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Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Gerd1 » So Jan 11, 2026 7:29

Hallo, welche Tragfähigeit hat ungefähr eine Kaiserdecke mit 62cm Trägerabstannd und einer Gesamtdicke von 27cm.
Diese ist über dem Stall und es wurden früher HD Ballen und Getreide gelagert.
Nun möchte ich Rundballen oder was änliches lagern nur wie stapelt man die auf der Decke am besten?
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Eizo » So Jan 11, 2026 9:17

Da wirst du schwierig eine richtige Antwort finden. Auf Nummer sicher gehst du wenn du einen Statiker mal fragst, teuer, aber billiger als wenn dich die Decke bricht. Bei Stalldecken ist die Korrosion der Armierungen auch zu beachten. Bei uns ist vor Jahren ein Stall (12m breit)mit Nagelbinder eingestürzt, weil die Nagelblatten so verrostet waren durch die Stallabluft.
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon allgaier81 » So Jan 11, 2026 10:04

Moin, in unserem Stallgebäude aus 1968 ist eine 22cm Hohlsteindecke System "Grebenstein" eingebaut.
Die ist im Bereich des Strohlagers mit 350kg/m² und im Bereich des Getreidelagers mit 500kg/m² angegeben.
Die Stapelhöhe im Strohlager ist mit 2,5m angegeben.

Bei Rundballen darf dann eigentlich nicht viel mehr als ein Ballen pro m² liegen.
Gruß, allgaier
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon T5060 » So Jan 11, 2026 11:43

Die Frage ist eher mit welcher Methode kommen die Ballen an ihren Platz, Punktbelastung des Gefährts.
Aufstellung der Balken ? Hoch oder quer ?

Und: Es ballern nicht alle Träger auf einmal durch, meist erst Risse in einzelnen Trägern, dann kompletter Bruch des Trägers, selten mehrere

Diese Trägerdecken kann man aber einfach sanieren durch Aufbetonieren einer eigenständigen Decke, dabei aber auf ausreichend Auflage achten.
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Marian » So Jan 11, 2026 12:04

Ich hab ne Wienerberger Poroton Decke mit Armierung und Beton drauf aus '67.
Wenn ich einlagig mit Heu Rollen voll mache a' 400kg bin ich bei 100 Tonnen.
Das sind 6000 HD Ballen. Mehr haben die da damals auch nicht hin bekommen.
Ich und mein Statiker sind der Meinung daß man da nicht das stapeln anfangen sollte.
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon langholzbauer » So Jan 11, 2026 12:31

T5060 hat geschrieben:Die Frage ist eher mit welcher Methode kommen die Ballen an ihren Platz, Punktbelastung des Gefährts.
Aufstellung der Balken ? Hoch oder quer ?

Und: Es ballern nicht alle Träger auf einmal durch, meist erst Risse in einzelnen Trägern, dann kompletter Bruch des Trägers, selten mehrere

Diese Trägerdecken kann man aber einfach sanieren durch Aufbetonieren einer eigenständigen Decke, dabei aber auf ausreichend Auflage achten.


Eben!
So Futterrundballen drücken ja auch nicht auf einen Punkt, wie ein hartes kleines Rad vom Hubwagen.
Wenn die Decke noch keine Vorschäden hat, sollte eine Lage fest gepresste RB, die man noch mit Handkraft hin rollen kann , kein Problem sein .
Selbst auf fertigen Holzbretterdecken macht da meist die Druckkraft der schiebenden Personen mehr Schaden, als die RB selbst. :wink:
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon T5060 » So Jan 11, 2026 15:41

Aber richtige Rundholzstempel, oben und unten mit dickem Kantholz, machen aus jeder Schrottdecke, eine Decke mit nahezu unbegrenzter Traglast :mrgreen:

Quelle: Alte Bauernweisheit


Bei Admin Karsten im Dorf hat es da mal einer so auf 10 to / qm Traglast geschafft
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon langholzbauer » So Jan 11, 2026 16:42

