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Sinn der Rentenversicherung????

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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23 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon meyer wie mueller » Mo Sep 03, 2012 9:24

Hallo


Welchen Sinn hat eine Rentenversicherung, bei der die Rente für einen Großteil der Einzahler nicht reichen wird? (Das geht auch die Landwirte etwas an!)

Meldung: Man muss 35 Jahre lang 2500 Euro brutto verdienen, damit man eine Rente über dem Sozialhilfeniveau bekommen wird, (oder über 40 Jahre lang ohne Unterbrechung mindestens 2000 Euro).

Was bedeutet das wirklich?

2000 Euro brutto wird meist als recht akzeptabler Verdienst angesehen.

----- Kindergärtner, Altenpfleger, Landmaschinenmechaniker, Schreiner oder sonstige Handwerksgesellen verdienen oft nicht mal das. Viele Arzthelferinnen gehen mit weniger als 1500 Euro brutto nach Hause. MTAs (Abitur + 3 Jahre Fachschule; bald als Bachelor-Studium zu haben) kommen in der freien Wirtschaft auf Brutto-Verdienste von 1500 bis 2200 Euro (leitende MTA). Die Masse der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer (in den Statistiken wird aber meist nur der Anteil der Geringverdiener bei ALLEN Einkommen ausgewiesen und so scheint der Anteil der „Geringverdiener“ recht niedrig) verdient so wenig, dass sie bei dem prognostizierten Rentenniveau nicht mal auf Sozialhilfeniveaukommen wird.

-------- 40 Jahre Erwerbszeit ist schon recht realistisch, da auch bei einfachen Berufen die Schul- und Ausbildungszeit immer länger wird. Mutterschutz und Erziehungszeiten werden zwar angerechnet, aber nur mit wenigen Rentenpunkten.

--------Es ist wirtschaftlicher Unsinn für Geringverdiener eine Riester-Rente anzusparen, denn die erhöht nicht die Rente, sondern vermindert nur den staatlichen Rentenzuschuß in Form von Sozialhilfe. Der Geringverdiener wird beim Riester-Sparen gleich 2 x beschissen. Zuerst hat er in der Ansparphase weniger auf der Hand und später keinen Cent mehr als Rentner. Ein Schuß ins Knie.

-------Es ist eigentlich egal, ob mit staatlichen Mittel ein Sozialhilfezuschuß mit extra Antrag und extra Verwaltung zur gesetzlichen Rente gezahlt wird, oder ob gleich eine Mindestrente ausbezahlt wird (und der staatliche Zuschuß als einmalzahlung an die Rentenversicherung geht). Ausbezahlt wird das Geld immer , egal auf welchem Weg, denn das Existenzminimum wird irgendwie gewährleistet.
----------Es ist ein Unding, wenn 20 oder 40% der sozialversicherten Arbeitnehmer weniger Rente als Sozialhilfe bekommen werden, obwohl sie nach Kräften gearbeitet haben.

An dieser Stelle muss gefragt werden, was eigentlich das Ziel einer staatlichen (Zwangs-) Rentenversicherung ist, (oder ursprünglich sein sollte)??????
------Genau! Man wollte und will damit Altersarmut verhindern. Man wollte verhindern, dass die Alten von der staatlichen Wohlfahrt oder den Zuwendungen der Kinder auf Gnad und Barmherzigkeit abhängig sind. Jeder sollte ein sorgenfreies Alter haben können. Und dieses Ziel wird von der der derzeitigen Sozialversicherung für einen großen Anteil der Alten verfehlt. (das Ziel der Sozialpolitik scheint derzeit ausschließlich die Beitragsstabilität zu sein. Der Rentner ist für die Politik eigentlich nur das störende Beiwerk)

