Labernich hat geschrieben:Bei uns im Landkreis gibt es eine Naturschutzstiftung, die sind ganz wild darauf Ackerflächen am besten noch in Überschwemmungsgebieten zu extensivieren. Dafür gibt es dann Punkte die sich als Ausgleichsmaßnahmen für öffentliche Bauvorhaben anrechnen lassen. Manchmal tauschen die auch Flächen. Ich würde mich an deiner Stelle mal erkundigen ob es so etwas bei auch gibt. Könnte ja eine WinWin Situation ergeben.
Was das Steuerliche angeht würde ich ein paar Euro in eine professionelle Beratung investieren. Kann nicht die Welt kosten. Für eine Ferndiagnose halte ich das Thema für zu komplex.
Aus der Grundidee, daß man ökologische Aufwertungen von Flächen registrieren lassen und man diese Aufwertungen dann an Interessierte weiterverkaufen kann, hat sich eine verfl.... Bürokratie entwickelt.
Unabhängig davon, daß in keinem Gesetz steht, daß man einen Ausgleich nicht schon vor einem Eingriff machen kann, mag als Beispiel herhalten, daß jemand mitten in der Stadt 5 Bäume pflanzt (und als Öko-Konto-Maßnahme registrieren läßt) und die Sache ein Jahr später an jemanden für einen frei verhandelbaren Preis verkauft, der für einen Eingriff in Natur und Landschaft dringend einen Ausgleich in Form von 5 Bäumen braucht. Man sieht, daß man dafür weder Ökopunkte braucht noch einen öffentlichen Abnehmer, denn es kann auch ein privater sein.
Die Öko-Kontoführung mit Öko-Punkten vernachlässigt hingegen jederlei ökologische Funktion der Guthaben. Die Berechnung aufgrund wissenschaftlich unqualifizierter Öko-Punkte-Verzeichnisse (in Hessen als Anlage zu der Kompensationsverordnung) ist eine bürokratische, keine naturschutzfachliche Herausforderung.
Die Anwendung der Öko-Punkte in der Bauleitplanung (Bebauungspläne) ist beliebt, aber im Grunde unzulässig. Denn in einem Bebauungsplan geht es wieder z.B. um die o.g. 5 Bäume (wenn sie noch für einen fairen Preis "zu haben" sind). Nicht nur deren ökologische Ausgleichsfunktionen sollen im Zuge der planerischen Gesamtbetrachtung genutzt werden, sondern vor allem die stadtbildverschönernde Eigenschaft der Bäume. Letzteres ist mit Ökopunkten schwer zu erfassen. Denn es ist ganz praktisch schwer vorstellbar, wie man ein Stadtbild mit 1500 Ökopunkten verschönern sollte oder wie gar 1500 Ökopunkte im Sommer Schatten spenden sollen ......
