Hallo,
Mal eine Frage an die Technikprofis hier:
Suche ein Gerät zur tieferen Bodenbearbeitung nach dem Dreschen.
Der erste Arbeitsgang erfolgt in der Regel ganz flach mit einer Lemken Rubin (Will ja nur das Ausfallgetreide zum auflaufen bringen). Danach wird der Bestand in der Regel abgespritzt, und es erfolgt entweder eine tiefere Bodenbearbeitung mit der Rubin (wenn man 10-12 cm tief nennen kann), oder es wird gepflügt.
Ich möchte jetzt eine Bodenbearbeitung auf ca 15-20 cm Tiefe durchführen können. Das gesuchte Gerät sollte eine vernünftige Arbeitsbreite haben (4-5 meter sollten es schon sein), muß im Mittelgebirge mit 130 PS zu ziehen sein (und zwar so, dass pro Stunde auch Fläche zusammen kommt), und sollte irgendwie mit Steinsicherung ausgestattet sein.
Ziel ist es, einen gut durchmischten Boden zu bekommen, der danach vernünftig mit Kreiselegge und CX-Scharen zu bearbeiten ist, sprich saatfertig ist nach der Überfahrt. Stroh wird zu 100% geborgen; Stallmist sollte, ausgebracht mit 25 Tonnen/Ha, durchrottet, Breitstreuer, vernünftig ein zu arbeiten sein.
Was ich bis jetzt im Netz an Großfederzinkenegge gefunden habe, ist mir entweder zu teuer (ich rede hier von etwa 40 Ha/Jahr), oder ich zweifele da dran, ob das Ding entweder so tief kommt wie ich es will, bzw. ob das Ding bei der Tiefe nicht gleich schlapp macht.
Kollege fährt eine Großfederzinkenegge (4,20m??) von Köckerling (???), davor kommt ein Agrotron 105 bei gleichen Bodenverhältnisse gut klar, auch bei 20 cm Tiefe. Leider vermietet/verleiht der das Ding nur sehr ungerne, bzw. er braucht das selber wenn ich auch fahren möchte. Außerdem liefert das Gerät nicht das Endergebnis ab was ich mir vorstelle, was aber an einem fehlendem Nachlaufgerät liegen könnte.
Fazit: Ich werde mir son Ding selber bauen, was technisch gesehen für mich nicht unbedingt eine größere Schwierigkeit darstellt (und habe meinen Spaß da dran).
Welche Zinken soll ich nehmen? Hatte da an 70*12 gedacht (Federzinken).
Welche Scharform?
Welcher Zinkenabstand?
Wieviele Zinkenreihen? Hatte da an 3 gedacht.
Welches Nachlaufgerät? Hätte da an einer Flachstahlwalze mit ausreichender Durchmesser gedacht (500 mm), oder einer Kombination von zwei kleinere Walzen wie z.B. eine Flachstahlwalze und eine Krümmlerwalze. Böden sind stark Schieferhaltig und neigen kaum zum kleben/schmieren.
Lemken Smaragd mit Steinsicherung steht auch zur Verfügung, aber damit ist keine vernünftige Flächenleistung/Stunde möglich, weil zu schmal und recht ausgenudelt (Maschine vom WBV, die auch keinen neuen größeren kaufen wollen, weil zu viele Betrieb PS-mäßig nicht mehr zurecht kämen). Grubber mit Gänsefußscharen ist auch noch da, ist aber viel zu klein, da passt der Traktor gar nicht mehr dran.
Ich bitte um Ratschläge, Vorschläge, Verbesserungsvorschläge und/oder Alternativen.
MfG
