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Pressekampagne "Glyphosat"

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon countryman » Fr Jul 20, 2012 7:40

"Neue Studien legen Gefahren durch Glyphosat nahe" war kurz gefasst der Inhalt des Aufmachers heute in der Tageszeitung.
http://www.derwesten.de/wr/region/westfalen/pflanzenschutzmittel-glyphosat-kann-laut-experten-krank-machen-id6897961.html
Nachdem passend vor Weihnachten angebliche Gesundheitsgefahren für Anlieger von Weihnachtsbaumkulturen postuliert wurden, werden nun wilde Behauptungen zur Vorerntesikkation lanciert. Die Zeitung druckt es gern im Sommerloch... Aber wer steckt dahinter?
Nichts gegen seriöse Studien, nur hier scheint mir die Faktenlage äußerst dünn - die Journalisten wurden doch offensichtlich passend "gefüttert".
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon Djup-i-sverige » Fr Jul 20, 2012 7:49

Find ich schon witzig:

"Wischenschaftler glauben" "und vermuten"
Ich würde mal schreiben Glauben und Vermutungen ist keine gute fachliche Praxis für einen Wissenschaftler.
:wink:
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon automatix » Fr Jul 20, 2012 7:58

Ist mir eigentlich egal - sollens doch das Zeug verbieten, ich finde sowieso, so inflationär wie manche Kollegen das einsetzen, das kanns echt nicht sein
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon countryman » Fr Jul 20, 2012 8:34

inflationär geht natürlich nicht, aber dem im Artikel erwähnte Anstieg des Glyphosateinsatzes dürfte ein duchaus adäquater Einsparerfolg beim Dieselverbrauch gegenüberstehen.
Mit anderen Worten Pfluglos ohne (zielgerichteten) Glyphosateinsatz funktioniert nicht.
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon automatix » Fr Jul 20, 2012 9:40

countryman hat geschrieben:inflationär geht natürlich nicht, aber dem im Artikel erwähnte Anstieg des Glyphosateinsatzes dürfte ein duchaus adäquater Einsparerfolg beim Dieselverbrauch gegenüberstehen.
Mit anderen Worten Pfluglos ohne (zielgerichteten) Glyphosateinsatz funktioniert nicht.


naja, ich denke eher, daß die auf einen Einspareffekt bei den folgenden Herbzidmaßnahmen setzten - denn das ist für mich z.b. der einzig mögliche Grund, warum man über seine abgefrorene, kaum verunkrautete Phacelia sonst mit einen Totalherbizid fahren müßte
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon Kyoho » Fr Jul 20, 2012 10:10

Auch in der Süddeutschen war ein ähnlicher Hetzbeitrag zu Glyphosat, offenbar ereifern sich mit solchen Artikel einige Redakteure aus den hinteren Reihen, die die Stellung halten, wenn die Hauptredakteure im Urlaub sind. http://www.landtreff.de/verkaufstipp-fur-feuchtgetreide-t74884.html
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon Jochens Bruder » Fr Jul 20, 2012 13:25

Jupp1303 hat geschrieben:Man sollte im betrieb pro Hektar Ackerfläche und Jahr nicht mehr als 500 ml Glyphos verbrauchen. Mit einem höheren Verbrauch schadet sich der Bauer selbst, da Glyphos sich nachteilig auf die Entwicklung der Folgefrucht auswirkt. Somit ist Glyphos nicht geeignet eine ackerbaulich falsche Strategie zu kompensieren. Erstaunlich dabei ist jedoch, dass die Strategie für Pfluglos, der Offizialberatung dies vorschlägt. Pfluglos geht anders


Ich habe kürzlich irgendwo gelesen dass es beim GVO-Mais erheblich weniger Probleme mit Schimmelpilzbefall geben soll. Falls das stimmt stellt sich die Frage auf welche Weise dieser Effekt zustande kommt. Ich hätte da eine Vermutung: Glyphosat tötet nicht nur Unkräuter ab sondern auch bestimmte Kleinlebewesen an den Pflanzen, z.B. Blattläuse oder andere Insekten.

