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Twin-N

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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26 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Beitragvon StephanB » Mi Sep 24, 2008 19:04

Nochmal zum Thema Freisetzung von Bakterien:

Ich hatte oben das Beispiel von Ägypten angegeben. In Hunderten von Jahren ist im Niltal eine natürliche Symbiose zwischen den Stickstoffbakterien des Klees und dem Reis entstanden - ohne Gentechnik, ohne Wissenschaftler, ohne Import von Bakterien. D.h. die Natur hat dies zugelassen.
Das gleiche würde sicher auch bei uns passieren, wenn man jahrein, jahraus auf dem gleichen Feld abwechselnd eine Leguminose und ein Getreide anbauen würde.
Auch hier würde die Natur das sicher zulassen.
D.h. diese speziellen Bakterien sind in der Natur vorgesehen.
Mais und auch andere Pflanzen haben glaube ich im Laufe der Evolution verschiedene Methoden entwickelt, um mit Schädlingen fertig zu werden. Und dann gibt es da noch die Nützlinge, die es im Stammland des Maises, in Mittelamerika gibt. Der Mais benötigt kein Killer-Gen, wenn er auf gesundem Boden wächst.
Ich hatte mal ein Vergleich gelesen, indem Pflanzen mit Tieren verglichen wurden.
Raubkatzen erlegen die schwachen, kranken und alten Tiere. Genauso befallen Schädlinge die schwachen und kranken Pflanzen, die sich nicht richig wehren können. Schwache Pflanzen gedeihen auf schlechten Böden.

Es gibt außer Twinn auch noch:
Phylazonit (auch mit Bakterien für die Verfügbarmachung von Phosphor) und Nitragin bzw. Radicin.

Ich werde ab jetzt mein Wissen verkaufen. Jeder kann ein Buch schreiben, wenn es Dieter Bohlen geschafft hat. :oops:

Stephan
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Beitragvon Meini » Do Sep 25, 2008 22:40

Hi Stephan nach deinem link zufolge bringen die bei Weizen 35 kg/N/ha richtig für 60 € + n bisel dürftig. Ich bräucht da doch deutlich mehr min 180N. Mag sein das das für Brasilien für 23 dt Soja reicht aber nicht für 100 dt Weizen.

Die logik mit den Gesunden Pflanzen brauchen keinen Ps erschließt sich mir nicht ganz.Heist doch auch gesunde Menschen werden nich krank oder? Also wofür haben wir noch Krankenkassen, Ärzte ....usw.?

:lol:
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Beitragvon StephanB » Mi Okt 08, 2008 9:15

Servus Meini,
Hi Stephan nach deinem link zufolge bringen die bei Weizen 35 kg/N/ha richtig für 60 € + n bisel dürftig.


wenn man seine Baktierchen sorgsam behandelt und ihnen mindestens einmal die Woche gut zuredet, dann braucht man die Mittel nur einmal für Jahre hinaus anwenden. Je stärker die Humusschicht ist, desto mehr Nahrung (über die Bodenlebewesen) bekommt die Pflanze, aber das brauche ich hier ja sicher nicht erzählen.

Vor zwei Jahren schon hatte ich einen sehr interessanten englischen Text abgespeichert, der von einer Seite stammt, die hauptsächlich über Energieprobleme berichtet (energybulletin.net), aber auch Artikel über Landwirtschaftsthemen tauchen da immer wieder auf.

Über die Bedeutung der Bodenlebewesen und wie man für deren Regeneration bzw. Vermehrung sorgt:

"Published on 7 Dec 2006 by Energy Bulletin. Archived on 7 Dec 2006.
Soil food web - opening the lid of the black box

by Bart Anderson "
http://www.energybulletin.net/node/23428

Sehr gut sind auch die Videos von Dr. Elaine Ingham (leider auch auf Englisch):
http://de.youtube.com/results?search_qu ... type=&aq=f

Im obigen Artikel ist einiges von dem erklärt, was sie in den Videos erzählt.

