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O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Manu L4 » So Okt 11, 2026 8:49

Hallo zusammen.
Ich habe mir vor Kurzem ein O&K L4-1 Radlader Baujahr 1988 gekauft.
Der Radlader fährt allerdings dauerhaft im 2. Gang. Der langsame Arbeitsgang funktioniert nicht!
Ich habe schon ein paar Dinge probiert, um der Sache auf den Grund zu kommen, bisher aber ohne Erfolg. Ich hoffe hier Hilfe zu finden und bin für jeden Tipp dankbar.
Die Schaltung erfolgt über einen Hebel am Lenkrad der elektrisch die entsprechenden Ventile schaltet. Vorwärts und rückwärts funktioniert einwandfrei.
Jetzt zu meinem Problem:
Das Ventil zum Schalten zwischen dem 1. und 2. Gang sitzt an der Vorderachse am Antrieb und ist direkt im Hydraulikmotor integriert. (Ich nenne es jetzt einfach mal Venil) Eigentlich wird das federrückgestellte Ventil über eine elektrische Spule geschaltet, um den Axialkolbenmotor umschwenken zu lassen. Das funktioniert aber nicht.
Ich habe die Spule bereits ausgebaut und direkt bestromt. Der Pin der aus der Spule kommt zuckt, sie scheint also zu funktionierten. Ich habe auch mal den Widerstand gemessen, der war zwischen 5 und 6 Ohm, was meiner Recherche nach auch ok ist. (die Spule ist von Hydronorma, GU35 -4-A 198, 12V DC 26W)
Um einen Defekt des Schalthebels am Lenkrad auszuschließen, habe ich ein Kabel mit Schalter direkt von der Batterie an die Spule gelegt. Man hört die Spule auch im eingebauten Zustand leise klacken, wenn sie Saft bekommt.
Wenn die Spule ausgebaut ist, kann ich (dort wo der Pin der Spule draufdrückt) den Finger ins Ventil stecken und irgendwas (ich vermute den Kolben des Ventils) gegen eine Feder zurückdrücken. Hier ist also nichts verklemmt, oder so. Sobald ich die Spule abmontiere, läuft allerdings Hydrauliköl aus dem Ventil, sodass ich nicht wirklich sehen kann wie es im Ventil aussieht.
Um auszuschließen das die Spule vielleicht einfach zu schwach ist, habe ich ein Distanzstück zwischen Spule und dem Kolben des Ventils gelegt. Dadurch wurde beim Aufschrauben der Spule der Kolben gegen die Feder gedrückt. Ich hätte erwartet das der Radlader jetzt dauerhaft im 1. Gang fährt. Dem war aber nicht so. Es hat sich nichts geändert.
Was mich etwas stutzig macht: Der Pin der Spule der beim Bestromen axial bewegt wird, hat 3mm Durchmesser. Dieser soll direkt auf den Kolben des Ventils (der geschätzt 12-14mm Durchmesser hat) drücken? Ist das normal? Oder fehlt hier vielleicht ein Teil?
Der Kolben im Ventil hat übrigens keine Bohrung, in der der 3mm Pin eintauchen könnte. Um den Pin ist aber ein kleines ca. 10mm langes Röhrchen, das meistens beim Demontieren rausrutscht.
Hat hier jemand eine Idee wo das Problem liegen könnte?
Der Hydraulikmotor ist von Hydromatik GmbH (Mannesmann Rexroth)
Typ: A6V 33 EL 2 FZ 1 0246
BJ: 1988
Ich weiß nicht was ich noch probieren soll und denke das mir wohl nichts anderes übrigbleibt, als den kompletten Axialkolbenmotor zu demontieren und auseinanderzulegen.
Ich bin dankbar für jede Hilfe. Falls noch weitere Info’s gebraucht werden kann ich die auch gerne nachreichen.
Gruß Manu
Manu L4
 
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon hornspee » So Okt 11, 2026 8:58

Überprüfe, ob auch wirklich 12 V am Ventil ankommen. Wenn da weniger ankommt , funktioniert zwar vielleicht das Ventil , aber es fehlt die kraft.
hornspee
 
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Manu L4 » So Okt 11, 2026 9:07

hornspee hat geschrieben:Überprüfe, ob auch wirklich 12 V am Ventil ankommen. Wenn da weniger ankommt , funktioniert zwar vielleicht das Ventil , aber es fehlt die kraft.

danke für die schnelle Antwort.
Als ich das neue Kabel direkt von der Batterie an die Spule gelegt habe, habe ich auch nochmal gemessen damit auch wirklich 12V ankommen.
Und wenn das Ventil funktioniert, müsste es dann nicht durch die eingelegte Distanz schalten?
Manu L4
 
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » So Okt 11, 2026 10:12

Der Radlader fährt -

a) seine volle Geschwindigkeit?
b) hat gleichzeitig Kraft, bekommt die Schaufel voll und die Räder drehen in losem Untergrund durch?

