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Quo vadis Ackerbau?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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30 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon County654 » So Feb 03, 2019 9:01

Hallo,
wie seht ihr das?
Rapsanbau ist Scheintod, Rüben am Sterben, jährlich verschwinden 10-20% der Pflanzenschutzmittel vom Markt, die verbleibenden kämpfen mit Resistenzen, ein "Weiter so" kann es wohl nicht mehr geben.
Nach zwei schwierigen Jahren ist die Liquidität etlicher Betriebe wohl auch sehr gefährdet:
Wo sind die Lösungen?
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Neo-LW » So Feb 03, 2019 9:25

Moin,

Nahrungsmittel zu 50 % des Preises aus USA imprortieren.

Nahrungsmittel zu 1/3 des Preises aus China importieren.

Zucker zu 20 % des Preises aus Indien importieren.

Oder durch das Erheben von Zöllen den Preis für Nahrungsmittel künstlich hoch halten.


Olli
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon bauer hans » So Feb 03, 2019 10:20

County654 hat geschrieben:Nach zwei schwierigen Jahren ist die Liquidität etlicher Betriebe wohl auch sehr gefährdet:
Wo sind die Lösungen?

betriebsgemeinschaft,wo jeder das macht,was er im griff hat und kosten radikal gesenkt werden können.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Neo-LW » So Feb 03, 2019 10:38

Moin,

bauer hans hat geschrieben:
County654 hat geschrieben:Nach zwei schwierigen Jahren ist die Liquidität etlicher Betriebe wohl auch sehr gefährdet:
Wo sind die Lösungen?

betriebsgemeinschaft,wo jeder das macht,was er im griff hat und kosten radikal gesenkt werden können.


Diese Scheiße hatte mein Schwiegervater hier eingefädelt.

Ergebnis:

Zwei Gurus haben sich alles gegriffen.
Auf meinen Einwand, daß in einer GBR alle Beteiligten gleichberechtigt sind,
wurden dann heimlich hinterrücks Sitzungs-Protokolle geändert.
Bei einer Buchprüfung habe ich dann komische Unregelmäßigkeiten gefunden:
Reparaturen von privat PKW's auf Kosten der Betriebsgemeinschaft.
Abliefern von Ernteerzeugnisssen je nach Sektlaune für die Gemeinschaft, oder für privat.
Altteilgutschriften für Schrott (Hydraulikzylinder) waren nicht zu finden.
In den Büchern der GBR waren die eigenen Maschinen nur zum BUCHWERT verzeichnet,
und hätten (lt. Vertrag) auch nie ausgelöst werden können.
Agrarantrag sollten wir blind unterschreiben, ohne Einsicht in die Unterlagen.
(Naja, wegen der Gefahr der Aufdeckung von Subventionsbetrug.)
Der zweite Oberguru hat sich jeden Tag 12 Arbeitsstunden aufgeschrieben.
Ich habe es nachgerechnet: Ohne einen einzigen Tag Urlaub pro Jahr.
Wenn der morgens um 6:00 Uhr aus dem Fenster geschaut hat, war das kostenpflichtige Wetterbeobachtung.
Naja, der erste Oberguru hat dann mit 59 seine Herz-OP nicht überlebt.
Das letzte Hemd hat eben keine Taschen.

Ergebnis:

Nie im Leben wieder eine Betriebsgemeinschaft.
Immer nur Lohnunternehmer.

All unsere Maschinen und Trecker sind wech.

Wir haben vor 10 Jahren wieder bei Null angefangen.


Olli


Edit:

Inzwischen sind hier 3 (!) Nachfolge Betriebsgemeinschaften zerbrochen.
Zuletzt geändert von Neo-LW am So Feb 03, 2019 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon HL1937 » So Feb 03, 2019 10:52

Mit einem andern Bauer möchte ich nicht mal eine Mistgabel zusammen haben.
Von Betriebsgemeinschaft ganz zu schweigen.
Das klappt nie.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Lonar » So Feb 03, 2019 11:12

Kann man nicht pauschalisieren. Wir haben mehrere Gemeinschaftsmaschinen und das klappt ganz gut. Man wird ja nicht zwangsverheiratet und man kennt die Leute mit denen das funktioniert.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon bauer hans » So Feb 03, 2019 11:18

betriebsgemeinschaft ist nicht gbr,jeder kann,keiner muss.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Neo-LW » So Feb 03, 2019 11:22

Moin,

bauer hans hat geschrieben:betriebsgemeinschaft ist nicht gbr,jeder kann,keiner muss.


Nö.

Der zweite Oberguru (s.o.) hat jetzt eine GmbH aufgemacht.

Da hat dann nur er noch das Sagen.

Also noch schlechter.


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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon böser wolf » So Feb 03, 2019 11:33

bauer hans hat geschrieben:
County654 hat geschrieben:Nach zwei schwierigen Jahren ist die Liquidität etlicher Betriebe wohl auch sehr gefährdet:
Wo sind die Lösungen?

betriebsgemeinschaft,wo jeder das macht,was er im griff hat und kosten radikal gesenkt werden können.


es ändert aber nichts an der tatsache das der konventionelle ackerbau in deutschland am scheideweg steht !
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Neo-LW » So Feb 03, 2019 11:43

Moin,

streng genommen, ist das ein strategisches Problem für Deutschland (und Österreich).

Lebensmittel aus USA, China und Idien sind billig.

Betriebswirtschaftlich macht es also keinen Sinn.

Was ist aber Volkswirtschaftlich ?

Was ist, wenn die Billigheinmer nicht liefern ?

Welche Resere hat Deutschland, seine 85 Mio. Menschen zu ernähren ?

Aber das scheint derzeit niemanden - niemanden - zu interessieren.

