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tiefe Bodenbearbeitung

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon ICH BIN'S » Mo Apr 09, 2012 17:54

Hallo,


Mal eine Frage an die Technikprofis hier:

Suche ein Gerät zur tieferen Bodenbearbeitung nach dem Dreschen.
Der erste Arbeitsgang erfolgt in der Regel ganz flach mit einer Lemken Rubin (Will ja nur das Ausfallgetreide zum auflaufen bringen). Danach wird der Bestand in der Regel abgespritzt, und es erfolgt entweder eine tiefere Bodenbearbeitung mit der Rubin (wenn man 10-12 cm tief nennen kann), oder es wird gepflügt.

Ich möchte jetzt eine Bodenbearbeitung auf ca 15-20 cm Tiefe durchführen können. Das gesuchte Gerät sollte eine vernünftige Arbeitsbreite haben (4-5 meter sollten es schon sein), muß im Mittelgebirge mit 130 PS zu ziehen sein (und zwar so, dass pro Stunde auch Fläche zusammen kommt), und sollte irgendwie mit Steinsicherung ausgestattet sein.
Ziel ist es, einen gut durchmischten Boden zu bekommen, der danach vernünftig mit Kreiselegge und CX-Scharen zu bearbeiten ist, sprich saatfertig ist nach der Überfahrt. Stroh wird zu 100% geborgen; Stallmist sollte, ausgebracht mit 25 Tonnen/Ha, durchrottet, Breitstreuer, vernünftig ein zu arbeiten sein.

Was ich bis jetzt im Netz an Großfederzinkenegge gefunden habe, ist mir entweder zu teuer (ich rede hier von etwa 40 Ha/Jahr), oder ich zweifele da dran, ob das Ding entweder so tief kommt wie ich es will, bzw. ob das Ding bei der Tiefe nicht gleich schlapp macht.
Kollege fährt eine Großfederzinkenegge (4,20m??) von Köckerling (???), davor kommt ein Agrotron 105 bei gleichen Bodenverhältnisse gut klar, auch bei 20 cm Tiefe. Leider vermietet/verleiht der das Ding nur sehr ungerne, bzw. er braucht das selber wenn ich auch fahren möchte. Außerdem liefert das Gerät nicht das Endergebnis ab was ich mir vorstelle, was aber an einem fehlendem Nachlaufgerät liegen könnte.

Fazit: Ich werde mir son Ding selber bauen, was technisch gesehen für mich nicht unbedingt eine größere Schwierigkeit darstellt (und habe meinen Spaß da dran).
Welche Zinken soll ich nehmen? Hatte da an 70*12 gedacht (Federzinken).
Welche Scharform?
Welcher Zinkenabstand?
Wieviele Zinkenreihen? Hatte da an 3 gedacht.
Welches Nachlaufgerät? Hätte da an einer Flachstahlwalze mit ausreichender Durchmesser gedacht (500 mm), oder einer Kombination von zwei kleinere Walzen wie z.B. eine Flachstahlwalze und eine Krümmlerwalze. Böden sind stark Schieferhaltig und neigen kaum zum kleben/schmieren.

Lemken Smaragd mit Steinsicherung steht auch zur Verfügung, aber damit ist keine vernünftige Flächenleistung/Stunde möglich, weil zu schmal und recht ausgenudelt (Maschine vom WBV, die auch keinen neuen größeren kaufen wollen, weil zu viele Betrieb PS-mäßig nicht mehr zurecht kämen). Grubber mit Gänsefußscharen ist auch noch da, ist aber viel zu klein, da passt der Traktor gar nicht mehr dran.

Ich bitte um Ratschläge, Vorschläge, Verbesserungsvorschläge und/oder Alternativen.



MfG
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon Nordhesse » Mo Apr 09, 2012 18:23

Wenn du sowas selber basteln willst schau mal bei Väderstadt nach. Das Ding heißt swift
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon GüldnerG50 » Mo Apr 09, 2012 18:37

Hallo.

