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Schwadmäher und Mähdrescher der besonderen Art

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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33 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Schwadmäher und Mähdrescher der besonderen Art

Beitragvon doftbauer » Di Dez 26, 2006 23:24

Hallo,

es gab doch ma einen Schwadmäher von Fortschritt und New Holland.

Hat sich dieses Prinzip durchgesetzt?

Hat einer Erfahrung damit?

Besitzt einer so ein Gefährt?


Ich weiß das die Produktion bei Fortschritt eingestellt wurde nach dem sie von der Biedellgruppe (die auch Mengele besaß) aufgekauft wurde. Die Biedellgruppe ung Mengele, Fortschritt und Eberhart gibt es nun nicht mehr.

Und:

Die Firma MDW baute ma einen Mähdrescher der besonderen Art:
-Er soll sehr groß gewesen sein
- 40km/h gelaufen haben
- das Vorderrad soll klein und das Hinterrad groß gewesen sein und
die Maschine soll Arcus gehießen haben.

Kennt einer diese Firma und diesen Mähdrescher?

Hat einer Erfahrung damit?

Gibt es diese Firma noch?

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Beitragvon Kaii » Di Dez 26, 2006 23:27

Alles Geschichte !
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Beitragvon Kaii » Mi Dez 27, 2006 8:35

http://www5.traktorpool.de/suchen/detai ... id=636803#
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Beitragvon Powershifter » Mi Dez 27, 2006 10:14

Das schwadmäh prinzip wird in den usa noch mit sehr großer beliebtheit praktiziert (dort gibt es schwadmäher mit über 10m ab.)
IHC 1466 Power!
www.trecker-treck-deutschland.de
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Beitragvon 251at » Mi Dez 27, 2006 10:31

Kaii hat geschrieben:Alles Geschichte !


In Deutschland, ja. Im Ausland werden Schwadmäher noch viel benutzt (z.B. Kanada). Vorteil ist das man früher Ernten kann, dafür aber höherer Maschineneinsatz und höhereres Wetterrisiko. Gibt da diverse anbieter die Selbstfaher oder gezogenen Schwadmäher anbieten, sehen aber alle gleich aus, also scheint es nur einen wirklichen Hersteller zu geben.

Könnt eman sich in Deutschland eigetlich durch den Einsatz von Schwadmähern die Getreidetrocknung sparen? (Natürlich nur bei passenden Wetter).
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Beitragvon Pumuckel » Mi Dez 27, 2006 10:48

Hi!!
In Kanada wird das gemacht weil das getreide dann besser troknet . Da die Vegetationsphase zu kurz ist dass es am Halm troknet ( würeden sonst 25% Feuchtigkeit haben ) , daher macht das in D. keinen sinn !
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Beitragvon 251at » Mi Dez 27, 2006 11:58

Aber man hat doch AFAIK in Deutschland früher auch zweistufig gearbeitet, erst gemäht mit Sense oder Mähbinder, dann auf dem Feld trocknen lassen und dann erst gedroschen.
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Beitragvon derkarsten » Mi Dez 27, 2006 16:55

Wie das früher hier gemacht wurde, erst per Sense mähen, dann die Gaben aufstiegen, und im winter dreschen hatte wollkommen andere Gründe!
Das lässt sich in wenigen Sätzen schwer erklären, grad weil ch das ja auch nur als "Betrachter" beschreiben kann:

-Das war geschichtlich so gewachsen, d.h. die leute hatten zuvor ja per Dreschflegel ihr Getreide im Winter gedroschen
-Diese Dreschmaschinen wurden ja von Betrieb zu Betrieb gefahren

Aber ich schätze der Grund für das aufstiegen war eher, da man das Unkraut im Bestand hatte, und trocknen lassen wollte.

