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trostlose ehem. SCHLÜTER Fabrik

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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48 Beiträge • Seite 3 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Beitragvon helt » So Sep 02, 2007 17:21

Dumme Frage: Gibt es denns chon ein Schlütermuseeum, oder würder sich eines lohnen? wäre doch ne super qulisse!
Gruß
Gruß helt
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Beitragvon automatix » So Sep 02, 2007 17:59

DerMitDemClaasTanzt hat geschrieben:Mir gefallen die alten Hallen, wenn die Schlepper genauso aussehen würden, wären die viel schöner 8)

Frag mich nur warum die sowas nicht einreißen, da könnte man doch super Baugrundstücke draus machen, vielleicht hört man dann um Mitternacht, Schleppermotoren brummen :lol:

Ne bei uns hier haben wir auch haufenweise Ruinen von alten Dachziegelein.


denkmalschutz, darum muß man warten bis das von selber zusammenfällt.....
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Beitragvon doftbauer » Mo Sep 03, 2007 14:26

Matze hat geschrieben:@dorfbauer: Mali sitzt schon in Schönebeck, allerdings nicht auf dem ehemaligen Doppstadt-Gelände, sondern quasi direkt daneben. In den ehemaligen Fortschritt/LTS/Doppstadt-Hallen werden jetzt Windkraftanlagen gebaut.


Das ist aber neu, oder? Als ich gegen Ostern eine Reportage auf MDR über das Fortschritttraktorenwerk sah, zeigte man eine ziemlich verwüstetes und verlassenes Traktorenwerk, indem einst die Zts entstanden, aber es muss in Schönebeck noch ein Werk zur Fertigung der Maral und Deutz- Fahr (Gigant 400) Maishäcksler gegeben haben.

Es ist schade, wie das Schlüterwerk verkommt, der Baustil ist aber echt der Hammer, was sind das eigentlich für zwei Türme auf dem Werksgelände?
An alle Fendt Fans
Wer Infos zum Fendt Häcksler ( Projekt FH800MG) und zu dem Fendt Traktor der Zukunft (Neues Variogetriebe alles neu!) wissen möchte, kann mir eine PM schicken! Habe einen guten Draht zu einigen Fendt Mitarbeitern.
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Beitragvon Fendtman » Mo Sep 03, 2007 14:59

Hi,

ich war letztes Jahr in der Gegend Unterwegs und hab extra nen Abstecher gemacht nach Freising um mir das Werk anzusehen, im Traktorhof findet man irgendwo paar Bilder dazu.

Hab damals noch eine Frau getroffen die zufälligerweise bei Hr. Anton Schlüter persönlich im Haushalt gearbeitet hat ( auf dem ehem. Werksgelände stehen noch 2 kleine Häuser mit Garten - eines davon bewohnt die Frau).

Die Dame hat erzählt das schon einige Investoren bzw. interesennten für das Marode Werk da gewesen wären nur die Auflagen der Stadt Freising waren so hoch das es absolut unrentabel und nicht mehr Sinnvoll gewesen ist dort zu Investieren.

Das Gespräch war wirklich sehr interesannt.

Hat auch vom 5000 Profitrac erzählt das Schlüter damals schon viel seines Privatvermögens immer wieder in die Firma geschustert hat.

Bei Testfahrten vor dem Werk auf einer Wiese seine ein paar mal die Achsen des Schleppers gebrochen ....sie hatte auch erzählt wieso die Werksfläche noch nicht verkauft wurden ... habs aber irgendwie vergessen - glaub noch nicht alles geklärt ...

Ich finde es sehr schade das alles so verfällt, aber sieht schon echt übel aus, glaube die Hallen usw. taugen nur noch zum Abriss ! Die Hallen sind nur aus Bretter mit Dachpape (so ähnlich) zusammen geschustert.

Die vorderen Bürogebäude könnte man wohl noch unter großen Finanziellen Aufwand retten.

Gruß Fendtman
Versucht der Fendt nach links zu schwenken ... hilft nur eines .... gegenlenken ! :)

Stau ist nur hinten doof - vorne gehts.
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schlüterfabrik freising

Beitragvon medine » So Jul 20, 2008 18:31

Hallo zusammen!

