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Was hält eine 12er Schraube

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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33 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Beitragvon Elch » So Mär 08, 2009 18:23

Es hängt immer vom Schraubfall ab was eine Schraube aushält:
Dabei ist erstens zu beachten dass eine schraube nie auf Scherung belastet wird sondern nur auf Zug. einzig scher/Passchrauben dürfen auf Scherung belastet werden.
ein weiterer Punkt ist dass die Schraubenkraft zb bei verschrauben eines Druckbehälters nicht nur aus der Bertriebskraft besteht sondern auch die Vorspannkraft,die Plattenkräfte und der Restklemmkraft berücksichtigt werden müssen.
wenn man eine Schraube überhaupt verstehen möchte muss man sich darüber im klaren sein dass sich sowohl die Schraube unter Belastung verlängert und gleichzeitig die verschraubten Gegenstände (Platten) gestaucht werden im Lastfall können sich die "Platten" ein Stück ausdehnen und entlasten somit die Schraube etwas während die Betriebskraft addiert wird .
wenn ihr mehr davon hören wollt kann ich gerne mehr darüber erzählen ist aber sehr viel
gruß
sebastian
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Beitragvon dicki » So Mär 08, 2009 18:25

@christian
das ist natürlich ziemlich schlau gedacht.....
das problem ist nur, das nur eine bestimmte anzahl an gewindegängen die kraft wirkungsvoll übertragen (6 oder so), alles was drüber ist bringt nichts. du könntest jetzt ne 5cm hohe mutter haben, die würde das selbe bringen wie die 1cm hohe. die zweite mutter hilft dir auch nicht weiter, die kannst du vielleicht zum kontern nehmen, aber das braucht man auch eher selten, weil metallische gewinde stark selbsthemmend sind.
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Beitragvon Elch » So Mär 08, 2009 18:40

70-80%der kraft werden auf den ersten drei Gewindegängen abgesetzt
mir ist noch etwas im Kopf das eine schraube mindestens 0,7X den Nenndurchmesser eingedreht werden muss. aber keine grarantie
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Beitragvon Holzteufele » So Mär 08, 2009 21:25

Na dann schaun wir mal in's Tabellenbuch rein:
M12 gibt's in
8.8 --> 40000N
10.9 --> 59000N
12.9 --> 69000N
alle Werte gem VDI Richtlinie 2230 hier Schaftschrauben, Ausnutzung v. 90% Streckgrenze, Reibbeiwert 0,12..
Welches Schräuberl willst Du denn nun einsetzen.
Die Werte gelten statisch, bei dyn. Last bzw. schwellender sind sie natürlich kleiner!!!
Gruß
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Beitragvon Justice » Di Mär 10, 2009 11:23

christian willert hat geschrieben:hab gehört dass 8er schrauben mit einenr mutr die 1cm lang ist eine tonne hält, also zwei muttern drauf!


Lass du blos die Finger weg von Werkzeug. Du gefährdest auch andere!!!
Zuletzt geändert von Justice am Di Mär 10, 2009 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon sKarle » Di Mär 10, 2009 12:12

Angenommen wir reden hier von reiner Zugbeanspruchung in Längsrichtung der Schraube.

Jeder der ein Tabellenbuch hat findet dort die sogenannte Mindesteinschraubtiefe für unterschiedliche Materialien und Gewindearten wie z.B Feingewinde, Withworth oder Metrisches Gewinde.
Die Mindesteinschraubtiefe ist so berechnet das das die Gewindeverbindung der Zugkraft die von der Schraube aufgebracht werden kann bevor sie abreißt standhält. Normale DIN-Muttern sind so ausgelegt das die Mindesteinschraubtiefe erreicht wird, das heißt das schwächste Glied ist immer die Schraube.
(Egal ob eine oder zwei Muttern verwendet werden ... mein Tip: Willert fass niemals mehr als die Schrauben an deinem eigenen Fahrrad an)

Will man die Maximal mögliche Zugkraft auf eine Schraube ausrechenen nimmt man schon vorher gepostet wurde den Kerndurchmesser der Schraube und die Dehngrenze nicht die Zugfestigkeit also bei 8.8 640 N/mm².