Was das trocknen angeht, ist die geteilte Ernte generell schlechter anzusehen, mein opa sagte schon mal, das früher die Stiegen nach Wochen das faulen anfangen konnten, wenns immer regnete.
Und in Kanada ist das heute auch noch bei schwaden genauso, die brauchen nach sehr starkem Regen 1-2 tage läger zum Trocknen, als der stehende Bestand.
Grund ist dort nur, das bei der kurzen Wachstumszeit das Getreide sehr ungleich abreift.
@ Schlütermax: Freut mich wenn es Leute gibt, die bei AiE das ein oder andere aufschnappen ..solange es mal sinnvoll ist :D
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Beitragvon Pumuckel » Mi Dez 27, 2006 17:24

:D :D was unterstellst du mir ! :D :D
Nee im Ernst , das bei AiE hab ich auch gelesen , wusste ich aber schon vorher (erlich ! :D )
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Beitragvon baumschubser » Mi Dez 27, 2006 21:01

Tach auch,

ich möchte mal zur Aufklärung beitragen.
Warum hat sich der Schwaddrusch in Nordamerika bei manchen Kulturen durchgesetzt? Ganz einfach, die Bestände reifen auf dem Stengel nicht gleichmäßig ab. Deswegen ist es erforderlich, dass man z.B. die Öl- und Leinsaaten auf Schwad legt (mäht) und teilweise auch diesen Schwad wendet, also einfach nur schonend umdreht. Durch das Mähen wird logischerweise dem Wachstumsprozess ein Ende bereitet und der Trocknungsprozess gestartet. Wichtig ist hierbei, dass die Schwaden hoch auf den Stoppeln liegen, damit eine intensive Durchlüftung gewährleistet ist. Das Getreide in Nordamerika wird -wie bei uns- vom Halm gedroschen.
2. Frage: Warum hat man früher bei uns das Getreide mit der Sense -und später mit dem Bindemäher- gemäht, Garben gebunden und aufgestellt? Auch ganz einfach: Es gab noch keine Mähdrescher! Erster selbstfahrender Mähdrescher kam Anfang der 50-er Jahre aus Harsewinkel.

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Re: Schwadmäher und Mähdrescher der besonderen Art

Beitragvon wespe » Mi Dez 27, 2006 22:48

doftbauer hat geschrieben:Die Firma MDW baute ma einen Mähdrescher der besonderen Art:
-Er soll sehr groß gewesen sein
- 40km/h gelaufen haben
- das Vorderrad soll klein und das Hinterrad groß gewesen sein und
die Maschine soll Arcus gehießen haben.



sum,
MDW war der Nachfolger-(nahme) von Fortschritt.
Der Arcus war ein Großdrescher, der das Getreide schon im Schacht (2 Rotoren) ausgedroschen hat. Dadurch hatte dieser eine Siebfläche von über 8m² auf 2 Stufenböden verteilt.
Die 40 kmh kamen dadurch zustande, weil er durch die kleinen Räder vorn gelenkt wurde. Und DAS war der Schwachpunkt. Da soll es viel Bruch gegeben haben.
War damals mit dabei, wo er Offiziell auf dem Markt eingeführt wurde.
Nur als Normalo bist du gar nicht Richtig ran gekommen zum Anschauen, weil die Ingenieure der Großen Firmen sich auf das Teil gestützt haben, wie die Geier auf Aas. Case hat Später MDW übernommen, und systematisch geschlachtet, bis vom Mähdrescherbau (MDW) nichts mehr übrig geblieben ist. Viele Ingenieure von MDW sind bei einigen Markenfirmen Wiederzufinden. Von Fortschritt sowieso!
Mit freundlichen Stachel
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Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

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Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » Do Dez 28, 2006 18:59

