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Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Cairon » Mi Jan 08, 2014 10:48

Heute morgen enthüllte die Nordsee Zeitung aus Bremerhaven in ihrem Lokalteil den neusten Tierhaltungsskandal. Durch die Emission aus der Tierhaltung und den überdüngten Feldern verfaulen die Reetdächer. Müssen wir Tierhalter bald mit Schadensersatzforderungen von Reetdach-Besitzern rechnen?

Reetdach NZ 08.01.2014.pdf
(197.89 KiB) 313-mal heruntergeladen


Hauptsache man hat einen Schuldigen. Vor einigen Jahren hatte ich die Möglichkeit im Blockland die Reeternte mitzuerleben. Auf Grund der Naturschutzvorschriften, dass in Deutschland Reetflächen nur noch alle 2 Jahre gemäht werden dürfen gibt es in Deutschland so gut wie keine Reetgewinnung mehr. Der Mann der seiner Zeit im Blockland geerntet hat erzählte mir, dass Reet inzwischen hauptsächlich aus Ungarn importiert wird. Er meinte qualitativ wäre das ungarische Reet schlechter, da es deutlich feiner wäre und daher mehr Oberfläche bieten würde. Möglicherweise haben sich ja auch Pilze und Schädlinge angepasst oder die Temperaturen spielen eine Rolle oder es kommen einfach viele Faktoren zusammen. Aber erst mal hauen wir auf die Bauern, mal will ja im Trend liegen.
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Todde » Mi Jan 08, 2014 13:26

Die Bauern sind doch an allem Schuld, also wo liegt Dein Problem?
Das fängt doch schon bei den dreckigen Schuhen an, wenn die Bagage bei Regenwetter durch die Feldmark latscht mit dem besten Schuhwerk.

"Segler" und "Mensch" spiegeln doch eine gewisse Meinung wider, man braucht in Deutschland keine Hobbybauern, das Essen kommt aus dem Supermarkt.
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Ferengi » Mi Jan 08, 2014 13:35

Es wird wirklich Zeit das die Leute mal wieder hungern! :roll: :roll:
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon speeder » Mi Jan 08, 2014 21:06

immerhin sind Reetdächer schuld, dass wir im Sommer von Mücken gestochen werden... :lol:
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Hoschscheck » Mi Jan 08, 2014 21:08

Früher haben die Tiere direkt im Gebäude gestanden.
Da musste man zwei mal im Jahr das Dach neu eindecken.
:wink:


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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Holmer 91 » Mi Jan 08, 2014 21:58

Hallo,

Hoschscheck hat geschrieben:Früher haben die Tiere direkt im Gebäude gestanden.
Da musste man zwei mal im Jahr das Dach neu eindecken.
:wink:


Hoschscheck


jetzt mal als komplett inkompetenter was Reetdächer angeht: War das jetzt ein witz, oder war das wirklich so?

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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Qtreiber » Do Jan 09, 2014 9:16

Holmer 91 hat geschrieben:jetzt mal als komplett inkompetenter was Reetdächer angeht: War das jetzt ein witz, oder war das wirklich so?

Wäre das ein Witz, WIE hätten die Reetdächer denn dann zu ihrem guten Ruf bezgl. der Haltbarkeit kommen können ? Schliesslich sind sie ursprünglich NICHT die Eindeckung von Millionärsvillen auf Sylt gewesen, sondern von Bauernhäusern.

Was mich mal interessieren würde: Wie hoch war eigentlich die durchschnittliche Ammoniakbelastung in einem durchschnittlichen Bauerndorf, als da noch in JEDEM Haus Vieh stand ?

Und wieder einmal bekräftigt sich meine Einstellung gegenüber den Medien: Sie kotzen mich einfach nur an. :twisted:
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Cairon » Do Jan 09, 2014 12:33

Ich habe gerade mal eine Weile mit dem Leiter der bauhistorischen Abteilung des Museumsdorfes Cloppenburg telefoniert. Ich habe ihn mal zu Thema Reetdächer früher und heute befragt. Fakt ist wohl, dass die Reetdächer früher besser hielten als heute. Da im Museumsdorf eine Menge Gebäude mit Reet gedeckt sind, können dort ja einige Erfahrungen gesammelt werden und gerade im Landkreis Cloppenburg gibt es ja nun reichlich Tierhaltung. Er meinte im Museumsdorf hätten sie auch Probleme mit den Dächern. Die angesprochenen Pilze wären wohl bis vor ca. 15 Jahren nicht aufgetreten. Außerdem war die Qualität des Reets wohl frühere deutlich besser. Durch das stärkere Nährstoffangebot an den Gewässern würde Reet heute deutlich schneller wachsen als früher und wäre daher nicht mehr so widerstandsfähig. Außerdem stehen neben vielen Reetdachhäusern große Bäume, die ja optisch auch gut dazu passen. Allerdings sorgen diese Bäume vielerorts dafür, dass die Dächer selbst im Sommer nicht mehr wirklich durch trocknen.
Früher, als die Tier noch unter den Dächern standen, war die Ammoniakbelastung seiner Meinung nach vergleichbar. Da es die angesprochenen Pilze aber nicht gab und die Tiere nur im Winter in der Diele standen hielten die Dächer verhältnismäßig gut. So wie ich die Sache beurteile kommen da einfach verschiedene Faktoren zusammen. Hätte es die Pilze schon vor 300 Jahren gegeben wären die Tierställe auch schneller undicht geworden. Das bessere Reet hätte wohl einiges länger gehalten. Einen großen Einfluss hat dabei auch der Umweltschutz. Durch den Verlust der größten Teile der deutschen Reetflächen können eben keine Top-Qualitäten mehr geerntet werden. Hier gibt es einige Ecken, wo kaum gedüngt wird, aber nicht geerntet werden darf. Wie gesagt es kommen viele Faktoren zusammen, aber die Schuld allein bei den Bauern abzuladen ist sachlich falsch.

http://www.museumsdorf.de
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Ferengi » Do Jan 09, 2014 12:55

Durch das stärkere Nährstoffangebot an den Gewässern würde Reet heute deutlich schneller wachsen als früher und wäre daher nicht mehr so widerstandsfähig.


Das glaube ich nicht.
Vor 40-50 Jahren war es nicht ungewöhnlich überschüssige Gülle einfach in den nächsten Bach zu kippen.
Heute würde man dafür vermutlich in den Knast gehen, oder zumindest Haus und Hof verlieren.
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Ferengi » Do Jan 09, 2014 13:06

Ahso.
Da kann doch aber der deutsche Bauer nichts dafür.
Wobei DAS dann natürlich verschwiegen wird. :roll: :roll:
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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Hoschscheck » Fr Jan 10, 2014 1:27

Bauer Harms hat geschrieben:
Ferengi hat geschrieben:
Durch das stärkere Nährstoffangebot an den Gewässern würde Reet heute deutlich schneller wachsen als früher und wäre daher nicht mehr so widerstandsfähig.


Das glaube ich nicht.
Vor 40-50 Jahren war es nicht ungewöhnlich überschüssige Gülle einfach in den nächsten Bach zu kippen.
Heute würde man dafür vermutlich in den Knast gehen, oder zumindest Haus und Hof verlieren.



...die polnischen Gewässer sind zum Teil durch ungeklärte häusliche Abwässer stark belastet. Das spiegelt sich auch in der Wasserqualität der Ostsee wider....

Bei einem Bekanntem im Ort wurde der Ortsgraben dichtgemacht, zu viele Nährstoffe. Durfte sich nicht mehr in das nächste Gewässer entwässern.
Wird jetzt alles mit Güllefässern in die nächste Kläranlage gefahren. Erst war auch die LW mit Gülle in Verdacht. Och so hohe Nitratwerte, können ja nur die Bauern sein.
Und was ist?
Hauskläranlagen entwässern sich in den Graben. :shock:
Aber erst mal halten wir Bauern in gewohnt devoter Haltung die linke und rechte Wange hin.
Vor 40-50 Jahren war es nicht ungewöhnlich ...

Das war ungewöhnlich und es ist nicht zu verstehen, wie einem eine solche Verallgemeinerung einfallen kann. :gewitter:
Alle Priester ... Ministranten, alle Neger schnackseln gerne deu...., alle Türken ...., alle Juden .... .
Da geht einem die Hutschnur hoch. :roll:

Jeder Trottel lädt im Moment seinen Mist in der konventionellen, landwirtschaftlichen Produktion ab.
Und dann gibt es welche die rufen:"Jau, so ist das."


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Re: Skandal: Tierhalter schuld am "Reetdach-Sterben"!!!

Beitragvon Hoschscheck » Sa Jan 11, 2014 1:22

Noch mal zum Thema:
Schon gut fünf Jahre alt.
http://www.welt.de/welt_print/article30 ... echer.html
...
Ulrich Schäfer bezweifelt die Greifswalder Erkenntnisse und beruft sich dabei auf Forschungen der Universität Göttingen. Schäfer zufolge sind keine Pilze für die Reetschäden verantwortlich, sondern vor allem das aus China importiere Reet selbst. Dieses sei mit einem Zellulose zersetzenden Enzym namens Zellulase "brutal kontaminiert". Zellulase wird in der Natur hauptsächlich von Bakterien in den Mägen von Wiederkäuern gebildet, wodurch diese - anders als der Mensch - Gräser verdauen können.

Aber auch die Industrie setzt Zellulasen in großen Mengen ein. In der Textilbranche zum Beispiel bauen sie Zellulose ab und entfernen Fusseln und Knötchen, die sich beim Gebrauch von Textilien auf der Gewebeoberfläche bilden. Dadurch leuchten Textilien länger und bleiben vom "Grauschleier" verschont.

Schäfer zufolge gelangen in China über das Abwasser von Textilfabriken große Mengen an Zellulasen in Gewässer, in denen jene Schilfbestände wachsen, aus denen Reet gewonnen wird. Das Schilfrohr wird geschnitten und nach Europa exportiert. Die Enzyme aber seien sehr stabil und deshalb auch noch in den Reetbündeln enthalten, die in Deutschland als Wetterschutz auf Dächer gepackt werden. "Der ganze Darß ist mit Reet aus China gedeckt", sagt Schäfer, und seit zwei Jahren werde China-Reet auch auf Sylt verarbeitet. In Deutschland werde aus Naturschutzgründen praktisch kein Reet mehr gewonnen.

Für den Physiker und Gutachter steht fest: Die Schäden an Reetdächern werden im Wesentlichen nicht von Pilzen, sondern von enzymatisch belastetem Import-Reet aus China erzeugt. In den Niederlanden werde dies auch von Reetdachdeckern nicht verschwiegen. "In Deutschland können sie die Wahrheit aber nicht sagen, weil sie sonst Schadenersatz leisten müssten."


Aber wahrscheinlicher ist, dass Spatzen sich die Füße auf güllegedüngten Weiden mit diesen Bakterien kontaminieren und wenn sie dann mal auf 'nem Dach Pause machen setzt unmittelbar die Weltenzerstörung ein.
:roll:


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