----------Wie sollte also eine staatliche Zwangsrente aussehen?---------------------
jeder, der eine durch gesellschaftlichen Konsens zu bestimmende Anzahl von Beiträgen geleistet hat, muss etwas mehr bekommen als das Existenzminimum. Der Anteil derer, die aufgrund zu niedriger Beiträge keine ausreichende Rente bekommen und nur das Existenzminimum kriegen, muss unter 5% (zu diskutieren; das ist ungefähr der Anteil der Drop-Outs) liegen.
Das heißt, für die ehemals Erwerbstätigen und Beitragszahler muss es eine Mindestrente geben (die ggf. aus Sozialhilfemitteln finanziert wird)
Leistung muss sich lohnen! Ansonsten gibt es eine Gerechtigkeitslücke. Aber Leistung und Einkommen sind nicht unbedingt miteinander verknüpft. Oder will jemand behaupten, dass eine Altenpflegerin weniger leistet als eine Bankkauffrau?
Wer viel Einkommen hat, kann auch viel an sozialer Unterstützung bzw. Ausgleich leisten. (egal ob man die Steuer oder Sozialabgabe nennt)
Wer viel verdient, kann auch Rücklagen fürs Alter bilden. Deshalb kann die staatliche Rente nach oben hin begrenzt sein.
Im Sinne des sozialen Ausgleichs darf es keine Gruppe geben, die von der Beitragsleistung ausgeschlossen ist; es müssen also auch BEAMTE und Selbstständige und Freiberufler ins Versicherungssystem eingebunden sein (was nicht ausschließt, dass diese vom Arbeitgeber (Beamte) weitere Leistungen bekommen können, oder über die staatliche Grundversorgung hinaus freiwillig vorzusorgen. Für Freiberufler bedeutet das nicht die Abschaffung der berufsständischen Versorgungswerke, sondern die dienen dazu eine Zusatzversorgung / den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu gewährleisten.

Erinnern wir uns an die Anfänge des Sozialversicherungssystems. Schon damals wurde erkannt, dass alle gesellschaftlichen Gruppen eingebunden sein müssen, denn sonst funktioniert das System nicht auf Dauer.

Wenn jetzt die sogenannte Zusschußrente für eine ganz kleine Gruppe von Arbeitnehmern gefordert wird und diese mit der Abschaffung der Praxisgebühr verbunden wird, so ist das m.M. nur KASPERLESTHEATER.

Gruß
MwM
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon KarlGustav » Mo Sep 03, 2012 9:35

meyer wie mueller hat geschrieben:Hallo .....
.... so ist das m.M. nur KASPERLESTHEATER.

Gruß
MwM


Was soll's. So ist das nun einmal in einem Kaperletheater.
Karl
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon Harald » Mo Sep 03, 2012 15:58

meyer wie mueller hat geschrieben:Erinnern wir uns an die Anfänge des Sozialversicherungssystems. Schon damals wurde erkannt, dass alle gesellschaftlichen Gruppen eingebunden sein müssen, denn sonst funktioniert das System nicht auf Dauer.


Erinnern wir uns an die Anfänge ...
Damals war Renteneintrittsalter oberhalb der durchschnittlichen Lebenserwartung.
Die meisten zahlten bereits in jungen Jahren in das System ein.
Wäre das heute noch so, gäbe es keine großen Diskussionen über das Rentensystem; es würde weiterhin funktionieren.

Aber so regt sich das Volk über "Rente mit 67" auf! :twisted:

Außerdem gab's damals wohl auch weniger Sozialschmarotzer! :twisted: :twisted:

ich schließe mich an: KASPERLESTHEATER! Dafür halte ich alle derzeitigen politischen Diskussionen, bei denen es um die "Rettung" des Rentensystems geht.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon Manfred » Mo Sep 03, 2012 16:09

http://www.youtube.com/watch?v=Ui0NOk_lSbU

Kurzfassung: Vergiss alle Finanztitel. Sorge für ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Ernergie und investiere in eigene Kinder (nicht für den Staat, für dich). Eine Inflationswelle in welcher Form auch immer ist in den nächsten 2 bis 3 Jahrzehnten unvermeidbar. Und sämtliche Rententitel sind danach wertlos.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon µelektron » Mo Sep 03, 2012 18:20

An dieser Stelle muss gefragt werden, was eigentlich das Ziel einer staatlichen (Zwangs-) Rentenversicherung ist, (oder ursprünglich sein sollte)??????
------Genau! Man wollte und will damit Altersarmut verhindern. Man wollte verhindern, dass die Alten von der staatlichen Wohlfahrt oder den Zuwendungen der Kinder auf Gnad und Barmherzigkeit abhängig sind. Jeder sollte ein sorgenfreies Alter haben können. Und dieses Ziel wird von der der derzeitigen Sozialversicherung für einen großen Anteil der Alten verfehlt. (das Ziel der Sozialpolitik scheint derzeit ausschließlich die Beitragsstabilität zu sein. Der Rentner ist für die Politik eigentlich nur das störende Beiwerk)



LOOOOOOOOOOOLLL ... der war gut.
Ein Schenkelklopfer erster Güte ...
Zitat:
1889 - Bismarck führt die Rentenversicherung ein
Im Mai 1889 verabschiedet der Reichstag des Deutschen Reiches unter Führung Otto von Bismarcks das Gesetz zur Alters- und Invaliditätsversicherung. Alle Arbeiter zwischen 16 und 70 Jahren müssen nun in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Der Beitragssatz beträgt 1,7 Prozent und wird jeweils zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Das Gesetz sieht eine Rente ab 70 Jahren vor, wenn zuvor 30 Jahre lang Beiträge eingezahlt wurden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zu Bismarcks Zeiten bei 40 Jahren.


