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Was bringen Blühflächen wirklich ?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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22 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon "schwabe" » So Mai 15, 2016 13:11

Ich frage mich bei den aktuell sehr enttäuschenden Preisen für Getreide/Fleisch/Milch wieso denn nicht mehr das Angebot der Blühflächenförderung nutzen ?

Lohnt sich doch viel eher und hab kaum Arbeit damit oder ?

Soviel ich weiß bekommt man ca. 710€/ha wenn ich dann noch ca. 280€/ha dazurechne, fahre ich doch so nicht schlecht rein wirtschaftlich betrachtet oder ?

Klar jetzt kommt drauf an abzgl. :

- evtl. Pachtkosten
- Saatgutkosten
- Maschinekosten zur Aussaat und einmal mulchen + lohnansatz

Ja ich weiß so ein Acker nach 5 Jahren wieder sauber zu bekommen ist nicht ganz ohne - aber wieso diese Möglichkeit nicht nützen bis zur nächsten Agrarreform - denn dann wird ja eh alles wieder über den Haufen geworfen und ich trage zur Markentlastung bei !?!

Wie seht ihr das ?
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon angusy » So Mai 15, 2016 13:20

Vor dieser Überlegung stand ich dieses Frühjahr auch.

Ergebnis: Ich werde es machen!

Aber:

- nur für eine sehr geringe Hektarzahl
- hier ist einjährige Blühfläche mit Wechsel möglich; dort werde ich mal eine Kleemischung ausbringen als Ersatz für eine Sommerung. Ich erhoffe mir, danach wieder einen schönen Winterweizen zu erhalten
- es sind die nicht monetären Dinge zu berücksichtigen (da könnte man sich jetzt seitenweise darüber auslassen) Nur soviel: Wenn es keine Pachtflächen sind, dann hast Du diese Sorgen wenig bis nicht !
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon Grenzwächter » So Mai 15, 2016 13:23

Ich habe so einen schlauen Berufskollegen der das auch macht. Der versorgt und super übers Jahr mit Diestelsamen von seinen Blühflächen. Im ersten Jahr sieht das ja noch schön aus aber dann ist das einfach nur noch Mist.
So eine Sauerei will ich auf meinen Flächen nicht.
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon "schwabe" » So Mai 15, 2016 13:53

Hallo angst

Ja ich weiß was du meinst - ich will mir nicht ausmalen wie ich von meinen berufskollegen schlecht gemacht werde vor meinen Verpächter.

Mit den Argumenten :

- der Acker ist nach ein paar jahren nicht mehr zu gebrauchen, da stark verunkrautet
- der braucht die Fläche doch garniert für seinen Betrieb sonst würde er was "richtiges" anbauen
- der verdaut dir deinen ganzen Acker

Klar vielleicht gäbe es auch jemand der das anders sieht z.b. die :

- Imker
- ökologisch angehauchten :-)

Aber du hast recht davor hab ich auch Angst
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon angusy » So Mai 15, 2016 14:02

"schwabe" hat geschrieben:Hallo angst


Bitte, bitte, bitte

bleibt bei "angusy" !

Bin vielleicht hier und da etwas ängstlich, aber so schlimm ist es dann doch nicht.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon "schwabe" » So Mai 15, 2016 14:08

Uupps Sorry angusy

Hab die "Autovervollständigung" meines neuen Handys noch nicht ganz im Griff - verzeih mir :-)
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon angusy » So Mai 15, 2016 14:12

Grenzwächter hat geschrieben:Ich habe so einen schlauen Berufskollegen der das auch macht. Der versorgt und super übers Jahr mit Diestelsamen von seinen Blühflächen. Im ersten Jahr sieht das ja noch schön aus aber dann ist das einfach nur noch Mist.
So eine Sauerei will ich auf meinen Flächen nicht.


Diese Reaktion sagt doch alles.

Ich hatte schon einjährige Blühstreifen, ohne dass ich dafür auch nur einen Cent bekommen hätte. Da stand kein samenwerfendes Unkraut! Dabei war der Aufgang und die Mischung damals wirklich suboptimal.

Mir ist nicht klar, wieso eine richtige vernünftige Kleemischung keinen schönen unkrautfreien Bestand für ein Jahr erzeugen sollte.

Dass es ab dem 2. Jahr schwierig wird, ist mir bewusst - habe ich ja gar nicht vor!
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon "schwabe" » So Mai 15, 2016 14:36

Wo ist das Problem bei mehrjährigen blühmischungen ?

Ich muss halt jedes fünfte jahr eine kulturpflanze bringen sonst wirds "neues Dauergrünland" kann das sein ?
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon Grenzwächter » So Mai 15, 2016 14:40

Wenn du das Einjährig machst ist das von der Finanzellenseite her fast eine Null Nummer (je nach Aufwand).

MfG
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon angusy » So Mai 15, 2016 14:43

Ich sehe das Problem in der Verunkrautung/Verungrasung.

Ich habe noch keine mehrjährige Fläche gesehen, die nicht früher oder später den von Grenzwächter o.g. und kritisierten Zustand angenommen hätte.