Kann man die Schlüterfabrik besichtigen? Mein Freund ist ein Schlüter-Fan, es würd ihm sicher voll gefallen.

Vielen lieben Dank im Voraus für eure Rückmeldung
Medine
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Re: schlüterfabrik freising

Beitragvon automatix » So Jul 20, 2008 19:47

medine hat geschrieben:Hallo zusammen!

Kann man die Schlüterfabrik besichtigen? Mein Freund ist ein Schlüter-Fan, es würd ihm sicher voll gefallen.

Vielen lieben Dank im Voraus für eure Rückmeldung
Medine


selbst ist der mann, die paar maroden türen dürften da wohl kaum im weg stehen....
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Beitragvon fasan » So Jul 20, 2008 21:40

Hallo

Ich habe in den Jahren von 1981 bis 1984 eine Lehre als Kfz-Mechaniker gemacht. Die Landmaschinenmechaniker waren bei uns in der Berufsschule in der Klasse dabei. Unsere Abschlussfahrt ging damals nach München zu BMW "Werksbesichtigung". Die Lamaschüler schauten sich das Schlüterwerk derweil an.
Es war schon damals ein total veraltetes Werk. Schlüter hatte damals noch die Gussteile in Sand gegossen. Jede Gießform musste mit einer Positivform als Vorlage aus Sand hergestellt werden und dann wurde erst das eigentliche Gußteil gegossen.
Das ist ein Riesen aufwand und schon damals absolut nicht zeitgemäß.
Kopfschüttelnd haben damals die Mechaniker uns berichtet.
Ihr müsst euch vorstellen wie im Sandkasten Burgen bauen und wenn nur ein kleines Teil abgebrochen ist wurde die Form neu gemacht.

1982 haben wir die Deutzwerke in Köln besucht. Eine Werksführung die 2 Tage dauerte.
Ich habe viele Werke gesehen (Mercedes, Audi, MAN, John Deere, Opel, Kolben Mahle, Fichtel und Sachs und SKF, aber Deutz in Köln bin ich heut noch beeindruckt. Eine Gießerei die 100erte von Motorblöcke am Tag gegossen haben. Eine Meisterleistung von damals, die heute noch seinesgleichen sucht.

Gruß vom Gerald
Helft den Armen vögeln
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Beitragvon DerMitDemClaasTanzt » So Jul 20, 2008 22:16

Die warten dort warscheinlich das die Hütten von allein zerfallen, dann ist es mit dem Denkmalschutz vorbei, hier stehen auch noch viele Ruinen...alte Ziegleien ...die genauso aussehen.

Denke mal nicht das die im Osten schlechte Fertigungstechnik hatten. In der DDR und Russland wurden damals Maschinen gefertigt die wirklich mehr vertragen als die heutige Hightech-Klamotte...ich sage nur VEB Maschinenkombinat Fritz Heckert die Maschinen laufen sogar in der KHD Motorenproduktion :P
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Beitragvon Justice » Mo Jul 21, 2008 9:41

fasan hat geschrieben:Hallo

Schlüter hatte damals noch die Gussteile in Sand gegossen. Jede Gießform musste mit einer Positivform als Vorlage aus Sand hergestellt werden und dann wurde erst das eigentliche Gußteil gegossen.
Das ist ein Riesen aufwand und schon damals absolut nicht zeitgemäß.
Kopfschüttelnd haben damals die Mechaniker uns berichtet.
Ihr müsst euch vorstellen wie im Sandkasten Burgen bauen und wenn nur ein kleines Teil abgebrochen ist wurde die Form neu gemacht.


Gruß vom Gerald


Was für Teile? Wie hätten die das sonst machen sollen?
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Beitragvon lagavulin » Mo Jul 21, 2008 10:14

Justice hat geschrieben:
fasan hat geschrieben:Hallo

Schlüter hatte damals noch die Gussteile in Sand gegossen. Jede Gießform musste mit einer Positivform als Vorlage aus Sand hergestellt werden und dann wurde erst das eigentliche Gußteil gegossen.
Das ist ein Riesen aufwand und schon damals absolut nicht zeitgemäß.
Kopfschüttelnd haben damals die Mechaniker uns berichtet.
Ihr müsst euch vorstellen wie im Sandkasten Burgen bauen und wenn nur ein kleines Teil abgebrochen ist wurde die Form neu gemacht.