40!!! ... wer hatt den da noch Rente bekommen??? Richtig, bestenfalls die Aristrokraten, die einen etwas "gesünderen" Lebenswandel hatten als das gemeine Proletariat.

Zwischen 16 und 70 Jahren !!! 54 Jahre einzahlen um wieviele Jahre ne kleine Rente zu bekommen??? 2? 5?
Und die Leuts waren damals mit 16 meist schon im Beruf, nicht wie heut ab 30.

Die Rente war noch nie ne Wohlfahrtsveranstaltung, sondern ein knallhart durchgerechnetes System, bei dem viele Verlieren und wenige Gewinnen ... wie beim Lotto z.B. auch ... ja es gibt Lottomillionäre, aber Millionen, die dafür löhnen.

Ist das Prinzip wie die Metapher von dem Esel, der die Karotte immer 5 cm vor der Nase hat und nie dran kommt ... Bismark hat die Leut für dumm verkauft ... "seht her, ich sorge mich um Euch, wenn (!) Ihr alt werdet bekommt Ihr Rente ... TOLL"
... ich mag keine Gäste die erst die Tür eintreten und dann nicht merken wenn die Party vorbei ist.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon Franzis1 » Mo Sep 03, 2012 18:33

Unsere Kinder zahlen unser Rente deshalb würde ich die volle Rente nur an Paare zahlen die min, 3 kinder in die Welt gesetzt haben die auch arbeiten und Beiträge zahlen.Alle anderen konnten ja sparen weil sie weniger oder keine Kinder haben.
Leute ohne Kinder bekommen nur eine min-Rente.

LG Franz
Viele Schweine-viele Scheine,zu viele Schweine zu wenig Scheine. Der Mensch steht nicht mehr im Mittelpunkt sondern Fledermaus, Saatkrähe der Wolf und der Biber. In D. haben Ökos mehr zu sagen als Angie und die Regierung.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon Manfred » Mo Sep 03, 2012 19:19

Franzis1 hat geschrieben:Unsere Kinder zahlen unser Rente deshalb würde ich die volle Rente nur an Paare zahlen die min, 3 kinder in die Welt gesetzt haben die auch arbeiten und Beiträge zahlen.Alle anderen konnten ja sparen weil sie weniger oder keine Kinder haben.
Leute ohne Kinder bekommen nur eine min-Rente.
LG Franz


Wenn du unbedingt die Solidargemeinschaft aufkündigen willst, bedeutet das natürlich auch, dass sämtliche Ausgaben für die Kinder zukünftig von den Eltern zu tragen sind.
Krankenversicherung der daheimbleibende Mutter und der Kinder, Elterngeld, Kindergeld, Krippe, Kindergarten, Schule inkl. Schulverkehr, Studium usw. usw.

Ich bin z.B. unfreiwillig kinderlos und zahle zwangsweise die Krankenversicherung für ca. 3 weitere Personen mit. Ist im Prinzip OK für mich. Solidargemeinschaft halt.
Aber vermutlich sind die 3 deine Kinder. Kannst du also gerne selber übernehmen. Ich verwende das Geld dann für die Altersvorge, zusammen mit der zu erwartenden deutlichen Steuersenkung für mich.

Wer im im stark subventionierten Glashaus sitzt, sollte evtl. nicht durch die Scheiben mit Steinen nach denjenigen werfen, die draußen für Bau und Unterhalt des Glashauses aufkommen.

Grad der eine oder andere Bauer sollte sich noch erinnern, wie das damals auf den Höfen war mit all den kinderlosen Tanten und Onkels, mit mitgearbeitet haben und dafür im alter mit versorgt wurden. Dass es heute im Endeffekt genau so läuft, nur etwas unübersichtlicher mit dem ganzen Staatswahn dazwischen, verliert man leicht aus den Augen.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon Manfred » Mo Sep 03, 2012 19:22

Ganz vergessen, ist doch heute so modern:
Die ökologischen Folgekosten der ganzen Kinderkriegerei. Rechne das mal hoch, auf die Ewigkeit. Millardenschäden sind das. Den Betrag solltest du mir schleunigst rüberwachsen lassen, für mein ökologisch korrektes Nichtvermehrungsverhalten... :lol:

n8
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon schweinefreund » Mo Sep 03, 2012 19:37