Hast Du gewußt das synthetische Dünger Unkräuter fördern oder dass ein schlecht durchlüfteter Boden (schlechte Bodenstruktur) den Dünger aufgrund von Sauerstoffmangel flugs in Form von Ammoniak wieder in die Luft entlässt? Ein Bestandteil des Stickstoffkreislaufes, ich weiß. Aber ich beschäftige mich nicht jeden Tag mit diesen Dingen, deswegen bitte ich alle Experten um Entschuldigung, wenn ich mal wieder was verwechsle. Auf Nachfrage könnte ich mich dann aber jeweils korrigieren.

Aus "Klimaveränderung durch Humusabbau"
Für besonders hartnäckige „Humusschwund-Negierer“ sei darauf hingewiesen, dass in „Schutz der grünen Erde“ (S. 549, Tabelle 6.2) auf Grund des Humusgehaltes der österreichischen Ackerböden von ca. 8 kg H/m2, diese in die Kategorie Wüsten und Halbwüsten (diese haben durchschnittlich 10 kg H/m2) einzustufen sind. Unsere Ackerflächen sind also humusmäßig Wüsten.


von Univ. Prof DI August Raggam, Institut für Papier-, Zellstoff- und Fasertechnik, Gründer des Forschungsinstituts für Alternative Energieerzeugung - Biomasse, Technische Universität Graz, Mitbegründer der Firmen Ökofen und KWB – Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH


http://www.bio-austria.at/content/downl ... sabbau.pdf

Ref.: Schutz der grünen Erde, Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, Economia Verlag, 1994


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Beitragvon gerd gerdsen » Do Okt 09, 2008 10:41

doch wohl eher ein alter hut, in meinem uralt-lehrbuch steht schon etwas von boden impfen für den erstmaligen anbau von leguminosen drin .
in wieweit es gelingen kann ohne leguminosen stickstoff aus der luft pflanzenverfügbar zu machen weiß ich nicht, wenn man aber mal bedenkt das angeblich aus der luft über 200 kg/N pro ha eingetragen werden ist hier in zukunft wohl noch einiges möglich .
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Beitragvon StephanB » Do Okt 09, 2008 12:56

in wieweit es gelingen kann ohne leguminosen stickstoff aus der luft pflanzenverfügbar zu machen weiß ich nicht, wenn man aber mal bedenkt das angeblich aus der luft über 200 kg/N pro ha eingetragen werden ist hier in zukunft wohl noch einiges möglich .


Hallo Gerd,
dass es funktioniert hat unter anderem die Forscherin Johanna Döbereiner gezeigt. Ich poste hier nochmal zwei Links mit Texten über dies Forscherin, die wegen ihrer Arbeit für den Chemie(?)-Nobepreis nominiert war, dazu, die ich am Anfang des Threads schon eingefügt hatte:

http://www.topicos.net/fileadmin/pdf/20 ... marsch.pdf
http://www.zeit.de/2006/19/Brasilien-Ernhrer?page=2

Ein (englischer) Link zu positiven Ergebnissen bei der Anwendung von Bakterien und Tomatenpaste bei Raps:
"Effects of Glucosinolates and Flavonoids on Colonization of the Roots of Brassica napus by Azorhizobium caulinodans ORS571"
http://aem.asm.org/cgi/content/full/66/5/2185

Ein Artikel bzw. eine Studie über die positiven Auswirkungen von Bakterien auf afrikanisches Getreide:
"Potential use of rhizobial bacteria as promoters of plant growth for increased yield in landraces of African cereal crops "
http://www.academicjournals.org/ajb/PDF ... Dakora.pdf

Und noch der Link zu einem erfolgreichen Anbauversuch von Weizen mit Bakterien
"Yield increases in spring wheat (Triticum aestivum L.) inoculated withAzospirillum lipoferum under greenhouse and field conditions of a temperate region "
(Ertragssteigerungen bei Frühjahrsweizen(?) (Triticum aestivum L.) unter Gewächshaus- und Freilandbedingungen aufgezogen wurde und mit Azospirillum lipoferum geimpft (gebeizt) wurde.)
http://www.springerlink.com/content/w75024561477/

Eine Liste mit 100 Büchern zum Thema Biological Nitrogen Fixation (Biologische Stickstofffixierung)
http://biblioweb.dgsca.unam.mx/libros/m ... /c9bi.html

Und dann gibt es da noch diese zwei Patente mit denen solche Stickstoff-Bakterien patentiert wurden (vor der Erfindung der Gentechnik?), was an sich schon wieder eine Riesensauerei ist, weil hier Lebewesen patentiert wurden. Die gleiche "Sauerei" die gerade in der Schweinezucht eingeführt werden soll (Patent auf ein bestimmtes Schweinegen, das in praktisch jedem Schwein vorhanden ist):
Einmal das Dokument/Patent DE000003788689T2 ("Pflanzenwachstumsteigernde Rhizobakterien für landwirtschaftliche Nichtwurzelgetreide.") und zum anderen das Dokument/Patent DE000003752041T2 ("Nützliche, direkt wirkende Bodenbakterien ").

