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separierter Gärrest

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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separierter Gärrest

Beitragvon agro7 » Di Apr 06, 2021 13:16

Hallo,

ich bin am überlegen mehr Gülle oder Gärreste aufzunehmen um am mineralischen Dünger zu sparen da dieser doch oft auch recht teuer ist und die Gärreste kostengünstig zu haben sind.
Jetzt mein Problem.
Ich habe keine Ausbringtechnik für flüssigen Gärrest oder Gülle wobei ich schon am überlegen bin mir ein Schleppschlauchfass anzuschaffen.
Nun war meine Überlegung auf separiertes Material umzusteigen welches ich mit meinen betriebseigenen Festmiststreuer ausbringen könnte.
Leider habe ich aber keine Erfahrung mit dem separierten Material. Einige haben schon gesagt das dieses sehr schnell an Stickstoff verliert weil es recht schnell ausgast.
Wie ist den die Wirkung vom Stickstoff her wieviel Prozent kommen da im ersten Jahr? Ist es ähnlich wie bei Gülle? Denke mal bei Mais würde das doch bestimmt gut passen da dieser den Stickstoff ja spät braucht. Meine bedenken sind halt auch das im Herbst einfach noch zu viel im Boden ist, bin Wasserschutz Problemgebiet und werde im Herbst beprobt


Wäre echt super wenn mir der eine oder andere seine Erfahrung darüber mitteilen würde.

Danke mal im voraus

Gruß
agro7
 
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Paule1 » Di Apr 06, 2021 16:17

Dann brauchst aber eine "Stoffstrombilanz" unsere MR hat Streuer die wären da schon geeignet, die hätten auch Güllefäße mit Schleppschlauch.
Aber manche wollen oder müssen eben die Technik immer selber haben.
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon johnny3000 » Di Apr 06, 2021 16:39

agro7 hat geschrieben:Hallo,

ich bin am überlegen mehr Gülle oder Gärreste aufzunehmen um am mineralischen Dünger zu sparen da dieser doch oft auch recht teuer ist und die Gärreste kostengünstig zu haben sind.
Jetzt mein Problem.
Ich habe keine Ausbringtechnik für flüssigen Gärrest oder Gülle wobei ich schon am überlegen bin mir ein Schleppschlauchfass anzuschaffen.
Nun war meine Überlegung auf separiertes Material umzusteigen welches ich mit meinen betriebseigenen Festmiststreuer ausbringen könnte.
Leider habe ich aber keine Erfahrung mit dem separierten Material. Einige haben schon gesagt das dieses sehr schnell an Stickstoff verliert weil es recht schnell ausgast.
Wie ist den die Wirkung vom Stickstoff her wieviel Prozent kommen da im ersten Jahr? Ist es ähnlich wie bei Gülle? Denke mal bei Mais würde das doch bestimmt gut passen da dieser den Stickstoff ja spät braucht. Meine bedenken sind halt auch das im Herbst einfach noch zu viel im Boden ist, bin Wasserschutz Problemgebiet und werde im Herbst beprobt


Wäre echt super wenn mir der eine oder andere seine Erfahrung darüber mitteilen würde.

Servus

beim festen Gärrest kommts ganz drauf an, wie alt er is und wie er gelagert wurde. Bei vielen Anlagen wird das Zeug im Fahrsilo gelagert und gast munter vor sich hin, sprich je länger er liegt, desto niedriger der tatsächliche Stickstoffgehalt. Des heisst auf gut deutsch, man nimmt aufm Papier viel Stickstoff auf, welcher aber tatsächlich gar nicht aufm Acker landet.
Von der Wirkung her ist er auf jeden Fall um einiges langsamer wie die flüssige Phase, was aber auch sein Vorteil bei Kulturen mit spätem N-Bedarf(Mais, Zuckerrübe) ist. Prozentual ansetzen würde ich im Jahr der Ausbringung 50-70%

Danke mal im voraus

Gruß


Zitierfehler!
Falke
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Johnny 6520 » Di Apr 06, 2021 18:15

Paule1 hat geschrieben:Dann brauchst aber eine "Stoffstrombilanz" unsere MR hat Streuer die wären da schon geeignet, die hätten auch Güllefäße mit Schleppschlauch.
Aber manche wollen oder müssen eben die Technik immer selber haben.


Wenn man keine Tiere hat und keine Biogasanlage betreibt, braucht man doch keine Stoffstrombilanz!
siehe lfl Tabelle!Ab 2023 wird es dann für Betriebe ab 20ha Pflicht!
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon 615 LSA Turbomatik E » Di Apr 06, 2021 19:39

Johnny 6520 hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:Dann brauchst aber eine "Stoffstrombilanz" unsere MR hat Streuer die wären da schon geeignet, die hätten auch Güllefäße mit Schleppschlauch.
Aber manche wollen oder müssen eben die Technik immer selber haben.


Wenn man keine Tiere hat und keine Biogasanlage betreibt, braucht man doch keine Stoffstrombilanz!
siehe lfl Tabelle!Ab 2023 wird es dann für Betriebe ab 20ha Pflicht!


Da müssen wir aber nochmal nachsitzen !!
Wer mehr wie 200 N im Jahr aufnimmt muss immer eine Stoffstrombilanz machen.
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Family Guy » Di Apr 06, 2021 20:11

Separierte Gärreste verhalten sich ähnlich wie Festmist, man muss im Enni Programm mit 30% Verfügbarkeit rechnen.
N Gehalt ist 4 bis 9 kg N/Tonne.
Um das rauszufinden, muss man eben mal für die Untersuchung 60 € auf den Tisch legen.

