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W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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26 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon glueck » Fr Sep 10, 2010 8:40

Hallo Leute,
ich habe dieses Jahr im April 5ha Raps umgebrochen und Mais gesät.
Was Mais angeht bin ich kein Experte da dieser ja eher eine "Notlösung" war.

Nach dem Mais, welcher in Biogasanlage kommt, möchte ich Winterweizen anbauen.

Es handelt sich um 37er Steinfreien Lehmboden, und ich habe jetzt keine Lust auf eine Grundsatzdiskussion über Pfluglos oder nicht.
In unserer Gegend sind alle zum Pflug zurückgekehrt.

Nach Raps pflügen wir auch nicht, kann ich beim Mais genauso verfahren ?
Mais ist in den nächsten 2-3 Jahren auf der Fläche nicht geplant.

Danke schon jetzt fürs lesen und Eure Antworten
Zuletzt geändert von glueck am Fr Sep 10, 2010 9:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon thunderstruck » Fr Sep 10, 2010 9:07

Selbstverständlich kannst du nach Mais auf den Pflug verzichten. Ich dückere nach der Ernte die Stoppel ganz tief ab, das ist wichtig. Dann folgen ein oder auch zwei Arbeitsgänge mit der Kurzscheibenegge. Danch sieht man schon nicht mehr viel vom Mais. Es ist aber auch kein Lehmboden sondern Niedermoor. Als letztes vor der Saat kommt der Grubber. Dann wird Sommerweizen gedrillt. Ich hatte noch keine Fusarienprobleme. Winterweizen geht auf dem Standort so oder so nicht, deswegen kann ich nur vom Sommerweizen berichten.
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Re: Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon Crazy Horse » Fr Sep 10, 2010 9:14

Nach rechtzeitig geerntetem Silo- oder Biogasmais brauchst Du eigentlich nicht zu pflügen (macht hier kein Mensch) . Empfehlenswert ist es aber trotzdem, die Maisstängel zu mulchen, weil sie bei der Bodenbearbeitung und der anschließenden Aussaat sehr störend sind.

Nach Körnermais solltest Du den Acker schon mulchen und pflügen, um ein sauberes Saatbett zu erhalten. Das kannst Du auch in einem Aufwasch machen, wenn Du beim Pflügen den Mulcher in die Fronthydraulik hängst (brauchst ja eh irgendwie ein Gegengewicht vorne). Körnermais mit einer stark abgereiften Restpflanze ist ja oftmals sehr mit Mykotoxinen belastet (v.a. was Fusarien angeht) und das Maisstroh muss auch irgendwie in den Boden eingearbeitet werden.
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Re: Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon TomDeeh » Fr Sep 10, 2010 9:17

Hi ,

WW nach Mais (SM oder KM) ist bei mir , auch auf schweren Standorten absolut üblich.Klappt gut , meistens nur eine Überfahrt mit der Scheibenegge oder Grubber , danach Saat mit der KE und Schleppscharen.Gepflügt wird nur wenn man bei der Maisernte den Acker versaut hat.
Gruß Tom
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon hans g » Fr Sep 10, 2010 9:36

schau mal bei den LSV,welche weizensorte besonders für pfluglos nach mais geeignet ist.
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon Crazy Horse » Fr Sep 10, 2010 9:49

hans g hat geschrieben:schau mal bei den LSV,welche weizensorte besonders für pfluglos nach mais geeignet ist.



In den LSV steht der Weizen oder generell Getreide höchstselten nach der Vorfrucht Mais. Die Sorte sollte halt wüchsig sein und ne gute Fusariumtoleranz aufweisen. Meine Empfehlung hier wäre die Sorte Mythos. Toras und Esket, die ebenfalls ne sehr gute Fusariumtoleranz haben, sind etwas ertragsschwach. Interessant sind sicher auch die Sorten Akratos und Akteur, die ebenfalls sehr robust, frohwüchsig und ährengesund sind.
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon schakschirak » Fr Sep 10, 2010 10:45

Ich würde bei WW nach Mais pflügen, wegen den Fusarien. Gibt zwar WW die bei Fusarien mit Stufe 3 etwas toleranter eingestuft sind, aber das ist mir trotzdem zu riskant und da gibts nur wenige Sorten.
Die Sorten die für mich interessant sind haben meistens Stufe 4 oder 5, deshalb scheidet für mich pfluglos ohnehin aus. Dieses Jahr dürften aufgrund der immensen Niederschläge mehr als genug Fusarien an den Maisstoppeln haften. Mit den Fungiziden zur WW Blüte kannst du das Fusariumproblem nur etwas zurückdrängen, vollständigen Schutz bringen die nicht.
Würde eher bei WG nach Mais auf den Pflug verzichten denn da gibts dieses Problem nicht.

Aber um deine Frage zu beantworten, pfluglos geht schon. Ich machs bisher nicht und würde abraten aus den genannten Gründen.
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon elchtestversagt » Fr Sep 10, 2010 11:19

Es gibt keinen Unterschied zwischen Körnermais oder Silomais; hier ist der Körnermais bzgl. Pfluglos sogar im Vorteil.
Problematisch gegenüber Fusarien sind nicht die Blattmasse ( nur für die Saatgutablage relevant); sondern die Stängel; die am längsten "überleben" und mit Fusarien behaftet sind.
Und hier machen die Unterflurhäcksler ( wenn es vernünfitg ist) schon wesentlich mehr zur Reduktion als 30-40 cm lange Silomaisstoppel.
Trotz dessen solltest du vormals mulchen; sodass die Stoppeln angefast sind; wenn es das Wetter zuläst( offene Vegetation) etwas AHL spritzen; fördert das Verrotten.
Dann natürlich sehen; dass man den Weizen gut in die Erde bekommt; gute; resistente Sorten; und auf jeden Fall die Spritzplanung für die Saison so ausrichten; dass man mit Fusarien rechnet; Vorteil ist geringe Kosten; und wenn dann das Wetter danach nicht ist hat man sogar Geld gespart.
Mit dem Pflügen verdeckst du die Stoppel blos; und im nächsten Jahr ist die wenn das Jahr trocken ist sogar alle wieder oben bei nochmaligen Pflügen ( konnte man hier zum Raps bei einigen sehr gut sehen...)
Wichtig beim Grubberstrich ist das fahren versetzt zu den Reihen um 30Grad; sprich leicht schräg ( Quer ist meist zu wellig); und trocken muss es sein; und das Gerät sollte sehr gut mischen können ( kein Flügelschargrubber).
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon Crazy Horse » Fr Sep 10, 2010 12:07

elchtestversagt hat geschrieben:Es gibt keinen Unterschied zwischen Körnermais oder Silomais; hier ist der Körnermais bzgl. Pfluglos sogar im Vorteil.
Problematisch gegenüber Fusarien sind nicht die Blattmasse ( nur für die Saatgutablage relevant); sondern die Stängel; die am längsten "überleben" und mit Fusarien behaftet sind.



Solange der Mais noch nicht gehäckselt ist, gibt es im unteren Stängelbereich doch noch gar keine großen Eintrittspforten für Fusariumpilze. Die Stängel werden in aller Regel erst nach der Ernte mit diesem Pilz parasitiert. Und weil die Stängel nur sehr schlecht verrotten, können sich die hochtoxischen Fusarien dort sehr gut ausbreiten und überdauern. Aber je älter die Pflanze ist (physiologisch gesehen) und je mehr Eintrittspforten es gibt (z.B. durch den Maiszünsler hervorgerufen), desto weniger Widerstandskraft hat sie gegen diesen Parasiten, und je mehr infektiöses Material auf dem Feld zurückbleibt, desto höher ist die Fusariumgefahr für die Folgefrucht (Weizen, Triticale).
Und Körnermais ist fast immer stärker fusariumbelastet als der Silomais, der ja noch grün geerntet wird.

Die Maisstoppeln gehören einfach gleich nach der Ernte gemulcht, damit das Zeug möglichst schnell verrotten kann und den Fusarien dieser Wirtskörper genommen wird.
Natürlich muss man nicht unbedingt pflügen. Oftmals verrottet das Stroh sehr viel besser, wenn es oberflächennah eingearbeitet und nicht tief bergraben wird. Sehr viel besser als ein Flügelschargrubber ist dabei ein starker Federzinkengrubber, der sehr gut mischt. Im ersten Arbeitsgang ist auch eine großtellrige Scheibenegge nicht verkehrt.
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon thunderstruck » Fr Sep 10, 2010 14:40