Hat jemand Informationen ob es zu dieser Sache wissenschaftliche Erkenntnisse gibt?
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon forenkobold » Fr Jul 20, 2012 13:55

Da wirfst du wieder mal einiges durcheinander. Der reduzierte Pilzbefall tritt bei BT-Mais auf und nicht bei RR-Mais. Was mit dem Zünslerbefall im Kolben zusammenhängt....
Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gibt es zur Genüge.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon Ulikum » Fr Jul 20, 2012 14:14

countryman hat geschrieben:inflationär geht natürlich nicht,
aber dem im Artikel erwähnte Anstieg des Glyphosateinsatzes dürfte ein duchaus adäquater Einsparerfolg beim Dieselverbrauch gegenüberstehen.
Mit anderen Worten Pfluglos ohne (zielgerichteten) Glyphosateinsatz funktioniert nicht.


zwei interessante Aussagen,

- die Behauptung einen höheren Glypohsateinsatz würde zu einem reduzierten Dieselverbrauch führen
und
- Pflugloser Ackerbau ist ohne Glyphosateinsatz nicht möglich.

ich zweifel erst mal beide Aussagen an und behaupte:
die Pflügenden Betriebe setzen in Deutschland bezogen auf die Fläche die höchste Menge Glyphosat je ha ein.
und
pflugloser Ackerbau ist auch bei den BIOS möglich, d.h ich brauche kein Glyphosat um pfluglosen Ackerbau zu betreiben.
http://www.bioaktuell.ch/de/pflanzenbau ... itung.html
http://www.oekolandbau.de/verbraucher/d ... hof-braun/
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Jul 20, 2012 15:06

Ulikum hat geschrieben:
countryman hat geschrieben:infla.



pflugloser Ackerbau ist auch bei den BIOS möglich, d.h ich brauche kein Glyphosat um pfluglosen Ackerbau zu betreiben.
un/



Du darfst Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Natürlich gelingt es auch gänzlich ohne Glyphosat erfolgreich pfluglos zu wirtschaften. Dazu musst du aber ALLES anpassen. Ein wahnsinnig hoher Aufwand an mechanischen Arbeitsgängen und weiten Fruchtfolgen allem voran. Aber das ist nur für Bio-Betriebe wirtschaftlich. Für mich ist es uninteressant Sommerungen und Winterungen im Wechsel anzubauen. Was will ich mit Klee-Gras oder Luzerne? Wenn ich als konventioneller Landwirt 5x mit dem Grubber durch muss, ehe ich bestellen kann, dann noch 5x striegeln fahre, ist das einfach nicht realistisch. Außerdem geht es mir als überzeugtem Nichtpflüger ja primär darum, so wenig Boden wie möglich(/wie nötig) zu bearbeiten. 5x grubbern kann nicht im Sinne eines bodenverrückten Landwirts sein.
Außerdem gibt es gegen Problemunkräuter/-gräser, allen voran die scheiß Quecke, nichts Besseres als Glyphosat.
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon Jochens Bruder » Fr Jul 20, 2012 15:19

forenkobold hat geschrieben:Da wirfst du wieder mal einiges durcheinander. Der reduzierte Pilzbefall tritt bei BT-Mais auf und nicht bei RR-Mais. Was mit dem Zünslerbefall im Kolben zusammenhängt....
Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gibt es zur Genüge.


Hm, ich habe da eher an stacked genes gedacht, also bt-Mais der auch Roundup ready ist.

http://www.biosicherheit.de/basisinfo/1 ... ekten.html

"Bt-Mais wird nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt insbesondere in den USA großflächig angebaut. 2010 wuchs dort auf 16 Prozent der gesamten Maisanbaufläche insektenresistenter Bt-Mais und auf weiteren 47 Prozent Bt-Mais mit einer Kombination von Insekten- und Herbizidresistenz."