Stimmt schon...das Getreide wurde damals erst mit der Sense / Mähbalken geschnitten, gebunden und erstmal zu Puppen ( oder wie auch immer das hieß ) aufgestellt. Damit es richtig austrocknete ( Mein Opa hat es damals auch auf dem Heuboden trocknen lassen, nur musste es dann alle paar Tage gedreht werden). Anfangs wurde es im Winter geflegelt...später wurde es durch Lohnunternehmen nach dem Einfahren auf dem Hof per Dreschmaschine ausgedroschen und gepresst.
Später wurde es mit Mähbindern in einem Arbeitsgang gemacht, musste dann aber auch wieder auf dem Hof per Dreschmaschine bearbeitet werden.
Musste so sein, da das Getreide im unreifen Zustand ( vor der Totreife ) geschnitten wurde, damit beim Transport zum Hof die Kornausfälle nicht zu hoch wurden.
Als in den 30er Jahren die ersten gezogenen Drescher kamen ging das erst zurück. Der Durchbruch im Mähdrusch kam erst in den 60er Jahren !

Schwaddrusch ist aber nicht ganz ausgestorben. Schwerpunktmäßig wurde der Raps ja noch lange mit Schwadmähern im grünen Zustand gemäht, damit die Ernteverluste nicht so hoch waren. Dann wurde ne Pick-up an das Schneidwerk gebaut, die über den Haspelantrieb lief. Das hat erst in den 80ern aufgehört als die Rapstische herauskamen, teils wird bei den kleineren Höfen die noch das Equipment haben auf diese Weise geerntet.

In den USA wird das zweiteilige Verfahren auch genutzt, wenn sie zwei Ernten im Jahr einfahren. Dann wird die 1. Getreideernte normal eingefahren und die 2. im Schwaddrusch, da die Witterungsbedingungen es nicht mehr auf normale art und weise zulassen.
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Beitragvon 251at » So Dez 31, 2006 14:49

Interessant finde ich die gezogene Schwamäher

Bild
Muss ein merkwürdiges fahren sein mit einem rund 10m breiten Schneidewerk einseitig neben den Traktor.

Könnte man damit nicht eigentlich auch Gras schneiden? Durch die große Arbeitsbreite sollte man den Geschwindigkeitsverlust gegenüber einen Trommel oder Scheibenmäher doch wieder hereinhohlen. Angeblich soll ja schon ein 37kw Schlepper für ein über 10m breiten Schwadmäher reichen, wenn man dann bedenkt was man an so einen Schlepper nur für ein kleinen Trommelmäher dranbauen kann... Ist natürlich nix für verwinkelte Wiesen.

http://www.hesston.agcocorp.com/default.cfm?pid=1.9.25
http://www.macdon.com/products/pulltypewindrowers/3020_specs.html
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Beitragvon countryman » So Dez 31, 2006 15:00

wenn du mal schaust was für ein dünnes Schwädlein fast trockenes Getreide da hinten rauskommt... Damit dürfte im starken Grünlandaufwuchs wenig auszurichten sein. Zumal Fingerbalkenmähwerke für Gras nicht ohne Grund in den frühen 70ern ausgestorben sind.
Wer energiesparend Gras mähen will kann Doppelmessermähwerke verwenden, die einigermaßen gut laufen, aber auch ihre Nachteile haben.
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Beitragvon derkarsten » So Dez 31, 2006 16:50

@ 215at:
Deine Überlegungen sind soweit ganz gut, aber kannst du nicht einfach die örtlichen Gegebenheiten unberücksitigt lassen. In Gebieten in Noramerika wird allerhand Grünland mit Fingermähwerken gemäht, aber kannst du das nicht mit den Erträgen hier vergleichen. Aber bei den geringen Erträgen hast du den Vorteil, das das Gras in einem Schwad hinter dem Schneidwerk zusammengefasst wird, und du es ohne weiteres nach dem Trocknen pressen kannt --hier aber undenkbar!

Zum den kleinen Schwad auf dem Bild muss man dann aber noch sagen, das der nach dem Dreschen nochmal kleiner ist, als so, weil das ausgedroschen Stroh noch viel mehr zusammensackt, dann erkennt man erstmal die Relationen!
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