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Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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22 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon siss28 » Do Dez 15, 2016 18:39

Hallo,
bin gerade dabei meine Fläche neu zu verpachten und möchte den Pachtpreis an die Erzeugerpreise koppeln !
Hat da einer Ahnung wie man das am Besten macht ? Vorlagen ? rechtlich sicher !
Wo bekommt man jedes Jahr aktuelle Erzeugerpreisdurchschnitte her ?

wäre super wenn da jemand schon Erfahrungen hat.

Danke
Siss
MfG

Andreas Siessmeir
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon Zement » Do Dez 15, 2016 19:01

Hallo
Eine Möglichkeit wäre den Pachtpreis an den aktuellen Weizenpreis zu koppeln .
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
Zement
 
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon LUV » Do Dez 15, 2016 19:07

Jedes Jahr neu verhandeln? Welche Pächter machen so was mit?
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon Unimog406 » Do Dez 15, 2016 19:33

hab mir als Pächter auch schon sowas überlgt...
als der Preis auf 240 war wollten im nächsten Jahr alle mehr Pacht. :?
Aber Runter geht hinterher auch keiner :evil:
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon Holmer 91 » Do Dez 15, 2016 19:49

Weizenpreis x pro t entspricht 100% Grundpachtpreis, der Rest ist Dreisatz und der Weizenpreis zu irgendeinem Stichtag (am besten auch gleich festlegen welcher Kurs zur Berechnung herangezogen wird) oder der Mittelwert aus dem Höchsten und Niedrigsten Preis in irgendeinem Zeitraum, oder oder oder ...

Denke aber das ganze wird zu Komplex.

mfg, Holmer
"... Kühe sind schon auch ganz cool, aber Schweine sind halt einfach geil."
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon T5060 » Do Dez 15, 2016 20:19

www.destatis.de über Index, nennt sich Indexierung des Vertrags war bis vor ein paar jahren faktisch verboten
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon marius » Do Dez 15, 2016 22:29

siss28 hat geschrieben:Hallo,
bin gerade dabei meine Fläche neu zu verpachten und möchte den Pachtpreis an die Erzeugerpreise koppeln !
Hat da einer Ahnung wie man das am Besten macht ? Vorlagen ? rechtlich sicher !
Wo bekommt man jedes Jahr aktuelle Erzeugerpreisdurchschnitte her ?

wäre super wenn da jemand schon Erfahrungen hat.

Danke
Siss


Ist nicht böse gemeint aber das ist mit Verlaub ein ziemlicher Blödsinn und noch dazu völlig unrealistisch.

Da ist Ärger vorprogrammiert. Beispiel Weizen. Was für Preise werden genommen ? Weltmarktbörsenpreise oder europäische Börsenpreise ( also nur fiktive Papierpreise für Weizen ) oder Preise vom örtlichen Landhändler " Müller " oder " Fritzmeier " der seine Tagespreise vom ganzen Jahr jeden Tag auf einem Schmierzettel für euch zusammenfasst ? Wird er aber sicher nicht umsonst machen.

Falls der Pächter ein guter Kunde von ihm ist kann es schon passieren das der Weizenpreis " geringer " ausfällt. :mrgreen:

Ist dann auch noch eine ziemliche rechnerei bei 250 verschiedenen Tagespreise Weizen jedes Jahr. Da braucht der Pächter und Verpächter jeweils eine zusätzliche Bürokraft für seine Pachtverträge.
Und werden nur einige wenige Stichtage von Landhändler als Preis-Maßstab herangezogen ist das sicher nicht korrekt.

Fazit : Ich hab einiges an Flächen verpachtet aber auf solche Pachtverträge verzichte ich. Sonst kann ich nach Abschluss des Pachtvertrages gleich den Anwalt bestellen.
Zuletzt geändert von marius am Do Dez 15, 2016 22:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon Dommbraddler » Do Dez 15, 2016 22:46

Es gibt auch eine relativ einfache Methode, ob diese aber zielführend ist, weiß ich nicht.