Crazy Horse hat geschrieben:Natürlich muss man nicht unbedingt pflügen. Oftmals verrottet das Stroh sehr viel besser, wenn es oberflächennah eingearbeitet und nicht tief bergraben wird.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Re: Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon automatix » Fr Sep 10, 2010 16:54

thunderstruck hat geschrieben:Selbstverständlich kannst du nach Mais auf den Pflug verzichten. Ich dückere nach der Ernte die Stoppel ganz tief ab, das ist wichtig. Dann folgen ein oder auch zwei Arbeitsgänge mit der Kurzscheibenegge. Danch sieht man schon nicht mehr viel vom Mais. Es ist aber auch kein Lehmboden sondern Niedermoor. Als letztes vor der Saat kommt der Grubber. Dann wird Sommerweizen gedrillt. Ich hatte noch keine Fusarienprobleme. Winterweizen geht auf dem Standort so oder so nicht, deswegen kann ich nur vom Sommerweizen berichten.
^

und wo siehst du den Vorteil gegenüber einer überfahrt mit dem Pflug?
Ich mein, du mußt da mindestens zweimal, wenn nicht sogar dreimal drüber, mit dem Pflug nur einmal.
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Re: Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon thunderstruck » Fr Sep 10, 2010 18:52

automatix hat geschrieben:
thunderstruck hat geschrieben:Selbstverständlich kannst du nach Mais auf den Pflug verzichten. Ich dückere nach der Ernte die Stoppel ganz tief ab, das ist wichtig. Dann folgen ein oder auch zwei Arbeitsgänge mit der Kurzscheibenegge. Danch sieht man schon nicht mehr viel vom Mais. Es ist aber auch kein Lehmboden sondern Niedermoor. Als letztes vor der Saat kommt der Grubber. Dann wird Sommerweizen gedrillt. Ich hatte noch keine Fusarienprobleme. Winterweizen geht auf dem Standort so oder so nicht, deswegen kann ich nur vom Sommerweizen berichten.
^

und wo siehst du den Vorteil gegenüber einer überfahrt mit dem Pflug?
Ich mein, du mußt da mindestens zweimal, wenn nicht sogar dreimal drüber, mit dem Pflug nur einmal.

Auch mit dem Pflug müßte ich mehrmals fahren. Ich habe als Nachfrucht wie gesagt Sommerweizen. Der Standort ist Niedermoor, mit allen Problemen. Zum Beispiel unglaublicher Unkrautdruck. Selbst nach Mais ist dort jede Menge Kraut, was ich erstmal wegbekommen muß. Wenn ich sofort nach dem Maishäckseln pflügen würde hätte ich im Frühjahr das Kraut. Wenn ich dann das Kraut im Frühjahr mit der Kurzscheibenegge vernichten würde mache ich auch den letzten Rest Bodenstruktur kaputt da die Pflugfurche durch Frosteinwirkung buchstäblich zu Staub zerfallen ist. Also macht pfluglos Sinn. Der Standort ist ziemlich einmalig. Ich werde die Pacht glücklicherweise los.
Der eigentliche Betriebsstandort ist tonig, was für mich der Grund für den Pflugverzicht war. Ich baue auf Ton keinen Mais an, die Nachbarn teilweise schon. Wenn ich da dann Ende September zu Weizen pflügen würde müßte ich vor dem Drillen mehrmals, ja mehrmals, im kleinsten Gang mit der Kreiselegge drüber. Darum arbeite ich pfluglos, das spart unterm Strich bei mir 20 bis 30 l/ha Diesel ein.
Aber das ist nicht das Thema des Threads..
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon HL1937 » Fr Sep 10, 2010 19:40

Mit welcher Gewißheit behauptet eigentlich Crazy Horse daß man beim Pflügen ein Frontgewicht braucht??????
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon thunderstruck » Sa Sep 11, 2010 7:45

Das Frontgewicht leuchtet schon ein. Viel mehr Gedanken mache ich mir um den Mulcher. Der muß ja total schief stehen wenn der Trecker in der Furche steht. Wie stellt man den denn parallel zum Boden ein? Und dann fährt man zurück, der Trecker steht mit den anderen Rädern in der Furche, alles andersrum schief...
Das interessiert mich jetzt wirklich.
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Re: W.Weizen nach Mais Pfluglos ?

Beitragvon hans g » Sa Sep 11, 2010 7:59

thunderstruck hat geschrieben:Das Frontgewicht leuchtet schon ein. Viel mehr Gedanken mache ich mir um den Mulcher. Der muß ja total schief stehen wenn der Trecker in der Furche steht. Wie stellt man den denn parallel zum Boden ein? Und dann fährt man zurück, der Trecker steht mit den anderen Rädern in der Furche, alles andersrum schief...
Das interessiert mich jetzt wirklich.

mit nem kleinen schwenkbaren seitenmulcher funktionierts auch in der fronthydraulik---aber wer hat ne frontzapfwelle---probleme über probleme.
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