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Tiere und Gefühle - haben die sowas?

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23 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Beitragvon Jagermichl » Mi Nov 19, 2008 8:37

Kann mir jemand von euch sagen wo die Grenze zwischen Gefühlen und Instinkt liegt?

Die starke Verbindung zwischen einer Mutter und Ihrem Kind nennt man Mutterliebe, das gleiche Verhalten beim Wild heißt dann "Instinkt zu Arterhaltung"

Eine Näherstehen und Vertrauen zwischen zwei Menschen nennt man Freundschaft, wenn über Jahre immer die gleichen Hirsche miteinander ziehen ist´s Instinkt.

An einer Rotwildfütterung (beim Rehwild ist es sehr viel weniger ausgeprägt) ist erkennbar, daß es ganz individuelle charakterliche Eigenschaften gibt, man kann da unterschiedlichste Eigenschaften erkennen: jähzornige, hinterlistige, kinderliebe, rücksichtsvolle, Streithansel, Angsthasen etc. Beim Menschen würde man von Gefühlen sprechen, bei Wild aber nur von Sozialverhalten.

Ich persönlich gestehe Tieren Gefühle zu.

Gruß Michl
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Beitragvon hans g » Mi Nov 19, 2008 9:20

Jagermichl hat geschrieben:Kann mir jemand von euch sagen wo die Grenze zwischen Gefühlen und Instinkt liegt?


wenn mans näher betrachtet--gibts keine grenze---aber darum gings hier nicht.
hans g
 
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Beitragvon Jagermichl » Mi Nov 19, 2008 10:44

Ich dachte mir es geht um die Frage ob Tiere Gefühle haben oder nicht(siehe Überschrift).

Beim sinnieren ob oder ob nicht kam mir dann der Gedanke, daß die gleichen Regungen die bei einem Menschen als Gefühl gewertet werden, bei einem Tier als Instinkt eingestuft werden. Daher kam dann die Frage nach dem eigentlichen Unterschied zwischen beiden Begriffen.

Wie Du sehe ich wenn überhaupt nur eine kleine Differenz - also haben Tiere auf jedem Fall Gefühle wie Angst, Zorn, Miß- und Vertrauen etc.
Haben Sie auch Gefühle wie Liebe und Trauer und Freunschaft? Nach meinen Beobachtungen schon, auch wenns einfacher ist, das ganze als Instinkthandlung herunterzureden weil´s den Umgang mit Tieren viel einfacher macht insbesondere für meinesgleichen, die ja Tiere umbringen.
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Beitragvon estrell » Mi Nov 19, 2008 13:10

Nach meinen Beobachtungen schon, auch wenns einfacher ist, das ganze als Instinkthandlung herunterzureden weil´s den Umgang mit Tieren viel einfacher macht insbesondere für meinesgleichen, die ja Tiere umbringen.

das würde das Naheliegende dann auf den Punkt bringen.

Ich erinnere mich an einen Einwurf des Tierrechtlers Kepler, der Menschen, die Tiere mögen, sie gar liebevoll aufziehen, benahmsen und dann doch schlachten zu den für ihn größten Ungeheuern zählt. Was ich jedoch so nicht für mich annehmen mag.

Wo genau der Unterschied zwischen Instinkt und Gefühl lag, bzw liegt, hat vor 150 Jahren ein Land in den Krieg geführt, als man im Norden Amerikas "Schwarze" zu den Menschen zählen wollte, im Süden jedoch davon ausging, es mit einer Art spezieller Zwischengattung auf Tierstufe zu tun zu haben. Sowas ist vielen Menschen heute absolut unvorstellbar.

Darwin schrieb noch lange Abhandlungen über das Tiergefühlsleben, Skinner unterband das indem es schlicht ein Instikt wäre, nuja.

Mäxchen meinte dann, das
"Leistungssteigerung durch persönliche Bindung absolut irrational sei"

Dazu eigene Erfahrung - zB bei Hunden - die je nachdem bei welchem Herrn sie arbeiten Spitzenleistung bringen oder eben totale Versager sind. Das ist zB den Jägern sehr bekannt oder den Schäfern. Aggilityleute wissen das auch und suchen sich ihre Hunde nach "gegenseitigem Verstehen" aus - das ja auch Gefühle füreinander vorraussetzt.

Bei Pferden ist es unter Berufsreitern absolut bekannt und real - ein gutes Team "mag sich und vertraut einander" damit die vier Beine unten dem einen Gehirn oben folgen, braucht es "eine Wellenlänge" und das geht weit mehr über Gefühle als über Komandos.

