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Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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26 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon kaltblutreiter » Fr Feb 14, 2014 10:03

Da wir im Puten-Thread doch etwas vom Thema abgekommen sind hin in obige Richtung, mache ich mal einen Extra-Fred auf. Hier noch mal die 3 Kommentare:

kaltblutreiter hat geschrieben:Das ist, wie es fast überall in den Medien zu beobachten ist: Sobald auch nur der Hauch einer Ahnung von irgendeinem Mißstand zu spüren ist, wird sich munter draufgestürzt - seriöse Recherche, die ja ihre Zeit dauert, hat da keine große Chance - und verteufelt und verurteilt, was das Zeug hält. Siehe auch jetzt die Sache mit Herrn Edathy. Wenn ich mir solche Sachen so anschaue, dann bin ich unbedingt für Pressezensur. Und zwar dahingehend, daß über Personen und deren Verfehlungen usw. erst dann berichtet werden darf, wenn diese gerichtlich bestätigt wurden. Ob Herr Edathy schuldig ist oder nicht; ob die Mißstände in diesen Betrieben so wie beschrieben sind oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber wenn das NICHT der Fall ist: Ein Makel bleibt durch diese Art der Berichterstattung immer hängen. Teilweise kann sowas ganze Existenzen ruinieren.

Mich regt soooo schnell nicht viel auf, aber DAS finde ich zumBild

Mensch hat geschrieben:Man kann begründet der Ansicht sein, das die Art der Berichterstattung möglicherweise mehrheitlich in solchen Fällen, eher dem Mantel des Schweigens unterfallen sollte.
Ob man aber dann fordert, das erst nach gerichtlicher Befassung darüber zu berichten sei, ist etwas ganz Anderes.
Zum einen, warum dann noch berichten, ein Abdruck des Gerichtsentscheids genügt und auf die richterliche Entscheidung will es Ihnen doch ankommen?
Des Weiteren kann man fragen, nach welchem Durchgang des Instanzenzuges darf denn berichtet werden, erst letztinstanzlich?
Was ist mit Angelegenheiten die sehr wohl von allgemeinem Belang sind, aber nicht gerichtsfähig, schweigen - berichten?
Welche Gerichte sollen denn zuständig sein, deutsche, was ist mit intenationalen Themen von Belang oder Themen mit Deutschlandbezug aber internationalen Verknüpfungen, da kann ein Gericht in Land X so entscheiden und in Deutschland eines anders?

Kurz gesagt, bei allem Ingrimm und Ungemach, nicht vorschnell, nicht unüberlegt fordern, handeln und so möglicherweise vom Regen in die Traufe geraten.

Matz hat geschrieben:
Mensch hat geschrieben: Man kann begründet der Ansicht sein, das die Art der Berichterstattung möglicherweise mehrheitlich in solchen Fällen, eher dem Mantel des Schweigens unterfallen sollte.

Korrekt.

Mensch hat geschrieben: Ob man aber dann fordert, das erst nach gerichtlicher Befassung darüber zu berichten sei, ist etwas ganz Anderes.
Warum?

Mensch hat geschrieben: Zum einen, warum dann noch berichten, ein Abdruck des Gerichtsentscheids genügt und auf die richterliche Entscheidung will es Ihnen doch ankommen?
Falsch. Bericht bzw. Kommentierung ist erforderlich, wer einmal ein Urteil gelesen hat, weiß, warum. Juristensprache kann nur von juristisch geschulten gelesen werden, liegt in der Natur der Sache.

Mensch hat geschrieben: Des Weiteren kann man fragen, nach welchem Durchgang des Instanzenzuges darf denn berichtet werden, erst letztinstanzlich?
Blödsinn, so etwas hätte ich von ihnen nicht erwartet, was gibt es da zu fragen? Natürlich erst nach der letzten Instanz, wer einigermaßen Kenntnis von unserem Rechtssystem hat, weiß, dass erst dann ein Urteil rechtskräftig ist.