Meiner Meinung nach passt das gut, um langfristig den Boden zu verbessern.
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Flo96 » Di Apr 06, 2021 20:28

Family Guy hat geschrieben:Separierte Gärreste verhalten sich ähnlich wie Festmist, man muss im Enni Programm mit 30% Verfügbarkeit rechnen.
N Gehalt ist 4 bis 9 kg N/Tonne.
Um das rauszufinden, muss man eben mal für die Untersuchung 60 € auf den Tisch legen.

Meiner Meinung nach passt das gut, um langfristig den Boden zu verbessern.

Das stimmt so nicht, laut DLR Westerwald/Osteifel muss in RLP 60 % angenommen werden, auch wenn die Analyse drunter liegt.
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Mad » Di Apr 06, 2021 21:55

Maddin55 hat geschrieben:
Im Fall von Gärresten muss er ne Stoffstrombilanz machen, da er Nährstoffe von einem Betrieb aufnimmt der zur Stoffstrombilanz verpflichtet ist.


Nein, das stimmt auch nicht. Das bezieht sich auf Betreiber einer Biogasanlage, die Wirtschaftsdünger von einem stoffstrombilanzpflichtigen Betrieb aufnehmen oder an ihn abgeben.

Reine Ackerbaubetriebe sind bis Ende 2022 von der Stoffstrombilanz komplett ausgenommen, egal von wem sie irgendwas aufnehmen. Wie Johnny 6520 schon schrieb.

Steht alles ausführlich im §1 Absatz 2:
https://www.gesetze-im-internet.de/stof ... ffBilV.pdf

§1 Absatz 3 gilt dann ab 1.1.2023, wo dann auch Ackerbaubetriebe einbezogen werden.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Casedriver » Sa Apr 10, 2021 7:32

Hallo,

Wenn du in Bayern mehr als 750Kg Ngesamt aus Wirtschaftsdünger aufnimmst, egal ob reiner Ackerbauer, Viehhalter, Biogaser oder sonstwas mußt du einen Stoffstrombilanz machen!!

Das sind bei Gärsubstrat um die 150m³

https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/iab ... 210316.png

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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Mad » Sa Apr 10, 2021 8:18

Casedriver hat geschrieben:Hallo,

Wenn du in Bayern mehr als 750Kg Ngesamt aus Wirtschaftsdünger aufnimmst, egal ob reiner Ackerbauer, Viehhalter, Biogaser oder sonstwas mußt du einen Stoffstrombilanz machen!!

Das sind bei Gärsubstrat um die 150m³

https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/iab ... 210316.png

M F G


Die Grafik haste wohl auch nicht verstanden. Arbeite sie mal ganz genau von oben nach unten ab und stelle fest: Als Ackerbauer brauchste keine machen.

Ich helfe dir auch dabei:

Frage 1: " Werden im Betrieb Tiere gehalten?" -> Antwort: "Nein" -> Pfeil geht zur nächsten Frage -> "Betreibt der Betrieb eine Biogasanlage?" -> Antwort: "Nein" -> Ergebnis: "Keine Stoffstrombilanz erforderlich"

Machts euch nicht so schwer. Die Entscheidungshilfe ist eigentlich leicht. Die hessische übrigens auch: https://rp-kassel.hessen.de/sites/rp-ka ... 2-07_0.pdf
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Mad » Sa Apr 10, 2021 8:33

Flo96 hat geschrieben:
Family Guy hat geschrieben:Separierte Gärreste verhalten sich ähnlich wie Festmist, man muss im Enni Programm mit 30% Verfügbarkeit rechnen.

Das stimmt so nicht, laut DLR Westerwald/Osteifel muss in RLP 60 % angenommen werden, auch wenn die Analyse drunter liegt.


Kann es sein, dass du in der Spalte verrrutscht bist?

Ich habe gerade mal nachgesehen und auf Seite 2 steht in der rechten Tabelle: "feste BGA-Gärreste 30%"

https://www.dlr-westerwald-osteifel.rlp ... Oeinsetzen
(der Link zum Merkblatt ist auf dieser Seite)
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Flo96 » Sa Apr 10, 2021 12:31

Mad hat geschrieben:
Flo96 hat geschrieben:
Family Guy hat geschrieben:Separierte Gärreste verhalten sich ähnlich wie Festmist, man muss im Enni Programm mit 30% Verfügbarkeit rechnen.

Das stimmt so nicht, laut DLR Westerwald/Osteifel muss in RLP 60 % angenommen werden, auch wenn die Analyse drunter liegt.


Kann es sein, dass du in der Spalte verrrutscht bist?

Ich habe gerade mal nachgesehen und auf Seite 2 steht in der rechten Tabelle: "feste BGA-Gärreste 30%"

https://www.dlr-westerwald-osteifel.rlp ... Oeinsetzen
(der Link zum Merkblatt ist auf dieser Seite)



Nein das hat man mir am Telefon gesagt.....
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon agro7 » Sa Apr 10, 2021 18:01

Hallo,

eigentlich war meine Frage nicht das Problem mit der Stoffstrombillanz sondern der separierte Gärrest


Gruß
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Re: separierter Gärrest

Beitragvon Family Guy » So Apr 11, 2021 12:58

Family Guy hat geschrieben:Separierte Gärreste verhalten sich ähnlich wie Festmist, man muss im Enni Programm mit 30% Verfügbarkeit rechnen.
N Gehalt ist 4 bis 9 kg N/Tonne.
Um das rauszufinden, muss man eben mal für die Untersuchung 60 € auf den Tisch legen.

Meiner Meinung nach passt das gut, um langfristig den Boden zu verbessern.


Ergänzung, wenn der NH4 Gehalt über den 30% liegt, muss man den NH4 anrechnen, liegt er drunter, bleibt es bei 30%.
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