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Traktor für Hobbylandwirtschaft

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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33 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Datzi » Di Okt 01, 2019 15:09

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin auf der Suche nach einem Traktor.
Vorweg, da in vielen Themen immer mit Rentabilität argumentiert wird: Mit dem Traktor wird kein Geld verdient. Es ist nur Hobby und Leidenschaft.
Ich habe im letzten Jahr angefangen für den Eigengebrauch Kartoffeln anzubauen und würde das gerne im größeren Umfang tun. Natürlich nicht nur Kartoffeln. (Ein paar kleinere Äcker sind noch durch die Landwirtschaft meines Großvaters im Familienbesitz)

In diesem Jahr habe ich eine kleine Fläche mit unserem Fendt Gt230, einem alten 2-Schar-Beetpflug und einer 90cm Anbaufräse bearbeitet, hätte aber gerne etwas größeres. - Auch um den schönen GT zu schonen.
Heißt in der 70-100PS Klasse, da ich dann auch viele Geräte von der Genossenschaft leihen kann und nicht selbst kaufen muss. Außerdem habe ich nun endlich ein passende Ausrede um mir einen größeren Traktor zulegen zu können.

Was hätte ich gerne:
- Kabine (zur Not mindestens geschlossenes Verdeck)
- Mindestens 1xdw Steuergerät (schön wären 2DW für Böschungsmulcher)
- Frontlader - hydraulisch (kein Klinklader / kann auch nachgerüstet werden)
- Druckluft-Anlage für Anhänger wäre schön, aber nicht notwendig

Ins Auge gefasst hätte ich sowas wie einen Fendt 108 / Deutz 7006/8006 etc. bin aber vollkommen aufgeschlossen.
Preislich stehen mir ca. 12.000-15.000€ zur Verfügung, wobei ich lieber einen Traktor unter 10.000€ kaufe und dann nachträglich noch etwas reininvestiere. Dann weiß ich wenigstens, was ich habe.

Schrauberkenntnisse, Werkzeug und Platz sind vorhanden.

Mir geht es jetzt nicht darum sofort das beste Angebot zu finden, sondern eher darum Tipps einzuholen, nach was ich Ausschau halten sollte. Zu was würdet ihr denn raten?
Bin auch von jüngeren Modellen der späten 80er und 90er nicht abgeneigt, habe da aber keine große Ahnung welche Modelle robust und zu einem fairen Preis zu bekommen sind.

Danke für Eure Hilfe!
Gruß
Datzi
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon flashbac » Di Okt 01, 2019 15:34

Case IH 844 XLA mit Hydroplus! Robust, leistungsstark und einigermaßen erschwinglich.
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Deutscher Holzer » Di Okt 01, 2019 15:57

Deutz 7006/8006, Case IH 844 XLA, damit haben in den 80er / 90er Jahren Großbauern hier bei uns fast den halben Landkreis bewirtschaftet. Jetzt braucht man so etwas als Hobbylandwirt? :shock: :lol: :cry:
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Zog88 » Di Okt 01, 2019 18:21

Preislich sehr interessant und robuste Technik:

https://www.landwirt.com/gebrauchte,217 ... 90-DT.html



Ist halt kein Deutz :(
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Datzi » Di Okt 01, 2019 18:43

Deutscher Holzer hat geschrieben:Deutz 7006/8006, Case IH 844 XLA, damit haben in den 80er / 90er Jahren Großbauern hier bei uns fast den halben Landkreis bewirtschaftet. Jetzt braucht man so etwas als Hobbylandwirt? :shock: :lol: :cry:

Und dieselben Großbauern tun das heute mit 200PS und haben die 80PS vielleicht noch als Hofschlepper vor dem Futtermischwagen - so ändern sich die Zeiten. Und nö, ich brauch das nicht. Aber ich habe trotzdem vor mir das zu kaufen. Es soll auch Menschen geben, die kaufen sich sowas wie Spielekonsolen....

Der Fiat gefällt mir wirklich sehr gut. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Gibt es da denn irgendwelche bekannten Schwächen? Motor und Getriebe kann ich da halt gar nicht einschätzen.

