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O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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24 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Nick » Mo Okt 12, 2026 20:59

Inchpedal gibt es doch normal bei Wandlerantrieb. Beim Hydrostat brauchst du es doch nicht weil Fahrgeschwindigkeit und Motordrehzahl unabhängig voneinander sein können. Oder liege ich da als Laie mit Gabelstapler mit Wandler und Inchpedal total falsch?
mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
Nick
 
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon langholzbauer » Mo Okt 12, 2026 21:10

Hallo Manu L4,
"Ich habe einen frisch gebackenen Rentner, der bei einer etwas größeren Baufirma der Werkstattmeister war. Er hat schon unzählige Radlader und Bagger repariert."
Hast du dich denn schon mit diesem über das Problem unterhalten?
Vor der Reparatur steht die Diagnose!
Und dieser Kollege sollte genug Monteure kennen, die mit ihrem Servicefahrzeug( "auf dem Heimweg") in kaum 1 Stunde den Fehler sicher eingrenzen können.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » Mo Okt 12, 2026 21:22

Manu L4 hat geschrieben:
Zu den Messungen:
Rechts neben dem Dieselmotor sitzt die Hydraulikpumpe. (Siehe Fotos)
Dort sind auch Messanschlüsse. Ich denke mal das ich hier messen muss.
Zusätzlich sitzt links am Motor noch ein Teil (vermutlich Pumpe). Ich denke mal das ist eine Pumpe für die Arbeitshydraulik (Hubzylinder, Lenkung) Das sollte mit meinem Problem ja nichts zu tun haben, oder?
Ich habe leider kein Manometer und Drehzahlmesser, werde aber mal versuchen welche zu besorgen. (Wieso brauche ich zwei Monometer? kann man das nicht nacheinander messen?

Speisedruck der Fahrhydraulik und Hochdruck messen:
 Wie hoch sollte der Druck jeweils sein?
 Wo messe ich jeweils den Druck?

Regelbeginn des Fahrmotors:
 wie und wo messe ich das?



Zwei Manometer für den Regelbeginn des Fahrmotors.
Eines am Hochdruck der Fahrpumpe, eines am Fahrmotor.

Im Bild markiert:
Hier wird der Hochdruck für Vorwärts und Rückwärts geprüft.


Der Absperrhahn ist zum Abschleppen gedacht, und könnte auch eine Fehlerquelle sein wenn der Hochdruck nicht erreicht wird.

Der Regelbeginn wird am Fahrmotor geprüft, an dem (im Bild markierten) Deckel müsste ein Inbusstopfen (oft M12x1,5 oder M14x1,5) dran sein, da gehört ein Messanschluß eingedreht.

Messung Hochdruck:
Öl halbwegs Betriebswarm, mit Radlader vorwärts gegen ein festes Hindernis fahren oder Erdhaufen, o.ä.,und Vollgas geben,
Wichtig! Der Untergrund muss soviel Grip haben das die Räder stillstehen!
Welcher Messanschluß für Vorwärts ist - muss man ausprobieren.
Der jetzt auf dem Manometer angezeigte Druck ist der Fahrhochdruck.
Der sollte bei dem Baujahr grob im Bereich 380-430 Bar liegen.

Den Speisedruck misst man auch an einem der zwei Messanschlüssen, aber bei Motor Vollgas und Wichtig - Fahrtrichtungshebel auf Neutral!
Ums genau zu machen bräuchte man hier ein 60 Bar Manometer mit großer Scalenteilung.
Der Speisedruck sollte grob aus dem Bauch heraus zwischen 22 und 30 Bar liegen.

Die beiden Messungen sind aber für dein eigentliches Problem zweitrangig!

Die wichtigere Messung ist der Regelbeginn:
Ein 600 Bar Manometer an der Pumpe auf Hochdruck vorwärts, das zweite am Fahrmotor an Messstelle Regelbeginn.
Radlader vorwärts gegen Hindernis fahren und die Motordrehzahl langsam erhöhen.
Der Hochdruck an der Fahrpumpe steigt in gleichem Maß wie man das Gaspedal durchdrückt.
Das Manometer am Fahrmotor zeigt erstmal fast null an, und bei steigendem Hochdruck kommt ein Punkt wo sich das Manometer vom Regelbeginn bewegt.
Wenn man sieht das sich der Zeiger bewegt muss man auf dem anderen Manometer den Hochdruck ablesen.
Der Wert ist der Regelbeginn,und der sollte irgendwo grob geschätzt zwischen 180 und 280 Bar sein.

Was letztendlich auf dem Manometer für Regelbeginn angezeigt wird ist egal, es geht nur drum bei welchem Hochdruck sich der Zeiger bewegt.

Für die Fehlersuche reichen meine grob geschätzten Druckangaben, für eine spätere ordentliche Einstellung braucht man das Datenblatt von O&K,da jeder Hersteller die Drücke spezifisch für die jeweilige Maschine vorgibt.

