Hallo liebe Leute,
ich lese seit einiger Zeit hier im Forum mit und möchte mich nun mit einer Frage an die Mitglieder wenden.
Zu mir: Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden und lebe seit 29 Jahren hier in der Eifel in einem sehr ländlichen Dorf.
Die jetzige Situation ist die, dass das Wohnhaus in direkter Nachbarschaft vor ein paar Jahren verkauft wurde und die neuen Eigentümer seit der Rente vor zwei Jahren fest eingezogen sind.
Diese neuen Nachbarn haben mich von Anfang an wg. einem Walnussbaum an unserer Grenze angegriffen.
Der Baum steht seit ca. 28 Jahren im Abstand von 2,5m zur Grenze in einem eingezeichneten Grün- bzw. Pflanzstreifen. Der Grün- bzw. Pflanzstreifen besagt, dass nach erfolgter Bebauung dieser Streifen mit Bäumen zu begrünen ist.
Bei den beiden Vorbesitzern war dieser Baum nie ein Thema.
Die Krone wächst natürlich über die Grenze auf das Grundstück der Nachbarn.
Zuerst haben sie verlangt die Krone an der Grenze entlang komplett zu entfernen (also den kompletten Überhang zu ihnen, Krone gerade an der Grenze abschneiden).
Da ich das nicht mache und sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass das nicht möglich ist (Gewichtsverlagerung, vom Gesetzgeber nicht vorgesehen, den Baum verunstaltet würde usw.) und ich nur verpflichtet bin zu tief hängende Äste zurück zu schneiden, damit man unter dem Baum hergehen kann, versuchen sie nun in der gesamten Nachbarschaft Stimmung zu machen und alle gegen uns (meine Partnerin und mich) auf zu hetzen. Hierzu versuchen sie die Nachbarschaft wg. meiner Oldtimer (John Deere 2120 und Deutz D50) gegen uns aufzubringen (Lautstärke, Abgase, Umweltverschmutzung usw. usw.).
Es handelt sich hier um eine kleine Siedlung am Rande des Ortes mit reinem Baugebiet. In direkter Nachbarschaft ein Pferdebesitzer mit zusätzlichen Hühnern und anderen Tieren, in ca. 80m Luftlinie Entfernung ein großer landwirtschaftlicher Betrieb, direkt angrenzend ein Kunstrasenspielfeld (wird intensiv bespielt und genutzt), zusätzlich ein großer Spielplatz mit viel Betrieb (kann auch für Feiern gemietet werden, da viele Aufenthaltsräume usw.) und um die Siedlung noch viel Grünland was gemäht oder für Pferde genutzt wird.
Im Ort selbst sind viele kleine und große Oldtimer-Traktoren im Privatbesitz, da die Gemeinde an alle Haushalte Brennholz in Eigenwerbung verkauft (was hier stark angenommen wird).
Da ich relativ viele Hecken (ca. 110m insges.) und ein relativ großes Grundstück (ca. 1400qm) habe, nutze ich die Traktoren um Grünschnitt (Gras, Hecke usw.) zum örtlichen Sammelplatz der Gemeinde zu bringen.
Außerdem natürlich für mich und eine ältere Nachbarin das Brennholz aus dem Wald zu holen, sowie für Besorgungsfahrten mit dem Kipper (Rindenmulch, Hackschnitzel, Erde fürs Hochbeet oder Gewächshaus usw.).
Für Nachbarn habe ich auch schon mal Grünschnitt weggefahren oder Rindenmulch besorgt........
Ein Gewerbe oder einen landwirtschaftlichen Betrieb führe ich natürlich nicht, habe aber seit mehr als 20 Jahren hier in der Siedlung ein Gewerbe angemeldet (EDV- u. Sicherheitstechnik).
Alle Maschinen (beide Traktoren und ein Kipper) sind offiziell angemeldet (schwarze Nummern um Einschränkungen zu umgehen wg. LoF) und natürlich entsprechend versichert.
Von Anfang an hatte ich hier immer einen Traktor (Anfangs Mc Cormick D324), zwischendurch zwei Holder EDII u. E11 und seit drei Jahren den JD und seit ca. 2 Jahren den D50.
Den Mc Cormick hatte ich vor ca. 10 Jahren mal verkauft.
Die beiden neuen Nachbarn sind nicht offen für Argumente oder einen vernünftigen Dialog.......
Vor allem die Frau läuft alle Nachbarn ab und versucht diese zu beeinflussen.
Im Frühjahr nutze ich die Traktoren für ca. 3 bis 4 Wochen relativ intensiv, d. h. ich fahre in den Wald und hole die Meterstämme ab, lade zu Hause ab und fahre wieder in den Wald.....
Mit dem Deutz fahre ich meinen Holzspalter (30to Spaltkraft und ca. 500kg schwer) zu den Stämmen und betreibe diesen mit Starkstrom, nicht mit Zapfwelle.
Der John Deere ist eigentlich nur der Transporttraktor (wg. Schnelligkeit, dem vorhandenen Verdeck und der Hubkraft).
Viele Transporte (besonders bei ganz dicken Stämmen) mache ich mit dem schweren Heckcontainer, da ich diesen hydraulisch ablassen kann und die Stämme ohne große Mühe rauf rollen kann.
Der Deutz hat kein Verdeck und wird nur ums Haus verwendet, da er gut unter den Carport passt und ausreichend Hubkraft für den Spalter oder die Palettengabel mit Holzcontainer hat.
In der Siedlung laufen die Traktoren immer nur 10 bis 20 Minuten, da ich nur was umstelle, ablade, kurz rangiere (z. B. Kipper unter den Carport) und dann wieder abstelle oder eben aus der Siedlung wegfahre.
Der Nussbaum zählt zu den Obstgehölzen und kann im Abstand von 2m zur Grenze gepflanzt werden (hab ich damals bereits nachgelesen und jetzt aktuell bei Haufe nochmals nachgesehen).
Damals habe ich ihn mit 2,5m zur Grenze gepflanzt.
Die Traktoren werden von mir nur zum Transport bzw. für Fahrten genutzt, nicht zum stationären Betrieb von Maschinen wie z. B. dem Spalter.
Motorsäge nutze ich in der Siedlung gar nicht, nur eine Elektrokettensäge um die Meterstücke auf Ofenlänge zu schneiden.
Nach dem Frühjahr (mit etwas intensiverer Nutzung), werden die Traktoren nur noch gelegentlich mal genutzt (Grünschnittt-, Rindenmulch- oder Hackschnitzeltransport oder mal Baumaterial).
In den Wintermonaten werden sie monatelang nicht genutzt und stehen im Schuppen bzw. unterm Carport.
Ich halte mich an die Grenzen, an Grenzabstände, an Sonn- u. Feiertage, an Ruhezeiten und mache nichts was andere nicht auch machen............
Meine Frage an alle Forenteilnehmer: Wie würdet ihr mit der Sache umgehen oder was würdet ihr unternehmen?

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet 