Ich habe für nächstes Jahr vor, Landsberger Gemenge als Zwischenfrucht nach Gerste vor Mais zu drillen.
Ich halte mir die Möglichkeit frei, den Aufwuchs einmalig im Herbst zu nutzen. Sollte dies nicht erforderlich sein, wird durch Mulchen das Aussamen der Wicke bzw. das Verholzen des Bestandes verhindert. Im Frühjahr kommt dann bei Frost 30m3 Rindergülle per Breitverteiler oder sogar schon Schlitzgerät drauf, anfang April wird es entweder mit- oder ohne Glyphosatunterstützung mit KSE oder Grubber bei möglichst viel Restmasse an der Oberfläche bearbeitet und anschließend mit UFD gedrillt.
Ich erwarte mir hohe Stickstoffnachlieferung von bis zu 170N, womit ich mir mit der UFD von 40N und der Güllegabe mit >50N zusätzlichen Mineraldünger spare. Außerdem erhoffe ich mir neben den üblichen Vorteilen einer ZF eine besonders gute Durchwurzelung durch die Zottelwicke.
Nun haben sich mir einige Fragen gestellt. Es ist eine Aussaatstärke von 50kg vorgesehen. Weil das Gemisch extrem teuer ist, möchte ich auf 40kg/ha gehen. Muss ich, trotz einer Güllegabe zur Saat, mit verringerten Vorzügen rechnen, bzw. weniger Unkrautunterdrückungspotenzial? Das Saatgut käme mir dann auf 140€/ha inkl., anstatt 180€.
Mit wie viel Stickstoff im Folgejahr darf ich wirklich rechnen? Wird der Stickstoff aus der Gülle im Frühjahr auch rechtzeitig wieder zur Verfügung gestellt? Ist es für eine hohe N-Nachlieferung besser, die Variante mit 50 Weidelgras/30 Inkarnatklee und 20 Zottelwicke statt die 55/25/20-variante zu wählen?
Wann sollte der Aufwuchs im Frühjahr eingearbeitet werden? Ich möchte nicht, dass sie zu viel Wasser zieht, aber schon noch etwas Masse wachsen sehen. Ist ein Zielkonflikt, der stark vom Wetter abhängig ist. Aber ab wann beginnt die Pflanze so richtig Wasser zu verbrauchen? Sie bekommt schließlich zusätzlich zum Wachstum mehr Transpirationsfläche.
Und die letzte Frage-was haltet ihr von diesem teuren System, was kann ich verbessern, womit bekomme ich ggf. Schwierigkeiten, welche (günstigere) Alternativen gibt es?
Sepp
