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Sortenempfehlung Futtergetreide

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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30 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon tomtom99 » Mi Feb 10, 2016 14:20

Hallo,

Danke Pegasus_o.
zwei Dinge hatte ich ja schon Klargestellt:
Das ich in einer Lernphase bin und wir Kleinstbauern sind (ca 2,5ha Getreide).
Wenn wir zu viel haben und es sich lohnt, wird eine Kipperladung verkauft.
Vor 3 Jahren ist unsere Gerste übrigens als Brautauglich eingestuft worden und wurde dann als solche verkauft, ohne Vorvertrag.
Bei uns kommt ein Halmverkürzer noch nicht so lange zum Einsatz (seit ca 10-15 Jahren).-> Hinterwäldler, kein Typisches Getreidebau-Gebiet.
Natürlich suchen wir ein Qualitativ gutes Futtergetreide aber wollen möglichst viel Stroheretrag.
Das bedeutet das Getreide könnte einen niedrigen Körnerertag/Ähre haben, wird somit Standfester und kann somit höher wachsen.
Des weiteren (aus meiner naiven Logik) weniger Körner pro Ähre -> mehr Energie pro Korn -> leichter und somit Standfester
Es scheint aber keine relevante Zielgruppe dafür zu geben und somit kein Saatgut das die Kombi Erfüllt?
Oder zumindest keine Zielführende Angaben in den Sortenlisten zu finden sind.
Wir haben nicht vor auf Bio um zu stellen, wenn der Eindruck entstanden sein sollte.
Es geht darum die Kosten zu senken, indem der Strohertrag erhöht wird (Auf gleicher Fläche), um weniger zu kaufen zu müssen und
Einsparung im Sinne von Vermeidung von Halmverkürzer.

der Tom
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon Welfenprinz » Mi Feb 10, 2016 15:37

Nein,der Zusammenhang "weniger ertragreichere Ähre(leichter)= standfester" besteht nicht.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon Welfenprinz » Mi Feb 10, 2016 16:09

Ich vermute das Wort HalmVERKÜRZER verleitet dich zu einer Fehleinschätzung.
Natürlich wird die Pflanze kürzer,ne Handbreit,im Extremfall vielleicht 20cm. Hängt ja von mehreren Faktoren ab.
Die andere und wichtigere Folge ist aber,dass man wegen der Einkürzung mehr N-Dünger im Frühjahr geben kannt und dadurch steigt die Bestandesdichte. Und dadurch hast du ein mehr an Stroh,das das weniger durch die Einkürzung überwiegt.
Dünne Bestände bringen nie viel Stroh,egal wie lang sie sind.
Zuletzt geändert von Welfenprinz am Mi Feb 10, 2016 18:54, insgesamt 1-mal geändert.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Feb 10, 2016 16:54

Wer Stroh braucht soll auf Bestandsdichtetypen achten, Fungi und Strobi einsetzen und schonend (am besten am grünen Halm) dreschen.
Ich habe letztes Jahr von 1,5ha Kometus (Winterweizen) viel Korn gedroschen und 36 Rundballen (Variopresse geschnitten voller Druck in 1,5Meter Durchmesser) pressen lassen.
Strohertäge können aber stark schwanken. :roll:
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon Crazy Horse » Mi Feb 10, 2016 19:03

Welfenprinz hat geschrieben:Ich vermute das Wort HalmVERKÜRZER verleitet dich zu einer Fehleinschätzung.
Natürlich wird die Pflanze kürzer,ne Handbreit,im Extremfall vielleicht 20cm. Hängt ja von mehreren Faktoren ab.
Die andere und wichtigere Folge ist aber,dass man wegen der Einkürzunhg mehr N-Dünger im Frühjahr geben kannst und dadurch steigt die Bestandesdichte. Und dadurch hast du ein mehr an Stroh,das das weniger durch die Einkürzung überwiegt.
Dünne Bestände bringen nie viel Stroh,egal wie lang sie sind.



Völlig richtig!

Durch den gezielten, harmonischen Einsatz von Wachstumsreglern kann unter günstigen Wachstumsbedingungen und einer guten Nähestoffversorgung der Strohertrag sogar ansteigen wie GPS-Versuche mit Triticale gezeigt haben, weil durch diese Gibberellin-Hemmer die Pflanzen länger im Bestockungsmodus bleiben und mehr Ertragsorgane anlegen können. Es werden auch mehr Triebe mit hochgezogen.

