Hallo miteinander!!
Worauf sollt ich achten beim kauf eines Unimog U1200??
Mir wurde nämlich ziemlich günstig einer angeboten!
MfG Agroplus+60
Aktuelle Zeit: Do Jun 18, 2026 11:13

Flozi hat geschrieben:Hallo miteinander!!
Worauf sollt ich achten beim kauf eines Unimog U1200??
Mir wurde nämlich ziemlich günstig einer angeboten!
MfG Agroplus+60
holgi63 hat geschrieben:Mein lieber Mann, hier sind aber die absoluten Unimog-Profis am Werk...![]()
...habt Ihr mal den Verbrauch des Unimog beim Arbeiten auf dem Feld pro Hektar nachgemessen?
Da liegt meiner komischerweise mit einem gleichstarken Standardschlepper fast auf den Viertelliter gleichauf...
Oder bei Leerfahrt bzw. beladen auf 100km? Oder für einen Transport einer Ladung von A nach B.
Die mittlere Baureihe (403, 406) lag seinerzeit bei ca. 20l/100km, der 403 (OM314) etwas weniger, als der 406 (OM352).
Die schwere Baureihe bei etwa 25-27l/100km mit dem OM352 / OM352A und etwa bei 21l/100km mit dem OM366 OM366A.
Höhere Verbräuche haben die Maschinen logischerweise mit breiten Radialreifen und niedrigem Luftdruck, das beziffert sich aber um 10%.
Noch höhere Werte natürlich unter Last/Beladung, was aber absolut normal ist und genauso für den Standardschlepper gilt....
...oder die Motoren wurden unfachmännisch aufgedreht, dann stieg der Verbrauch auch an.
Im Zug mit zwei vollgeladenen Kippern an der 40t-Grenze darf der Unimog dann auch etwas mehr verbrauchen...
...gilt aber wieder in beiden Fällen gleich für den Standardschlepper.
Die Ölverbräuche lagen früher im Schnitt eine Ecke höher, als bei vergleichbaren Wettbewerbsmotoren ihrer Zeit, das bleibt unbenommen. Ein Mercedes NFZ mit blauer Fahne gehörte bis Mitte der 80-er Jahre zum Straßenbild, endete aber nur wenig später.
Physikalische Gesetze sind nicht markenspezifisch abwandelbar. Die spezifischen Verbräuche der Motoren von DB lagen seinerzeit ziemlich genau dort, wo sie auch bei Deutz, MWM oder Perkins lagen, lediglich die Motoren von IHC lagen etwas höher. Man ziehe hierzu die entsprechenden Tabellenbücher zu Rate, die dies eindeutig belegen.
Der vom Wettbewerb seinerzeit vielbeschworene systembedingte Mehrverbrauch der aufgelösten Bauweise des Unimog - bzw. genauso beim MBtrac - lag in der Praxis unter der Messbarkeitsgrenze. Heute können die aktuellen UNIMOG in der Regel einen erheblich geringeren Verbrauch bei Transportarbeiten im Vergleich zum Standardschlepper in die Waagschale der Argumentation werfen, dazu gibt es unabhängige Tests und Gutachten. Betriebe, die groß genug sind, einen Unimog mit reinen Zugarbeiten ganzjährig auslasten zu können, gibt es bis heute und diese werden diesem Fahrzeugkonzept auch bei den relativ hohen Preisen weiterhin treu bleiben. Zudem, wo im Unimog SCR bereits Serie ist und was das verbrauchsseitig bedeutet, zeigte der aktuelle PROFI-Test am großen MF!
Natürlich sind aktuelle Unimog heutigen Standardschlepper auf dem Feld für Ackerarbeiten nicht mehr gewachsen, die getragene Spritze wird auch bald verschwinden, weil der Behälterinhalt nicht zukunftsfähig ist, es bleibt aber die Bastion des Transportes, wo der Unimog auch in der Landwirtschaft - wenn auch mit nur noch kleinen Stückzahlen - noch ein paar Neuzulassungen verbuchen wird.
Meine eigene Erfahrung: Sowohl bei Zapfwellenarbeiten (Mulcher, Kreiselegge), als auch bei Zugarbeiten kann ich keine signifikanten Abweichung der Hektarverbräuche feststellen, lediglich bei Situationen, wo die relativ kleine Bereifung im Nachteil ist, steigt der Verbrauch gegenüber dem Standardschlepper etwas an. Dafür ist er im landwirtschaftlichen Transport dem Standardschlepper wieder überlegen.
G
Holger
http://www.pappas.at/nutzfahrzeuge/aktu ... imog-dekra
http://www.pappas.at/static/pappas/at/p ... essung.pdf
http://www.google.de/url?sa=t&source=we ... F5810F.pdf
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