Deine Fehlersuche war bis jetzt vollkommen richtig.
Das Problem muss im Fahrmotor liegen.

Der Fahrmotor regelt sich unter Last selbst, zwischen Geschwindigkeit und Kraft.

Wenn das funktioniert dann könnte man so weiterfahren.

Den Hydraulikplan hab ich im Netz gefunden, sollte passen.

https://share.google/qrMi8FCNNDIktaLLJ
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Manu L4 » So Okt 11, 2026 10:37

DST hat geschrieben:Der Radlader fährt -

a) seine volle Geschwindigkeit?
b) hat gleichzeitig Kraft, bekommt die Schaufel voll und die Räder drehen in losem Untergrund durch?

Deine Fehlersuche war bis jetzt vollkommen richtig.
Das Problem muss im Fahrmotor liegen.

Der Fahrmotor regelt sich unter Last selbst, zwischen Geschwindigkeit und Kraft.

Wenn das funktioniert dann könnte man so weiterfahren.

Den Hydraulikplan hab ich im Netz gefunden, sollte passen.

https://share.google/qrMi8FCNNDIktaLLJ


Hallo DST.
zu a) die vollen 20km/h schafft er nicht mehr ganz. Ich schätze mal ca. 15km/h
zu b) definitiv nein. Wenn ich in ein Haufen fahre dreht nichts durch und ihm fehlt einfach die Kraft. Bei mir am Haus ist eine relativ steile Hofeinfahrt. Die schafft er ohne Beladung gerade so.
Hier fehlt gefühlt einfach der 1. Gang.

Ich müsste doch einen Unterschied merken wenn die Spule anzieht und das Ventil schaltet. Oder würde ich das wirklich nur bei großer Last z.B. beim Fahren in einen Haufen merken?
(Das habe ich aber auch schon ausprobiert, ich merke keinen Unterschied)
Manu L4
 
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon rockyy » So Okt 11, 2026 10:41

Was sagt denn die Werkstatt dazu? Solange hier jetzt nicht wirklich Fachmännisch Ahnung von der Marterie hat. Wird es ein gerate bleiben.

Wenn der Magnetschalter sauber agiert. Und auch im Steuerblock den Kolben bewegen kann. Ist es kein Mechanisch/elektrisches problem.
Es sei denn der Kolben im Steuerblock, ist abgebrochen, und wuselt da nur lose drin rum?
Wenn es allein durch ein Ventil geschaltet wird. Kann es verdreckt sein?
Wie schaltet denn der 1. Gang? Muss das Ventil dazu bestromt werden, oder unbestromt?
Wenn unbestromt, dann müsste er ja eigentlich bei Abschalten automatisch in den 1. Gang schalten. Wenn man den Schalter dann abtrennt, kann er kein strom bekommen und in den 2. Schalten.
Wenn das aber trotzdem passiert. Wird er Mechanisch, Im getriebe NICHT in den 1. schalten. Also ist dort evtl ein hebel ab.

Ich weiß jetzt nicht wie dieses Getriebe genau funktioniert... Ist das richtige Öl drauf? Die Richtige Menge?
Vielleicht hat der Vorbesitzer nicht das 100% korrekte genommen Und auch nie oder selten den 1. Gang genutzt. Und das garnicht bemerkt wodurch der "fehler" entstanden ist. und hat dann einfach gesagt "Jo der 1. gang geht nicht mehr...
Ist alles nur eine Vermutung...
rockyy
 
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » So Okt 11, 2026 12:54

@rockyy, du machst es gerade zum Gerate...

................

Beispiel Straßenfahrt:

Fahstufe 2:
Der Radlader beschleunigt in Abhängigkeit der Dieselmotordrehzahl von 0-20km/h

Kommt jetzt eine Steigung dann steigt der Hydraulikdruck bis zu einem gewissen Wert an, dann regelt der Fahrmotor automatisch die Fahrgeschwindigkeit zurück, die Dieseldrehzahl und die von der Pumpe geförderte Ölmenge bleibt gleich, und der Fahrmotor wandelt das ankommende Öl in mehr Kraft um.

