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Stickstoffblase (Hydropneumatische Federung) auffüllen??

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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21 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Stickstoffblase (Hydropneumatische Federung) auffüllen??

Beitragvon 3607 » Di Dez 17, 2019 18:56

...blöde Frage:

Warum ist da eine Blase drin? Wenn ich einen "Luftsack" nach oben habe - also die Stahlkugel, Anschluss unten und in der Kugel ist ein Luft- (Stickstoff...) polster sollte das doch auch gehen, oder?

Grüße aus Sachsen, Jürgen
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Re: Stickstoffblase (Hydropneumatische Federung) auffüllen??

Beitragvon Pumuckel » Di Dez 17, 2019 19:44

da ist eine (bzw. mehrere Schichten) membran zwischen, da du ja einen Trierdruck in der Kugel hast. Sozusagen die "Vorspannung"
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Re: Stickstoffblase (Hydropneumatische Federung) auffüllen??

Beitragvon ferguson-power » Di Dez 17, 2019 20:18

3607 hat geschrieben:...blöde Frage:

Warum ist da eine Blase drin? Wenn ich einen "Luftsack" nach oben habe - also die Stahlkugel, Anschluss unten und in der Kugel ist ein Luft- (Stickstoff...) polster sollte das doch auch gehen, oder?

Grüße aus Sachsen, Jürgen


Geht wohl , aber nur für kurze Zeit , da das Öl den Stickstoff bzw die Luft innerhalb kürzester Zeit mit rausgezogen hätte . Ich kenne das von Hubzylindern in Staplerhubgerüsten . Wenn der nach einer Abdichtung leer eingebaut wird bildet sich oben im Zylinder auch eine Luftblase . Im Betrieb federt der Zylinder anfangs , entlüftet sich aber nach kurzer Zeit von selbst . Zudem haben es die Hydraulikpumpen nicht gerne wenn ein Luft-Ölgemisch gepumpt werden muß . Das Öl Schäumt und es entstehen leicht Kavitationsschäden .
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Re: Stickstoffblase (Hydropneumatische Federung) auffüllen??

Beitragvon Birlbauer » Di Dez 17, 2019 20:54

ohne die Membran könnte der auch nur im eingebauten Zustand geladen werden. Zudem würde drucklos nicht nur die Kugel ölfrei sondern noch ein paar Meter Hydraulikschlauch und wo dann die Luft/der Stickstoff landet ist doch etwas unkontroliiert.
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Re: Stickstoffblase (Hydropneumatische Federung) auffüllen??

Beitragvon Englberger » Di Dez 17, 2019 21:00

haldjo hat geschrieben:
Englberger hat geschrieben:Hallo,
ich greif das Thema nochmal auf und wollte fragen ob jemand die Blasen schon mal mit Argon oder anderem Schutzgas gefüllt hat.Der Grund ist eine
Argonflasche hab ich immer da und der Hydraulikmensch in der Stadt nimmt mir 30 Euro für eine Füllung ab.
MfG Christian


Mit dem Argument könnte ich auch Diesel in meinen Rasenmäher tanken, hab ich auch immer da.

Aber jetzt mal Spaß beiseite, es heißt Stickstoffblasenspeicher. Dabei gehts nicht nur darum dass irgendein Gas drin ist. Bei der Auslegung von solchen Speichern ist ein zentrales Element der Isentropenexponent. (Ich spar mir jetzt die Erklärung, kann man auch googeln)
Dieser liegt bei Stickstoff ca. bei 1,4 bei Raumtemperatur und bei Argon bei 1,67.
Das Verhalten deiners Speichers kann damit relativ unvorhersagbar werden. Insbesondere auf das Maximal- und Minimaldruckverformungskriterium hat das starke Auswirkungen.

Soll heißen, du sparst 30€ fürs nachfüllen (bei dem üblicherweise auch der Speicher UVV konform geprüft wird), gibst Geld für Argon aus und machst mit hoher Wahrscheinlichkeit den Speicher damit kaputt, änderst aber auf jeden Fall seine Charakteristik.
Ergo nichts gespart und nichts gewonnen.

Hallo Haldjo
wäre gut wenn du das mal an einem Beispiel erläutern könntest. z.B. Blase mit 50 bar N2 gefüllt,öl50Grad warm reduziert Volumen auf die Hälfte; Ausgangstemperatur war 25 Grad C welcher Druck liegt an? Nach Gay Lussac müsste das 200bar sein.(Verdopplung von Volumen und Temperatur.
Frage : Wie hoch wäre der Druck dann mit Argon gefüllter Blase?
Ich geb zu ,beim überfliegen des Wikiartikels zum Isentropenexponenten, hab ich nicht ganz kapiert wozu der dient.Ist das sowas wie der spezifische Wärmespeicherkoeffizient?
Über Aufklärung würd ich mich freuen.
MfG Christian
Englberger
 
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Re: Stickstoffblase (Hydropneumatische Federung) auffüllen??

Beitragvon haldjo » Di Dez 17, 2019 21:53

Das zu erklären würde leider meinen Zeitrahmen und auch den des Forums sprengen. Darüber gibts ganze Bücher nur zur Auslegung hydropneumatischer Federungssysteme und den Zusammenhang zwischen den Einflussfaktoren. Insbesondere dem Isentropenexponenten des Gases.
Ich kann das auch nicht besser formulieren als der Wikipedia Artikel.
Aber ich hab das grade mal zum Vergleich in meine Berechnungstabelle für eine hydraulisch vorgespannte Hydrop mit einer zulässigen Achslast von 11,5 bis 16 tonnen eingegeben.
Diese Federung ist leicht progressv ausgelegt und hat eine Hubeigenfrequenz von näherungsweise 2 Hz (Gleichwertig einer Luftfederung gem. StVZO)

Für dieses System müsste der Fülldruck für den Kolbenraumspeicher von ca. 360 bar(N2) auf 490 bar(Ar) erhöht werden um im Bereich der zulässigen Membranverformung zu bleiben und dennoch das Federverhalten aufrecht zu erhalten. Mehr darf ich zu der konkreten Auslegung leider nicht verraten.
Das hängt aber natürlich noch von einer Menge anderer Faktoren ab. Achskinematik, Zylindervolumina, Speichervolumina, gewünschte Federungscharakteristik usw.

Aber daran sieht man dass einfach ein anderes Gas zu nehmen zwar je nach Auslegung nicht zwingend Schäden verursacht, aber in jedem Fall das Verhalten deutlich beeinflusst.
Auf ins Holz!
haldjo
 
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