Wie geschrieben,
Die erste Schicht RB hin und hergerollt sollte kein Thema sein.
Für den Rest braucht es mehr Input.
"Nun möchte ich Rundballen oder was änliches lagern nur wie stapelt man die auf der Decke am besten?"
Alles was schwerer als Dürrgut oder Getreide in bisheriger Last wird, sollte man schon wenigstens selbst mal statisch inkl. der Wanndkräfte überschlagen oder bei konkreten Plänen vom Bauingenieur oder zugelassenen Statiker durchrechnen lassen!
So lange noch rauhfutterfressendes Vieh im Stall darunter steht, möchte ich die Variante Heugebläse nicht ganz verteufeln.
Selbst oder gerade auch in Verbindung mit einer gute RB- Kette kann man z.B. den Platz über einer 1. Schicht RB auch außerhalb vom Erntestress von den RB voll blasen.
Das staubt weniger und man hat das Heu etwas gemischt unter Dach, wenn z.B. das Fließ auf der Außenpyramide von Naßschnee so schwer ist, wie gestern. :wink:
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Gerd1 » So Jan 11, 2026 17:57

Gestapelt waren da früher auch die HD Ballen 5m hoch und das Getreide 2m.
Nur wie bekommt man die Rundballen gestapelt?
So ein kleiner Elektrogabelstapler wiegt ja auch schon einiges bzw hat durch die schmalen Reifen ne hohe Punktlast.
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Einhorn64 » So Jan 11, 2026 21:38

Wenn du die Ballen hoch genug auf den Deckenboden heben kannst, dann hilft es die Ballen auf die platte Seite zu legen, möglichst eng beieinander, und dann die 2.Lage darüber zu Rollen, da haben 2 Mann reichlich zu tun.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Roman1984 » So Jan 11, 2026 22:06

Servus,
dass ist das Thema von mir zu dem Punkt Hohlkörperdecke.

Wir haben diese Decken auch in Werkstatt + Garage und einem kleinen Stall drauf.

Hätte damals für eine Umnutzung ein Datenblatt für solch eine Decke gebraucht.

Habe das Datenblatt allerdings bis heute nicht finden bzw. auftreiben können.

statik-fur-hohlkorperdecke-t127756.html
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon 240236 » Mo Jan 12, 2026 7:41

T5060 hat geschrieben:
Diese Trägerdecken kann man aber einfach sanieren durch Aufbetonieren einer eigenständigen Decke, dabei aber auf ausreichend Auflage achten.
Hat bei uns einer gemacht. Später versagten dann die Säulen der Decke
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Roman1984 » Di Jan 13, 2026 8:37

Falls jemand hier zu noch eine Statik Datenblatt rumliegen hat, dann wäre ich froh über eine Kopie davon.

Decken nennen sich bei uns Landshuter Decke oder Feldkirchener Decke.

Hersteller von der Landshuter Decke war Franz Xaver Buchenrieder.
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon Christian » Di Jan 13, 2026 16:49

Bei uns nennt sich das Stammbacher Decke, nach dem Betonwerk wohl, was die Bauteile gefertigt hat. Ich lagere auf so einer Decke Strohquaderballen, immer zwei Stück auf einer Palette, und bewege die da mit einem Hubwagen. Das sind dann so 500 bis 600kg/m² unter der Palette, daneben natürlich weniger, da die Ballen überstehen. Bislang funktioniert das problemlos.
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Re: Tragfähigkeit von Hohlkörperdecke / Kaiserdecke

Beitragvon T5060 » Di Jan 13, 2026 17:13

Also: Die Spannbetonträger (mittendrin liegen die Hohlkörper, obendrauf kein oder niedrigbewehrter Beton) kann man nur mittels und damit aufwändig mit Ultraschall prüfen.
Diese Decken haben meist 750 kg Last pro qm, oft auch 1.500 kg / qm. Es ist schwierig zu diesen über 50 Jahre alten Decken eine Zustandsprognose zu geben.
Muss man sich anschauen. Merkmale: Vertikale Risse in den Säulen, kleine Querrisse in den Trägern, Korrosionsflecken.
Drama sind diese Decken jetzt nicht, Sicherheit bieten die jetzt aber auch nicht. Solange man nicht drunter steht, wenn ein Träger durchbricht, halten sich die Folgen in Grenzen. :lol:

Bitte nicht mit Hortissdecken verwechseln, da sind die Träger als Doppel-T-Träger aus Vollstahl
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