Mach es so, wie viele Bauern bei uns: Such dir ein Gerät, das für deine Verhältnisse passen könnte und besorg dir ne Vorführmaschine. Die kannst du testen und wenn die das tut, was sie soll, mess das Ding aus und bau es nach oder schwatz das Ding dem Vertreter an Ort und Stelle zu guten Vorführmaschinenkonditionen ab.....

Grüße
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon juergen515 » Mo Apr 09, 2012 18:42

4-5 m, 130PS, 20cm tief und Mittelgebirge?
Reiner Sandboden, dann mag es wohl gehen...
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon kimba1809 » Mo Apr 09, 2012 18:53

Was ist das denn für ein Ding beim Nachbarn?
Sollte es ein Köckerling Allrounder mit 4m sein, so ist dies mit 130 PS machbar, allerdings keine 20cm tief, höchstens 10 cm.
Ich habe einen Köckerling Trio in 3m,das geht mit 150 PS und 25cm tief, allerdings bei mir ebenes Gelände.
Eine Tiefe von 15-20cm und 5m Arbeitsbreite benötigt weit über 200PS, ob du mit Federzinken so tief kommst weiß ich nicht. Auch habe ich bei Federzinken noch keine extra Steinsicherung gesehen.
Als Nachläufer empfehle ich eine Keilringwalze oder etwas ähnliches.
Ich wollte auch mal was schreiben
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon JueLue » Mo Apr 09, 2012 19:02

Alle Mulchsaatgrubber, die ich kenne benötigen für eine vernünftige Arbeit Geschwindigkeiten über 10km/h.

In Kombination mit der von dir gewünschten Tiefe (20cm), und der Mittelgebirgslage, wirst du mit 130PS schon bei 3m Arbeitsbreite am Limit sein.

Wir haben gerade einen Lemken Karat mit 3m getestet, der arbeitete ab 10km/h gut, bei 22cm Tiefe (schmale Schare) konnte ich in der Ebene und bei sL, 60er Boden mit einem 195er CVX gerade mal die 12 km/h erreichen. Der Boden war vorher 5cm Tief bearbeitet.

Über mehr als 3m brauchst du bei der Tiefe und wenn du gute Durchmischung erwartest mit 130PS nicht nachzudenken.

Allerdings hast du auch dann schon ca. die doppelte Flächenleistung wie beim Pflügen und sparst im Verhältniss zum 4m Gerät die halben Investitionskosten.

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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon ICH BIN'S » Mo Apr 09, 2012 19:11

Hallo,


Habe das Gerät vom Kollegen einmal dran gehabt.
Fazit: 12-15 Km/H waren drin, bei 20 cm Arbeitstiefe. Vor der arbeit die Zinkenlänge gemessen, und dann bei der arbeit.
Der Traktor war da leistungsmässig noch nicht am Ende, auch nicht bergauf am Hang.
Könnte mal lästern, sind halt eben keine grüne Pferdchen...

werde morgen mal genau gucken wie das Ding heißt, weiß nur, dass es von Köckerling ist.


MfG
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon JueLue » Mo Apr 09, 2012 20:02

Dann hat es entweder deutlich weniger Zinken, oder dein Boden lässt sich sehr sehr leicht bearbeiten.

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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon Falk » Mo Apr 09, 2012 20:32

Also ich habe 240 ps vor 4 m und mehr wäre schwachsinn..
Haben allerdings schweeren Boden und auch das ein oder andere mal nen Hügel ;)
Aber bei 130 ps mit 4 m arbeiten.. nur wenn man links und rechts 50cm zinken abbaut!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon JueLue » Mo Apr 09, 2012 21:10

Das ist doch auch der Grund, warum die intensiv mischenden Mulsaatgrubber erst in den letzten 10 Jahren an Bedeutung gewinnen, weil die dazu nötigen Schlepper - bei 3m Arbeitsbreite macht es ab 150PS so richtig Sinn - erst seitdem weit verbreitet sind.