Mensch hat geschrieben: Was ist mit Angelegenheiten die sehr wohl von allgemeinem Belang sind, aber nicht gerichtsfähig, schweigen - berichten?
Sinnloses Statement. Was für Angelegenheiten sollen das sein? Bitte deutlicher bzw. Beispiele.

Mensch hat geschrieben: Welche Gerichte sollen denn zuständig sein, deutsche, was ist mit intenationalen Themen von Belang oder Themen mit Deutschlandbezug aber internationalen Verknüpfungen, da kann ein Gericht in Land X so entscheiden und in Deutschland eines anders?

Komplett sinnlos, siehe oben. Bitte konkrete Beispiele. Darüber hinaus hat die deutsche Judikative keine Einflussmöglichkeit auf die Gesetzgebung anderer Staaten. Und das ist auch gut so.


Ich habs natürlich oben etwas drastisch und vereinfacht formuliert. Trotzdem würden mich weitere Meinungen dazu mal interessieren. Wie würdet Ihr mit der Problematik "vorschnelle Verurteilung und Inkaufnahme von teils gravierenden Nachteilen für solche Personen/Firmen" umgehen?
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon Rumpsteak » Fr Feb 14, 2014 10:27

Die Presse ist der schlimmste Feind eines friedlichen Zusammenlebens.

Beste Beispiel ist alles was mit Landwirtschaft und Lebensmitteln zu tun hat, irgendwo passiert ein Vorfall und bevor überhaupt geklärt werden kann ob und wie viel an eventuellen Vorwürfen tatsächlich dran ist, ist eine Existenz kaputt und zieht im schlimmsten Fall Arbeitsplätze und das Image einer ganzen "Zunft" mit sich.

Anderes Beispiel Christian Wulf, egal ob schuldig oder nicht schuldig und egal ob er es nötig oder nicht nötig hat (finanziell), dieser Mann wird es schwer haben in der freien Wirtschaft noch mal irgendwo Fuß zu fassen, verurteilt wurde er des öfteren, wenn dann doch wieder etwas anderes heraus kommt hats wieder keiner gesagt....

Die Menschen geben nach und nach das selbstständige denken auf, und überlassen diese Aufgabe Journalisten. Ergebnisse kann man in etlichen TV Dokus oder eben Berichten in Zeitungen,Radio usw sehen/hören.


"Deutschland schafft sich ab" bekommt so eine ganz neue Bedeutung..
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon forenkobold » Fr Feb 14, 2014 11:02

Im Großen und Ganzen stimme ich zu. Eine Berichterstattung aufgrund von bloßen Unterstellungen bzw Verdächtigungen -- womöglich von irgendwelchen NGOs-- ist ein absolutes NoGo.
Bis zur letztinstanzlichen Verurteilung zu warten widerspricht aber auch dem Informationsrecht der Bürger.
Ermittlungen und Weitergabe gewisser Daten sind Sache der Behörden.
Und die Behörden wissen (HOFFENTLICH), was sie in Pressemitteilungen vorab rausgeben dürfen. Und über ein öffentliches Verfahren sollte auch vor Abschluß berichtet werden können.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon marius » Fr Feb 14, 2014 12:28

Vielleicht sollten wir uns Zustände wie in Nordkorea wünschen ?
Dort werden Nachrichten staatlich vorgegeben und jeder Skandal, falls nicht staatlich erwünscht, mal schnell unter den Teppich gekehrt.
Die Medien hierzulande leisten gute Aufklärungsarbeit für den Bürger. Schon möglich das dies den Betroffenen nicht immer gefällt, dass ändert aber nichts an der Tasache, das öffentliche Aufklärungsarbeit in einer Demokratie sehr wichtig ist.
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon Fassi » Fr Feb 14, 2014 13:06

Solange die Berichterstattung so abläuft:

http://www.youtube.com/watch?v=dRUthq7yUhs

kann man nicht wirklich von guter oder demogratischer Berichterstattung reden.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon kaltblutreiter » Fr Feb 14, 2014 15:09

Anderer Ansatz: Wie wäre es, wenn Medien schadensersatzpflichtig wären, sobald sich herausstellt, daß sie vorschnell ge- und verurteilt haben und der Betroffene dadurch Schaden erlitten hat?
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon dodgeviper506ps » Fr Feb 14, 2014 17:23

kaltblutreiter hat geschrieben:Anderer Ansatz: Wie wäre es, wenn Medien schadensersatzpflichtig wären, sobald sich herausstellt, daß sie vorschnell ge- und verurteilt haben und der Betroffene dadurch Schaden erlitten hat?