Genau solche Sorten werden z.B. auf den Philippinen angebaut.
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon automatix » Fr Jul 20, 2012 19:46

NobbyNobbs hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:
countryman hat geschrieben:infla.



pflugloser Ackerbau ist auch bei den BIOS möglich, d.h ich brauche kein Glyphosat um pfluglosen Ackerbau zu betreiben.
un/



Du darfst Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Natürlich gelingt es auch gänzlich ohne Glyphosat erfolgreich pfluglos zu wirtschaften. Dazu musst du aber ALLES anpassen. Ein wahnsinnig hoher Aufwand an mechanischen Arbeitsgängen und weiten Fruchtfolgen allem voran. Aber das ist nur für Bio-Betriebe wirtschaftlich. Für mich ist es uninteressant Sommerungen und Winterungen im Wechsel anzubauen. Was will ich mit Klee-Gras oder Luzerne? Wenn ich als konventioneller Landwirt 5x mit dem Grubber durch muss, ehe ich bestellen kann, dann noch 5x striegeln fahre, ist das einfach nicht realistisch. Außerdem geht es mir als überzeugtem Nichtpflüger ja primär darum, so wenig Boden wie möglich(/wie nötig) zu bearbeiten. 5x grubbern kann nicht im Sinne eines bodenverrückten Landwirts sein.
Außerdem gibt es gegen Problemunkräuter/-gräser, allen voran die scheiß Quecke, nichts Besseres als Glyphosat.


trotzdem finde ich, das eine standardmäßige Glphosatanwendung in der Fruchtfolge einfach nicht teil der guten fachlichen Praxis sein sollte. Zur Queckenbekämpfung ab und an ist es ok, aber regelmäßig ganzflächige Anwendungen sehe ich sehr kritisch.
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Jul 20, 2012 19:58

automatix hat geschrieben:nfla.



trotzdem finde ich, das eine standardmäßige Glphosatanwendung in der Fruchtfolge einfach nicht teil der guten fachlichen Praxis sein sollte. Zur Queckenbekämpfung ab und an ist es ok, aber regelmäßig ganzflächige Anwendungen sehe ich sehr kritisch.[/quote]



Nach Raps ist bei mir der Glyphosateinsatz standard. Wie soll ich sonst das ganze Zeugs kurz bekomnmen, ohne massiv mechanisch in den Boden einzugreifen? Ich lass meine Felder einfach liegen, mulche nur einmal die Ränder. Vorgewende und Fahrgassen werden dann zur Saat im September etwas gelockert, der Rest minimal gescheibt und reingedrillt. Das geht ohne Glyphosat nicht; und die Vorteile minimalster Bearbeitung- grade nach Raps- sind mir wichtiger als das evtl. moralisch anfechtbare Argument, Glyphosat "standardmäßig" anzuwenden. Ich argumentiere dann einfach gegen: Du nimmst deinen Regenwürmern die Nahrungsgrundlage und störst ihre Aktivität mit jedem (tieferen) Eingriff erheblich. Früh viel wühlen setzt außerdem durch die vorangetriebene Mineralisisation große Mengen an Stickstoff frei, die über Winter in Form von NO3- ausgewaschen werden. Keine Folgefrucht kann diese Mengen auch nur ansatzweise aufnehmen... Der Diesel, ou mein Gott, denkt an die Umwelt... Die Zeit... uuurg... Verschleiß...uuurg.... und und und
Keine Vor- ohne Nachteile, es gibt immer eine Kehrseite der Medaille.
Zuletzt geändert von NobbyNobbs am Fr Jul 20, 2012 20:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon forenkobold » Fr Jul 20, 2012 20:01

Die größte Gefahr bei zu häufigem Einsatz sehe ich in der Bildung von Resistenzen. Wir sollten uns die Wirksamkeit von Glyphosat nicht ohne Not kaputtmachen.. es reicht wenn es von irgendwelchen Spinnern und Ideologen kaputtgeredet wird.
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Re: Pressekampagne "Glyphosat"

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Jul 20, 2012 20:10

forenkobold hat geschrieben:Die größte Gefahr bei zu häufigem Einsatz sehe ich in der Bildung von Resistenzen. Wir sollten uns die Wirksamkeit von Glyphosat nicht ohne Not kaputtmachen.. es reicht wenn es von irgendwelchen Spinnern und Ideologen kaputtgeredet wird.




Ich bin definitiv auch gegen den sorglosen und jährlichen Standardeinsatz. Das kann nicht der Weg sein. Aber die von mir aufgeführten Argumente nach Raps, überwiegen einfach. Raps steht alle 3 Jahre, ich finde, das ist noch vertretbar. Ansonsten mache ich es nämlich auch so, dass ich nur Nester abfahre, die Ränder behandel etc.
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