Leider kann ich mit dem Handy die Bilder nur am Schluß einfügen
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » Mo Okt 12, 2026 21:34

Alla gut hat geschrieben:Gibt es da überhaupt zwei Gänge ?
Das elektrische Ventil wird die "Inch" Funktion sein .
Wieviel Stunden wirklich hat das Fahrzeug ?
Wird der Motor den richtig gedrückt wenn er schwer schieben muss ?
Oder dreht er munter auf Höchstdrehzahl ohne richtig vorwärts zu kommen unter Belastung ?


Umgangssprachlich 2 Gänge, eigentlich nennt man es beim Hydrostat Fahrstufen.

Das elektrische Ventil ist die Fahrstufe 1.

Die Inchung, ob mechanisch, hydraulisch oder elektronisch ausgeführt - erfolgt ausnahmslos an der Fahrpumpe.

Der hier hat rein hydraulische Inchung, das sieht man im von mir weiter oben verlinkten Hydraulikplan.

Dieselmotor und Fahrpumpe kann man bei dem aktuellen "Kraftproblem" erstmal ausklammern.

Auch wenn die Fahrpumpe nur noch 20% Leistung bringen würde, könnte man die Umschaltung zwischen Fahstufe 1 und 2 spüren.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » Mo Okt 12, 2026 21:43

Alla gut hat geschrieben:Ja aber für was soll das Magnetventil den sein ?
Das ist so eine Art " Inch " Funktion .
Inch Funktion heißt er schaltet ein Teil des Ölstromes weg damit die Räder beim Einstechen in den Haufen nicht zu sehr durchdrehen .
Und der Antriebsmotor nicht zu sehr gedrückt wird was auch unnötiger Dieselverbrauch bedeutet .
An manchen Ladern ist das auch so das das weggeschaltete Öl dann noch zur zügigen Schwingen Anhebung genutzt wird .

Das ist "Inchen " .

Da würde ich erstmal genau hinschauen .


Das Magnetventil ist die Fahrstufe - das kann man eindeutig auf dem oben verlinkten Hydraulikplan sehen.

Auch das Inchventil ist im Plan gezeichnet.
Beim Inchen wird der - aus dem Speisedruck generierte - Steuerdruck reduziert.
Der Speisedruck steigt proportional zur Motordrehzahl und schwenkt die Pumpe Richtung maximum.
Durch das Inchen nimmt man stufenlos die Fördermenge der Fahrpumpe zurück und das unabhängig von der Dieseldrehzahl.

Das "weggeschaltene" Öl wird bei der hier gezeigten Bauweise NIE anderen Funktionen zugeführt, weil Fahrhydraulik über 400 Bar und Arbeitshydraulik nur um 200 Bar Betriebsdruck hat.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Alla gut » Mo Okt 12, 2026 21:51

Zwei Fahrstufen an einem Hydrostaten kann ich mir jetzt nicht so recht vorstellen .
Wenn dann war doch da noch ein mechanisches Schaltgetriebe (Erntemaschinen Landtechnik )dabei , wenn zwei oder mehrere Gänge .
Es gab auch Systeme /Fahrzeuge mit Schwenkpumpe und zusätzlich Schwenkmotor .
Das der alte O und K so was hat glaube ich jetzt weniger .
Lasse mich aber gerne belehren .
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon DST » Mo Okt 12, 2026 21:59

@Alla gut

Hier nochmal für dich der Schaltplan.

-mit Verstellpumpe
-mit Verstellmotor
-mit Fahrstufenschaltung
-mit hydraulischer Inchung

https://share.google/qrMi8FCNNDIktaLLJ

Alles was seit Ende der 70er mit dieser Hydromatik/Rexroth/Bosch Fahrpumpe A4V fährt und einen A6V Fahrmotor hat, besitzt auch zwei Fahrstufen.
Auch noch in 2026.

Wir hatten mal einen Ahlmann Radlader Bj 1975, der hatte einen Konstantmotor, da wurde noch mittels Getriebe 1 und zwei geschalten.
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Höffti » Di Okt 13, 2026 6:07

Manu L4 hat geschrieben:Hallo zusammen.
Ich habe mir vor Kurzem ein O&K L4-1 Radlader Baujahr 1988 gekauft.

...

Gruß Manu


Hallo Manu,

was sagt(e) denn der Vorbesitzer zu dem Problem? Oder trat das Problem erst auf, nachdem Du den Lader gekauft hattest?
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Re: O&K Radlader L4, BJ1988: Fährt dauerhaft im 2. Gang

Beitragvon Alla gut » Di Okt 13, 2026 6:55

Die Abdichtung der Verstellkolben des Schwenkmotors ,da würde ich jetzt drauf losgehen .
Lass es uns wissen wenn der Fehler gefunden wurde .
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