Das sind sie sogar!
Es gibt ja einen Pressekodex, an den sich die Medien zu halten haben.
http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html

Wenn Medien etwas falsch darstellen, müssen sie eine Richtigstellung veröffentlichen, allerdings ist die Phase der Überprüfung oft recht langwierig und das Gegenteil muss man auch erstmal beweißen.


Die Medien nennt man nicht um sonst die vierte Gewalt, wie man sehr deutlich am Fall Wulff sehen konnte, die ausübende Gewalt ist im Bereich der Kontrolle der Politik auch sehr wichtig und nicht wegzudenken, allerdings sind Medien ein komplexer Wirtschaftsbereich und der frühe Vogel fängt den Wurm, also wird schnell recherchiert und für genügend Meinungen/Beweise etc. bleibt oftmals keine Zeit.
Wie es in der Wirtschaft nunmal so ist, zählt der Profit, daher werden Themen wie z.B die Landwirtschaft hoch auf die Agenda gesetzt, weil das Thema hohen Anklang in der Bevölkerung findet. Das ganze nennt man Agendasetting und Gatekeepertheorie, somit werden immer die Themen, mit denen die meisten Leute angesprochen werden veröffentlicht und oftmals wichtige Themen, welche nicht den hohen Aufmerksamskeitsgrad haben, fliegen raus.

Zu unserem Leitwesen ist die Landwirtschaft so ein Number1 Thema und da werden dann Themen welche nicht, oder nur in Ausnahmen die Realität wiederspiegeln gezeigt und veröffentlicht.
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon Rumpsteak » Fr Feb 14, 2014 17:59

marius hat geschrieben:dass ändert aber nichts an der Tasache, das öffentliche Aufklärungsarbeit in einer Demokratie sehr wichtig ist.


Und wer Schützt die (unschuldigen) Opfer dieser voreiligen Aufklärung ? Schon mal erlebt dass irgendein Journalist sich dafür entschuldigt hat, wenn er auf Grund seiner Storygeilheit ein Menschen Leben ruiniert hat ? Ich nicht. :regen:
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon Matz » Fr Feb 14, 2014 18:08

marius hat geschrieben:Vielleicht sollten wir uns Zustände wie in Nordkorea wünschen ?
Dort werden Nachrichten staatlich vorgegeben und jeder Skandal, falls nicht staatlich erwünscht, mal schnell unter den Teppich gekehrt.
Die Medien hierzulande leisten gute Aufklärungsarbeit für den Bürger. Schon möglich das dies den Betroffenen nicht immer gefällt, dass ändert aber nichts an der Tasache, das öffentliche Aufklärungsarbeit in einer Demokratie sehr wichtig ist.


Was für ein Quatsch, wer sagt etwas gegen öffentliche Aufklärungsarbeit? Hier geht es um den ZEITPUNKT, um plakative Vorverurteilungen eventuell Unschuldiger. DAS ist in den letzten Jahren immer mehr eingerissen, hinterher, wenn man dann doch falsch lag, gibt es eine 4-zeilige Entschuldigung auf Seite irgendwo.....
Rechtskräftig Verurteilte sollen gerne die volle mediale Breitseite mit Offenlegung aller pikanten Details erhalten... :mrgreen:
Viele Grüße, M a t t h i a s
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon borger » Fr Feb 14, 2014 18:20

Hat die Presse in diesem Fall etwas falsch dargestellt oder hat sie nur über eine Tatsache – Hausdurchsuchung bei Edathy – berichtet?
Also ich habe das nur sehr oberflächlich verfolgt und keine Vorverurteilung- wie z.B. im ominösen „NSU-Fall“ erkannt. Nur, gerade da gehörte Edathy selbst zu den übelsten Hetzern.

