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Untersaaten in Mais

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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23 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon Mad » Do Jan 23, 2014 10:47

Die Untersaaten dürfen nicht zu hoch wachsen, sonst flucht der Lohner, weil das Maisgebiss ständig verstopft. Hab da mal ein schönes Video vom Häckseln von Biomais gesehen. Anscheinend mögen die Gebisse sowas nicht.
Das wäre auch der Grund, warum man als Untersaat Gras propagiert, welches flach am Boden wächst und nicht zu hoch kommt.
Ackerbohnen könnten da evtl. funktionieren. Oder Klee. Erbsen würde ich definitiv ausschließen.

Ich denke nicht, dass das funktioniert, wenn man sie nicht einschlitzen kann. Die Aussaat sollte auch nach den Herbiziden erfolgen, um sie nicht zu schädigen.
Eine Vorauflaufbehandlung mit Pendimentalinhaltigen PSM im Mais mit folgender Leguminosenaussaat mit dem Düngerstreuer funktioniert wohl eher nicht. Falls das Korn keimt (bevor es durch Vogelfraß verschwindet oder nur vertrocknet), kann es durch den Wirkstoff Schaden nehmen. Die Pflanzen sind an sich damit behandelbar, nur die Keimlinge dürfen es nicht aufnehmen.

Herbizide, sofern nicht Vorauflauf, fährt man ja normalerweise im 2-4-Blattstadium. Entweder bringt man die Untersaat in dem Moment aus und nutzt Untersaatfreundliche PSM, oder man bringt die Untersaat nach dem 6-Blattstadium aus, was sich positiv auf den Konkurrenzdruck gegenüber dem Mais auswirkt. Unkräuter im Randbereich des Maises stören ja meist nur, weil sie von Beginn an schon da wachsen und dementsprechend einen hohen Konkurrenzdruck ausüben.

Leguminosen als Stickstoffsammler machen bei normaler Stickstoffdüngung keinen Sinn. Für den Mais werden sich dort keine bis wenige Knöllchenbakterien ansammeln, weil das Stickstoffangebot zu hoch ist. Anders sieht es aus, wenn der Mais dieses Angebot reduziert. Wenn sie kommen, dann recht spät, so dass der Mais kaum noch etwas davon hat.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon Applegetz » Do Jan 23, 2014 12:14

Ich bin auch am tüfteln bei der Untersaat. Meine Wunschfruchtfolge wäre ja Roggen-Mais mit Grasuntersaat- 3-4 Nutzungen im Folgejahr und dann Raps rein....
Das Gras würde ich gern mit dem Düngestreuer im fünf-sechs Blattstadium ausbringen und am liebsten Welches Weidelgras dazu nehmen. Problem: mein Saatgutberater rät mir tunlichst davon ab (schlechte ausbringung (egal wie), konkurenzdruck, Fusariumpilze in der silage...) Ich söllte doch maximal einen Hecktar probieren... :?
Was sind euere Gedanken dazu?
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon Hoschscheck » Mo Jan 27, 2014 5:18

Ich lasse vom Lohner noch mal Gülle in den stehenden Maisbestand fahren (nicht überall). Schleppschlauchverteiler, 18 Meter Arbeitsbreite, Maislegegerät mit Fahrgassenschaltung. Beim einsaugen der Gülle zieht er über das Entlüftungsventil am Fass über einen halb zölligen Schlauch Grassaat in den Güllestrom mit ein, circa 15-2o kg/ha.
Die Saat ist bis jetzt immer gut aufgelaufen. Im Bestand ist die Grassaat, wegen der Beschattung durch den Mais, klein geblieben.
Als der Mais im Herbst ab war, zack war das Gras da. Die Reihen von den Schläuchen sind gut zu erkennen.
Ich habe diesen Herbst die Sperrfrist umgestellt und ab dem 15.o1. schon mal mit der ersten Gabe Gülle gedüngt (15m³).
Der Bestand ist aktuell 15-2ocm hoch und die Reihen sind nicht mehr zu erkennen.

