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Pacht für ein Jahr?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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20 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Pacht für ein Jahr?

Beitragvon mar123 » Di Jun 18, 2019 16:48

Hallo

welche durchschnittliche Pachtdauer habt ihr? Bei uns sin das üblicherweise 9 Jahre. Ich wunder mich gerade, weil mir jemand einige ha für ein Jahr verpachten will. Damit kann man ja eigentlich nichts anfangen, weil alle Planungen drum herum dann nicht klappen. Habt ihr das schonmal erlebt, dass jemanf für ein Jahr verpachtet? Konnte nicht herausfinden, was er damit bezwecken will.
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon Zement » Di Jun 18, 2019 17:05

Soll die Verpachtung nach einem Jahr beendet sein , oder verlängert sich die Pacht um einen Jahr ?
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon CarpeDiem » Di Jun 18, 2019 17:50

mar123 hat geschrieben:Konnte nicht herausfinden, was er damit bezwecken will.

Das ist doch nicht so schwer zu erraten. Wenn er u.U. verkaufen will, wäre er ja schön blöd sich einen langfristigen Pachtvertrag ans Bein zu binden. Wenn ich Grundstücke kaufe, ist immer die erste Frage, besteht ein Pachtvertrag?? Wenn ja schwindet das Interesse ganz schnell.

Ich konnte noch nie ergründen wem langfristige Pachtverträge eigentlich nutzen?? Dem Verpächter auf keinen Fall.
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon DWEWT » Di Jun 18, 2019 19:11

CarpeDiem hat geschrieben:
Ich konnte noch nie ergründen wem langfristige Pachtverträge eigentlich nutzen?? Dem Verpächter auf keinen Fall.


Bei kurzfristigen Pachtverträgen, dürfte von Seiten des Pächters kein Interesse am pfleglichen Umgang mit der Pachtsache bestehen. Abschöpfen/nutzen und weg! Irgendwann wird man die Fläche nur noch zum Minipachtpreis los.
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon CarpeDiem » Di Jun 18, 2019 19:28

DWEWT hat geschrieben:Irgendwann wird man die Fläche nur noch zum Minipachtpreis los.


So sagt das die Pächterlobby, warum eigentlich? Ich kenne keinen einzigen der sein Land wegen kurzfristigen Pachtverträgen nicht verkaufen oder verpachten konnte. Ich kenne aber viele die wegen einem langfristigen Pachtvertrag darauf sitzen blieben.

Wer dieses "abschöpfen, ausbeuten" und ähnliche Dinge versucht hat, in einem Vertrag festzuschreiben wird bei den Paragraphenleuten sein blaues Wunder erleben, d.h. eine Wortblase ohne jeden Sinn und vor allem nicht belastbar.

Völlig unverständlich wird die Angelegenheit dann, wenn jemand kommt dem man jahrelang Flächen mit einem nach dem BGB geschlossenen unbefristeten Pachtvertrag überlassen hat und der dann herumdruckst, dass er eine langfristige Bindung aufgrund von Bankrestriktionen benötigt.........!
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon wastl90 » Mi Jun 19, 2019 6:56

Langfristige Pachtverträge sind natürlich für den Pächter schön. So muss er nicht jedes Jahr um neue Flächen betteln und kann längerfristig planen. Gerade bei Investitionen in die Tierhaltung nicht ganz unwichtig bzw. mittlerweile anscheinend auch entscheidend für eine Genehmigung. Kurzfristige Verträge werden, zumindest hier in der Gegend, gerade im Bereich Kartoffeln, Erdbeeren oder Spargel gemacht. Gepachtet wird eben nur so lange die Frucht steht. Größere Kartoffel- Erdbeer- oder Spargelbauern haben gar kein Interesse an "normalen" Kulturen. Pachtpreis ist natürlich entsprechend höher. Ich würde fast sagen um 50 bis 100%
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon jan187 » Mi Jun 19, 2019 9:30

In meinem Betrieb baue ich nur noch Mais und Gerste an für die Mastschweine. Den Weizen, Zuckerrüben und den Raps habe ich rausgeworfen. Die Flächen für diese drei Kulturen sind jetzt immer verpachtet für ein Jahr für Kartoffeln, Zweibel, Salat, Gurken. Da fahr ich um einiges besser. Und ne Fruchtfolge wird auch noch eingehalten.
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon Teddy Bär » Mi Jun 19, 2019 10:15