Beim Fahrmotor nennt man das Schluckvolumen pro Umdrehung.
Laut dem Typenschild hat dieser Fahrmotor ein maximales Schluckvolumen von 55cm³/Umdrehung.

Er braucht also 55cm³ Öl um sich einmal zu drehen, das ist in maximaler Stellung, hier liefert der Motor das höchste Drehmoment.

Nun kann der Motor sein Schluckvolumen "regeln", das heißt verringern, sagen wir beispielsweise bis minimal 20cm³\Umdrehung.

Der Dieselmotor hat volle Drehzahl und die Pumpe liefert die gleiche Ölmenge, dann macht der Motor bei maximalem Schluckvolumen EINE Umdrehung, mit HOHEM Drehmoment, und auf minimalem Schluckvolumen FAST DREI Umdrehungen bei aber wiederum NIEDRIGEM Drehmoment.

Der Fahrmotor steht bei Straßenfahrt in der Ebene bei 20km/h auf minimalem Schluckvolumen und wandelt das ankommende Öl in hohe Drehzahl, bei niedrigem Drehmoment um = 20km/h.

Kommt jetzt eine Steigung und das Drehmoment reicht nicht mehr aus um die 20km/h zu halten, dann "regelt" der Fahrmotor zurück, das Drehmoment steigt und die Endgeschwindigkeit sinkt.

Diese "Regelung" geht stufenlos von 20km/h bis runter auf ca. 6-8km/h (Herstellerabhängig).
Je steiler der Berg bei Straßenfahrt wird,
umso mehr Drehmoment wird benötigt,
umso weiter schwenkt der Fahrmotor zurück,
umso langsamer wird die Geschwindigkeit.

Beim Arbeiten funktioniert der Fahrmotor genauso wie bei Straßenfahrt - will ich die Schaufel am Erdhaufen füllen dann brauche ich hohe Kraft = Drehmoment an den Rädern. Das heißt der Fahrmotor regelt auf hohes Schluckvolumen.

In der Fahrstufe 2 funktioniert das Automatisch.

In der Fahrstufe 1 wird nur die automatische Regelung überbrückt und außer Kraft gesetzt, der Fahrmotor ist jetzt fest auf maximalem Schluckvolumen = maximale Kraft, aber bei konstant niedriger Endgeschwindigkeit.

Ich hoffe das war jetzt halbwegs verständlich.

In diesem Fall "regelt" der Fahrmotor weder in der 2. Fahrstufe automatisch, noch manuell in der 1. Fahrstufe.

Das Magnetventil muss bestromt sein um die erste Fahrstufe zu schalten.
Das wurde bereits korrekt überprüft,und auch bereits fremdbestromt.

Bei aktivierter Fahrstufe 1 fährt der Radlader sofort spürbar deutlich langsamer.
Dies ist hier nicht der Fall.

Auch das Nicht-erreichen der 20km/h deutet (unter Vorbehalt) auf eine klemmende Regelung des Fahrmotor hin.

Als Ferndiagnose meine ich der Fehler liegt mechanisch in der Regelplatte des Fahrmotors.

Regelung schwergängig, blockiert, Federbruch, Regelzapfen abgerissen, Regelkolben gebrochen, usw.

Der Radlader erreicht nur gefühlte 15km/h
Hier könnte man schauen ob die Einstellung des Gaszugs noch passt und der Diesel wirklich volle Drehzahl erreicht.
Hydraulik - Filterwechsel wäre auch nicht verkehrt, ein verschmutzter Saugfilter kann auch die Endgeschwindigkeit beeinträchtigen.

Das Hydrauliköl ist erstmal bei dieser Fehlersuche außen vor.

Die Punkte kann man selbst und ohne Spezialwerkzeug oder Fachwissen erledigen.

Im Anschluss könnte bzw sollte (dann mit Spezialwerkzeug) gemessen werden:
Tatsächliche Dieseldrehzahl
Speisedruck der Fahrhydraulik
Hochdruck
Und ganz besonders der
Regelbeginn des Fahrmotors.

Den Fahrmotor jetzt aktuell ausbauen und zu zerlegen birgt ein gewisses Risiko.

Die genannten Messungen würde ich sicherheitshalber vorher noch machen.

