geh deshalb davon aus das die Förderung gravierend umgeschichtet wird.

Und wenns für konventionelle Landwirte überhaupt keine Prämie mehr gibt, und für Biogrünland ohne jegliche Düngung über 1000 Euro / ha vom Steuerzahler über bestimmte Programme bezahlt wird, geht zum einen der Viehbestand deutlich zurück ( weniger Ammoniak, weniger Nitrat ) , weniger Maisanbau, und es wird noch viel Geld gespart.
Da schlägt die Politik gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe und der Steuerzahler unterstützt das auch, im Gegensatz zu jetzt.

Ob das gut oder schlecht ist muss jeder selber entscheiden.

Es würden dann auch viele Nichtlandwirte Flächen kaufen, stillgegen und so die Bio Programme die vom Steurzahler abgreifen.
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