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Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon Akrea » Mo Jan 30, 2017 20:33

Ich habe derzeit einen Tretmiststall, ein paar Jahre alt, und mit mechanisierter Entmistung. Das sieht also so aus daß ein zentraler Futtertisch besteht und daran beidseitig die Räumfläche für einen Kettenschieber angrenzt. Danach beginnt dann der Einstreu- und Liegebereich mit Gefälle zur Stallmitte hin, mit Abbruchkante für den Schieber.

Jetzt ist es so daß mich diese Schieberentmistung im Winter einfach nur tierisch ankotzt. Entweder friert der Mist fest, so daß der Schieber drüber geht und sich immer mehr aufbaut, oder es wird mit dem Wasser geplanscht, so daß es in die Kettenführung läuft und diese einfriert. Da ist zwar eine Ablaufrinne drunter, aber das Wasser läuft ja nur recht langsam rein und friert eher fest.
Ich kann zwar die Mistgänge mit dem Schlepper befahren, das Wegsperren der Tiere ist aber nicht gerade ungefährlich.
Ich war schon immer gegen zu viel Technik im Stall, habe mich aber bequatschen lassen, mit Manganstahlkette, superstabil, reißt alles durch, nie Probleme, bla bla bla.

Öfter laufen lassen ist leider auch nicht möglich, im Gegensatz zum planbefestigten Kuhstall fallen ja ganz andere Mengen Mist an, besonders wenn noch Unruhe im Stall dazu kommt. Der Mist fällt dann auch oft über den Schieber und wird wieder in die Parkposition mit zurückgenommen, was ohne Aufsicht dann Probleme macht.

Jetzt ist es für mich bereits zu spät und ich muss mich damit abfinden, wollte aber trotzdem mal fachsimpeln ob das nicht einfacher geht.

Meine erste Idee wäre ein zentraler Futtertisch wie jetzt, daran anschließend direkt nach dem Fressgitter der Liegebereich, was den Nachteil hätte daß die Tiere beim Fressen im eher sauberen Stroh stehen und dort abkoten. Als Vorteil könnten sie durch die Schräge nicht so stark gegen die Nackenriegel stemmen. Weitergehend dann das Gefälle bis zur Außenwand, welche einen halben Meter hohen Schlitz aufweißt, im Winter mit Gummilappen oder alten Förderbändern gegen Zugluft. Das Ganze einen Meter oder anderthalb über dem Boden. Die "Mistplatte" wären dann beide Stallseiten, dafür würde der Stall insgesamt schmäler. Vorteil wäre daß der Mist nur etwa einmal die Woche geräumt werden müsste.

Nachteile sehe ich beim Strohverbrauch, bei der Sauberkeit der Tiere und theoretisch könnte der Mist durch Frost ins stocken kommen.


Meine zweite Vorstellung wäre umgekehrt, Futtertische beidseitig außen, daran anschließend der Einstreubereich zur Stallmitte mit Abbruchkante und zentral gelegen ein 2,5 bis 3m breiter Mistgang, den man mit dem Schlepper befahren und entmisten kann. Wäre sicher nur jeden dritten Tag nötig und schnell und effizient erledigt.
Dabei sehe ich eigentlich gar keinen Nachteil, man könnte mit einem Windnetz außen am Futtertisch sogar massive Wände sparen. Einstreuen mit dem Jeantil wäre sogar noch staubärmer weil man nur knapp über die Nackenriegel blasen müsste. Da die Liegefläche direkt abfällt, auch kein Druck auf den Nackenriegeln.
Eins fällt mir noch ein, die Ammoniakbelastung durch den lagernden Mist im Stall, unter Umständen, das wars dann aber.
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon Müller-U » Mo Jan 30, 2017 21:44

Wo liegt denn das Problem, den Schieber öfter laufen zu lassen? Die Belastung der Kette wäre nicht so hoch und die Tiere sauberer. Bei Frost kann man die Anlage in kürzeren Intervallen kurz anlaufen lassen, um ein Festfrieren zu verhindern, und alles automatisch. Ich denke tausende Betriebe mit planbefestigten Laufgängen machen es so, mich eingeschlossen. Ich habe auch auf einem Betrieb gearbeitet, der genau so ein System hat wie Du, funktioniert unproblematisch.
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon Akrea » Mo Jan 30, 2017 22:33