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BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon MF4355 » Mo Jan 27, 2014 8:33

Die Probleme mit Untersaaten sind ja vielfältig. Unser Nachbarbetrieb fährt/fuhr im 6-Blatt mit dem Wiesenstriegel mit nachsaatsystemin den Mais mit ner A-1 Mischung. Zu dem Zeitpunkt herrscht hier meistens Trockenheit (relativ). Der Untersaat macht das erstmal nichts, die keimt wenn es regnet. Ist der Bestand zu dick, kann sie sich natürlich nicht etablieren und ich hab 70€ in den Wind gesetzt. Der Mais steht nach dem Striegeln zwar wieder aus, aber subjektiv hat ihn das ganze ziemlich mitgenommen, war zunächst im Gebiet am weitesten entwickelt und blieb dann 3 Wochen stehen. Zur Ernte war der gesamte Schlag von Pathogenen befallen! Ich denke die machanischen verletzungen bilden eintrittspforten.
2012 war ich häufiger mit bei einem Versuch zur Luzerneuntersaat im Mais. Durch einen Fehler wurde zur Aussaat schon Luzerne ausgebracht und dann insgesamt vier mal auf verschiedenen Parzellen im ABstand von jeweils ca 10 Tagen. Also vom 25.04 bis ca 06.06. Die zuerst ausgesähte Luzerne hat auch die meiste Biomasse gebildet, dem Mais aber weniger Konkurrenz gemacht. Hat mir optisch gut gefallen das ganze.

Ich frage mich, was dir der Roggen bringen soll als Untersaat. Ohne Vernalization geht bleibt der Roggen klein, bildet nur Wurzeln bis in 75cm Tiefe, also kürzer als der Mais, und wird allenfalls krank. Gleichzeitig wird vom Boden keine Strahlung auf die Maisblätter reflektiert, was ja bekanntlich zum Ertragsnachteil der Maisbestände mit Untersaat führt. Gewünscht ist ja eine Untersaat, die während der Vegetationsperiode Quasi nicht existent ist und sich nach der Maisernte entwickelt. Bei uns im Norden wird nur Deutsches Weidelgras empfohlen.
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon JD7430 » Mo Jan 27, 2014 20:53

Wenn jeder nach dem geht, was einem die "Berater" erzählen, dann gibt es ja nie etwas neues :D


Das mit der Luzerne ist interessant! Da würde ich gerne mehr zu hören :)




Bin offen für weitere Vorschläge ;)
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon kupplungsverheizer98 » Di Jan 28, 2014 20:49

Dann kann ich mein Senf auch mal dazu abgeben ;) Wir machen seit 2 Jahren eine Untersaat im Mais das läuft über die Biogasanlage dabei ist die Saatmenge aber so gering das eine komplette Bodenbedeckung nicht möglich ist und auch die Spuren vom Pneumatikstreuer sind im Frühjahr wieder zu erkennen. Dieses Jahr ist die Untersaat auf einem der 2 Äcker gar nicht aufgelaufen obwohl der Mais später gelegt wurde wie auf dem anderen Acker, wir vermuten das es dort an der PSM Maßnahme lag und die Bodenwirkung ein auflaufen verhindert hat. Dieses Jahr wollte ich ausprobieren nach der Maisernte zusätzlich zu Untersaat Futterroggen mittels Düngerstreuer ausbringen jedoch stellt sich dort die Frage der Aussaatstärke.
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon Schwarzbunte » Di Jan 28, 2014 21:33

Hab als Untersaat schon Ackerbonen probiert. Einmal in unserer vierreihigen Maisdrille je 2 Zelräder getauscht und abwechselnd Bohnen und Mais probiert, jedoch ohne Erfolg, was ja auch eigentlich logisch war. Der zweite versuch war vielversprechender. am 2.April mit normaler Drille Ackerbohnen ausgesäät auf 6-7cm.und ca. alle 75cm 2 Schieber zu gemacht und in diese Gasse den Mais gelegt. Es ging schon, aber der Acker war vorher sehr sauber und daher nur eine kleine PSM Maßnahme. Sonst splitten wir die PSM Maßnahmen immer in zwei Gaben.
Futterroggen nach der Ernte geht super. Ich habe letztes Jahr mit Düngerstreuer gestreut und sehr flach, ca. 3cm eingetellert. Ist super aufgelaufen.
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Re: Untersaaten in Mais

Beitragvon JD7430 » Do Jan 30, 2014 11:18

Ich habe eben gesehen, dass Amazone diverses Saatgut in die App aufgenommen hat.

Damit ist die Einstellungsfrage dann auch geklärt ;)

Hab da lange nicht mehr rein geguckt, war das letztes Jahr auch schon drin?
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