In '14/'15 waren die Ähren des Tobak Saat 25.9. doppelt so mächtig wie des Tobak Saat 18.10. bei höherer Bestandesdichte. Ertrag gewogen teilweise Differenzen von mehr als 3 t/ha zu Gunsten der Frühsaat. Für mich nicht mehr als logisch.
Es kann trotzdem Sinn machen auch Weizen noch später (im Oktober) zu säen und gute Erträge einzufahren. Gerade das Auswinterungsrisiko und Infektionspotenzial an Krankheitserregern nimmt mit späterer Saat rapide ab. Die Standfestigkeit hingegen steigt immens. Wenn irgendeiner dieser Parameter im Jahr x geprüft wird, kann natürlich der Vorteil der späteren Saaten derart überproportional sein, dass sie am Ende trotz geringer Ähren- und Kornanlagen, bzw. eigentlich miserablem Wurzelwerk, besser dreschen. Aber die Ausgangslage ist klar: Mad-Saaten haben bei gleichen Bedingungen ein um mindestens 20, eher 30 %, geringeres Ertragspotential im Trockenjahr. Ich denke, das konnte er letztes Jahr auch ganz schmerzhaft selbst feststellen. Denn wenn bei der Wintergerste Rekord geerntet wird, der Weizen aber derart abfällt, dass lediglich 6 t/ha oder sowas rauskommen (?), dann ist Ursachenforschung angesagt. Und in deinem Fall, Mad, wird der Großteil des Problems eben das Wurzelwerk bzw. die schlechten Ährenanlagen ausgemacht haben. Deshalb will ich mich dennoch nicht komplett diesem Risiko der Frühsaat aussetzen, aber darauf verzichten will ich auch nicht. Wie gesagt, im extremen Trockenjahr 2014/2015 hat es mir den Arsch gerettet. Ich kann's nicht oft genug sagen: Beim Weizen fährt man ganz gut damit ab dem 20.-25.9. in den kommenden 6 Wochen immer mal wieder ganz entspannt was zu säen.