Da kommen mehrere Konstruktionsfehler ins Spiel, die Außentore sind 15cm niedriger geworden als die Buchtenabtrennungen. Der Mist steht oft bis zur Abtrennung hoch und würde dann das Tor rausdrücken. Dann die Gefahr daß ein Bulle zu Fall kommt und in die nächste Bucht geschoben wird. Abgetrennte Gliedmaßen durch Scherstellen in der Parkposition. Nicht bei mir passiert, aber bei einem sehr ähnlichen Stall der zur gleichen Zeit gebaut wurde. Der ist auf die Bauart auch ähnlich gut zu sprechen wie ich.
Und der Schieber braucht für einen Durchlauf eine gute halbe Stunde. Bei den Temperaturen der letzen Wochen mit teils deutlich unter 20° friert der Kot fest, so schnell kann man nicht gucken. Auch Tränkewasser baut sich als Eis immer weiter um die Tränken auf, das hebt den Schieber seitlich an und Mist bleibt liegen, immer das gleiche Spiel. So baut sich halt immer mehr auf bis es mal taut.
In den letzten Wintern war es weniger extrem, der letzte Winter war ja eigentlich gar keiner, dieser mit 6 Wochen Dauerfrost und Tageshöchsttemperaturen von -5°haut aber schon rein.
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon Farmer79 » Di Jan 31, 2017 9:32

Ich finde das System vom Haus Düsse gar nicht schlecht.

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Hatte das woanders schonmal geschrieben, Zitat:
Servus,
bin über den Stallbau von Haus Düsse gestolpert- vielleicht wäre das in abgewandelter Form, wie in meiner Skizze etwas?
Vorteil -> kein Güllesystem - nur Festmist, Einstreumenge überschaubar
Link zum Bullenstall von Haus Düsse:
http://www.landwirtschaftskammer.de/due ... /index.htm
------------------------------------------------------------------------------------------

Evtl. wie in der Skizze etwas angewandelt...
Dateianhänge
Skizze-duesse.pdf
(56.67 KiB) 384-mal heruntergeladen
Farmer...ehemals >Deutz-Fan<
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon Akrea » Di Jan 31, 2017 9:58

Der Stall sieht nicht grundsätzlich schlecht aus, der Strohverbrauch ist den Angaben nach mit 2kg/Tier und Tag ähnlich wie bei mir, den hätte ich bei dem System höher eingeschätzt.
Ein wesentlicher Punkt ist mir beim Lesen aber aufgefallen, ohne planbefestigte Lauffläche auch kein Klauenabrieb, die werden dann ganz schöne Schuhe bekommen.
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon 2250 » Di Jan 31, 2017 10:00

Funktioniert aber leider nur bei Bullenmast
Bei Mutterkühen klappt es glaub ich nicht.
Zu wenig Bewegung.
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon moneymaker » Di Jan 31, 2017 10:07

Wir hattens aufm Lehrhof so wie auf Düsse.. Ausmisten normalerweise alle 3-4 Monate. Hatten leider nicht den externen Treibegang, der ist wichtig. Wir mussten immer in den Stall, die Buchtenabtrennung rausschrauben und dann Bucht für Bucht die Bullen raustreiben. Sonst war der Stall echt super. Über der Fressfläche war n Podest, da waren immer für eine Bucht ein Rundballen drauf, da konnt man dann echt gut einstreuen. Der Stall war für 90-110 Bullen ausgelegt.
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon Bodenseefarmer » Di Jan 31, 2017 11:59

deine Tore kannst eh hoch schrauben oder unten absägen wenn die BG mal da war...
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
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Re: Tretmiststall, ohne Technik machbar?

Beitragvon LUV » Di Jan 31, 2017 12:52

Deutz-Fan hat geschrieben:Ich finde das System vom Haus Düsse gar nicht schlecht.

Evtl. wie in der Skizze etwas angewandelt...



Ist das Düsser System nicht deshalb so wie es ist, weil es dann so auch funktioniert? Wenn sie es hätten machen wollen, hätten sie es doch so, wie von dir abgeändert machen können. Ich glaube in diesem Fall hat man Wert auf den Mistfluss gelegt, der durch die Anordnung des Fressplatzes auf dem Hochpunkt höher sein müsste, als wenn man lediglich auf der planbefestigten Fläche fressen lässt.
Dein Änderungsvorschlag ist die klassische Variante eines Tretmiststalles.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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