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Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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30 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Deere Power » So Mai 03, 2026 18:34

Hallo zusammen,
ich habe mir vor kurzem einen neuen Schlepper gekauft. Die Zulassung für meinen landwirtschaftlichen Betrieb erfolgte vor 2 Wochen, die Zulassungsstelle hat auch eine grüne Nummer zugeteilt.
Letzte Woche kam ein Brief vom Hauptzollamt zur Prüfung der Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung für Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft.
Alles ist soweit gut und in Ordnung.

Aber das Hauptzollamt fodert von mir folgende Unterlagen für eine Prüfung, ob die Voraussetzung vorliegen:

1.Antrag auf Steuerbefreiung nach § 3 Nummer 7 Kratfahrzeugsteuergesetz (insgesamt 9 Seiten!)
2. Kopie des Grundsteuerwertbescheides
3.Pachtvertrag der gepachteten Flächen
4. Kopie der aktuellen Beitragsbescheides der Berufsgenossenschaft, au dem die Flächen ersichtlich sind
5. Nachweis, dass ich im allgemeinen wirtschatlichen Verkehr teilnehme (Einkommenssteuerbescheid, aktuelle Rechnungen über den Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse

Als Termin wurde der 26.05.2026 gesetzt, ich soll ebenfalls mitteilen, wenn ich die Steuerbefreiung nicht mehr in Anspruch nehmen will.

Ich verstehe nun wirklich die Welt nicht mehr.
Ich führe seit Jahren erfolgreich einen größeren land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, ich habe seit Jahren mehrere Schlepper im Betrieb mit grüner Nummer zugelassen, ich stelle seit vielen Jahren über das Zoll-Portal einen Antrag auf Agrardieselerstattung, der mir regelmäßig bewilligt und ausbezahlt wird. Ferner stelle ich jährlich einen Antrag auf EU-Direktzahlungen, die mir auch gewährt werden und zahle Beitrage zur landwirtschaftlichen Sozialversicherung und Tierseuchenkasse.
Die notwendigen Daten liegen der Zollverwaltung doch längst in unterschiedlicheen Bereichen vor und für eien erneute Aufbereitung und Übermittlung habe ich im Moment wirklich keine Zeit und die Zollverwaltugn bringt eine eigenen Abgleich nicht auf die Reihe. Man hat den Eindruck, am liebst wäre es der Zollverwaltung, wenn der Antrag zurückgezogen würde.

Ich bin wirklich erschüttert über den Bürokratismus der Zollverwaltung. Da weiss eine Stelle nicht, was die andere tut.
Ihc werde morgen dazu mit dem Sachbearbeiter telefonieren. Ich werde dazu bestimmt nicht locker lassen, diesen Wahnsinn an Bürokratismus zu vereinfachen.
Deere Power
 
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Einhorn64 » So Mai 03, 2026 18:43

Die werden sich mit DSGVO herausreden,
keine Chance da was zu machen.
Wie lange hast du schon keinen Schlepper/ Anhänger mehr zugelassen?
Die Abfrage ist in der Form schon über 15 Jahre Standard.
Wenn im letzten Jahr ein Fahrzeug zugelassen wurde und steuerbefreit, dann geht es idr. vereinfacht.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Deere Power » So Mai 03, 2026 18:54

Einhorn64 hat geschrieben:Die werden sich mit DSGVO herausreden,
keine Chance da was zu machen.
Wie lange hast du schon keinen Schlepper/ Anhänger mehr zugelassen?
Die Abfrage ist in der Form schon über 15 Jahre Standard.
Wenn im letzten Jahr ein Fahrzeug zugelassen wurde und steuerbefreit, dann geht es idr. vereinfacht.



Danke für die Antwort.
Es mag sein, dass sich in der Vergangenheit da viel Bürokratie aufgebaut hat. Aber im Zeitalter fortgeschritter Digitalisierung muss auch Bürokratieabbau in der Landwirtschaft ankommen.
Es geht aber auch wirtschaftliche Entlastung und Abbau von Hürden für Landwirte, denn ich sitze da mind. 1 h um die geforderten Unterlagen zusammenzustellen.
Davon profitieren nicht nur die Landwirte sondern auch die Zollbehörden. Eine Digitalisierung von Zollverfahren und Nutzung von vorliegenden Verwaltungsdaten muss daher auf allen Ebenen konsequent durchgeführt werden und sollte immer auch zu einem Abbau bürokratischer Anforderungen an die Beteilligten führen.
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon GeDe » So Mai 03, 2026 19:01

