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Quo vadis Ackerbau?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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30 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon marius » So Feb 03, 2019 14:20

Naja, also bisher war das ja weniger dramatisch.
Aber das Tierschutz und Umweltbewußtsein geht bei der Bevölkerung jetzt erst richtig durch die Decke, bedingt duch die Medien. Und die Politik, LEH geht mit.

Sieht man auch was an Pflanzenschutzmitteln nicht mehr zugelassen werden und einige mit Zulassung ( Glyphosat ) sollen in Deutschland trotzdem verboten werden, bzw müssen die Erzeuger drauf verzichten wenn die ihre Ware noch verkaufen wollen.
Dazu werden noch jede Menge Volksbegehren kommen die das nochmal zusätzlich zu den Gesetzen verschärfen.

Und bei den Geldbussen wurde auch kräftig aufgerüstet bei der neuen Düngeverordnung, mit bis 150 000 Euro.
Hier mal ein kleiner Auszug :

Ordnungswidrigkeiten
bis zu 150.000 € Strafe
1. bis 10.000 €, z.B.
- Aufzeichnungen unvollständig oder nicht rechtzeitig erstellt
- Aufzeichnungen nicht 7 Jahre aufbewahrt
2. bis 50.000 €, z.B.
- Nichteinhaltung N – Obergrenze
- Einarbeitung nach mehr als 4 Stunden
- keine streifenförmige Ausbringung
- Nutzung von Geräten, die nicht dem Stand der Technik entsprechen
3. bis zu 150.000 €, z.B.
- Aufbringung auf überschwemmtem, wassergesättigten, gefrorenen oder
schneebedeckten Boden
- Aufbringung innerhalb der Sperrfrist
- kein Nachweis für ausreichenden Lagerraum für Wirtschaftsdünger
usw.
marius
 
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon County654 » So Feb 03, 2019 18:07

böser wolf hat geschrieben:
bauer hans hat geschrieben:
County654 hat geschrieben:Nach zwei schwierigen Jahren ist die Liquidität etlicher Betriebe wohl auch sehr gefährdet:
Wo sind die Lösungen?

es ändert aber nichts an der tatsache das der konventionelle ackerbau in deutschland am scheideweg steht !


Das ist genau der Punkt.
Betriebsgemeinschaften können Sinn machen, das muß jeder selbst entscheiden.
Wie schon angemerkt wurde sehe ich auch irgendwann Versorgungsprobleme auf uns zukommen.
Aber dann wird das Kind wohl im Brunnen liegen, bis diese Erkenntnis in der Politik ankommt :?
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon HL1937 » So Feb 03, 2019 18:15

County654 hat geschrieben:
Das ist genau der Punkt.
Betriebsgemeinschaften können Sinn machen, das muß jeder selbst entscheiden.
Wie schon angemerkt wurde sehe ich auch irgendwann Versorgungsprobleme auf uns zukommen.
Aber dann wird das Kind wohl im Brunnen liegen, bis diese Erkenntnis in der Politik ankommt :?



wohl eher bei der bis jetzt übervollgefressenen Bevölkerung...........
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon meyenburg1975 » So Feb 03, 2019 18:47

Sönke Carstens hat geschrieben:Güllefahren im Dezember? Gar kein Problem, Lager ist schließlich voll und einen Behälter pachten kostet nur unnötig Geld.

Ich weiß nicht, wo du herkommst, aber das ist hier ausgeschlossen. Wenn du hier nach dem Frühstück anfängst, stehen noch vor der Teepause die HSV-Fans auf der Matte.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon meyenburg1975 » So Feb 03, 2019 18:54

bauer hans hat geschrieben:es gibt aber zeitgenossen,die angebotene fachliche hilfe nicht annehmen,bei der kontrolle durchfallen,ne nachprüfungsfrist bekommen,wieder durchfallen und anschliessend vors verwaltungsgericht ziehen und endgültig ein tierhaltungsverbot bekommen.


Hier wurde vor knapp einem Jahr eine kleine Herde aus Anbindehaltung ohne Vorankündigung zwangsgeräumt. Der Anbindestall war uralt, noch mit Kopf vor der Wand und ein paar Teile Jungvieh liefen im Winter draussen im Obstgarten/Streuobstwiese mit Unterstand. Aber alles top gesund und eine Leistung bei den Schwarzbunten jenseits der 11.000 kg. Da hatte angeblich einer der Nachbarn einen guten Draht zu oberen Herren.
Flüchtig kenn ich noch einen, der hat in einem ca 30 Jahre alten Laufstall in siedlungsnähe gewirtschaftet. Den haben die vom Vet-Amt so lange genervt, bis der in den Sack gehauen hat. Sackgassen im Stall, zu wenig Tränken, falsche Tränken, falsches Fressgitter usw. Der hat seinen Kram verpachtet und geht arbeiten.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon meyenburg1975 » So Feb 03, 2019 18:57

Zum Thema: reine Ackerbaubetriebe gibt es hier eigentlich kaum noch, die haben schon vor 10-20 Jahren Veredlung dazu genommen. Die Pflanzenschutzproblematik hat hier beim Raps aber schon zu deutlichen einschränkungen geführt, wenn das beim Getreide auch so weit kommt, dann wird der Ackerbau wohl nur noch zum Hobby verkommen.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon T5060 » So Feb 03, 2019 19:30