Klar, wenn du weniger Zinken nimmst - z.B. 11 auf 4,6m wie es vor einigen Jahren üblich war mit Flügelschar - dann brauchst du weniger Leistung. Wenn die im Vergleich auf einem Acker arbeiten, sieht aber auch der Laie den Unterschied im Mischeffekt.


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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon Nordhesse » Mo Apr 09, 2012 21:14

Es gilt die alte Regel: bis 20 cm 50 Ps / m AB, bis 25cm 70 PS / m AB

wenns von Köckerling ist, wars ein allrounder, der ghet aber nicht bis 20 cm. Einen 4m Trio hebt ein 130ér garnicht. Wir fahren eine 4,60m Quaddro hinter einem 230 PS Schlepper und arbeiten bei 25 cm tiefe mit 3m AB zusammnegeklappt
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon ICH BIN'S » Di Apr 10, 2012 7:48

Hallo,.
Auf dem weg zur Arbeit heute Morgen habe ich mir das Ding nochmals genau angeguckt, und sowohl mit dem Senior als auch mit dem Junior da gesprochen. Der senior ist Landwirtschaftsmeister, der Junior Agraringenieur.(und Ackerbau als steckenpferd).

Auf dem Typenschild steht folgendes: Köckerling Großfederzinkenegge GFE 17/12, Baujahr 1999, AB 4,33 Meter.
Das Ding hat 4 Zinkenreihen; Zinkenzahl habe ich nicht gezählt, weil es noch dunkel war. Jeder Zinken ist 50*12 mm stark und hat Scharspitzen dran, die in etwa 65 mm breit waren, jedenfalls konnte ich das so messen, sind aber nicht mehr neu. Strichabstand beträgt geschätzte 12 cm.

Die Aussage von beiden war, dass das Ding bis 20 cm im Boden geht. (Wie die das gemessen haben, weiß ich allerdings nicht). Sie würden in der Regel die Stützräder auf ca 12-15 cm Tiefe stellen, und dann mit 10-12 Km/H fahren können, egal ob mit den Agrotron 105 oder dem K610.
Die Maschine wird zur 2. stoppelbearbeitung eingesetzt, und hinterlässt ein vernünftiges Saatbett, wobei auch beide Besitzer angemerkt haben, dass eine passende Walze hinten das Ergebnis noch verbessern würde.
Verrotteter Mist könnte man mit dem Ding einarbeiten, mit Strohhaufen gäbe es Probleme bei der Verteilung.

Die haben die gleiche Bodenverhältnisse wie ich auch, also muss mein Traktor mit so einem Gerät in gleicher AB zurecht kommen.


MfG
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon Falk » Di Apr 10, 2012 8:44

Nix gegen die beiden Spezialisten...

Aber wenn es der grubber ist, welchen ich denke das er es ist... der Allrounder... dann meinte sie sicher eher 20mm nicht cm.. es sei denn ihr habt reinen Sand!
Bei uns würden die zinken nach hinten weg wiegen und oben drauf Kratzen!
hier nimmt man solche grubber für die 2te flache bearbeitung! 20cm sind damit sicher nicht möglich!!!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon JueLue » Di Apr 10, 2012 8:46

Genau, wird dann sowas sein, was Köckerling jetzt als "Allrounder" verkauft.

Das Ding ist sicherlich breit einsetzbar, auf 20cm Tiefe wirst du aber nur kommen, wenn vorher 15cm tief gelockert wurde.

Wenn du zwischen Rahmen und gelockerter Bodenoberfläche misst, wirst du vielleicht denken, auf 20cm Tiefe zu arbeiten, aber die Federzinken weichen je nach Bodenwiederstand aus und du wirst keine gleichmäßige Tiefe erreichen.

Ist einfach nicht für die tiefe Lockerung gedacht und geeignet. Unter 15cm Tiefe (eigentlich unter 10cm) brauchst du feste Zinken, keine Federzinken.

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Re: tiefe Bodenbearbeitung

Beitragvon Falk » Di Apr 10, 2012 8:50

Aber ich bin natürlich bein Landwirtschaftsmeister oder Agraringenieur! Dafür aber praktiker!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
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