Deinen Anruf kannst Du Dir sparen!
Ich hatte das Theater zum ersten Mal 2020, als ich einen Kipper zulassen wollte.
Schon auf der Zulassungsstelle fing der Spaß an. Kipper stand beim Händler, Papiere zu Zulassung habe ich bekommen, aber noch keine Rechnung. Ich sollte einen Eigentumsnachweis vorlegen (Rechnung) die ich noch nicht hatte. Ersatzweise konnte ich mit dem Kaufvertrag dienen, was nicht anerkannt wurde. Ich sollte das "Fahrzeug" vorstellen. Hab dann erklärt, daß das nicht geht wegen fehlender Zulassung und der Anhänger garantiert nicht im Schneematsch auf die Straße kommt. Außerdem konnte die Trulla mir nicht erklären, wie ich auf den höhenbegrenzten Parkplatz kommen sollte.
Ich musste dann den TÜV zum Händler bestellen, der für über 30Euro eine Bescheinigung ausstellte, daß die eingeschlagene Fahrgestellnummer mit den Papieren übereinstimmt.
Man wollte mir solang die Zettelkram für die Kfz-Steuer mitgeben, was ich ausfüllen sollte. Nach dem dritten Versuch zu erklären, daß ich das nicht brauche und nicht machen werde weil der Anhänger eine grüne Nummer bekommt, bin ich gegangen.
Der Zoll wollte dann -bzw. hat von mit bekommen(!):
Einen Nachweis daß ich LoF- Produkte verkaufe und am Markt teilnehme (Abrechnungen)
Einen Nachweis daß ich aktiv Fläche bewirtschafte
Einen Steuerbescheid
Einen Nachweis über den Beitrag der BG.

Diese Daten sind jetzt gespeichert und zwei Jahre später beim Zulassen eines Schleppers musste ich nur das Kennzeichen eines bereits zugelassenen Fahrzeugs (der Anhänger) angeben.

Wer behauptet daß bereits Bürokratie abgebaut wurde, schwätzt ganz einfach einen Scheiß raus! Im Gegenteil immer mehr Taugenichts und Tagdiebe werden eingestellt, neue Stellen geschaffen und die Ämter und Verwaltungen angebaut.
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon rottweilerfan » So Mai 03, 2026 19:49

das ist ist ganz normaler beamten schwachsinn,besser ausgedrückt mobbing,die wollen die kohle für den erhalt des eigenen arbeitsplatzes einsparen.
ich habe innerhalb von einem monat 2 schlepper zugelassen und musste trotzdem das drama zweimal einreichen. :roll:
Deutschland,ein Paradies für Schmarotzer und Taugenichtse...
Der Rottweiler Racker,ein 62 kg Schmusebär :D
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Stoapfälzer » So Mai 03, 2026 19:51

All die Nachweise sind ganz normal brauchte ich auch alles bei der Hofübergabe und Umschreibung der Fahrzeuge.

Wer sein Büro sortiert hat hat alle Zettel in 15 Minuten in der Hand oder noch besser schon gescannt am PC gespeichert.

Die grüne Nummer gibt es ja nicht nur für LoF, die wollen ganz viele haben. Das fängt bei Hobby (Pferde, Forst) an geht über Speditionen (Lebensmitteltransport, 2t Anhänger...) bis zu Kommunen Rettungsfahrzeugen ... da ist es schon nicht schlecht wenn da genau geschaut wird.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Deere Power » So Mai 03, 2026 20:00

Stoapfälzer hat geschrieben:All die Nachweise sind ganz normal brauchte ich auch alles bei der Hofübergabe und Umschreibung der Fahrzeuge.

Wer sein Büro sortiert hat hat alle Zettel in 15 Minuten in der Hand oder noch besser schon gescannt am PC gespeichert.


Mag sein, dass Du alle geforderten Unterlagen extra vorhältst um auf solche Anforderungen vorbereitet zu sein. Aber ich fühle mich da als selbständiger Landwirt wirklich gegängelt, wenn ich eine 8 seitigen Antrag ausfüllen muss und viele Unterlagen einreichen soll, weil die Unterlagen in der Zollverwaltung oder auch mit dem Steurbescheid längst vorliegen. Von Entlastung durch Bürokratieabbau ist da nichts zu spüren, es ist gerade ein Paradebeispiel, wie Bürokratie erfunden und am Leben erhalten wird. Kein Wunder, wenn da die Bauern nicht mehr mitspielen. Übrigens, würde sich das Handwerk und die Industrie so ein Vorgehen nicht gefallen lassen.
Zuletzt geändert von Deere Power am So Mai 03, 2026 20:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon hardie » So Mai 03, 2026 20:08

Stoapfälzer hat geschrieben:All die Nachweise sind ganz normal brauchte ich auch alles bei der Hofübergabe und Umschreibung der Fahrzeuge.

Wer sein Büro sortiert hat hat alle Zettel in 15 Minuten in der Hand oder noch besser schon gescannt am PC gespeichert.

Die grüne Nummer gibt es ja nicht nur für LoF, die wollen ganz viele haben. Das fängt bei Hobby (Pferde, Forst) an geht über Speditionen (Lebensmitteltransport, 2t Anhänger...) bis zu Kommunen Rettungsfahrzeugen ... da ist es schon nicht schlecht wenn da genau geschaut wird.