Getreidebau bleibt nur noch interessant, wenn man die Optionen Stroh und Gülle als optimale Verwertung noch ziehen.
Zu optimaler Verwertung zähle ich nicht irgendwas mit Mutterkühen oder Schafen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon cbrler » So Feb 03, 2019 20:56

Wenn demnächst in den "roten" Gebieten der N-Sollwert um 20% gesenkt wird, hat der Gemüsebau ein Problem mehr. Denn der sitzt seltsamerweise genau in diesen Gebieten. Die Ware , die da dann produziert wird , will dann keiner mehr, sieht nicht schön genug aus.
Auch mit Ackerbau auf Sandstandorten geht's dann den Bach runter. Nachhelfen aus dem Düngersack ? is nicht
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon anhilde » Mi Feb 06, 2019 13:01

Bis auf 5 oder 10 ha alles abgeben, darauf Gemüse anbauen nach Bio Methoden aber ohne Label und keine Subventionen abgreifen. Dann Qualität liefern an Leute die zu einem kommen und warten. Wenn die Qualität stimmt kommen mehr und mehr. Wichtig, keine überzogenen Preise, da bleibt eh genug über, wenn es keinen Zwischenhandel gibt. Die Umstellungszeit, sagen wir je nach Struktur, 2 bis 5 Jahre, muss man irgendwie überleben, mit Erspartem oder zweit Job. Dann hat man glückliche Kunden, lebt nicht auf Kosten kommender Generationen und bekommt viel positives Feedback. Geht natürlich nur da wo man gescheit Gemüsebau machen kann, aber es geht vermutlich auch mit Fleisch, Hühnern, was auch immer. Wer an den Strukturwandel als Heilmittel glaubt, der hat ihn nicht verstanden... Aber das ist nur meine Meinung, bin nur Laie, bei mir funktioniert das aber so komischerweise ganz gut.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon bauer hans » Mi Feb 06, 2019 14:08

TOLL!
nur an die viele handarbeit bei jedem wetter haste nicht gedacht,du bist ja auch laie :mrgreen:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon anhilde » Mi Feb 06, 2019 14:14

Äh, ich mach die halt einfach ohne zu meckern die Handarbeit ... Dann geht es also weniger um den Ackerbau als solchen, sondern um die gemütliche Arbeit auf möglichst großen Schleppern? Ach so war die Frage gemeint ;-)
Was ist schlimm an Handarbeit?
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon bauer hans » Mi Feb 06, 2019 14:18

Friedel,unser "edelkommunist" hatte auch solche ideen,aber die handarbeit nie auf die reihe gekriegt.
jetzt hat er kein land mehr :?
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Wini » Mi Feb 06, 2019 19:20

Ich denke auch, die Richtung im Ackerbau geht, gerade an Grenzstandorten, zu immer mehr Stilllegung.
Meine Quote von 15% Stilllegung würde ich gerne noch weiter erhöhen.
So sind leider in Bayern im KULAP nur 3ha Blühfläche pro Betrieb möglich.
Ich hoffe, das man im Rahmen des aktuellen "Rettet die Bauern und die Bienen"-Volksaufruhrs
dazu kommt, Betrieben in strukturschwachen Regionen mehr Blühflächen zu erlauben.
So würde ich gerne von einem Zuckerübenbetrieb aus dem Ochsenfurter-Gau die 3ha-KULAP dafür übernehmen.
So schlau sind aber unsere Sesselfurzer und Perlenkettenträgerin Kanniber nicht.

In Bayern wird eh schon jeder 2. Betrieb im Nebenerwerb geführt und wer sich vor Augen führt, was
an Stundenlohn im jeweiligen Standbein übrig bleibt, muss im Ackerbau schon viel Idealismus mitbringen.
Die zukünftigen Dürrejahre werden da gehörig an der Substanz nagen.

Demnächst gehen die Babyboomer übrigens auch im Ackerbau reihenweise in Vorruhestand und Rente.
Soweit bekannt haben 3 von 4 dieser Betriebe keinen Hofnachfolger.

Da können sich die verbleibenden Hamsterrädler im Ackerbau auf noch höhere Drehzahl in Ihrem Hamsterrad freuen.
Ob das erstrebenswert ist ?

Gruß
Wini
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Feb 06, 2019 19:28

Wini hat geschrieben:Da können sich die verbleibenden Hamsterrädler im Ackerbau auf noch höhere Drehzahl in Ihrem Hamsterrad freuen.
Ob das erstrebenswert ist ?

Wer weiß wie das wird. Bei den großen Michlviehbetrieben hier kippt das in der Mehrheit. Nach links und rechts spiegeln, das war einmal.
Kann gut sein, dass der Eine oder Andere in 10 Jahren erstmal gucken muss, bei wem er seine Flächen unterbringen kann.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon anhilde » Mi Feb 06, 2019 19:41

Mir wäre es recht, ich könnte noch Fläche brauchen um bessere Fruchtfolgen zu bekommen. Aber noch halten alle krampfhaft fest an der Scholle. Vielleicht doch noch Idealisten dabei, oder haben die Angst ein paar Euro Prämie zu verpassen?
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