Manfred hat geschrieben:Ganz vergessen, ist doch heute so modern:
Die ökologischen Folgekosten der ganzen Kinderkriegerei. Rechne das mal hoch, auf die Ewigkeit. Millardenschäden sind das. Den Betrag solltest du mir schleunigst rüberwachsen lassen, für mein ökologisch korrektes Nichtvermehrungsverhalten... :lol:

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GENAU EIER AB! :shock:
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon Harald » Mo Sep 03, 2012 22:15

µelektron hat geschrieben:
Zitat:
1889 - Bismarck führt die Rentenversicherung ein
Im Mai 1889 verabschiedet der Reichstag des Deutschen Reiches unter Führung Otto von Bismarcks das Gesetz zur Alters- und Invaliditätsversicherung. Alle Arbeiter zwischen 16 und 70 Jahren müssen nun in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Der Beitragssatz beträgt 1,7 Prozent und wird jeweils zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Das Gesetz sieht eine Rente ab 70 Jahren vor, wenn zuvor 30 Jahre lang Beiträge eingezahlt wurden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zu Bismarcks Zeiten bei 40 Jahren.


40!!! ... wer hatt den da noch Rente bekommen??? Richtig, bestenfalls die Aristrokraten, die einen etwas "gesünderen" Lebenswandel hatten als das gemeine Proletariat.

Zwischen 16 und 70 Jahren !!! 54 Jahre einzahlen um wieviele Jahre ne kleine Rente zu bekommen??? 2? 5?
Und die Leuts waren damals mit 16 meist schon im Beruf, nicht wie heut ab 30.

Nur der Vollständigkeit halber - Quellenangabe bei Zitaten ist immer nett (KTvG lässt grüßen :wink: ):
Obiges Zitat stammt von http://altersvorsorge-rente.t-online.de ... si_0/index

Alternativ:
Anfänge der Rentenversicherung in D (Wikipedia)
Lebenserwartung in D seit 1871

:!: Einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema "Rente früher und heute" gibt's hier: Der 3-Generationen-Vertrag gerät in Schieflage von Prof. Dr. Ursula Lehr :!:
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon Jochens Bruder » Di Sep 04, 2012 5:40

Die sauberste Lösung wäre wenn die Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft und die Renten nach oben (z.B. 3.000 €) gedeckelt würden. Dann könnten die Beitragssätze gesenkt und eine vernünftige Mindestrente finanziert werden. Ist natürlich schlecht für Leute mit Millioneneinkommen, funktioniert aber zumindest in der Schweiz. Ein weiterer Vorteil dieses Systems liegt darin dass auch kleine Selbständige, die zumeist in den Anfangsjahren keine Gewinne machen und daher keine Beitragszahlungen leisten können, trotzdem eine auskömmliche Rente erhalten.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon deerefahrer4 » Di Sep 04, 2012 6:57

Jetzt mit dem ganzen verfügbaren Geld noch teure private Versicherungen abschließen damit die Finanz- und Versicherungslobby
wieder Pulver zum verschießen hat !
Für wie blöd werden wir eigentlich gehalten ? n8

Grüße
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Re: Sinn der Rentenversicherung???? Statistik!!!!

Beitragvon meyer wie mueller » Di Sep 04, 2012 7:48

Hallo

Wenn jemand von einer niedrigen mittleren Lebenserwartung (40 J) spricht und meint daraus schlußfolgern zu können, dass die Leute kaum älter als 40 J. geworden sind, dann ist er einem weit verbreiteten Irrtum aufgesessen.
Wir hatten damals, eben wie heute keine Verteilung des Sterbedatums um den berechneten Mittelwert in Form einer Gauss´schen Verteilung, sondern einen Häufung der Todesfälle um die ersten Lebenswochen. Wer die Kindheit überlebte hatte durchaus eine große Chance über 70 Jahre alt zu werden. Einen weiteren Peak gab es dann auch bei den Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, aufgrund des Todes im Kindbett.
Beispiel aus einer ganz konkreten Bauernfamilie im 19. Jahrhundert: Von 18 Kindern des J. H. aus M. starben 5 in den ersten 6 Tagen nach der Geburt, 2 weitere im ersten Lebensjahr. 2 der 3 Ehefrauen starben in Kindbett im Alter von unter 30 Jahren. Ein Kind starb dann nach einem Kuhtritt im Jugendalter und ein Sohn fiel in 70/71er Krieg. Ein Sohn wurde Priester, 2 seiner Schwestern waren seine Haushälterinnen und alle 3 wurden über 90 Jahre alt. 2 Brüder wanderten nach Amerika aus. Einer starb schon 5 Jahre danach auf der Ranch seines Bruders, der 89 Jahre alt wurde.Der Bauer selbst und der Hoferbe wurden selbst über 80 Jahre alt. In der ganz konkreten Familie lag die durchschnittliche Lebenserwartung um die 40 Jahre, aber ein Großteil der potentiellen Einzahler in die Rentenversicherung hätte 20 oder 25 Jahre lang Rente bezogen. Dies nur nebenbei zur Erklärung für diejenigen, die glauben aus einer niedrigen durchschnittlichen Lebenserwartung eine kurze Rentenbezugsdauer schlußfolgern zu können.
Noch eine auf den ersten Blick verblüffende statistische Aussage: „Ein heute 40-jähriger hat eine geringere Lebenserwartung wie ein heute 80-jähriger“. Das liegt nicht daran, dass die aktuell arbeitende Generation ungesünder oder schlechter lebt als die Rentnergeneration. Das liegt nur daran, dass die 80-jährigen nicht mehr mit 50 einen Herzinfarkt haben können, also nur noch die Todesfälle mit über 80 in die Statistik einfließen, während bei den 40-jährigen auch die Todesfälle zwischen 40 und 80 J. mitberechnet werden.