Hast du Möglichkeiten an zwei Manometer mit 600Bar zu kommen, oder kennst du einen Lama/Bauma - Monteur, der da mal ranschauen kann?
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon rockyy » So Okt 11, 2026 14:09

Ah ja. Dann hab ich das Missverstanden.
Ich würde trotzdem, einmal die Filter und das Öl begutachten. Öl ablassen, wenn es sauber ist wieder rauf. Er hat die Maschine kürzlich MIT dem Problem erworben. Das heißt der Vorbesitzer hat sich damit schon beschäftigt.
Er kann auch erst die Drücke prüfen. Die sind ja auf der Pumpe eigentlich eingestanzt. Tatsächlich, vermute ich, dass die Pumpe zu wenig druck aufbaut. Daher hat der Bock auch keine Kraft.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon langer711 » So Okt 11, 2026 15:06

Kann es auch sein, das die Automatische Verstellung klemmt (warum auch immer), und irgendwer keine Lust hatte, das teuer zu reparieren…
Der hätte evtl. die Anschlagschrauben für min/max Schwenkwinkel so einstellen können, das die Übersetzung (Schluckvolumen) für seine Anwendungen gepasst hat / akzeptabel war.

Ist nur so ne Idee…
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » So Okt 11, 2026 20:23

rockyy hat geschrieben:....
Tatsächlich, vermute ich, dass die Pumpe zu wenig druck aufbaut. Daher hat der Bock auch keine Kraft.


Die Fahrstufenschaltung im Fahrmotor funktioniert unabhängig vom Pumpendruck.
Egal wieviel Druck die Pumpe bringt, solange der Radlader aus eigener Kraft rollt merkt man einen Unterschied zwischen den beiden Fahrstufen.
Dies ist aber hier nicht der Fall.

Darum liegt das Problem im Fahrmotor.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » So Okt 11, 2026 21:01

langer711 hat geschrieben:Kann es auch sein, das die Automatische Verstellung klemmt (warum auch immer), und irgendwer keine Lust hatte, das teuer zu reparieren…
Der hätte evtl. die Anschlagschrauben für min/max Schwenkwinkel so einstellen können, das die Übersetzung (Schluckvolumen) für seine Anwendungen gepasst hat / akzeptabel war.

Ist nur so ne Idee…


Ja, möglicherweise war der Schaden oder das Leistungsproblem schon bekannt beim Verkauf...

Interessanterweise hat der Motor nur eine Anschlagschraube, die neueren haben i.d.R. Zwei.

Wenn da jetzt einer dran rumgespielt hat um die Karre z.B. schneller zu machen, und hat zu weit gedreht, dann fehlt der mechanische Anschlag.
Dadurch könnte der Regelzapfen überlastet werden und brechen.

Das ist aber nur geraten.

Allgemein treten solche Regelprobleme an Fahrmotoren sehr selten auf.
Ich hatte schon gebrochene Regelzapfen, gebrochene Regelkolben, gebrochene oder lahme Regelfedern, gebrochene Anschlagschrauben und Metallspäne durch Lagerschaden, welche Probleme bei der Regelung verursachten.
Manchmal waren auch leichte Klemmspuren am Regelkolben die Ursache, rauspolieren und fertig.

Waren aber alles Einzelfälle.

Hatten aber auch schon Fälle, da wurde der Fahrmotor korrekt als Ursache diagnostiziert und beim zerlegen sah man keinen Schaden.
Einmal wurde der Motor dann zu einem Instandsetzer mit Prüfstand geschickt.
Auch der fand keine direkte Ursache.
Es wurde über Auswaschungen im Gehäuse spekuliert, oder irgendwo ein Haarriss wo das Öl innerlich verschwindet.
Dann wird's teuer.

Darum empfehle ich vorher gründliche Messungen.

Es bringt nichts wenn man den Fahrmotor auf Verdacht zerlegt und findet dann nichts.

Bissl technisches Grundwissen sollte man bei der Materie auch haben, und wissen worauf man schauen muss.

Das ganze hier ist Ferndiagnose, aufgrund weniger spärlicher Informationen, und darum mit Vorsicht zu genießen.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Manu L4 » Mo Okt 12, 2026 18:48

Danke für die vielen Antworten und Erklärungen.
Hydraulikölstand passt und die zwei Hydraulikölfilter und den Dieselfilter habe ich bereits vor der Fehlersuche gewechselt.
Danke auch für das Erklären der Funktionsweise, das war sehr hilfreich.
Was ich mich jetzt aber frage:
Wenn die Regelung (Verstellung des Schluckvolumens) im 2. Gang defekt wäre und fest sitzt. Passt das dann damit zusammen, dass ich mit Vollgas (volle Drehzahl des Dieselmotors) auf der Graden ca. 15 km/h fahre und aber den Berg hoch auch mit Vollgas gerade so geschätzte 3-5km/h schaffe? Oder ist das zu einfach gedacht und es verhält sich nicht einfach nur drehzahlabhängig.