Das man Leguminosen extra mit Stickstoff-Bakterien impfen muß, damit diese Symbios entsteht wußte ich bis vor 10 Monaten auch nicht. Das hängt anscheinend damit zusammen, dass im Boden eben kaum noch Leben vorhanden ist.

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Beitragvon SHierling » Do Okt 09, 2008 13:23

Aber jetzt nicht dieser Quatsch schon wieder
ie gleiche "Sauerei" die gerade in der Schweinezucht eingeführt werden soll (Patent auf ein bestimmtes Schweinegen, das in praktisch jedem Schwein vorhanden ist):

Lies Dir doch bitte das Patent erstmal durch, bevor Du solchen Mist postest, das Thema hatten wir auch schon
http://www.landtreff.de/viewtopic.php?p=285461#285461

Und es wäre für die Diskussion sicher förderlich, wenn nicht andauernd alle Boden- oder sonstige Bakterien in einen Topf geworfen werden würden! Es sind ja nicht mal alle Arten BEKANNT -von dem angeblichen "kaum noch Leben", wer also behauptet, daß die Auswirkungen des Freisetzens irgendwelcher Organismen auch nur "zu beurteilen" wäre, der ist einfach nur unseriös.
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Beitragvon StephanB » Do Okt 09, 2008 22:06

Ich muß gestehen, dass ich diese Info bezüglich Schweinezuchtverfahren noch nicht hatte.
Zum Thema Verbreitung von Bakterien hatte ich oben auf das Land Ägypten verwiesen.
Aber ich schreibe hier nicht um Dich in irgend einer Art anzugreifen, sondern um auf etwas hinzuweisen was ich für wichtig halte. Ich verdiene mit Landwirtschaft keinerlei Geld. Mir gehört nicht einmal ein Quadratzentimeter Boden. Das was ich hier mache, mache ich freiwillig.
Und ich kann Dir versichern ich habe inzwischen hunderte Artikel zum Thema Landwirtschaft, vor allem ökologische Landwirtschaft und Permakultur gelesen um sagen zu können, dass ich inzwischen ein bischen Ahnung davon habe. Ich habe keinen Artikel gelesen darüber wie der Abstand des Pflugs vom Seitenstreifen ist oder wie lange man mit dem Bearbeiten warten muß, wenn auf lehmigen Boden innerhalb von drei Tagen 70 mm Regen gefallen sind.
Das können nur die beurteilen, die das seit Jahren machen.

Gerade habe ich einen Auschnitt aus dem Vortrag von Dr. Elaine Ingham zum Thema Auswirkung von ökologischer Bearbeitung auf den Ertrag von Feldfrüchten angehört ( "How to grow crops that resist pests", http://de.youtube.com/watch?v=GatAEMYu__o ), den ich nachfolgend ungefähr wieder gebe.

