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Sojaanbau in Mitteldeutschland

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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43 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon NobbyNobbs » So Jul 26, 2015 18:54

Sojaanbau in Mittelhessen bei 9 °C im Jahresmittel.
Bisher bin ich sehr angetan. Ich werde den Anbau voraussichtlich im kommenden Jahr deutlich ausbauen.
Es ist bisher weiß Gott kein gutes Sojajahr gewesen. Umso erstaunter bin ich darüber, wie sie sich bei mir bisher präsentiert.
Ich kann da gegenüber Erbsen und Bohnen keine Nachteile feststellen, ganz im Gegenteil, einmal Vorauflaufherbizid, ENDE. Keine Pilze, keine Viecher, sehr schöne Sache.
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Soja Seitenansicht Juli 2015.JPG
Soja Seitenansicht Juli 2015.JPG (261.51 KiB) 1965-mal betrachtet
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Soja Juli 2015 (2).JPG
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Jul 27, 2015 7:42

Das sieht wirklich sehr vielversprechend aus. Und das in einem Jahr wie heuer. Bin mal auf die Erträge gespannt...
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon Ulikum » Mo Jul 27, 2015 8:19

:mrgreen:

Wie ungerecht doch die Welt ist, auf meinem Standort leider keine Chance,

Anbaueignung für Soja nach jki für meinen Standort
mittlere Bodenwertzahl 25 - 43
CHU Wärmesummen (01.05- 16.09) 2173- 2363
Niederschlagssummen (01.06.- 31.08.) 147-211
da fehlt es an Niederschlag, und bes die Wärmesumme ist zu gering.

Ich werde aber noch vor der Ernte bei dir aufschlagen und mir mal den Bestand ansehen
man kann immer etwas lernen. :D
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon countryman » Mo Jul 27, 2015 12:14

NobbyNobbs hat geschrieben:...keine Viecher...

schätze hier kann ich es wegen der Tauben knicken.
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Jul 27, 2015 12:26

countryman hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:...keine Viecher...

schätze hier kann ich es wegen der Tauben knicken.


Glaubst Du, die kriegen die Bohnen runter?
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon countryman » Mo Jul 27, 2015 12:39

nach allem was man hört sind Tauben wohl scharf auf die jungen Triebe beim Auflaufen, und die Jugendentwicklung / Triebkraft ist sowieso DIE kritische Phase bei Soja.
Habe hier eine Gemarkung in der schon Rapsanbau unmöglich ist...
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jul 27, 2015 13:04

So viele Tauben wie dieses Jahr (hohe Dichte an Leguminosen) hatte ich hier niemals. Das war ne richtige Plage. In den Bohnen haben sie große Schäden verursacht.
Das Soja habe ich deshalb ganz gezielt relativ tief gesät und gewalzt. Den Tauben hat das nicht gefallen, das Soja lief ordentlich auf. Die jungen Pflanzen haben die nicht gefressen.

Ulli: Klar, bis ca. Ende Sep. hast du Zeit. ;-)
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon marius » Mo Jul 27, 2015 13:35

Ein Berufskollege hat einige Jahre Soja angebaut. Er hats dann wieder eingestellt. Der fährt nun wieder Fruchtfolgen mit Mais - WW - WG+ZW.
Nach seinen Aussagen fährt er damit finanziell deutlich besser.
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jul 27, 2015 14:05

marius hat geschrieben:Ein Berufskollege hat einige Jahre Soja angebaut. Er hats dann wieder eingestellt. Der fährt nun wieder Fruchtfolgen mit Mais - WW - WG+ZW.
Nach seinen Aussagen fährt er damit finanziell deutlich besser.



Ich muss wegen meines Systems und der Verpflichtung an Agrarumweltmaßnahmen ohnehin einen nicht unerheblichen Teil Leguminosen anbauen. Zudem erfülle ich den Großteil meiner Greening-Anforderungen darüber.
Aus meiner Sicht macht der Anbau Sinn. Ich betrachte dabei nicht nur stur den reinen (kurzfristigen) ökonomischen Vorteil der einen oder anderen Kultur, sondern denke im System. Bedenke auch die Bodenbearbeitung. Die Minimalbodenbearbeitung und Direktsaat lebt von weiten Fruchtfolgen, arten- und abwechslungsreich. Gibt es keine Reset-Taste "Pflug", kommt diesen Dinge eine ganz andere Bedeutung zu.
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon Welfenprinz » Mo Jul 27, 2015 17:06

Alles schön und gut.
Dann ist die erste Frage"warum Soja und nicht Bohnen oder Erbsen".

ich bin dir ganz dankbar, dass du diesen Thread extra aufgemacht hast, denn als wir das vor ein paar Wochen schon mal hatten, gings denn ja auch um die Wirtschaftlichkeit.