Bei Trockenstress, überzogenen Aufwandmengen und etephonhaltigen Produkten sieht das natürlich etwas anders aus, aber grundsätzlich kann, insb. auf den besseren Standorten und einer langsamen Abreife der Strohertrag durch den Einsatz von Wachstumsreglern auch ansteigen.

@Stoapfälzer
Ja, Strobilurine und Carboxamide halten das Stroh lange gesund. Das konnte man im Auswuchsjahr 2010 sehr deutlich sehen. Da waren viele unbehandelte Felder schon grau bis schwarz, als die behandelten Flächen noch schön goldgelb waren.

Wenn man gesundes Stroh haben will und nicht gerade in einem Trockengebiet wohnt, sollte man auf eine Fungizidbehandlung nicht verzichten. Es kann nämlich immer sein, dass es während der Ernte stärker regnet und man auch mal zwei Wochen nicht ernten kann, und dann breiten sich die Pilze aus und zersetzen das Stroh. Die Schwärzepilze sind auch nicht gut für die Atemwege
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon tomtom99 » Mi Feb 10, 2016 23:02

Hallo,

Danke für die Denkanstöße.
Das heißt lernen, lernen, lernen, ..... versuch macht klug.
War immer der Ansicht, Wachstumsregler werden Eingesetz damit das Getreide nicht ins Lager geht und der Drescher mit maximum speed über den Acker heizen kann??
Hoher Strohertrag dürfte doch für die wenigsten eine Rolle spielen, da es beim Profi eh gehäckselt wird?

der Tom
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon MF4355 » Do Feb 11, 2016 0:18

Die Bestandesdichte ist entscheidend für den Strohertrag. Die erreicht man, wie vorher angesprochen, durch eine frühe Aussaat, einer angepassten Saatstärke, bestockungsbetonter Düngung und dem Einsatz von CCC, welches die appikale Dominanz des Haupttriebes bricht. Dadurch wird nicht nur der Bestand "gleichgezogen", man erhält auch einen Teil schwächerer Triebe, indem diesen mehr Nährstoffe zukommen.
Grade bei Frühsaaten und/oder hohen Bestandesdichten würde ich auf Fungizid nicht verzichten.
Zur Strohproduktion (auch) baue ich Roggen an. Im letzten Jahr 22 geschnittene 1,6m Rundballen pro Hektar geerntet.
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon Crazy Horse » Do Feb 11, 2016 9:49

tomtom99 hat geschrieben:Hallo,

Danke für die Denkanstöße.
Das heißt lernen, lernen, lernen, ..... versuch macht klug.
War immer der Ansicht, Wachstumsregler werden Eingesetz damit das Getreide nicht ins Lager geht und der Drescher mit maximum speed über den Acker heizen kann??
Hoher Strohertrag dürfte doch für die wenigsten eine Rolle spielen, da es beim Profi eh gehäckselt wird?

der Tom



Soviel Schwachsinn am frühen Morgen ist irgendwie nicht gut für mein Nervenkostüm! :roll:

Mit "maximum speed" über den Acker heizen kannst Du nur, wenn nix dasteht (z.B. bei einer kurzen Sommergerste mit ner geringen Bestandesdichte) oder wenn Du einen Hochdrusch machst und 40cm lange Stoppeln lässt. Dann kannst Du bei gleicher Mähdrescherauslastung schneller fahren, musst aber anschließend die hohen Stoppeln nochmal separat abmulchen.

Doch, ein hoher Strohertrag spielt auch dann eine Rolle, wenn das Stroh verhäckselt wird und auf dem Acker bleibt, weil das Stroh einfach zum Humusaufbau benötigt wird. 2-3 trockene Jahre mit schwachen Erträgen und wenig Stroh und der Humusgehalt im Boden geht zurück!
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon langholzbauer » Do Feb 11, 2016 10:20

Das weicht zwar jetzt teilw. vom Thema ab.
Aber Humus lässt sich wohl günstiger über geeignete Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten und org. Düngung aufbauen anstatt unnötig viel Stroh zu produzieren und durch den teuren Drescher zu häckseln.
Und in trockenen Jahren ist meist der Humusverzehr geringer.
Aber natürlich kommt ohne ausreichende Halme auch kein sicherer Kornertrag zu Stande!
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon Crazy Horse » Do Feb 11, 2016 11:16

langholzbauer hat geschrieben:Das weicht zwar jetzt teilw. vom Thema ab.
Aber Humus lässt sich wohl günstiger über geeignete Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten und org. Düngung aufbauen anstatt unnötig viel Stroh zu produzieren und durch den teuren Drescher zu häckseln.
Und in trockenen Jahren ist meist der Humusverzehr geringer.
Aber natürlich kommt ohne ausreichende Halme auch kein sicherer Kornertrag zu Stande!