Sie berichtet über die Erfahrungen auf dem Gelände des Horseshoe Bend Agroökosystems (agroecosystem), bei Athens im Staat Georgia, USA.
Ungefähr 1980 begann man dort die nachhaltige Bodenbewirtschaftung zu untersuchen. Dazu wurden zwei Acre Land (ca. 0,8 ha), die bisher 30-35 Jahre konventionell bearbeitet wurden (mit normalem Einsatz von PSm und synthetischem Dünger; Fruchtfolge: Mais, Soja, Sorghum), jetzt für Untersuchungen für eine alternative Bewirtschaftung abgetrennt.
Die Definition von alternativer Bewirtschaftung (durch das USDA - US Landwirtschaftsministerium) war damals: Einfach nur kein Pflug einsetzen.
Im Herbst 1980 wurde dort ein Gründünger gesät und im Frühjahr wurde dieser oberflächlich gemulcht und nicht untergepflügt. Die Mulchschicht war ungefähr 10 Zentimeter hoch. Zu dieser Zeit ist gleichzeitig Regenzeit in Georgia. Das Resultat war, dass die zwei Acre nach zwei Wochen angefangen haben ziemlich zu stinken.
Die Traktoren mit den Sähmaschinen fuhren wie auf Schmierseife auf diesem Stück Land umher und hatten keine Traktion mehr.
Der Mais wurden in diese faulige Grünmasse eingesät und die Keimlinge verfaulten ebenfalls.
Im Herbst 1981 verteilte man Kompost auf dieses Feld. Daraufhin begann unmittelbar ein Zersetzungsprozeß. Bakterien etc. wurden aktiv, wanderten auch in den Boden ein und bildeten nach und nach ein besseres Bodengefüge. Im nächsten Frühjahr säte man dann Sojabohnen. Jenes Jahr war ein sehr trockenes Jahr. Auf dem konventionell bearbeiteten Feld (auch mit Sojabohnen glaube ich) gab es nur einen sehr geringen Ertrag. Auf dem Feld mit dem Kompost war der Ertrag normal. Die Bodenstruktur, die schon eine gewisse Wasserspeicherkapazität aufwies, sorgte dafür, dass auch im Sommer noch etwas Wasser im Boden vorhanden war.
Ab 1984 setzte man auf dem ökologischen Abschnitt keine Pestizide mehr ein.
1986 war eine normale (O,A,B,C ?) Bodenschicht entstanden, mehrere Meter tief. Ab diesem Jahr benötigte man nur 4 kg (in Worten vier Kilogramm) pro Hektar an synthetischem Dünger, um Mais (der mit den Kolben) anzubauen. Das konventionelle Feld benötigte 400kg (vierhundert) an Dünger für den Anbau von Mais. Gleichzeitig war der Ertrag auf dem Öko-Feld besser. Im Lauf der Jahr konnte man auch die 4 kg weglassen (bessere Bodenstruktur, mehr Bodenlebewesen, mehr Stickstofffixierung, mehr Wasserspeicherkapazität, etc.).

Dazu werden immer noch Studien durchgeführt. Die Ansprechpartner sind:
David Coleman und Paul Hendrix, Uninversity of GA-Institute of Ecology, Cedar Street, Athens, GA 30602-2360

Eine Studie mit einigen Daten (allerdings nicht zu dem oben beschriebenen Zeitraum, aber ich wollte auch nicht ewig suchen) ist diese hier (auf Seite 11 ist die Bodenart beschrieben und auch ein Bild mit ca. 1-1,5m Bodenprofil zu sehen): http://ltse.env.duke.edu/files/ltse/pub ... %20HSB.pdf

Wie so oft kann man zu so wichtigen Informationen ohne aufwändige Recherche nicht an einfache Texte kommen.

Stephan
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Beitragvon SHierling » Fr Okt 10, 2008 7:53

Ja. Es bezweifelt niemand, daß es Artikel FÜR eine Sache gibt, ebenso wie dagegen. Nochmal: Es ist, wie Du bei Deinen Recherchen ja sicher auch festgestellt hat, NIRGENDS belegt, welche Bodeblebewesen es INSGESAMT gibt, die sind nämlich gar nicht alle bekannt, und eben darum ist die "Risikoforschung" in diesem Berech auf sogenannte "Stellvertreterorganismen" angewiesen, überall auf der Welt. Und solange das so ist, ist das Freisetzen von EGALWAS, Mais, Mikroorganismen, wie "effektiv" sie auch immer sein mögen, Bakterien - immer ein unverantwortliches Risiko, weil das Ganze eine UNUMKEHRBARE Aktion ist.