Solche Pachtverträge habe ich auch. Allerdings immer mit dem Anhang, dass wenn der Pachtvertrag bis November des Wirtschaftsjahres nicht von einer der Parteien schriftlich gekündigt wurde, dann verlängert er sich jeweils um 1 Jahr.
Pachtverträge bieten Sicherheit für beide Parteien.
Letztes Jahr habe ich 2 neue Verträge gemacht. Einmal für 3 Jahre und einmal für 9 Jahre. Letztendlich entscheidet der Verpächter wie er es möchte. Dabei sind die Verpächter oft froh wenn sie sich 9 Jahre um nichts kümmern müssen und pünktlich bezahlt wird. Bei uns sind solche hohen Preise wie sie hier immer genannt werden allerdings nicht zu bekommen.
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon Zement » Mi Jun 19, 2019 12:55

Ich verpachte für 12 Jahre , das gibt dem Pächter Planungssicherheit und ich hab die Pachteinnahmen sicher .
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon DWEWT » Do Jun 20, 2019 9:48

CarpeDiem hat geschrieben:
So sagt das die Pächterlobby, warum eigentlich? Ich kenne keinen einzigen der sein Land wegen kurzfristigen Pachtverträgen nicht verkaufen oder verpachten konnte. Ich kenne aber viele die wegen einem langfristigen Pachtvertrag darauf sitzen blieben.



Wer eine ldw. Nutzung für nur ein Jahr planen kann, wird keine Maßnahmen fahren, die erst über die Jahre wirken. D.h., der Erhalt der Grundnährstoffversorgung hat nur für das Nutzungsjahr eine Relevanz. Humusschonung ist da ein Fremdwort, pH-Wert ebenfalls. Nehmen was der Boden hergibt und ausgelutscht zurückgeben ist da angesagt. Der nächste Pächter, sofern er nicht ein Auswärtiger ist, wird sich dann beim Pachtangebot entsprechend preislich orientieren. Wenn dann erst einmal der pH-Wert im 4er-Bereich angekommen ist und der Buchstabe A die Versorgung mit den Grundnährstoffen kennzeichnet, dürfte für jeden normalen Landwirt klar sein, dass da nichts mehr zu holen ist. Ein paar Heißsporne, nehmen diese Flächen dann vielleicht noch um den eh überdimensionierten Schlepper auslasten zu können.
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon wespe » Do Jun 20, 2019 10:39

Längerfristige Pachtverträge Sichern die Liquidität des Betriebes gegenüber den Banken.
12 Jahresverträge und mehr sehen die am liebsten.
Mit Einjahresverträge brauchst gar nicht hingehen bzw. fliegen die bei den Verhandlungen raus und die gewünschte/erreichbare Kreditsumme verringert sich ewtl.
Mit freundlichen Stachel
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon CarpeDiem » Do Jun 20, 2019 11:37

wespe hat geschrieben:12 Jahresverträge und mehr sehen die am liebsten.

Danke, dass du offen das Interesse der Pächter an langfristigen Verträgen nennst. Bisher spielte ja da auch noch die landw. Alterskasse eine Rolle, aber das sollte mit dem canceln der Hofabgabeklausel Geschichte sein.

Was @DWEWT schreibt ist lediglich das übliche Vorbringen der Pächterlobby, leider ohne Substanz. Jeder Pächter greift ab, was der Boden hergibt!
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon DWEWT » Do Jun 20, 2019 12:18

CarpeDiem hat geschrieben:

Was @DWEWT schreibt ist lediglich das übliche Vorbringen der Pächterlobby, leider ohne Substanz. Jeder Pächter greift ab, was der Boden hergibt!


Ich gehöre nicht zur Pächterlobby. Ich bin noch ein echter Bauer; also einer der nur eigene Flächen bewirtschaftet. Eine aussterbende Spezies!
Wer als Pächter einen längerfristien Pachtvertrag abschließt, der wird auch für eine längerfristige Ertragsfähigkeit des Bodens sorgen. Deine Aussage: "Jeder Pächter....." , ist völlig abwegig.
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Re: Pacht für ein Jahr?

Beitragvon CarpeDiem » Do Jun 20, 2019 18:54

DWEWT hat geschrieben:Eine aussterbende Spezies!


Na da sind wir ja beide von der aussterbenden Sorte. Ich habe allerdings auch noch Flächen verpachtet, die mit zunehmendem Zeitablauf auch immer mehr werden, da ich keinen Nachfolger habe. Durch diese Entwicklung habe ich allerdings auch mitbekommen, wie viele Pächter, denn so ticken, insofern bin ich da schmerzfrei. Ich kann dir sagen, gelogen wird da, dass sich die Balken.......!
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