Im Übrigen manipulieren die Medien die öffentliche Meinung zumeist durch gezieltes Weglassen bestimmter Informationen. Dadurch wird dann beim gutgläubigen Konsumenten ein bewusst falsches Bild erzeugt ohne das man den Medien direktes Lügen nachweisen könnte.
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon Rumpsteak » Fr Feb 14, 2014 18:27

borger hat geschrieben:Hat die Presse in diesem Fall etwas falsch dargestellt oder hat sie nur über eine Tatsache – Hausdurchsuchung bei Edathy – berichtet?



Bei dem was ich mitbekommen habe ging es hauptsächlich um die Hausdurchsuchung und den Rücktritt. Allerdings hört und liest man auch schon Andeutungen an seine Schuld, unter anderem auf Grund zerstörter Festplatten. Was in so einem Fall durchaus erstmal verdächtig aussieht. Soweit ich das aber beurteilen kann gilt bei uns jeder solange als unschuldig bis die Schuld bewiesen ist. Im besagten Fall wurden aber erst die Ermittlungen aufgenommen..
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon kaltblutreiter » Fr Feb 14, 2014 18:38

@Mensch: Bitte verzichte darauf, meine Beiträge wissenschaftl. zu zerpflücken; ich schreibe meine Meinung und wie ich die Dinge sehe. Ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

@dogeviperusw.: Ich hab Deinen Link eben gelesen. Etliche hhhmmm - Zeitungsredakteure und "Journalisten" scheinbar nicht bzw. halten sich nicht dran - so jedenfalls mein Eindruck.

Wie man an Fällen aus der Vergangenheit (erwähnt sei hier auch der des CDU-Abgeordneten Hohmann, falls sich noch wer erinnert) feststellen kann, ist es den Medien doch p*psegal, wen oder was sie durch den Kakao ziehen, Hauptsache die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben. Auf diese Art und Weise werden (ich schrieb es schon oben) Existenzen vernichtet. Ganz kraß war ja damals das Vorkommnis mit dieser Krankenschwester, die von einem austral. Radiosender inkognito zu Kates Gesundheitszustand befragt wurde und im Ergebnis Selbstmord beging.
Daß die Presse dazu da ist, Mißstände aufzudecken, stelle ich nicht in Abrede. Aber es ist doch mittlerweile so, wie oben schon erwähnt, daß um der Auflagenhöhe willen (ganz vorne dran ist ja da die Zeitung mit den 4 Buchstaben) Skandale und Skandälchen teilweise erfunden werden bzw. unmäßig aufgebauscht.

Die Pflicht zur Richtigstellung ist ja wohl auch ein Witz: Wenn das Medium nicht mehr drumrumkommt, dann steht das irgendwo ganz kleingedruckt auf Seite 182,5 oder so. So unauffällig wie möglich, wir wollen ja nicht zugeben, einen Fehler gemacht zu haben, nicht wahr?

In meinen Augen ist es in keinster Weise Aufgabe der Presse, zu entscheiden, was richtig und falsch bzw. legal und illegal ist. Aufgabe ist die Berichterstattung ohne jede Wertung. Da sind auch Kommentare schon grenzwertig.

Da die Presse sich von diesem Pressekodex teilweise massiv entfernt hat - mit der fadenscheinigen Begründung, dies sei der Wirtschaftlichkeit wegen notwendig - und wahrscheinlich von alleine nicht zurückrudert, könnte man als kleiner Otto-Normalbürger (welcher nicht zufällig mal Opfer einer solchen Kampagne werden will) schon auf die Idee mit der Pressezensur in dieser Richtung kommen, oder?