Die neuen Programme befinden sich ja gerade erst im zweiten Jahr und dort sieht man es schon ganz deutlich. War es letztes Jahr noch eine wirkliche Augenweide, so darf man es dieses Jahr nur noch mit den Augen einer Biene betrachten.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon angusy » So Mai 15, 2016 14:44

Grenzwächter hat geschrieben:Wenn du das Einjährig machst ist das von der Finanzellenseite her fast eine Null Nummer (je nach Aufwand).

MfG


Rechne mir das doch mal vor!
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Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon "schwabe" » So Mai 15, 2016 14:56

Ja ich weiß die verunkrautung die nach dem 1. Jahr eintritt darf man nicht unterschätzen, meine Idee wäre:

Gleich im 1. Jahr zusätzlich rotschwingel mitauszusäen der sorgt für eine dichte Narbe und verschließt die bodenoberfläche.

Und im 2. Jahr evtl. etwas der blühmischungen mit dem pneumatikstreuer nachsäen !

Was meint ihr ginge das ?
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon ICH BIN'S » So Mai 15, 2016 15:12

Hallo,


Ich mache das mit Klee.
Vorteile:
1. Ich erfülle meine Greeningauflagen ganz leicht damit.
2. Schadet dem Boden (und Nachfolgefrucht) gar nicht, sondern im Gegenteil.
3. Bis zu 5 Schnitte bestes Silo für die MuhKuhs
4. Gute Verwertung für Grenzstandorte
5. Wenig bis gar keine Problemen mit Verunkrautung (der Klee wächst so schnell, dass Unkraut bei 4-5 Schnitte nicht zum Samen bilden kommt)
6. Wenig Probleme bei Umbruch bzw. Klee lässt sich bei Konvis relativ leicht bekämpfen in den nachfolgenden Kulturen. Auf Flächen mit AFU oder Trespe ist das Zeug nach ca. 3 Jahre völlig verschwunden (der Aufwuchs, nicht das Samenpotential im Boden)

Nachteile:
1. Kleesaat ist recht teuer
2. Erster Schnitt ist meistens nicht zu verwerten, wir mulchen den als Schröpfschnitt.
3. Verwertung ist nicht so einfach wenn man selber keine Verwertung hat bzw. Betriebe die einem den Klee abkaufen.
4. Nicht jeder Verpächter sieht gerne Klee auf seine Flächen. Wir suchen da immer das vernünftige Gespräch mit dem Verpächter und sagen, warum wir wo Klee anbauen wollen. Wörte wie Bodenverbesserung, Stickstoffbindung, usw. dürfen dabei nicht fehlen.

Wir säen den Klee in der Regel 14 Tagen nach der Ernte. Vorher wird das Ausfallgetreide bekämpft (entwder mechanisch oder chemisch oder beides). Gesät wird mit einem Einböck Pneumatikstar pro, anschließend wird gewalzt. Je nach Wasserversorgung im Sommer oder Länge der Vegetation im Herbst erfolgt der Schröpfschnitt noch im Herbst oder im Frühjahr. Der Klee bleibt bei mir in der Regel 3 Jahre auf einer Fläche stehen.


MfG
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon Grenzwächter » So Mai 15, 2016 19:47

angusy hat geschrieben:
Grenzwächter hat geschrieben:Wenn du das Einjährig machst ist das von der Finanzellenseite her fast eine Null Nummer (je nach Aufwand).

MfG


Rechne mir das doch mal vor!


Kleemischungen werden nicht als Blühstreifen anerkannt. Da musst du genau die Mischung xy nehmen wo alles drin ist was die vom Amt haben wollen. Ich habe das mal überschlagen und da kam etwas von rund 100€ bei rum dafür mach ich das nicht. Birgt nur noch mehr Fallstricke in der Bürokratie

Die Mischungen sind mitlerweile billiger geworden soweit ich gehört habe.

Kleemischungen sind eine Bomben Vorfrucht für Weizen. Was machst du mit dem Aufwuchs?
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Re: Was bringen Blühflächen wirklich ?

Beitragvon ICH BIN'S » So Mai 15, 2016 21:34

Hallo,


der Klee wird siliert. Wenn ich zu viel davon habe, wird der Aufwuchs verkauft. Habe letztes Jahr das Zeug für 180€/Ha verkauft, zum selber mähen, egal wie viele Schnitte es gibt. Der Käufer hat die Flächen 4 mal siliert.
Ist so gesehen das beste Glied in der Fruchtfolge: Wenig Arbeit damit, gutes Futter und der Aufwuchs der nicht verbraucht wird, kann ich verkaufen. Vorfruchtwert ist auch hoch an zu rechnen. Greening wird nebenbei ohne Problemen erfüllt.

Zum Thema Blühflächen: Hier sind die ersten mehrjährigen wieder umgebrochen worden. Ich selber habe 16 Ar einjährige Blühmischung, aber auch nur weil einen Verpächter das gerne mal probieren möchte für seine Bienen. Der hat sogar das Saatgut bezahlt.
Gesät wurde das auch mit dem Einböck.


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