Zum Verkauf an Schreiner:
Ich habe in meiner Jugend bei meinem Onkel, selbstständiger Schreinermeister mit Lehrlich und 2 Angestellten, mitgeholfen.
Mitte 70-er bis Mitte 80-er Jahre.
Ich erinnere mich sehr gut daran, dass mein Onkel alle Bauern und den Förster fortschickte, wenn sie ihm so ein Einzelexemplar anboten:
" Dazu habe ich keine Zeit ".
Bis Mitte der 70-er fuhr er ins Sägewerk, und suchte sich das aufgesägte, getrocknente Holz raus und kauft es Stammweise, entrindet mit Splint.
Mein Vater holte es ihm dam mit Schlepper und Anhänger vom Sägewerk ab und mein Onkel lagerte es ein und verarbeitete die Dielen dann einzeln und individuell.
Als das Sägewerk zumachte, kaufte er vom Holzhandel ungesehen dur noch einzelne aufs Kernholz gesäumte Dielen direkt nach Bedarf seiner Aufträge.
Ich weiß noch, wie er mir sagte, er ärgert sich, dass er sein Holz nicht schon lange so bestellt und gekauft hat.
Die Zeit, die das vorherige Prozedere gebraucht hat, hat ihm niemend bezahlt.
Und das Ganze ist über 50 Jahre her, als der Verrechnungssatz selbst vom Schreinermeister kaum mehr als 20 Mark gekostet hat.
Gruß AEgro