Und zum Nutztierbereich - man kann die Leistung seiner Rinder bezüglich "Milchmenge" zwar nur bis zur genetischen Leistungsgrenze ausreizen, aber das geht nicht nur über die Fütterung. Dazu gehört viel Kuhkomfort. Und den erreicht man nur, wenn man einen Blick für sein Vieh hat.
Das nun aber in Ställen ohen diesen modernen Kuhkomfort auch Höchstleistungen möglich sind - und im Gegenzug auch in allerbesten Ställen bei allerbester Fütterung auch mickrige Leistungen gang und gäbe sind, wissen viele Milchbauern. Der Krankenstand ist nicht nur das "Fehlen von Erregern" sondern auch das "Feeling im Stall"...
Morgens im Stall oder auf der Weide werde ich freudig begrüßt und grüße genauso zurück - das hat für mich was mit Gutem Benehmen zu tun - hin und wieder sieht mich der Landwirt dann mit großen Augen an - der kennt sowas teilweise gar nicht mehr und man sagt mir - ja, du weißt aber schon, das die dich nicht verstehen? Worauf ich ihm antworte, tja, du weisst wie das ist - als Frau redet man auch mit Männern, obwohl man genau weiss, das sie einen nicht verstehen, da kann ich doch genau so mit den Rindern sprechen 8)
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Beitragvon hans g » Mi Nov 19, 2008 13:58

estrell hat geschrieben: als Frau redet man auch mit Männern, obwohl man genau weiss, das sie einen nicht verstehen, da kann ich doch genau so mit den Rindern sprechen 8)

das ist wieder son typischer satz von dir mit sehr viel hintergründiger aussage :lol:
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Beitragvon Jagermichl » Mi Nov 19, 2008 14:18

Nach meiner Meinung liegt die Grenze der "Vermenschlichung" von Tieren nicht im Zugeständnis von Gefühlen, sondern in der Einordnung von ethischen und sonstigen Wertkategorien. Da gibt es gute, böse und süsse Tiere, Bambi ist immer gut, der Wolf immer böse. (Und Flocke der Eisbär war solange süss bis die entsetzte Symphatisantenmenge festgestellt hatte, daß er sich von Fleisch ernährt.) :shock:

Es gibt ja auch noch nützliche und schädliche, da wird dann das Bambi wieder zum Baumfressmonster, wenn es aber Jemand jagt wird der Jäger zum Ungeheuer. Reichlich verwirrend.

Ohne daß ich Herrn Keplers Einwürfe und Ergüsse kenne, scheint mir aber hier auf den ersten Blick Haken an seiner Theorie:
Ein Tier ist nicht "gut" oder "böse" ist, weil es mehr oder weniger "süsse" Augen hat, oder weil der Speiseplan mehr oder weniger tierisches Eiweiss enthält. Genausowenig ist es weil es etwas fühlt ein Mensch.

Ein Mensch ist aber genausowenig ein Tier oder Ungeheuer nur weil seinen Instinkten (ah, da ist ja der Unterschied) folgt. Deswegen fühle ich trotzdem, auch und besonders wenn ich jage. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, wenn jemand seine Instinkte und Gefühle aus irgendwelchen ethischen Fehleinschätzungen unterdrückt, fehlt ihm ein Stück Leben.
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Beitragvon estrell » Mi Nov 19, 2008 14:56

Hans - ich wuste, das du den Satz mögen würdest 8) aber ich meine es schon sehr ernst. Welchen menschen "versteht" man schon? Man merks spätestens bei der Scheidung und in der Pubertät der Kinder, das man selbst die allernächsten Menschen nicht versteht.

Ich mach mal ne Runde - muss etwas ausholen: Wenn man jemanden zB als Arzt oder als Mutter mit Bauchwehkrankem Kind behandelt - was heilt dann den Patienten? Mamas Traubenzucker in Wasser auf dem Löffel oder das Medikament, das der Arzt gibt? Oder heilt ehr die Persönlichkeit, das Vertrauen des Patienten, das der Behandelnde ihm Heilung bringt?
Vermutlich sind klassische Medikamente genau wie Homöopathika, Bachblüten und Heilsteine hauptsächlich heilend, weil der behandelnde darauf vertraut - also darin seine Macht zu Heilen sieht - und die Wirkung erfolgt, da der Patient vertraut.
Auch bei klassichen Medikamenten ist die Wirkung "besser" wenn der behandelnde Mediziner das Vertrauen seines Patienten besitzt.

Zurück zum Gefühl - berauben wir uns nicht selbst, indem wir den uns anbefohlenen die Gefühlswelt absprechen, uns ihnen nicht in Bindung öffnen? Geht dabei nicht ein hohes Potential an Leistung verloren?

Ist es andererseits ein "Vertrauensbruch" wenn das Tier mir vertraut und ich töte es doch, um davon zu leben? Ist es besser(weil ehrlicher), ihm schon zu Lebzeiten das Leben zur Hölle zu machen, indem ich mich als Feind - der ich bin - oute?
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Beitragvon Cairon » Mi Nov 19, 2008 19:23

Ich kann es zwar nicht beweisen das Tiere Gefühle haben, aber ich persönlich bin mir sicher das sie welche haben. Tiere haben auch einen Willen, bei Pferden und Schweinen habe ich schon erlebt wie die ihren Willen durchsetzen wollten. Und wer kann schon sagen was Willen und was Instinkt ist. Die grundlegenden Gefühle wie Angst und Schmerz kann man den Tieren wohl kaum absprechen und alles andere ist Definitionssache ruft die Stute wenn ihr das Fohlen abgenommen wird aus tiefen Muttergefühlen oder aus tiefem Mutterinstinkt? Fakt ist sie ruft nach dem Fohlen, also muss ein gewisse Bindung da sein und zu Bindungen gehören Gefühle. Natürlich ist schwer zu sagen, wie weit die Gefühle bei welcher Tierart gehen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
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