Zu den Messungen:
Rechts neben dem Dieselmotor sitzt die Hydraulikpumpe. (Siehe Fotos)
Dort sind auch Messanschlüsse. Ich denke mal das ich hier messen muss.
Zusätzlich sitzt links am Motor noch ein Teil (vermutlich Pumpe). Ich denke mal das ist eine Pumpe für die Arbeitshydraulik (Hubzylinder, Lenkung) Das sollte mit meinem Problem ja nichts zu tun haben, oder?
Ich habe leider kein Manometer und Drehzahlmesser, werde aber mal versuchen welche zu besorgen. (Wieso brauche ich zwei Monometer? kann man das nicht nacheinander messen?

Speisedruck der Fahrhydraulik und Hochdruck messen:
 Wie hoch sollte der Druck jeweils sein?
 Wo messe ich jeweils den Druck?

Regelbeginn des Fahrmotors:
 wie und wo messe ich das?

Ich habe einen frisch gebackenen Rentner, der bei einer etwas größeren Baufirma der Werkstattmeister war. Er hat schon unzählige Radlader und Bagger repariert. Den würde ich mir für das Zerlegen des Fahrmotors dazu holen.
Ich denke aber auch das es sinnvoll ist zuerst alles andere zu prüfen (messen) bevor ich mich an das Zerlegen des Fahrmotors mache.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Alla gut » Mo Okt 12, 2026 19:54

Gibt es da überhaupt zwei Gänge ?
Das elektrische Ventil wird die "Inch" Funktion sein .
Wieviel Stunden wirklich hat das Fahrzeug ?
Wird der Motor den richtig gedrückt wenn er schwer schieben muss ?
Oder dreht er munter auf Höchstdrehzahl ohne richtig vorwärts zu kommen unter Belastung ?
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » Mo Okt 12, 2026 20:32

Manu L4 hat geschrieben:
Was ich mich jetzt aber frage:
Wenn die Regelung (Verstellung des Schluckvolumens) im 2. Gang defekt wäre und fest sitzt. Passt das dann damit zusammen, dass ich mit Vollgas (volle Drehzahl des Dieselmotors) auf der Graden ca. 15 km/h fahre und aber den Berg hoch auch mit Vollgas gerade so geschätzte 3-5km/h schaffe? Oder ist das zu einfach gedacht und es verhält sich nicht einfach nur drehzahlabhängig.




Das hatte ich der Einfachheit halber nicht beschrieben.

Wenn der Fahrmotor am Regelende steht, aber trotzdem noch höheres Drehmoment gefordert wird, dann muss dies durch die Fahrpumpe geschehen.
Auch die "regelt" dann mit ihrer Fördermenge zurück, das heißt der Radlader wird noch langsamer, das kann bis zum Stillstand runtergehen,der Dieselmotor läuft weiterhin Vollgas.

Der hydrostatische Antrieb, bestehend aus Fahrpumpe und Fahrmotor, macht nichts anderes wie ein Schaltgetriebe im Pkw, nur halt stufenlos.

Der Verbrennermotor liefert nur sein entsprechendes Drehmoment.
Dies reicht um in der Ebene die "bauartbedingte" Höchstgeschwindigkeit zu erreichen.

Kommt ein steiler Berg muss man beim PKW runterschalten und die "Übersetzung" des verfügbaren Drehmoments verändern, aber das Fahrzeug wird langsamer.
Anfahren im größten Gang geht beim PKW auch nicht, auch hier braucht man kleinen Gang (=hohes Drehmoment).

Der Hydrostatische Antrieb macht diese Regelung zwischen Geschwindigkeit und Drehmoment automatisch.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Alla gut » Mo Okt 12, 2026 20:52

Ja aber für was soll das Magnetventil den sein ?
Das ist so eine Art " Inch " Funktion .
Inch Funktion heißt er schaltet ein Teil des Ölstromes weg damit die Räder beim Einstechen in den Haufen nicht zu sehr durchdrehen .
Und der Antriebsmotor nicht zu sehr gedrückt wird was auch unnötiger Dieselverbrauch bedeutet .
An manchen Ladern ist das auch so das das weggeschaltete Öl dann noch zur zügigen Schwingen Anhebung genutzt wird .

Das ist "Inchen " .

Da würde ich erstmal genau hinschauen .
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