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Rinder in Güllegruben

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Rinder in Güllegruben

Beitragvon Mimöschen » Do Jan 22, 2026 17:45

Hallo,

ich komme aus Niedersachsen und recht häufig liest man hier in den Nachrichten, das Rinder in Güllegruben eingebrochen sind, wo die Feuerwehr retten muss.

Kann mir jemand erklären, wie es dazu kommt?

Viele Grüße

Mimöschen
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon T5060 » Do Jan 22, 2026 17:52

Spannbetonspaltenelemente mit Haarrissen (infolge Überbelastung) und anschließender Korrosion der Eisenbewehrung.

Die Probleme zeigen sich durch eine beginnend unebene Oberfläche und Querrisse, auf der Unterseite bricht dann der Beton bis auf die Bewehrung ab.

Beim Durchbrechen des ersten Balken, sollte man dann vollständig den Spaltenboden der betroffenen Charge wechseln

Leider:
Viele wollen dieses Invest nicht mehr tätigen, da die vielleicht nur noch 10 Jahre in dem Stall bleiben wollen und halt
der jahrelange Preisdruck durch den bösen fiesen raffgierigen LEH, lies auch finanziell keinen Spielraum für einen neuen Spaltenboden.
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon Schwabenjung26 » Do Jan 22, 2026 18:00

ich habe letztes Jahr neue Spalten bei mir eingebaut.
Die Alten waren aus Baujahr 1986.
Da gab es weniger gute die bis einschließlich der ersten Stahllage komplett durchgefault sind.
Dann gab es viele okayische die allerdings deutlich verlunkerte Stellen in der Betonüberdeckung hatten.
Dann gab es noch richtig gute die man ohne Weiteres hätte wieder einbauen können.
An der Oberfläche war nichts erkenbar, ist nämlich noch mit Kot und Urin verschmiert.

Die Qualitäten von damals sind nicht durchgehend gleichmäßig und entsprechen keinesfalls denen von heute.
Aber beim ersten durchgebrochenen Spalten sollte Ersatz her. Bis der Ersatz kommt funktioniert übergangsweise ein entsprechen hergestellter Holzbaken. mit schwacher Platte zum Übertragen.

Wir hatten einfache mit 18cm Breite, da war einer durchgebrochen, es konnte aber kein Tier reinfallen.
Die neuen sind doppelt so breit.
Die sind schlechter zu verlegen und wenn mal einer bricht ist der "Spalt" doppelt so groß. Find ich nicht gut, ist aber so.

Den Invest aufschieben macht keinen Sinn, auch wenn mal kein Vieh mehr im Stall steht braucht man dennoch einen Boden.
So ein Spaltenboden ist einfach überbetoniert.
Älbler, zwecks Überblick
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon 240236 » Do Jan 22, 2026 18:28

Deshalb haben mir diese tiefen Güllekeller noch nie gefallen. Ich habe mit der neuen Kälberhaltungsverordnung meine Spalten wechseln müssen. Diese sahen noch gut aus und waren erst 10 Jahre alt. als ich den Kanal abgelassen und gereinigt habe, kamen sehr viele Betonabplatzungen zum Vorscheinen. Lange hätten diese Spalten auch nicht mehr gehalten.
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon Tatra813 » Do Jan 22, 2026 18:56

lassen die Spalten sich nicht prüfen ?
z. B. mit
RISS CHECK Rissprüfmittel / Rissprüfung, Werkstoffprüfung, Farbeindringverfahren ?
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon Ede75 » Do Jan 22, 2026 19:01

Schwabenjung26 hat geschrieben:ich habe letztes Jahr neue Spalten bei mir eingebaut.
Die sind schlechter zu verlegen und wenn mal einer bricht ist der "Spalt" doppelt so groß. Find ich nicht gut, ist aber so.