Den 844 habe ich natürlich auch auf dem Schirm. Scheue mich da ein bisschen vor den ganzen Zollschrauben, falls mal etwas sein sollte ;) IHC-Motoren sollen bei tiefen Temperaturen immermal mit dem anspringen Probleme haben. Ist da was dran oder ist das nur eine leere Behauptung?
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon sexzylinder » Di Okt 01, 2019 19:51

zum besseren anspringen kann man eine 230V Kühlwasserheizung einbauen.
Halbe Stunde Stecker rein und es läuft.
Oder bei Bedarf ´n Futtersack unterm Motor abfackeln :roll: .
Für die Schrauben kauft man einen Zoll Steckschlüsselsatz und einen Satz Ring-Maul Schlüssel. Peanuts.
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Lonar » Di Okt 01, 2019 20:12

sexzylinder hat geschrieben:zum besseren anspringen kann man eine 230V Kühlwasserheizung einbauen.
Halbe Stunde Stecker rein und es läuft.
Oder bei Bedarf ´n Futtersack unterm Motor abfackeln :roll: .
Für die Schrauben kauft man einen Zoll Steckschlüsselsatz und einen Satz Ring-Maul Schlüssel. Peanuts.

Haben die aus Neuss denn auch Zollschrauben?
Also der Partient der hier ab und zu mal durch den Tüv gebracht werden muss vom Pferdehof hat sich bis jetzt eigentlich immer mit normalem Werkzeug zerlegen lassen.
Meistens passt ja auch das metrische Werkzeug, dann freut man sich das man mal den 14er oder 18er benutzen kann weil die noch nicht so ausgenudelt sind ;-)
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon 038Magnum » Di Okt 01, 2019 20:20

Servus,

In der Preisklasse ist der Hersteller eigentlich zweitrangig, hier würde ich eher nach Zustand kaufen.
Macken haben alle.
Bei den "Underdogs" wie etwa Renault, Same, Fiat, etc. kannst du mit dem Budget was ordentliches bekommen.
Bei Fendt gibt's da nur was mit massig Stunden. Die müssen dann ordentlich durchrepariert sein, sonst wird es schnell richtig teuer.

Vorteil IHC, Renault und Fiat: die haben eine geschlossene Kabine. Fiat hat eine super Heizung, Renault die besten Kabinen aus den Zeiten.
Deutz war sehr verbreitet und zu den Zeiten auch noch richtig gut.


Aber wie gesagt, jede Marke hat ihre Eigenheiten, die hier auch schon zu genüge durchgekaut wurden. Deswegen würde ich empfehlen, nur nach Zustand zu kaufen.

Viel Erfolg.
"Die Gedenktafel für die Zweiten hängt unten in der Damentoilette."
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Deutscher Holzer » Di Okt 01, 2019 20:35

Datzi hat geschrieben:
Deutscher Holzer hat geschrieben:Deutz 7006/8006, Case IH 844 XLA, damit haben in den 80er / 90er Jahren Großbauern hier bei uns fast den halben Landkreis bewirtschaftet. Jetzt braucht man so etwas als Hobbylandwirt? :shock: :lol: :cry:

Und dieselben Großbauern tun das heute mit 200PS und haben die 80PS vielleicht noch als Hofschlepper vor dem Futtermischwagen - so ändern sich die Zeiten. Und nö, ich brauch das nicht. Aber ich habe trotzdem vor mir das zu kaufen. Es soll auch Menschen geben, die kaufen sich sowas wie Spielekonsolen....

Richtig !
Die D 8006 und 844 XLA wurden damals genauso eingesetzt, wie heute ein 180 - 200 PS Schlepper. Dementsprechend fertig sind die alten Kisten. So etwas bindet man sich doch nicht als Hobbylandwirt ans Bein. Neben den Preisen für Ersatzteile sollte man auch die Kosten für Versicherung und gegebenenfalls Steuer für solche großen alten Kübel nicht unterschätzen.
Aber mach nur.....
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon 304 » Di Okt 01, 2019 22:28

Datzi hat geschrieben:[Und dieselben Großbauern tun das heute mit 200PS und haben die 80PS vielleicht noch als Hofschlepper vor dem Futtermischwagen - so ändern sich die Zeiten. Und nö, ich brauch das nicht. Aber ich habe trotzdem vor mir das zu kaufen.

