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Pachtvertrag nach Eigentümerwechsel?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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21 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Pachtvertrag nach Eigentümerwechsel?

Beitragvon dieselrossreiter » Di Apr 26, 2011 9:03

Interessante Zeiten, die da gehandelt werden. Ich zum Beispiel kenne es so, daß während des laufenden Jahres jederzeit gekündigt werden kann und die Zeiten dann wie folgt aussehen:

Grünland: kann der Pächter dann noch das folgende Wirtschaftsjahr nutzen
Ackerland: kann dann noch zwei Wirtschaftsjahre genutzt werden.

Anderes Vereinbarungen sind da natürlich immer möglich.

Grundsätzlich gilt aber: ein Eigentumswechsel beendet einen Pachtvertrag nur dann, wenn dieses so im Vertrag (schriftlich) vereinbart wurde (allerdings auch dann erst mit Ablaufen des Wirtschaftsjahres).

Was ich aber im eingangsbeitrag nicht verstehe:

Der Vorbesitzer hat verpachtet, der Verkäufer weiß dazu aber nichts genaues - wie geht das? Ist der Verkäufer Erbe des Vorbesitzers? Oder warum weiß er nichts davon? Was hat er mit der Fläche gemacht?

Wenn der Vorbesitzer (als zwei vor dem TE) die Fläche verpachtet hat, dann müßte er ja immer noch die Pacht kassieren ???

Würde mich da dann einfach mal mit dem Ortslandwirt unterhalten, wer die Fläche nutzt (die wissen sowas meistens, zumindest haben die eine Idee, wen man fragen könnte).
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Re: Pachtvertrag nach Eigentümerwechsel?

Beitragvon dieselrossreiter » Di Apr 26, 2011 9:08

CarpeDiem hat geschrieben:Der so "Bedachte" ist ständiger "Kunde" bei dem Kreisveterinär


Scheint, als ob man sich bei solchen Leuten nicht trauen würde, bei "normalen" Leuten sind die da immer sehr fix, die Tiere weg zu holen - zumindest ist es laut den Aussagen so, die ich bislang gehört habe.

Aber da gibt es natürlich auch keine "Gutmenschen", die der Meinung sind, solche "armen" Mitmenschen schützen zu müssen... :gewitter:
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Re: Pachtvertrag nach Eigentümerwechsel?

Beitragvon julius » Di Apr 26, 2011 9:29

julius hat geschrieben:
H.B. hat geschrieben:Er kann jetzt zum Ende des nächsten Jahres kündigen.

Glaub ich nicht. Wenn er jetzt kündigt ( das Pachtjahr läuft bereits ) bekommt er die Fläche erst ab 2013.
http://dejure.org/gesetze/BGB/594a.html

Das war mein Fehler. Er bekommt die Fläche natürlich erst nach 2013, also zum ersten mal im Jahr 2014 zurück . Da die Kündigung für dieses Jahr ( 3.Werktag ) schon verstrichen ist.
Ich würde ebenfalls zuerst eine gütliche Einigung suchen ob er sie freiwillig vor dem jahr 2014 zurückgibt. Was ich bei der derzeitigen Situation auf dem pachtmarkt eher für unwarscheinlich halte.
julius
 
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Re: Pachtvertrag nach Eigentümerwechsel?

Beitragvon julius » Di Apr 26, 2011 9:37

CarpeDiem hat geschrieben:2. Besteht kein schriftlicher Vertrag und hat er nix bezahlt (eidesstattliche Versicherung des Verkäufers einholen), dann würde ich ihm das weitere benutzen des Grundstückes untersagen und ihn fortjagen.

Ich höre jetzt schon die Stimmen mündlicher Pachtvertrag liegt aber doch evtl. vor. Ja, aber beweisen muss er es auch können, das wird ihm so schwer fallen wie dem Käufer.
???

Ja wie schon gesagt er kann das Pachtverhätnis über den Kontoauszug oder Mehrfachantrag oder vorhandene Zeugen sehr leicht beweisen. Hat er nichts bezahlt und keinen Mehrfachantrag kann trotzdem ein mündlicher Pachtvertrag vorliegen. Ist dann ein Streitfall den ein Richer entscheiden muss. Da bei Pachtverträgen keine Schriftform gesetzlich vorgeschrieben ist, ist ein mündlicher rechtskräftig. Mit denselben Kündigungsfristen ( 2 Jahre bei Kündigung bis spätestens zum 3. Werktag des Pachtjahres bzw. Kalenderjahr). Wird der mündliche Vertrag jetzt gekündigt gibts die Fläche ebenfalls frühestens 2014 zurück.

Bei solchen Themen frage ich mich immer, ob denn die "Pächtervertreter" hier bei einem Mieter in einem Mehrfamilienhaus auch so konziliant gegen einen Mietnomaden wären???
Bei Mietnomaden ist das noch viel komplizierter. Die kannst obwohl die keine Miete zahlen nichtmal auf die Strasse stellen. Einfach die Heizung oder Wasser abdrehen geht auch nicht. Die lassen nach ( ich glaub es sind ) 2 Tagen eine Firma kommen, den Fehler beheben und schicken dir die Rechnung und damit kommen die rechtlich sogar durch. Denn gerade diejenigen haben eine Mieterrechtsschutz incl. Mieterschutzbund und gehen sofort zum Anwalt. Hab mich selbst gewundert was die für Rechte haben.
julius
 
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Re: Pachtvertrag nach Eigentümerwechsel?

Beitragvon Nirox » Di Apr 12, 2016 12:00

Habe auch noch eine Frage. Und zwar wie ist das beim Eigentümerwechsel?

Also Vater überschreibt dem Sohn ein Acker, der per Pachtvertrag bis September 2020 verpachtet ist. Der Sohn möchte gerne den Acker selbst nutzen.
Er kann aber nun trotz Eigentümerwechsel nicht vorläufig kündigen, also mit 2 Jahre Kündigungsfrist, sondern muss bis September 2020 warten, oder?

Des Weiteren die Frage. Was muss ich machen, wenn ich einen Acker zu Grünland machen möchte? Muss ich das genehmigen lassen oder einfach ansähen?

Lg. Nirox
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Re: Pachtvertrag nach Eigentümerwechsel?

Beitragvon 2810 » Di Apr 12, 2016 12:24

Nirox hat geschrieben:Habe auch noch eine Frage. Und zwar wie ist das beim Eigentümerwechsel?

Also Vater überschreibt dem Sohn ein Acker, der per Pachtvertrag bis September 2020 verpachtet ist. Der Sohn möchte gerne den Acker selbst nutzen.
Er kann aber nun trotz Eigentümerwechsel nicht vorläufig kündigen, also mit 2 Jahre Kündigungsfrist, sondern muss bis September 2020 warten, oder?

Des Weiteren die Frage. Was muss ich machen, wenn ich einen Acker zu Grünland machen möchte? Muss ich das genehmigen lassen oder einfach ansähen?

Lg. Nirox


Acker in GL geht doch ohne weiteres, dafür bekommt man das Bundesverdienstkreuz :lol:
Umgekehrt ists evtl verdammt schwer --> gut überlegen , ob dies sinnvoll ist :idea:
denn keiner beist gerne ins Gras , nicht mal die Vegetarier.

Bez. des Pachtvetrags , sehe ich so , dass Du nur auf goodwill mit dem Pächter vorzeitig an die Fläche kommst.
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