Habe im Bullenstall auch Einzelbalken, und finde das auch gut so. Müsste auch mal tauschen, aber tausche Boxenweise. In der Regel sind die am Rand noch gut (die lege ich weg, um mal einzelne durchhängende in den Boxen mit den alten Spalten zu tauschen), in der Mitte liegt nach 40 Jahren meistens ein Stück der Bewehrung frei. Suding möchte am liebsten mindestens Zwillingsspalten (ist auch Mindestanforderung für evtl. Auflage von Gummi, und pro m2 werden die Flächenspalten billiger), ich hätte am liebsten wieder Einzelbalken, eben aus genanntem Grund, durch einen 18cm spalt fällt kein Bulle. Durch ne gebrochene breite Flächenspalte schon (klar, bei Zwilling auch noch nicht)... Und nen dicken Bullen aus nem 2m tiefen Kanal fischen muß ich auch nicht haben.
Desweiteren sind die 3m langen Einzelbalken noch gut per Hand händelbar, das wird halt auch nicht besser mit breiteren...
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon AEgro » Do Jan 22, 2026 20:58

Schwabenjung26 hat geschrieben:
Die Qualitäten von damals sind nicht durchgehend gleichmäßig und entsprechen keinesfalls denen von heute.

Anerkannte Betonbaufirmen lieferten auch früher gute, dauerhafte Qualität. Waren aber nicht die billigsten.
Ich kann mich aber auch daran dass manche "Spezialisten" zum Verlegen der Spalten mit dem Fronladerschlepper über die bereits verlegten Balken gefahren sind.
Und damals gabs noch keine Flächenspalten, wie vom Gewicht her nicht anders verlagbar gewesen wären.
Da gabs wahrscheinlich von Anfang an Haarrisse durch Überlastung.
Dazu kommt auch, dass aus Sparsamkeitsgründen mancher Landwirt seine Spalten selbst gegossen hat.
Von 2 Berufsschulkameraden aus dem Raum Bad Rappenau, die auch selbst gegossen haben, weiß ich dass es dort in der Gegend einen Schlossereibetrieb gab, der Schalungen
für Landwirte nach Wunschmass baute.
Die Schalungen wurden dann oft von einem zum anderen weitergegeben oder wurden nach Fertigstellung im Wochenblatt zum Verkauf angeboten.
Und die Geizigsten nutzten zum Spaltenbetonieren auch noch alle möglichen Restbetone, die so rund um den Stallbau anfielen.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon Stoapfälzer » Do Jan 22, 2026 22:32

Durchbrechende Spalten sind nichts neues nur heute wo alles sofort online steht bekommt man es halt mit. Google und Co sind super im Nachrichten für einen filtern.


Nach 40 bis 45 Jahren bei schlechten Qualitäten auch schon nach 30 Jahren sind Spaltenböden einfach verschlissen.

Als ehemaliger Viehhändler hab ich da schon Böden gesehen wo jede Einzelspalte eine andere Höhe hatte. :regen: Da hilft dann nur einmal alles neu.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon Wimsener » Do Jan 22, 2026 23:19

Hallo, wir haben vor zwei Jahren unsere Einzelspalten (ca 45 Jahre alt) kpl ersetzt, nachdem der Erste durchgebrochen und andere schon versch. Höhen hatten. Zuerst wollte ich nur die Bucht mit den Endmastbullen sanieren, hab aber dann Alles gewechselt- Gott sei Dank!
Ich war entsetzt wie die Spalten unten aussahen! Armierung überall frei, zt fast durchgerostet bei Allen und auf kpl Länge der Spalten
Mittig angehängt sind die beim Ausbauen abgeknickt- vom Eigengewicht, und wir mussten aufpassen, dass die nicht in Güllekeller fielen.
Hab Vierlinge eingebaut. Denke die sind stabiler. Juckt mich aber nicht mehr in 45 Jahren :lol:
Mit Radlader und Verlängerung in die Bucht gesetzt und dann mit Flaschenzug, der am Rohr gegen Aufspringen befestigt war , schonend verlegt.
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon Mimöschen » Sa Jan 24, 2026 9:35

Danke für eure Rückmeldungen.

Ich Frage mich halt, warum man die Spalten nicht öfter prüft. Es kann doch nicht im Sinne der Landwirte sein, dass sie Tiere wegen so etwas evtl verlieren. Mal unabhängig vom Erlebnis und der Panik der Tiere. Qualvoll in Gülle ersticken ist sicher nicht fein.

Und @Stoalpfälzer: ich gebe dir Recht, heute liest man das eben durch die vielen Medien häufiger bzw wird häufiger drüber berichtet.