Bis in die 70er Jahre war es häufig so, daß der Altbauer, als Verpächter, eine bestimmte Menge Weizen als Pacht forderte.
In der Ernte lieferte der Pächter den Weizen zum Lagerhaus. Der Verpächter erhielt dann die Gutschrift vom Lagerhaus über den Weizen.
War relativ einfach, da noch nicht mal eine Überweisung getätigt werden mußte, da die Zahlung über das Lagerhaus lief.
Außerdem war das Risiko der schwankenden Weizenpreise auch gleichmäßig verteilt.
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon marius » Do Dez 15, 2016 22:49

Dommbraddler hat geschrieben:Es gibt auch eine relativ einfache Methode, ob diese aber zielführend ist, weiß ich nicht.

Bis in die 70er Jahre war es häufig so, daß der Altbauer, als Verpächter, eine bestimmte Menge Weizen als Pacht forderte.
In der Ernte lieferte der Pächter den Weizen zum Lagerhaus. Der Verpächter erhielt dann die Gutschrift vom Lagerhaus über den Weizen.
War relativ einfach, da noch nicht mal eine Überweisung getätigt werden mußte, da die Zahlung über das Lagerhaus lief.
Außerdem war das Risiko der schwankenden Weizenpreise auch gleichmäßig verteilt.


Nunja. Heute machen viele schon Kontrakte lange vor der Ernte. Da ist dann der Preis zu Ernte nicht mehr entscheidend.
Und hat der Pächter einen sehr guten Kontrakt abgeschlossen, wird er den kaum dem Verpächter vorzeigen. Das fällt zudem unter den Datensschutz.
Und hat der Pächter einen schlechten Kontrakt abgeschlossen, müßte das der Verpächter dann auch mit ausbaden falls er ihn vorzeigt.
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon Dommbraddler » Do Dez 15, 2016 22:57

Marius,
das war früher so üblich, besonders bei Altbauern, die verpachtet haben, weil kein Nachfolger da war.
Natürlich kann man das nicht auf heute übertragen. Weiterhin ging es sicherlich nicht um die große
Menge an Weizen, da nur kleinere Betriebe verpachtet haben.
Ob sich jeder Verpächter mit der Börse auskennt oder auseinandersetzen will, bezweifle ich.
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon Dommbraddler » Do Dez 15, 2016 23:09

Marius,
wir reden ein bißchen aneinander vorbei.

Fiktives Beispiel:
Im Pachtvertrag steht: Die Pachtzahlung beträgt 20 dt Weizen pro Hektar.
Die gesamte gepachtete Fläche sind 5 Hektar.

Der Pächter hat dann 100 dt Weizen an das Lagerhaus geliefert.
Wie der Verpächter den Weizen verkauft, ist Sache des Verpächters.
Beim abkippen an der Gosse, geht der Weizen in das Eigentum des Pächters über.
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon T5060 » Fr Dez 16, 2016 13:01

Jeder Pachtvertrag der an Preise gekoppelt ist und bei keine klare Bezugsgröße ist genannt ist,
wird auf diese zurückgesetzt, was heisst MATIF oder Erzeugerpreisindex zu einem Stichtag.
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon automatix » Fr Dez 16, 2016 20:33

Bei uns haben ein paar große Gutsverwaltungen auch den Pachtpreis an den Weizenpreis gekoppelt - die haben zwei Stichtage, an denen sie die Preise aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt nehmen und daraus den Durchschnittspreis nehmen. 100 % Preis bei Angebotsabgabe war für einen Weizenpreis von 16 Euro
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon hh85 » Fr Dez 16, 2016 22:01

Im Weinbau war es früher gängige Praxis einen Naturalpacht zu haben. Bspw. 1/3 des Ertrags - Der Pächter liefert 3000kg Trauben an, davon gehen 1000 kg direkt an den Verpächter, welcher sein Geld dann vom Händler bekommt. Heute nicht mehr möglich. (Steuerliche Gründe?)
Die Idee finde ich im Grundsatz gut. Verdient der Landwirt mehr kann er mehr Pacht bezahlen, wie wenn er durch einen geringeren Preis keinen Gewinn erzielt...
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Re: Pachtpreis an Erzeugerpreise koppeln ?!

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Sa Dez 17, 2016 9:19

Jedes Jahr werden in den Landwirtschaftlichen Wochenblätter durchschnittliche Preise veröffentlicht, die für solche Verträge gedacht sind. Sollte also nicht so schwer sein da was zu finden.
Aluhut Akbar !
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