Es gibt ausreichend Möglichkeiten, Eiweiß, essentielle Aminosäuren und Lebensmittel in Konvertern und GESCHLOSSENEN Systemen zu produzieren, und es dürfte auch inzwischen hinlänglich bekannt sein, daß das Herumpfuschen in der Natur - in offenen (Öko-)Systemen - auf der Basis von "Trial & Error" bisher noch immer irgendwelche "Nebenwirkungen" hatte, an denen zT (zB in Australien) schon seit 30 Jahren verzweifelt herumlaboriert wird, ohne diese Fehler je wieder beheben zu können.
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Beitragvon StephanB » Fr Okt 10, 2008 11:54

Natürlich kann man nicht alles was im Boden noch verborgen ist erfassen - bei den Trillionen von Lebewesen. Selbst im Regenwald sind anscheinend noch längst nicht alle Bewohner oberhalb des Erdbodens erfasst, genauso in der Tiefsee.
Das Besondere in Ägypten war, dass die Bakterien von ganz alleine darauf gekommen sind, sich in den Reiswurzeln anzusiedeln (Energie von der Pflanze und dafür Stickstoff zurück), es war also ein Akt der Natur und nicht des Menschen.
Und deshalb denke ich, dass das gleiche auch z.B. bei uns in Mitteleuropa passieren würde. Der Mensch hilft diesen Bakterien nur etwas auf die Sprünge.

Und dann wollte ich noch auf zwei Gebiete der Gentechnik eingehen:
Die Produktion von Waschmitteln und die Produktion von Insulin.

Das mit den niedrigeren Temperaturen ist wirklich ein tolle Sache weil dadurch eine Menge Energie eingespart werden kann.
Noch mehr Energie könnte man aber einsparen, wenn ein Warmwasseranschluß in Bädern zur Pflicht gemacht würde, so wie Dank Umweltzonenplakette viele Menschen sich demnächst ein neues Auto kaufen müssen, wenn sie noch zur Arbeit mit dem Auto fahren wollen oder so wie neue Häuser (zumindestens auf dem geduldigen Papier) einen ökologischen Mindeststandard vorweisen müssen.
Und wenn dann noch Solarkollektoren die Warmwasserbereitung unterstützen hat man noch mehr gewonnen.

Das Insulin inzwischen so billig produziert werden kann, ist natürlich ein Segen für all die Diabetiker.
Warum gibt es aber eigentlich so viele Diabetiker?
Nicht nur aufgrund eines hier schon erwähnten Ernährungsbuches weiß ich inzwischen, dass dies eine Wohlstandskrankheit ist. D.h. wenn man hier z.B. in Schulen präventiv wirken würde (z.B. Kochkurse, Pausenbrotverkauf als Schülerunternehmen, etc.), wobei das Geld von den Krankenkassen (warum eigentlich nicht Gesundheitskassen?) kommen könnte (statt für Fitnessprogramme für Erwachsene), dann bräuchte man in zehn bis zwanzig Jahren kein billiges Insulin mehr bzw. die wenigen, die es dann noch bräuchten könnten es von den Gesundheitskassen bekommen.

In meinem vorhergehenden Posting war von überhaupt keinen Bakterienfreisetzungen die Rede, nur von ökologischer Landwirtschaft, und trotzdem ist die Wirkung enorm.
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Beitragvon SHierling » Fr Okt 10, 2008 12:10

über Ökologische Landwirtschaft ist hier im Forum doch schon jede Menge geschrieben worden, das ist auch alles "nett", aber eben überwiegend Raubbau. Wer etwas ERNTEN will, der kann ganz grundsätzlich nicht erwarten, daß "die Natur" ihm das liefert - genau das ist halt "wider die Natur" gedacht! (im gegensatz zu integriertem Anbau zB)
Es ist nicht "toll", wenn man Dünger spart, sondern völlig unnatürlich, denn das, was Du dem Boden entziehst, muß ja auch wieder ZURÜCK! (bzw überhaupt erstmal vorhanden sein).

Und bei der Gentechnik, oder eben gerade auch beim Bio-Anbau in geschlossenen Systemen wie Containern geht es doch in Zukunft nicht mehr um Medikamente - meiner persönlichen Meinung sowieso das hinterletzte, Menschen billige Medikamente vorenthalten zu wollen - sondern um (ÜBER_)Lebensmittel!
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Re: Twin-N

Beitragvon TwinN » Sa Apr 03, 2010 17:40

Bitte schaut auch mal hier:


www.twin-n.de

oder

www.twin-n.at

Wir verkaufen Twin N fast europaweit und haben einiges an Versuchen auf diesen Seiten zusammengestellt ....

Grüße
TwinN
 
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