Ein vernünftiges Gespräch mit den Zollamt und es geht einfach und problemlos. Bei uns bei der Hof Übergabe wollte der Sachbearbeiter nur den Hof Übergabevertrag und die Schlepper waren weiterhin steuerfrei. Ihm waren die momentanen Probleme mit dem Grundsteuermeßbetrag und der BG bekannt.
Meine Arbeitsplatz ist sicher. Niemand will ihn.
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon DST » So Mai 03, 2026 20:17

Deere Power hat geschrieben:
Aber das Hauptzollamt fodert von mir folgende Unterlagen für eine Prüfung, ob die Voraussetzung vorliegen:

1.Antrag auf Steuerbefreiung nach § 3 Nummer 7 Kratfahrzeugsteuergesetz (insgesamt 9 Seiten!)
2. Kopie des Grundsteuerwertbescheides
3.Pachtvertrag der gepachteten Flächen
4. Kopie der aktuellen Beitragsbescheides der Berufsgenossenschaft, au dem die Flächen ersichtlich sind
5. Nachweis, dass ich im allgemeinen wirtschatlichen Verkehr teilnehme (Einkommenssteuerbescheid, aktuelle Rechnungen über den Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse



Hab vor einigen Monaten einen Schlepper zugelassen, und war auch zum ersten Mal mit dem Krampf konfrontiert.

Ich meine aber das nicht alle aufgeführten Punkte komplett vorgelegt werden müssen.

Ich hab den Antrag (Punkt 1) ausgefüllt,
Punkt 4,Kopie des aktuellen Beitragsbescheids,
und zu Punkt 5 die EÜR vom Steuerberater für die letzten zwei Jahre vorgelegt.

Es war auch egal woher die landwirtschaftlichen Einnahmen stammten, bei mir wars hauptsächlich ein Grundstücksverkauf.

Hauptsache man zahlt irgendwas an Steuern.
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon schoadl » So Mai 03, 2026 21:08

Servus .
Wir haben da vor jahren drei vier Rechnungen eingesendet und den betragsbescheid der BG .
Hab seit dem vier Fahrzeuge angfmeldet . Ohne dass sie nochmal nachgefragt haben.

Mfg schoadl
Eicher Sammler aus Leidenschaft .
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Wimsener » So Mai 03, 2026 21:44

Hallo GeDe, Hallo schoadl,
Ich hab denen vom Hauptzollamt beim ersten mal gesagt, die sollen die eingereichten Unterlagen kopieren und aufbewahren fürs nächste mal. Antwort damals: Geht nicht!
Ist aber , soviel ich mich noch erinnern kann, tatsachlich etwas besser geworden als noch vor Jahren, aber trotzdem aufwendig.
Was mich nervt ist die lange Wartezeit nach der Onlineanmeldung für einen Termin bei der Zulassungsstelle . Gut, die stellen morgens immer freigewordene Termine ins Internet, aber keine für " Doppeltermine" also zb Zulassung eines KFZ und Ausstellen eines neuen Scheins eines anderen Fahrzeugs.
Als mein Auto den Geist aufgab, hab ich als erstes einen Termin bei der Zulassungsstelle beantragt und dann nach einem Auto geschaut !
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Stoapfälzer » So Mai 03, 2026 21:49

Bei Hofübergabe kommt hinzu man hat ja noch keinen Steuerbescheid und auch keinen BG Bescheid.
Ich hab damals angerufen und dann waren die mit 2 der geforderten Sachen zufrieden. Ich glaube das waren eine oder zwei Michgeldabrechnungen und irgendwas vom Flächenantrag.
Alle reden übers Wetter,
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Otto Mohl » Mo Mai 04, 2026 4:22

Ich habe beim letzten Mal auch nicht alles vorgelegt. Ich glaube nur BG und Einkommenssteuer, da stehen Flächen und Einnahmen aus LoF drauf, das sollte reichen.
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon Muku-Halter 2.0 » Mo Mai 04, 2026 6:33

Leute Leute ... ich verstehe euren Unmut, aber der Mann in der Verwaltung macht alles ordnungsgemäß und da könnt ihr mit Anrufen gar nichts machen :klug:

Das Zauberwort für dieses Vorgehen nennt sich Datenschutz !
Ich arbeite selbst bei einer Behörde. Die Daten werden in den meisten Fällen zweckgebunden abgefragt, und dürfen auch nicht anders verwertet werden.
Selbst das vorgehen, dass hier anscheinend Daten bei einem zweiten Vorgang im selben- oder darauffolgenden Jahr nicht vorzulegen waren, kenne ich so nicht.
Ist natürlich manchmal Hinderlich und Ärgerlich, aber es schützt auch die Personen und ihre Daten.
Ehemals User "Muku-Halter". Benutzerprofil wurde nach Passwortwechsel inaktiv.
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Re: Schlepperkauf - Bürokratismus mit dem Hauptzollamt

Beitragvon xyz » Mo Mai 04, 2026 6:53

man muss den Damen und Herren vom Amt immer eine freundliche Mail schicken, die müssen nur unterscheiden ob du z.B. gewerblich mit Brennholz handelst oder für deine 30 Ar die Äpfel bei der Mosterei ablieferst und Geld dafür bekommst und es keine Lohnmosterei ist.
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