Aber umso schlimmer ist es doch: wie viele Fälle gibt es, wo man nicht mehr helfen kann.
Habe ich als als Landwirt nicht die Pflicht und auch das Interesse, dass so etwas nicht passiert?! Muss meine Spalten also prüfen und ggf erneuern...... Auch, wenn es Geld kostet. Der Trecker oä wird doch auch repariert. Ich verstehe das Denken nicht.

Und problematisch sehe ich halt auch, dass diese Vorfälle und Berichte dem angeschlagenen Image der Landwirte noch mehr Schaden zufügen (können). Gerade in der heutigen Zeit und der Diskussion um Tierwohl usw.
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon 240236 » Sa Jan 24, 2026 9:41

Das mit dem überprüfen ist halt gar nicht so einfach. Spalten sind sehr schwer und Buchten sind meist belegt. Jeder schiebt halt so lange es geht. Das sind die Folgen dieser ganzen Niedrigpreispolitik.
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon 304 » Sa Jan 24, 2026 10:27

Mimöschen hat geschrieben:Ich Frage mich halt, warum man die Spalten nicht öfter prüft.

Wie stellst du dir das vor?

Die Dinger sind sehr schwer, unten komplett dreckig, und müssen in wenigen Stunden wieder genutzt werden können. Da darfst du also die nicht guten wieder einbauen, die du durch Aus- und Wiedereinbau sowie Reinigung und überfahren mit Radlader (irgendwie musst du die ja anheben) massivst weiter geschädigst hast. Die hätten vll. noch einige Jahre durchgehalten, aber ob die dann noch einige Wochen aushalten bis auf Maß angefertigter Ersatz eintrifft?

Wenn dann bestellt man da einfach neue und tauscht direkt komplett. Immer eins nach dem anderen, dann kann man jederzeit aufhören.

Aber das macht man nicht in Zeiten in denen man nicht weiß ob in 8 Wochen noch Vieh im Stall steht. Bei den immer höher werdenden Kosten und sinkenden Preisen sowie immer noch mehr zollfreien Importen die unter in Deutschland nicht zulässigen Bedingungen produziert werden, muss man irgendwann aus wirtschaftlichen Gründen den Schlussstrich ziehen. Mehr als genügend haben es die letzten 10 Jahre schon getan und mehr als genügend werden die nächsten 10 Jahre folgen. Gibt jetzt schon viehlose Dörfer und das werden jedes Jahr mehr.
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon T5060 » Sa Jan 24, 2026 10:59

In die Zeitung kommt das Thema aber nur, wenn man hoch offiziell die Feuerwehr alarmiert.
Der Feuerwehreinsatz dazu ist aber hier in Hessen kostenpflichtig.

Dann kann es noch passieren, dass bei Rührvorgängen die Elemente hochgedrückt werden und es so auch zu Löchern kommt.
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon Stoapfälzer » Sa Jan 24, 2026 13:34

Und wann kommt die Prüfpflicht für Stalldächer die jetzt reihenweise einbrechen weil 20cm Schnee drauf liegen!!

Das liegt rein im Ermessen und der Pflicht des Landwirtes, da braucht es nicht noch mehr Bürokratie und Regelungen!
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Rinder in Güllegruben

Beitragvon T5060 » Sa Jan 24, 2026 15:10

Stoapfälzer hat geschrieben:Und wann kommt die Prüfpflicht für Stalldächer die jetzt reihenweise einbrechen weil 20cm Schnee drauf liegen!!

Das liegt rein im Ermessen und der Pflicht des Landwirtes, da braucht es nicht noch mehr Bürokratie und Regelungen!


Das sind die Dächer mit Nagelbindern, die mit den verzinkten Preßplatten verbunden sind, verbaut ab Anfang der 70ziger Jahre. Da sollte man einfach rechtzeitig drüber nageln.

Deckenverkleidung runter, die Nagelpistole raus und Feuer frei, am Untergurt Bretter dran, am Obergurt Dreiecke aus wasserfest verleimten Sperrholz.

Achso: Baustütze drunter und die Nagelbinder minimal hoch drücken, damit die ein klein wenig Vorspannung haben

Mehr dazu gibt es hier: https://www.youtube.com/@nbconstructon/featured :lol: :mrgreen:
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