Reine Ackerbaubetriebe haben nun mal keinen organischen Dünger zur Verfügung, und der Trockenmasseertrag von Zwischenfrüchten ist in sommertrockenen Regionen (Unterfranken/Tauberregion) recht bescheiden. Da brauchst Du schon einen goldenen Herbst, dass da noch was hinwächst. Insofern ist das Stroh schon der wichtigste Humusbildner.
Du hast natürlich Recht, dass in trockenen Jahren der Humusverzehr geringer ist. Verhindern lässt er sich aber dennoch nicht, und jede unnötige Bodenbearbeitung leistet dem auch noch Vorschub. Das ist auch der Grund, warum ich nach der ersten Grundbodenbearbeitung erstmal alles wachsen lasse und das bestockte Ausfallgetreide erst eine Woche vor der Saat abspritze. In einem etwas feuchteren Jahr streu ich zusätzlich noch etwas Senf aus, aber in trockenen Jahren wie 2015 lohnt sich das nicht.
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon julius » Do Feb 11, 2016 11:37

Da liegt Crazy Horse schon richtig.
Wer keine Gülle und kaum Zwischenfruchtanbau hat sollte schon zwingend alle 2 oder 3 Jahre eine Strohdüngung vornehmen.
Umso höher der Strohertrag umso höher der Effekt.
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon langholzbauer » Do Feb 11, 2016 23:12

Da bin ich ganz Eurer Meinung!
Wenn nichts aus Düngung zurück kommt, dann sollte so viel wie möglich Stroh auf dem Feld bleiben.
Aber es macht keinen wirklichen Sinn, die Anbaustrategie auf maximale Strohmenge auszurichten, wenn ich mit Körnern geld verdienen wil.
Wie ich schon schrieb:
...Aber natürlich kommt ohne ausreichende Halme auch kein sicherer Kornertrag zu Stande!
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon tomtom99 » Do Feb 11, 2016 23:33

langholzbauer hat geschrieben:Da bin ich ganz Eurer Meinung!
Wenn nichts aus Düngung zurück kommt, dann sollte so viel wie möglich Stroh auf dem Feld bleiben.
Aber es macht keinen wirklichen Sinn, die Anbaustrategie auf maximale Strohmenge auszurichten, wenn ich mit Körnern geld verdienen wil.


Hast du das bei dir schon mal durchgerechnet (Anbaukosten, Dünger, PSM, Ernte, Diesel, Geräte, eventuell LU und den Gewinn), welche Größenordnung baust du an?
Und hast du meine Anforderung gelesen?

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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon langholzbauer » Do Feb 11, 2016 23:52

Hallo Tom,

Das muß schon jeder für seinen eigenen Betrieb rechnen.
Wie viel Einstreu brauche ich?
Anbaufläche: Größe, Standort?
Anbaukosten?
Zukaufmöglichkeiten und Preise für Körner und Stroh?
Nährstoffbilanz?
Da kann ganz schnell raus kommen, daß es besser ist, nicht mehr zu ackern. :regen:

Bei uns wird Stroh besser nachgefragt als Körner und mit dem Weizenpreis der "Ackerebene" kann ich nicht mithalten.

Deshalb baue ich auch weiterhin Korn, obwohl der Aufkaufpreis von Mahlroggen meist unter allen anderen Arten liegt.
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Re: Sortenempfehlung Futtergetreide

Beitragvon White Star » So Feb 14, 2016 5:38

Beim W-Triticale gibt es einige interessante Langstrohsorten, die gleichzeitig gut bestocken. Vielleicht kommt sogar eine GPS-Sorte in Frage, wenn der Strohertrag so im Vordergrund steht. Bei GPS-Sorten müssen bei der Saatgutproduktion ja übrigens auch die Körner geerntet werden und das Stroh wird auch reif.
Jedoch wirst du m.E. auf deinem Lehmboden bei diesen Typen nicht ganz ohne Wachstumsregler auskommen, um deinen Strohertrag zum Stehen zu bringen. Es gibt da sehr gesunde Sorten (unbedingt auf Anfälligkeit für Gelbrost achten!). Schau mal auf die Landessortenversuche in deiner Region.
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