Das Ertragsniveau liegt bisher zwischen 15 und 35 dt/ha........ roundabout.
Preise setzen wir mal
https://www.sojafoerderring.de/markt/ma ... nd-preise/

zwischen 28 und 45 € an.
Ich sehe die Komponente Preis in der Rechnung positiver als die Kompomnente ERtrag, die Nachfrage nach non-gvo-Ware wird da wohl mittelfristig stützend wirken.

und noch zur Fruchtfolge : gelten für Soja wie für andere Bohnen eher 4 Jahre Abstand einzuhalten als 6 Jahre wie bei Erbsen??

Wieviel kostet das Saatgut? Gibts da schon eine europäische Erzeugung oder woher wird das bezogen?

(also ich bin jetzt nicht scharf auf deine speziellen betrieblichen zahlen, ich wär nur dankbar für einen groben Übeerblick)
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Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jul 27, 2015 20:39

Bis auf die Saatgutkosten (ca. 230 Euro/ha) und Herbizid (40 Euro/ha), sowie etwas N wegen schlechter Knöllchenbildung, fielen bisher keine Kosten an. Abzuziehen sind natürlich noch Ansätze, sowie eine flache Bodenbearbeitung mit der Federzinkenegge und einem Walzgang.

Laut LFL kannst du aus den letzten drei Jahren mit durchschnittlichen 450 Euro/t kalkulieren.

3 t/ha sind ein Ertrag, den ich unbedingt erreichen will. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, warum das mein Standort nicht hergeben sollte. Dort, wo Soja bisher angebaut wird, haben sie, bedingt durch die hohen Temperaturen, häufig mit heftigen Niederschlagsdefiziten zu Zeiten der Blüte und Kornfüllphase zu kämpfen. Dieses Problem entfällt hier eigentlich regelmäßig. Insgeheim hoffe ich darauf, langjährig 3 t/ha generieren zu können. Ob's so sein wird, wird sich zeigen. Ich bin noch weitestgehend unerfahren.

Das Hauptproblem wird nach wie vor die späte Reife bleiben. Das müssen wir in den Griff bekommen.
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon Welfenprinz » Mo Jul 27, 2015 21:11

Im letzteren dürfte eins der hauptprobleme liegen, da Soja nun mal ne Kurztagspflanze ist.
Weisst du was von züchtungsseite ob da genetische Barrieren gedehnt oder übersprungen werden können?? die Blüteninduktion spielt ja auch für den Ertrag eine wesentliche rolle.
Wäre denn später drillen, also evtl. erst Anfang Juni ein weg??
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jul 27, 2015 21:22

Welfenprinz hat geschrieben:Wäre denn später drillen, also evtl. erst Anfang Juni ein weg??


Wann willst du noch mal dreschen? Das Zeug sollte im September rein kommen. Die kurzen Tage mit starker Taubildung und geringen Temperaturen, dazu das Risiko des einsetzenden Regens...

Du kennst dich ja ein bisschen mit der Genetik und Vererbungslehre aus. Es ist immer sehr schwer, mehrere Merkmale gleichzeitig zu verbessern. Bei Soja haben wir aber mit dem Ertrag, der frühen Reife und diversen anderen, wichtigen Parametern einige Dinge, die an das Klima hier in Mittel- oder Nordeuropa angepasst werden müssen. Irgendwo bleibt da einfach dann was auf der Strecke, wenn wir viele Genorte ansprechen müssen (siehe z.B. Fusariumresistenz). Die Reife ist nun mal grade so ein Punkt, der negativ mit dem Ertrag korreliert.
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon Welfenprinz » Mo Jul 27, 2015 21:41

Vielleicht hab ich jetzt auch erstmal nur nen vordergründigen Gedankenfehler gemacht. Ich hab aus "Kurztagspflanze" geschlossen, dass hier die zahl der Ertragsanlagen (blüten, und Körner je Schote) begrenzt ist.
Das muss ja nicht zwangsläufig so sein.
Wie ist denn der Sojaertrag in Südeuropa, in USA oder Argentinien?
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Re: Sojaanbau in Mitteldeutschland

Beitragvon Kreuzschiene » Di Jul 28, 2015 4:02

Fruchtfolgemässig stellt Soja doch keine hohen Ansprüche, oder? Soweit ich weiss, könnte man den auch hintereinander anbauen. Wär auch gut wegen der Bakterien...
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