Schonmal überlegt wieso die Kisten nur noch als Hofschlepper in Verwendung sind?
Die Kisten sind oftmal sind oftmals in einem solch maroden Zustand, dass an ein Bestehen der HU gar nicht zu denken ist.
Mach doch mal eine Probefahrt mit so einem Mischwagentraktor, dann wirst du verstehen wieso dir hier davon abgeraten wird.
Mit dem Schalthebel kannst du deine Suppe umrühren, die Bremse eignet sich hervorragend als Fußablage und der Motor braucht "ein bisschen" Öl :cry:

Die Kisten haben ihre Arbeit schon geleistet. Dementsprechend ist auch der Zustand.
Wenn du einen gebrauchten Traktor kaufen willst, dann lege dich nicht auf einen Hersteller oder ein Modell fest, sondern kaufe nach Zustand. Die anfallenden Reparaturen müssen bereits durchgeführt worden sein oder noch in weiter Ferne liegen, sonst wird das für dich zum Geldgrab.
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Hofam » Mi Okt 02, 2019 7:23

Da du jetzt alles mit einem Fendt gt machst, wirst du nicht so sehr anspruchsvolles Gelände haben. Da würde für mich in deiner Lage auch ein Traktor ohne Allradantrieb in Frage kommen. Wir haben früher alles mit so einem erledigt und fürs Hobby reicht das leicht. Zudem bekommt man da noch passable Kisten für weniger Kohle. Zudem würde ich einen ohne Frontlader kaufen und wenn benötigt einen nachrüsten.

Gruß Max
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon Estomil » Mi Okt 02, 2019 10:16

Ganz klar was von ihc zu den 844 oder den 956 oder zb deuz aus der dx Reihe. Robuste Maschinen die oft auf kleineren betrieben gelaufen sind. Oftmals auch mit deutlich unter 10000h zu haben.

Hier in der Gegend hat oder hatte jeder zweite Betrieb einen von den beiden. Und über die Hälfte der Betriebe sind halt jetzt im Nebenerwerb. Die Kisten haben also oft wirklich nicht viel gelaufen. Unser 956xl kommt auch Mal Grade auf 8000h und ich werde nen teufel tun und den hergeben. In über 25jahren kein nennenswerter schaden( paar Batterien, Kreuzgelenk Vorderachse, Kupplungen und einmal Lichtmaschine sind alles was der je hatte)
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon JD5100 » Mi Okt 02, 2019 10:48

Mhhh, in der Klasse suchen fast alle was und es ist entsprechend teuer. Mit Frontlader noch viel schwieriger.
Ich habe daher einen Neuen 100er mit Tageszulassung gekauft.
Vorschlag: in der 120 PS Klasse sind Angebot und Preis-Leistung deutlich besser.
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon sexzylinder » Mi Okt 02, 2019 11:02

Ohne Allrad kannst Frontladereinsatz voll knicken! Selbst das erste Mal vor ca. 30 Jahren einen 80PS Schlepper mit Allrad und Frontlader gefahren und am ersten Tag stand fest: FL nie mehr ohne Allrad! Ich rate wie immer den besterhaltenen Schlepper zu kaufen den man sich leisten kann. Wissentlich Schrott kaufen und selber reparieren wird sehr oft an Ende teurer! Bischen Reserven musst eh planen weil 30 Jahre alt...kann schon Mal was kommen.
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Re: Traktor für Hobbylandwirtschaft

Beitragvon xaver1 » Mi Okt 02, 2019 11:09

JD5100 hat geschrieben:Mhhh, in der Klasse suchen fast alle was und es ist entsprechend teuer. Mit Frontlader noch viel schwieriger.
Ich habe daher einen Neuen 100er mit Tageszulassung gekauft.
Vorschlag: in der 120 PS Klasse sind Angebot und Preis-Leistung deutlich besser.


Ein neuer 100er um 12 bis 15000,-? :mrgreen:

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