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Raps im Lager

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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29 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Raps im Lager

Beitragvon elchtestversagt » So Jun 05, 2016 21:03

Vollkommen richtig, Mad.
Die Erfahrung habe ich vergangenes Jahr auch machen dürfen...
Wenn Einkürzen, dann nur Carax.
Im vergangenen Jahr ging der Raps bei mir aber erst ende Juni liegen, wo der erste Regen seit drei Monaten gekommen war, erst ein bisschen, dann mit jedem Schauer mehr und mehr bis er schlussendlich platt auf dem Boden lag...Beim Dreschen gabs quasi keine stehende Stoppel mehr, so flach....
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Schauerschrauber » So Jun 05, 2016 22:04

Hallo

Ja Ihr habt Recht. Man muss sich viel besser selbst mit den Wirkstoffen auseinandersetzen.
Der Landhändler sagt immer nur Tilmor schützt besser, Carax kürzt besser und Toprex kann beides.

Ich muss aber dazu sagen das man optisch schon Unterschiede sieht wenn mal ein Eckchen kein Tilmor oder nur wenig abbekommen hat. Daher würde ich die Wirkung nicht mit 0 bewerten. Natürlich kein Vergleich zum Carax
was den Raps Richtung Boden zieht.

Alles in allem ist das auch erst meine 5. Rapssaison - und der Erntedurchschnitt lag bis auf das Frostjahr12 immer
über 4 to.
Zur Neuaussaat in diesem Jahr verbrauche ich die letzten jungfräulichen Flächen nach Aufgabe von Silomais Futterrübe und Kartoffel zum Rapsanbau.

Letztes Jahr hatte ich Einzelflächen mit fast 5,5 to. zur Ernte.


MfG
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Mad » So Jun 05, 2016 23:02

Der Avatar ist eine krasse Sorte. Ich habe ihn letzten Herbst mit 35 Körnern gedrillt und muss feststellen, dass ihm das viel besser passt als mit 40 Körnern.

Beim Penn bin ich dazu geneigt, auf 30 Körner runter zu gehen. Der zeigt bei den Pflanzen mit Platz eine richtig krasse Verzweigungsleistung.

Bei der Standfestigkeit wurde ich vergangenes Jahr auch von Avatar enttäuscht, weshalb ich da in diesem Jahr sehr drauf geachtet habe. Beim Penn wollte ich mich überraschen lassen, scheint allerdings auch genauso schlecht stehen zu bleiben.

Heute gabs 7l in 15min und Sturm dazu. Er sah danach ziemlich runtergedrückt aus und ich muss damit rechnen, dass er sich auch zur Seite legt. Trotz Herbsteinkürzung und einer Wuchslänge wie beim Avatar, allerdings ohne Frühjahrseinkürzung.

In der Hinsicht trauer ich den alten Sorten hinterher. Zeppelin und Visby waren immer 1,8-2m lang und blieben grundsätzlich stehen. Avatar und Penn gehören zu den Generationen, die bei 1,7m noch umfallen.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Schauerschrauber » Di Jun 14, 2016 11:53

Hallo

Wollte euch nochmal eine Rückmeldung geben was die Experten auf meinem Rapsschlag festgestellt haben.

Seitlicher Eintritt einer Art leichter Windhose mit Starkniederschlag.

Stellenweise Schwächung der Rapsstängel durch Phoma und Schwarzwild.

Rapspflanzen zu schwer bei zu hoher Saatstärke, evtl. auch überdüngt.


MfG
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Bison » Di Jun 14, 2016 20:44

Probier das nächste mal einen Halbzwerg, da hast du diese Probleme nicht. Hilft zwar jetzt nicht weiter, könnte aber zukünftiges Elend vermeiden. Ertraglich halten die auch mit den langen mit.
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Schauerschrauber » Di Jun 14, 2016 22:58

Hallo

Welcher Halbzwerg wäre zu Empfehlen?

MfG
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Bison » Mi Jun 15, 2016 19:19

Ich habe Pioneer PX108 im Anbau. Sieht zwar optisch im Vergleich zu Langstrohsorten immer etwas schwächer aus, der Schein trügt aber. War auf jeden Fall die letzten Jahre so, heuer wird man sehen. Was mir an den Zwergen gut gefällt ist die Wahnsinnige Robustheit. Will hier aber keine Schleichwerbung machen, muss jeder selber wissen.
Meine Hauptgründe für den Halbzwerg ist die sehr gute Standfestigkeit sowie die Wuchshöhe bei der Blütenbehandlung. Was man wissen sollte ist, dass die Vorwinterentwicklung als eher gering bzw. schlecht eingestuft werden kann. Im Frühjahr holt er aber mehr als auf. Auch die gleichmäßigere Abreife ist noch zu erwähnen. Dreschen lassen sich die Zwerge auch sehr gut. Keine Haspel erforderlich. Vielleicht schaff ich es die nächsten Tage mal ein Bild einzustellen...
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Re: Raps im Lager

Beitragvon AEgro » Do Jun 16, 2016 7:56

Hallo Rapsbauer,
hab mich auch jahrelang mit der Frage beschäftigt Halbzwergraps oder Normalstroh.
Den Vorteil der leichteren Blütebehandlung hätte ich gerne genutzt.
Wegen des leichteren Druschs möchte ich mit dem Lohndrescher keine Preisverhandlungen anfangen, sonst kommt er mir noch damit, daß er mehr Geld braucht für extralangen. schlecht abgereiften Roggen oder Lagergetreide. Es gilt, 1 Preis für Getreide und Raps, leichtere Druschgbedingungen in der einen Kultur gleichen schwierige Bedingungen in der anderen Kultur aus. Wenn nicht im gleichen Erntejahr, dann über mehrere Jahre verteilt.
Das nennt man vertrauensvolle Geschäftsbeziehung.
Als Nachteil der Halbzwerge sehe ich die langsamere Jugensentwicklung im Herbst. Bin an Frühsaat im August gebunden.
Als größten Nachteil stellt sich für mich immer stärker heraus, dass durch die geringere Planzenhöhe die Beschattung leidet.wenn der Raps Richtung Reife geht und die Blätter fallen läßt. Spätverunkrautung ist die Folge, selbst bei dichten, gut verzeigten Beständen. - eigene Beobachtung bei Berufskollegen, Aussage selbst vom Pioneerberater.
Mein Lohndrescher meinte sogar, daß in manchen Jahren bzw. bei Landwirten, die die Unkrautkontrolle nicht im Girff haben, der Vorteil der "Kurzen" ins Gegenteil umschlägt,
wenn er nicht mehr über der Unkraut/Grasschicht schneiden kann, sondern wg. des tiefen Schottenansatzes voll in die "Unkrautmatratze" muss.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Schauerschrauber » So Jun 19, 2016 20:10

Hallo

Habe mich vom LLH beraten lassen - die raten von Halbzwergen in engen bis normalen Fruchtfolgen ab da es doch nachweislich
zu leichterer Sclerotinia Infektion kommt. Ist ja auch nachvollziehbar - der Weg von der Blüte bis zu den Trieben ist ja wesentlich kürzer.

In meinem Fall gilt besser einkürzen - dünner säen und bei den bewährten Sorten bleiben .

Die Leute vom LLH haben gerade einen Saatstärkenversuch laufen Avatar mit 25 Körnern zu Avatar mit 40 Körner . Es ist derzeit auf der Versuchsfläche optisch kein Unterschied erkennbar.
Bin gespannt auf die Ertragsauswertung.


MfG
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Bison » Fr Jun 24, 2016 19:36

so, heute paar Bilder gemacht bei der Sclerotina Kontrolle. Der Zwerg hat eine Blütenbehandlung bekommen, so gut wie kein Befall. Dank der Wuchshöhe von 1,3 Meter war die Blütenbehandlung auch verlustfrei.
Dateianhänge
K1024_20160624_170531.JPG
K1024_20160624_163604.JPG
K1024_20160624_163539.JPG
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Crazy Horse » Mo Jun 27, 2016 7:07

Ich hab auch mal mit dem Anbau von Halbzwerghybriden geliebäugelt, hab dann aber doch Abstand von ihnen genommen, weil sie einfach teurer im Anbau sind und ertraglich mit den besten Normalstrohhybriden einfach nicht mithalten können.
Ich brauch einfach 50% mehr Saatgut, muss zwingend eine Sclerotiniabehandlung durchführen und in unserer frühjahrstrockenen Region brauchen sie zu lange, um loszuwachsen. Auf unseren flachgründigen, steinigen Böden sind solche Sorten wohl eher keine Option.
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Re: Raps im Lager

Beitragvon angusy » Mo Jun 27, 2016 7:30

Crazy Horse hat geschrieben: Auf unseren flachgründigen, steinigen Böden sind solche Sorten wohl eher keine Option.


Genau das hat mir letztens ein Züchtervetreter auch so gesagt!
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Zement » Sa Aug 20, 2016 10:45

Hallo @ Schauerschrauber

Was ist aus dein Raps geworden ?
Glück gehabt ? :)
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Raps im Lager

Beitragvon Schauerschrauber » Mo Aug 22, 2016 2:13

Hallo

Der Rapsbestand hat sich während der Abreife noch weiter gelegt.
Die Wildschweine die sich darin platziert hatten sind dank des angrenzenden Maisackers nochmal dort hingegangen
wo der Raps noch anständig stand und haben bei ihren Ausflügen in den Mais noch deutlich weiteren Schaden angerichtet.
Von dem 3,3 ha Schlag mußte ich 70% in eine Richtung mähen und auf Kippern landeten noch 11to, wobei der Ertrag
in dem guten drittel gewaltig war und in den 70% Lager beschissen.

Habe mittlerweile die zweite Überfahrt mit der Scheibenegge getätigt und man kann immer noch deutlich erkennen
wo die 2/3 Lager waren. Da werden so 2 to je Hektar ausgefallen sein.

MfG
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