Bei uns tauchen in letzter Zeit zahllose "Flutopfer" auf, einlaminierter Zettel in den Händen "Habe durch die Flut alles verloren, bitte helfen sie mir" und ein Bild von einem zerstörten Haus. Beim ersten glaubt mans noch, aber wenn acht bis zehn am Tag auftauchen wird es abenteuerlich. Gemeinsam mit meinem Nachbarn haben wir die wirklich armen Menschen "verfolgt" und den Abkasierer mit seinem relativ neuen Mercedes zur Rede gestellt, bzw. bis zum Eintreffen der Polizei in ein Gespräch verwickelt. Dabei stellte sich dann heraus, dass der täglich ein ganzes Tal mit Bettlern "bearbeitet", die unter katastrophalen Umständen hausen und alles abgeben müssen, was sie erbettelt haben, dafür hätten sie ja Reise, Kost und Logis erhalten. So leid mir die Bettler auch tun, vor allem die Kinder, die da mitgeschleppt werden, von mir gibts nichts mehr.
Weiterer Aspekt: Nach dem ersten Durchlauf konnte man an bestimmten Häusern, in denen alte Leute, alleinstehende Frauen oder gebende Meschen wohnen unauffällige Kreidezeichen, sog. Gaunerzinken finden.
Zu Jehovas Zeugen, die finden am neuen Haus die Türe nicht mehr, statt dessen klopfen die sich die Finger am Eingang zum Wirtschaftsgebäude wund, außer letztens als der Zoll angekündigt war, um die Brennerei zu verschließen, da lief ein seriös aussehender, älterer Herr mit Aktentasche in den Hof und meine Mutter bat ihn freundlich auf der Hausbank Platz zu nehmen, sie wolle nur geschwind die Unterlagen holen. Der Herr nahm hocherfreut Platz, verlies diesen aber auch wieder anstandslos, als der Echte Zoller aufschlug.
Uffpasse!
Gruß
Werner