Eigentlich müsste es eine Steuerfinanzierte Notfallreserve an Landwirten geben.

Ich habe ein BHKW auf Pflanzenölbasis.
Ich kann meinen Strom selbst herstellen.

Was ist aber mit dem Deutschen Michel in HH-Innenstadt 4.OG ?


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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Sönke Carstens » So Feb 03, 2019 11:49

Glaubt ihr wirklich das wenn ein Mittel verboten wird es auch wirklich nicht mehr eingesetzt wird?
Das gleiche ist doch auch bei der neuen Düngeverordnung, interessiert auch niemanden.
Güllefahren im Dezember? Gar kein Problem, Lager ist schließlich voll und einen Behälter pachten kostet nur unnötig Geld.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon böser wolf » So Feb 03, 2019 12:10

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

streng genommen, ist das ein strategisches Problem für Deutschland (und Österreich).

Lebensmittel aus USA, China und Idien sind billig.

Betriebswirtschaftlich macht es also keinen Sinn.

Was ist aber Volkswirtschaftlich ?

Was ist, wenn die Billigheinmer nicht liefern ?

Welche Resere hat Deutschland, seine 85 Mio. Menschen zu ernähren ?

Aber das scheint derzeit niemanden - niemanden - zu interessieren.



Olli


es interessiert auch niemanden solange alles im überfluß vorhanden ist !
wir müssen uns nun mal damit abfinden das die konvi landwirtschaft gesamtgeselschaftlich nicht mehr gewollt ist und die agrarpolitischen entscheidungen sich am willen der wähler orientieren .
schen wir doch nur mal in die jüngste vergangenheit . grüne woche in berlin , dort wurden wir nicht nur von den vermeindlichen gutmenschen , ngo´s und co mit dreck beworfen sondern in erster line auch von unseren biologisch dynamischen wkirtschaftenden berufskolegen !
ihren leitspruch " wir haben es satt " werden sie so lange gröhlen , so lange ihre bäuche voll sind , aber ob ein biobauer noch sein wirtschaftliches auskommen hat , wenn diese marktniesche durch die zwangsökologisierung durch ein überangebot geflutet wird möchte ich bezweifeln !
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon Neo-LW » So Feb 03, 2019 12:19

Moin,

den 'grünen' Muttis, die ihre Kinder im SUV zu Kindergarten fahren,
kann doch geholfen werden.

Wenn sie es bezahlen, züchte ich einzelne Weizenhalme zum Direkternten für 5,- EUR per Stück.
(Ganz ohne Düngung - also mit 20 % Kornvolumen.)


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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon marius » So Feb 03, 2019 13:41

County654 hat geschrieben:Hallo,
wie seht ihr das?
Rapsanbau ist Scheintod, Rüben am Sterben, jährlich verschwinden 10-20% der Pflanzenschutzmittel vom Markt, die verbleibenden kämpfen mit Resistenzen, ein "Weiter so" kann es wohl nicht mehr geben.
Nach zwei schwierigen Jahren ist die Liquidität etlicher Betriebe wohl auch sehr gefährdet:
Wo sind die Lösungen?


Naja, also ich seh das schon länger so.
Meine Lösung war Abschaffung der Schweine und Kühe und Ackerbau nur noch als kleines Hobby.
Wobei ich die nächsten 2 Jahre vermutlich komplett verpachten werde. Dann lauf ich halt jeden Tag ne Stunde mehr mit den Walking Stöcken und man hat kein Risiko mit Kontrollen usw.
Als Landwirt steht man ja heute mit einem Bein im Gefängnis bei der Flut an wachsenden Umwelt und Tierschutzgesetzen und Verordnungen.
Unnötiger Stress bringt nur graue Haare und Glatze und senkt meine Lebensqualität. Sowas brauch ich nicht.
Da reichen mir schon meine Mietwohnungen die ich die kommeden Jahre aus diesen Gründen abstossen werde.

Apro Betrieb : Evtl einige wenige ha noch auf mich laufen lassen damit ich das Vorklaufsrecht als Landwirt nicht verliere bei Landzukauf was ich die nächsten Jahre weiterhin vorhabe, sofern der Preis passt. Durchaus möglich das beim kommendem Wirtschaftsabschwung die Preise wie bei Immobilien dann auch beim Land wieder bröckeln.

Also aus meiner Sicht und im Nachhinein betrachtet war der Ausstieg aus dem Vollerwerb die beste Entscheidung die ich hätte treffen können obwohl mein Junior damals zwingend weiterwirtschaften wollte da es eigentlich ein Top Betrieb war wo immer investiert wurde.
Aber als Erziehungsberechtigter hat man da schon gewisse Verantwortung, denn jeder kann sehen wo die Reise in der Lw. hingeht.

Aber als viehloses Hobby ist das noch so halbwegs o.k.
Wobei, wenn ich nur 400 Euro /ha Pacht erzielen würde, würde ich die Flächen behalten und Bio + Umweltprogramme abschliessen was immer mehr gefördert wird.
Aber ich lieg deutlich über 400 Euro/ha Pacht von daher kein Bedarf.
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Re: Quo vadis Ackerbau?

Beitragvon bauer hans » So Feb 03, 2019 14:11

marius hat geschrieben:Als Landwirt steht man ja heute mit einem Bein im Gefängnis bei der Flut an wachsenden Umwelt und Tierschutzgesetzen und Verordnungen.

ich hab nen kleinen betrieb und schon etliche kontrollen gehabt und es gab nie ernsthafte probleme.

es gibt aber zeitgenossen,die angebotene fachliche hilfe nicht annehmen,bei der kontrolle durchfallen,ne nachprüfungsfrist bekommen,wieder durchfallen und anschliessend vors verwaltungsgericht ziehen und endgültig ein tierhaltungsverbot bekommen.
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