Särs liebe Landtreff-Freunde,
ich hätte mal eine Frage zur Rückgabe eines Ackers nach Pachtende.
Die Fläche war von der Gemeinde schriftlich gepachtet und während der Pachtzeit verkauft worden.
Der neue Eigentümer ist in den laufenden Pachtvertrag eingestiegen und möchte nun, zum Ende
der Pachtzeit im Herbst die Fläche anderweitig verpachten.
Ich wurde angerufen und forsch darf hingewiesen, alle Grenzsteine bis zum Übergabetermin sichtbar zu machen.
Von vier Ecksteinen waren schon zu Pachtbeginn nur drei sichtbar.
Der vierte sitzt tief im Bereich einer Kurve und wurde im Laufe der Jahre wohl immer tiefer eingefahren.
Ich habe mir nie die Mühe gemacht, den Stein zu suchen.
Die Läufersteine sind beidseits nicht mehr vorhanden. Ein Knickstein am Vorgewende ist ebenfalls nicht sichtbar.
Ob diese Stein zu Pachtbeginn vor über 20 Jahren überhaupt vorhanden waren, kann ich nicht mehr sagen.
Ein Übergabeprotokoll von damals mit Grenzstein-Skizze existiert nicht.
Dem Pachtvertrag liegt lediglich ein Flurplan ohne Grenzzeichen bei, auf dem das Feldstück farblich markiert war.
Falls ich die Steine nicht setzen lassen würde, wurde gleich mit Gericht gedroht und auf folgenden Passus im Pachtvertrag hingewiesen:
"Der Pächter hat die Pachtsache in einem Zustand zurück zu geben, der einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung entspricht. Notwendige Arbeitsgängenach Aberntung (z.B. Stoppelbearbeitung) sind vom Pächter noch rechtzeitig durchzuführen."
Ich habe den Rapsacker natürlich noch gegrubbert und sauber hinterlassen.
Achja, Feldgeschworener bin ich auch noch und als solcher auch für den Grenzfrieden im Dorf zuständig.
Was meint Ihr dazu ?
Soll man auf Konfrontation gehen und behaupten, die Steine nie gesehn zu haben ?
Oder sollte man um des lieben Friedens willen nachgeben und Grenzsteine setzen.
Gruß
Wini

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet