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Rapssaatgut Herbst Beize

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon adefrankl » Fr Jun 07, 2013 21:10

Bekanntlich ist ja die Verwendung von Neonicotinoid gebeizten Saatgut ab 1.12.2013 verboten. Daher stellt sich die Frage nach der Saatgutbestellung für die kommende Aussaat. Denn man hat ja unvermeidliche Restmengen. Und bei einem Nebenerwerbslandwirt wie mich sind die prozentual auch nicht vernachlässigbar.
Zunächst gibt es die einfache Lösung. Man bestellt Standardsaatgut. Da ich aus Fruchtfolgegründen anschließend zwei Jahre keinen Raps anbaue. Könnte der Rest vielleicht danach wieder zugelassen sein (ansonsten entsorgen; wie?)

b) Man bestellt eine oder alle Packungen ohne Neonicotinoid-Beize. Nur erstens gibts die dann schon und zweitens habe ich auch noch keinerlei Erfahrungen welche Komplikationen man sich da einhandelt (Ertragsausfall? .....)
Außerdem mit nur einer Packung dürfte der Rest immer noch zuviel Neonicotinoid-Beize enthalten als dass man das Saatgut später noch verwenden könnte. Und die Gesamtfläche möchte ich auch nicht riskieren.

Hat da jemand Ideen bzw. weiß da jemand näheres zu dieser Fragestellung?
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon countryman » Di Jun 11, 2013 10:46

ich weiß nichts zum speziellen Thema aber normalerweise gibt es Aufbrauchfristen, wenn PSM aus dem Verkehr genommen werden.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon Schnortz » Di Jun 11, 2013 11:21

Nein gibt es in diesem Fall wohl nicht, aber man kann auch päpstlicher als der Papst sein.
Will niemand zu irgendwas anstiften, jedoch würde ich n halben Sack teuren Saatguts sicher nicht entsorgen, damit würde im folgenden Jahr (das nicht Insektizidgebeizte) gestreckt.
So ein Verbot ohne Übergangsfristen ist einfach frech, ohne Bezug zur Praxis, also muss man in diesem Fall auch mal ohne Bezug zur Bürokratie handeln, es werden hier nicht viel Aussprechen, aber wegwerfen wird das kaum einer.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon Mad » Di Jun 11, 2013 11:32

Was spricht dagegen, das Saatgut bis zum Ende der Sperre aufzuheben und dann auszusäen? Wie mir scheint läuft alles auf eine Wiederzulassung hinaus.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon kimba1809 » Di Jun 11, 2013 11:34

Schnortz hat geschrieben:Nein gibt es in diesem Fall wohl nicht, aber man kann auch päpstlicher als der Papst sein.
Will niemand zu irgendwas anstiften, jedoch würde ich n halben Sack teuren Saatguts sicher nicht entsorgen, damit würde im folgenden Jahr (das nicht Insektizidgebeizte) gestreckt.
So ein Verbot ohne Übergangsfristen ist einfach frech, ohne Bezug zur Praxis, also muss man in diesem Fall auch mal ohne Bezug zur Bürokratie handeln, es werden hier nicht viel Aussprechen, aber wegwerfen wird das kaum einer.


Dann darfst du dich aber nicht erwischen lassen. Der Wirkstoff ist nicht nur im Saatgut, sondern auch in der Rapspflanze nachweisbar.
Meine Empfehlung: Knapp kalkulieren und zusätzlich eine Einheit Insektizid freies Saatgut bestellen.
Ich wollte auch mal was schreiben
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon kimba1809 » Di Jun 11, 2013 11:34

Mad hat geschrieben:Was spricht dagegen, das Saatgut bis zum Ende der Sperre aufzuheben und dann auszusäen? Wie mir scheint läuft alles auf eine Wiederzulassung hinaus.

Und was wenn es doch nicht wiederzugelassen wird?
Ich wollte auch mal was schreiben
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon Mad » Di Jun 11, 2013 11:39

kimba1809 hat geschrieben:
Mad hat geschrieben:Was spricht dagegen, das Saatgut bis zum Ende der Sperre aufzuheben und dann auszusäen? Wie mir scheint läuft alles auf eine Wiederzulassung hinaus.

Und was wenn es doch nicht wiederzugelassen wird?


Dann halt entsorgen.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jun 11, 2013 13:16

Ich weiß gar nicht so Recht, wieso jetzt auf einmal sämtlicher Einsatz der Neonicotinoide verboten wurde. Es ging doch um Bienen. Was bitte haben die mit der Rapsaussaat im Herbst zu tun? Sollten die Mittel Bienen wirklich zu Zeiten des Flugs schädigen, dann gehören sie natürlich für diese Zwecke vom Markt (Kartoffelkäfer, RGK, Getreidehähnchen etc.). Wieso wird dann nicht einfach die B4-Einstufung zu B1 geändert? Damit wäre jeglicher Einsatz während des Fluges verboten. Aber was Bienen am 20.8. beim Legen von Körnern in den Boden mit zu tun haben, weiß ich absolut nicht.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon Crazy Horse » Di Jun 11, 2013 13:34

Ich kann diese Entscheidung auch nicht nachvollziehen. Das Saatgut ist doch inkrustiert und eine Staubentwicklung (noch dazu mit einer mechanischen Sämaschine) höchst unwahrscheinlich. Ich hab auch noch nicht erlebt, dass der frisch aufgelaufene Raps von Bienen angeflogen wird.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon Mad » Di Jun 11, 2013 14:42

Die ganzen Fridoline argumentieren so: Die Rapspflanzen nehmen das Insektizid auf und geben es irgendwie wieder ab, wodurch es im Tauwasser, das sich Nachts auf dem Raps bildet, gelöst wird. Macht jetzt eine Biene im Herbst ne Pause auf ner Rapspflanze, nimmt sie den Wirkstoff auf und stirbt daran.


Diese Mutmaßung konnte bisher nicht bewiesen werden, weshalb dieses Verbot mehr als fragwürdig ist. Und weil sich am Bienensterben nichts ändern wird, gehe ich davon aus, dass die Neonicotinoide in 2 Jahren wieder zugelassen werden.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jun 11, 2013 15:52

Mad hat geschrieben: Die ganzen Fridoline argumentieren so: Die Rapspflanzen nehmen das Insektizid auf und geben es irgendwie wieder ab, wodurch es im Tauwasser, das sich Nachts auf dem Raps bildet, gelöst wird. Macht jetzt eine Biene im Herbst ne Pause auf ner Rapspflanze, nimmt sie den Wirkstoff auf und stirbt daran.




Das hab ich so noch nicht gehört. Aber demjenige der das behauptet gehört kräftig in die Eier getreten. Das ist ja absolut absurd und fern jener Realität.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon Mad » Di Jun 11, 2013 18:19

NobbyNobbs hat geschrieben:
Mad hat geschrieben: Die ganzen Fridoline argumentieren so: Die Rapspflanzen nehmen das Insektizid auf und geben es irgendwie wieder ab, wodurch es im Tauwasser, das sich Nachts auf dem Raps bildet, gelöst wird. Macht jetzt eine Biene im Herbst ne Pause auf ner Rapspflanze, nimmt sie den Wirkstoff auf und stirbt daran.




Das hab ich so noch nicht gehört. Aber demjenige der das behauptet gehört kräftig in die Eier getreten. Das ist ja absolut absurd und fern jener Realität.


Ups. Muss mich korrigieren. :oops:
So wie ich das gerade sehe, stimmt das nicht, was ich sagte. Zumindest habe ichs falsch verstanden.

Es geht um diese sogenannten Guttationstropfen, die von den Pflanzen ausgeschieden werden können und welche die Bienen einsammeln, weil sie hauptsächlich aus Zucker bestehen.
Eine Studie dazu habe ich allerdings noch nicht gelesen, was man an besonders an meiner vorherigen Aussage entnehmen kann.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon Vitalinio » Di Jun 11, 2013 18:46

Man muß doch kein Prophet sein um zu wissen dass die insektizide Rapsbeize auf Dauer weg ist.
Vielleicht geht es ja wie bei der Maisbeize gegen Drahtwurm: In Deutschland nun alles verboten, Sonido in Frankreich zugelassen und darf als gebeiztes Saatgut importiert und ausgesät werden.
Oder wir müssen im Herbst zwei mal gegen Erdfloh spritzen, ob wir nun acht oder zehn überfahrten machen ist dann auch egal. Ich spritz dann abends in Dorfnähe wenn die Gutmenschen am grillen sind, mit dem Argument die Bienen zu schützen.
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jun 11, 2013 19:11

Vitalinio hat geschrieben:
Oder wir müssen im Herbst zwei mal gegen Erdfloh spritzen, ob wir nun acht oder zehn überfahrten machen ist dann auch egal. Ich spritz dann abends in Dorfnähe wenn die Gutmenschen am grillen sind, mit dem Argument die Bienen zu schützen.



:lol: Irgendwie ist das doch alles etwas grotesk
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Re: Rapssaatgut Herbst Beize

Beitragvon steel. » Di Jun 11, 2013 19:26

Mad hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:
Mad hat geschrieben: Die ganzen Fridoline argumentieren so: Die Rapspflanzen nehmen das Insektizid auf und geben es irgendwie wieder ab, wodurch es im Tauwasser, das sich Nachts auf dem Raps bildet, gelöst wird. Macht jetzt eine Biene im Herbst ne Pause auf ner Rapspflanze, nimmt sie den Wirkstoff auf und stirbt daran.




Das hab ich so noch nicht gehört. Aber demjenige der das behauptet gehört kräftig in die Eier getreten. Das ist ja absolut absurd und fern jener Realität.


Ups. Muss mich korrigieren. :oops:
So wie ich das gerade sehe, stimmt das nicht, was ich sagte. Zumindest habe ichs falsch verstanden.

Es geht um diese sogenannten Guttationstropfen, die von den Pflanzen ausgeschieden werden können und welche die Bienen einsammeln, weil sie hauptsächlich aus Zucker bestehen.
Eine Studie dazu habe ich allerdings noch nicht gelesen, was man an besonders an meiner vorherigen Aussage entnehmen kann.


So wird argumentiert. Das Probem liegt in der systemischen Verteilung in der Pflanze. Somit können neonicotinoidbelastende Ausscheidungen der Pflanze von Bienen theorethisch ständig aufgenommen werden.
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