Gruß vom Gerald


Was für Teile? Wie hätten die das sonst machen sollen?

Hier eine Beschreibung der Gießverfahren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gie%C3%9Fe ... rfahren%29

Bei geringen Stückzahlen ist Sandverfahren billiger als Dauerformen, so hoch waren die Stückzahlen bei Schlüter nicht.
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Beitragvon X4Pilot » Mi Jul 23, 2008 11:29

Traurig, traurig...Und in das Werk in Schönebeck wurde noch schön kräftig investiert. Möchte nicht wissen, was da an Subventionen in den Osten geflossen sind. Das Ende dort dürfte ja auch bekannt sein...
Hubraum is durch nix zu ersetzen ausser durch noch mehr desgleichen...!!!
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Beitragvon treckerfan27 » Mi Jul 23, 2008 12:06

Die Investitionen in Schönebeck haben aber nichts mehr mit Schlüter zu tun, sondern gehören schon zur Doppstadt-Geschichte. Und die Investitionen gingen erst einmal zu Lasten der Mitarbeiter, welche nach der Übernahme durch Doppstadt gleich mal 1-2 Lohngruppen herabgesetzt wurden. Die Schuld am Niedergang trägt meiner Meinung nach Doppstadt, da das Unternehmen nie eine wirkliche Strategie hatte, einen passenden Traktor zu bauen und diesen auch schlagkräftig zu vertreiben. Naja, die Politiker stehen natürlich in der Verantwortung, da diese Doppstadt den Zuschlag gaben - angeblich hatten die ein besseres Sanierungskonzept als Claas, welche Schönebeck damals ja auch kaufen wollten. Völlig unverständlich...
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Beitragvon X4Pilot » Mi Jul 23, 2008 23:50

Wenn man mal auf die Doppstadt Seite geht wird aber mit keiner Silbe in der Firmengeschichte erwähnt, was mit dem Traktorwerk Schönebeck, der Weiterbau des MB Tracs und eben auch mit Schlüter passiert ist.

Na ja, Mißwirtschaft wurde ja schon immer betrieben, nur fühlt sich hinterher natürlich keiner verantwortlich für die Sache...
Hubraum is durch nix zu ersetzen ausser durch noch mehr desgleichen...!!!
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Re: trostlose ehem. SCHLÜTER Fabrik

Beitragvon roltamax » Fr Jul 25, 2008 15:12

Marion99 hat geschrieben:Hallo miteinander,
bin neulich mal durch Freising gefahren und am ehemaligen SCHLÜTER Werk vorbei. Das ganze sieht ja trostlos aus. Die Hallen stehen nun seit 1993 leer und immer noch ist keine neue Nutzung in Sicht. Wirklich Erbärmlich wie SCHLÜTER sich da präsentiert!!!

Weiß jemand hier im Forum wie es da weitergehen soll??


Tja, bei so viel traurigem ein kleiner Rückblick was damals dort alles schöne hergestellt wurde:

Ich mag ihn besonders weil ich an ihm jede Schraube persönlich kenne. Ich habe ihn gekauft und dann komplett auseinander genommen, wirklich alles restauriert, lackiert und dann wieder original aufgebaut. Der Traktor ist zu 100% original so wie er damals gebaut wurde.

Hier die technischen Daten:

Schlüter AS 15, 15 PS, 1600 cm³, 1 Zylinder Stehend mit großer Schwungscheibe, ca. 25 km/h schnell zugelassen als Traktor mit schwarzen Kennzeichen.

Ich nutze den Traktor um bei schönem Wetter mit meinen beiden Töchtern gemütlich durch die Felder zu umliegenden Spielplätzen, Eisdielen, Seen oder zu Freunden zu fahren.
Wenn die beiden den Einzylinder knallen hören, sind sie nicht zu halten und schneller als man gucken kann auf den Kindersitzen und wollen mitfahren.
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