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Tiefpflügen zur Humusbildung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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22 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Wald komplett abholzen?

Beitragvon adefrankl » So Mär 09, 2014 9:58

Jochens Bruder hat geschrieben:Wer CO2 im Boden dauerhaft speichern will sollte sich dies hier mal anschauen:

http://www.ithaka-journal.net/wege-zu-t ... n-biokohle

Einige der dort beschriebenen Methoden haben wir in Experimenten ausprobiert und können die Aussagen bestätigen. Die Wirkung hängt entscheidend vom Zustand des Bodens ab. Je geringer der Humusgehalt desto effektiver. Auf ohnehin guten Böden higegen bringt das alles nicht viel.

Ich kann jedem nur empfehlen das mal auf einer kleinen Versuchsfläche zu testen. Kostet nur wenige Euros und etwas Zeit.


Nun ich hätte ja gern auch meine Ackerflächen mit Terra-Petra das würde sicher die Fruchtbarkeit der Felder erhöhen. Für mich stellt sich da nur die nicht ganz unwichtige Frage woher ich die Biokohle bekomme.
Erste Idee: Ich holze meinen gesamten Wald ab und verwandle diesen in Biokohle und verteile diese dann auf die Felder. Allerdings haben erste Berechnungen ergeben, dass die Biokohlenmenge bei diesen Vorgehen nicht ausreicht. Außerdem befürchte ich größeren Ärger mit Umweltschützern und Behörden wenn ich meinen Wald komplett abholze, trotz Terra-Petra. Und der zu erwartende Ärger etc. schreckt mich doch vor diesen Experiment ab.
Wie sollte also das Prinzip Terra-Petra im großen Maßstab funktionieren?
1. Schritt wir verwandeln alles Brennholz in Biokohle und heizen dafür mit Kohle?
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Wald komplett abholzen?

Beitragvon Jochens Bruder » So Mär 09, 2014 11:00

adefrankl hat geschrieben:Für mich stellt sich da nur die nicht ganz unwichtige Frage woher ich die Biokohle bekomme.
Erste Idee: Ich holze meinen gesamten Wald ab und verwandle diesen in Biokohle und verteile diese dann auf die Felder.

Tja, da forschen seit über 20 Jahren hunderte Wissenschaftler weltweit an dieser Sache und niemand hat sich gefragt wo die Holzkohle herkommt. Hätten diese Dösbaddels doch einfach dich konsultiert...
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Re: Wald komplett abholzen?

Beitragvon Todde » So Mär 09, 2014 12:03

Jochens Bruder hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Für mich stellt sich da nur die nicht ganz unwichtige Frage woher ich die Biokohle bekomme.
Erste Idee: Ich holze meinen gesamten Wald ab und verwandle diesen in Biokohle und verteile diese dann auf die Felder.

Tja, da forschen seit über 20 Jahren hunderte Wissenschaftler weltweit an dieser Sache und niemand hat sich gefragt wo die Holzkohle herkommt. Hätten diese Dösbaddels doch einfach dich konsultiert...


Wo soll die Kohle denn herkommen?
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Tiefpflügen zur Humusbildung

Beitragvon Ferengi » So Mär 09, 2014 13:57

Aus der Luft.
Die Ökospinner glauben doch auch das man nicht düngen muß, weil alle Nährstoffe aus der Luft kommen.
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Re: Tiefpflügen zur Humusbildung

Beitragvon Dirk 76 » So Mär 09, 2014 14:40

hi

ist ja interessant zu lesen auf welch hohem Niveau hier diskutiert wird.
nur zur info : man kann aus allem organischen material bio kohle Herstellen. Besonders sinnig ist es aus apfälle wie klärschlamm oder Maisstroh.das co2 wird dann über viele viele jahre gebunden und enlastet das Klima.

gruß dirk
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Re: Tiefpflügen zur Humusbildung

Beitragvon Jochens Bruder » So Mär 09, 2014 14:57

Es gibt inzwischen kommerzielle Pyrolyseanlagen mit denen jede halbwegs trockene Biomasse zu Holzkohlepulver umgewandelt wird. Also auch Laub, Grasschnitt, gehäckselte Maispflanzen oder getrockneter Dung. Technisch ist das alles geklärt, das Problem sind die zu hohen Kosten. Inkl. Ausbringung auf den Acker sind das Minimum 500 € pro Tonne Holzkohlepulver. Die derzeit rentabelste Methode besteht darin, das Pulver mit Gülle zu vermischen und dann wie gewohnt aufs Feld zu sprühen.

Wir haben mal eine Bodenprobe machen lassen:
Dateianhänge
soiltest-mixture-2009.jpg
soiltest-mixture-2009.jpg (149.77 KiB) 886-mal betrachtet
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Überschlagsrechnung würde genügen

Beitragvon adefrankl » Mo Mär 10, 2014 12:40

Jochens Bruder hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Für mich stellt sich da nur die nicht ganz unwichtige Frage woher ich die Biokohle bekomme.
Erste Idee: Ich holze meinen gesamten Wald ab und verwandle diesen in Biokohle und verteile diese dann auf die Felder.

Tja, da forschen seit über 20 Jahren hunderte Wissenschaftler weltweit an dieser Sache und niemand hat sich gefragt wo die Holzkohle herkommt. Hätten diese Dösbaddels doch einfach dich konsultiert...


Also es genügt eine einfache Überschlagsrechnung um das Problem zu erfassen. Um die deutsche Ackerfläche auf 25 cm Tiefe mit
2% Biokohle anzureichern benötigt man ungefähr 1 Mrd t Biokohle. Die gesamte Strohproduktion in Deutschland beträgt etwa 25 Mio t
TM/Jahr. Da ergibt maximal 10 Mio t Biokohle/Jahr. D.h. man müsste 100 Jahre das gesamte Stroh in Deutschland für die Biokohleproduktion verwenden um die Böden mit 2% Biokohle anzureichern. (Bei Verlustfreier Produktion, .....). Dabei wird der Vorteil der biokohle noch verringert, weil das Stroh natürlich in der Zeit für die Humusbildung fehlt.
Diese einfache Rechnung zeigt, dass das mit Biokohle nur in kleinen Maßstab funktioniert.
Angesichts von dem Unsinn das viele angebliche "Ökos" so von sich geben, kann es natürlich sein, dass bereits eine solche einfache Überschlagsrechnung sie überfordert.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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