Übrigens grade gefunden:

Nach Einschätzungen der Fahnder handelt es sich bei dem Verdacht gegen Edathy um einen "minderschweren Fall". Die Reporterin Sarah Tacke berichtete in der tagesschau, bei den Ermittlungen zu Edathy seien Videos entdeckt worden, die zwar nicht Kinderpornografie im engeren Sinne zeigen würden, aber sogenanntes Posing, das heißt Aufnahmen von Jugendlichen, die nackt posieren würden. Tacke wies darauf hin, dass diese Angaben bislang nicht bestätigt wurden.
Nachdem die Boulevardmedien zunächst bei Edathy von Kinderpornografie schrieben, ist jetzt nur noch von "Nacktbildern" oder von "Posing-Videos" die Rede, allerdings unter pikanten Anspielungen auf Kinderpornografie. Aber auch von Posing (von: posierend) kann bei FKK-Filmen nicht die Rede sein. Das natürliche Verhalten nackter Kinder (katholische Moraltheologen, die die Korrektheit menschlichen Handelns an ihrer "Natürlichkeit" fest machen, mögen diesbezüglich die Realität konsultieren) ist das Gegenteil von "Posieren". Geschweige denn, dass posierende nackte Kinder per se das Kriterium von sexuellem Missbrauch, das sexuelle Handlungen voraus setzt, oder von Pornografie erfüllen.


Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/40/40984/1.html
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon borger » Fr Feb 14, 2014 18:54

@Rumpsteak

Nun, anhand der bekannt gewordenen Fakten drängt sich in der Tat der Verdacht auf: Da steckt noch viel mehr dahinter.
Das liegt aber nicht an haltlosen Spekulationen der Medien sondern an den Fakten, begangen von Edathy selbst.
Er kommt dem Antrag zur Aufhebung seiner Immunität durch Niederlegung aller Ämter zuvor und verschwindet ins Ausland, nachdem er aus seinen PCs die Festplatten ausbaute und zertrümmerte.
Also für jemanden, der sich absolut keiner Schuld bewusst ist, ein ausgesprochen ungewöhnliches Verhalten.
Zumindest mir fällt es da schwer zu glauben, dass er das nur wegen der nichtpornografischen Knabenbilder aus Kanada tat. Ebenso ist es eher unwahrscheinlich, dass die Staatsanwaltschaft nur wegen solcher Knabenbildchen die Aufhebung der Immunität beantragt hätte. Das sind jetzt unbewiesene Vermutungen meinerseits – wie sie in den Medien wohl nicht zu lesen waren. Aber ähnlich gedacht werden wohl so einige haben.
Vielleicht wissen die Medien nicht mehr, vielleicht halten sie auch Wissen über schwerwiegendere Vorwürfe zurück, vielleicht werden sie zurück gehalten – ich weiß es nicht.

Und das mit der erwiesenen Schuld erkläre mir doch bitte mal am Beispiel: „NSU“.
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon kassandra » Fr Feb 14, 2014 19:05

Zu hinterfragen ist aber auch: Haben die Medien nicht auch das Ziel die Menschen zu unterhalten? Rund um die Uhr? Oft schreiben sie doch nur, was die Konsumenten lesen wollen. Je größer und makaber der Vorfall desto größer ist das Interesse der Bevölkerung. Für gute Nachforschung bleibt oftmals keine Zeit. Hinzu kommt manchmal die fehlenden Fachkenntnisse für bestimmte Themen, somit falsche Interpretationen. Ich denke eher die ganze Medienflut löst eine Einschränkung der Lebensqualität aus......lg kassandra
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Re: Pro und Kontra Berichterstattung in den Medien

Beitragvon Rumpsteak » Fr Feb 14, 2014 23:48

So rein von seinem Verhalten her habe ich da auch eine andere Meinung zu, aber ich kann das eben nur vermuten..nicht beweisen. Ich weiß natürlich auch nicht in wie weit die Medien da von Seiten der Polizei/Staatsanwaltschaft informiert sind. Aber wenn ich das Thema Pressefreiheit oberflächlich betrachte, kommt mir da gelegentlich Zweifel an dieser besagten "Freiheit", ich finde eben dass die Medien teilweise ZU VIEL Freiheiten haben..wie gesagt..manch einem hat das schon die Existenz gekostet.
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