Also VORSICHT bei der Interpretation von STATISTISCHEN AUSSAGEN

Gruß
MwM
Zuletzt geändert von meyer wie mueller am Di Sep 04, 2012 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon µelektron » Di Sep 04, 2012 8:53

Hobbit-Hunter hat geschrieben:Ja, und wenn du oder deine Blagen mal arbeitslos werden, dann streichen wir deine Rente.
Achja, und die Kosten die deine Blagen verursachen (Schule, Kita, etc.) ziehen wir dir auch wieder ab!

Es ist schlicht zu kotzen mit welcher Dreistigkeit die Leute, die ihre Wurzel nicht unter Kontrolle haben, die Kinderlosen aussaugen wollen! :evil: :evil: :evil:


aha ... davon abgesehen, für die Gesellschaft (Volkswirtschaft) die Kinder Netto nen Überschuss erwirtschaften ... es sind die jetzigen Kinder, die Dir dann später das Essen auf Rädern bringen, Dir den Hintern abwischen und Dich mit dem Rolli gassi führen wenn Du alt bist.

Selten so ein asoziales Gewäsch gelesen.

Ist schon recht, kauf Dir ne Südseeinsel von Deiner Kohle und sieh zu wie Du glücklich wirst ... aber bis zum bitteren Ende und nicht mit 60 unter den Sozialstaatsschirm in D-land kriechen wenns soweit ist.

Ja, dahin geht unsere Gesellschaft ... Kinderspielplätze werden wegen Lärmbelästigung wegprozesst, Investition in die Bildung der heranwachsenden wird zusammengestrichen und die alten fliegen 5mal im Jahr in Urlaub und schlürfen Schampus auf dem Oberdeck.

... gute Nacht.
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Re: Sinn der Rentenversicherung????

Beitragvon µelektron » Di Sep 04, 2012 16:58

Hobbit-Hunter hat geschrieben:
µelektron hat geschrieben:...unter den Sozialstaatsschirm in D-land kriechen wenns soweit ist.

In welcher Welt lebst du eigentlich? :roll: :roll:

Guck dir mal an was man als Kranker noch bekommt.
Nämlich nen Arschtritt!
Ohne Rechtsanwalt geht als Kranker heute gar nichts mehr!


lebst Du in Afghanistan oder was? Du jammerst auf extrem hohem Niveau ... es ist keineswegs gottgegeben, dass praktisch flächendeckend Hausärzte und Allgemeinmediziner vorhanden sind, oder dass ein Rettungswagen innerhalb kurzer Zeit am Unfallort ist.
Ja, es ist nicht alles gratis, aber für normal wirtschaftende durchaus gut erschwinglich.

Frag mal nen Amerikaner wie das aussieht dort mit krank werden ... da ist mal richtig Darwinismus, soviel zur Leitkultur.

was die Statistik zu den 40 Durchschnittsjahren angeht hier mal ne interessante Grafik aus offizieller Datenquelle.
Männer, die 1871 die 15 (das Eintrittsalter) als 100% erreichten und deren Lebenserwartung und selbiges aus 2007 ...
damals die 50% Marke knapp unter 60, heute knapp unter 80
Dateianhänge
alter_erlebt_zeitwandel.jpg
OK, hier mal korrekterweise ... Quelle Statistisches Bundesamt, Sterbetafeln,
das erlebte Alter derer, die die 15 Jahre schon erlebten ...
(111.22 KiB) Noch nie heruntergeladen
Zuletzt geändert von µelektron am Di Sep 04, 2012 18:03, insgesamt 2-mal geändert.
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