Jetzt noch die benötigten Sicherheiten verrechnen und schon hast du deine Schraube berechnet.
(doppelte Sicherheit eigentlich immer, mindestens dreifach bei hängenden Bauteilen, usw)
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Beitragvon abu_Moritz » Di Mär 10, 2009 13:09

Elch hat geschrieben:Dabei ist erstens zu beachten dass eine schraube nie auf Scherung belastet wird sondern nur auf Zug. einzig scher/Passchrauben dürfen auf Scherung belastet werden.

gruß
sebastian


selten so einen Quark gelesen, oder alle Stahlbauer verwenden fast alle Schrauben unzulässig.
Eine M8 (8.8) ist im Bauwesen für ? zugelassen - da geht es erst ab M12 los :lol:
ne M12(8.8) darf also nach DIN 18.800 auf Zug NRd = 49kN aufnehmen,
M12(8.8) auf Abscheren mit Gewinde in der Scherfuge VaRd = 36,8kN
M12(8.8) Passschraube auf Abscheren VaRd = 58kN
Vorspannkräfte sind hier schon berücksichtigt. M12(8.8) zB 35kN
Bei Scherverbindungen ist aber oft die Lochleibungskraft maßgebend!

(mit Sicherheit ca. = 1,4)
Gruß Jo


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Beitragvon Justice » Di Mär 10, 2009 15:10

Nix Quark! Elch hat Recht. Schrauben werden nicht auf Scherung beansprucht. Sie drücken nur die beiden zu verbindenden Teile so fest gegeneinander, das die Reibung die Zugkräfte aufnimmt.

Leg einen Bierdeckel auf den Tisch so das er leicht über die Tischkante übersteht, und lass es deinen Kumpel auf den Tisch drücken. Dan Versuch es unter seiner Hand weg zu ziehen. Wirst du nicht schaffen. Obwohl da keine Formschlüssige Verbindung (Schraube durch) ist.
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Beitragvon vtwelder » Di Mär 10, 2009 16:32

:D

...und es ließen sich noch unzählige Beispiele für die Tatsache, dass oder ob Schrauben (nicht Passschrauben) mit Scherkräften beansprucht werden dürfen oder nicht finden.

Es ist einfach eine Frage des angewendeten Regelwerkes :!: Der Stahlbauer mit seiner 18800 (hier Teil 1 Kapitel 5.2.2) kennt und schätzt die SL (Scherlochleibungsverbindung), bei der die Schrauben eben auch auf Scherung beansprucht werden dürfen, der Maschinenbauer tut sowas nach seinen Regelwerken in der Regel nicht.

...genauso wie der konventionelle LW eben Totalherbizid einsetzen kann, der Bio LW eben nicht...
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Beitragvon Justice » Di Mär 10, 2009 16:46

Jeep! Bin Maschinenbau.

Und da kam da noch der KFZ-ler. Der hat als einziger auf der Welt eine "Selbstsichernde" Schraube (Radmutter) :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Elch » Di Mär 10, 2009 17:39

Das mit der Paßschschraube muss ich zugegebenermaßen auf die Schaftschraube ausweiten
Da im Schraubenschaft dann allerdings ein mehrachsiger Spannungszustand herrscht (Zug,Torsion,Schub) ist diese Verbindung immer mit Vorsicht zu genießen und ich kann mir nicht vorstellen das jeder Stahlbauer dann anfängt mit der Schubstpannungshypothese rummzuwürgen.
@abu eine normale Schraube mit durchgängigem Gewinde ist bei Schrbelastung Die ultimative Sollbruchstelle jeder Gewindegang eine Kerbe und die Auflagefläche in den Bohrungen ist ebenfalls nicht sauber durchgehend oder was willst du für die Fläche bei der Pressung am Bolzen einsetzen ???
eine Schraube auf Scherung ist und bleibt MURKS es sei denn es ist ein Bolzen der durch eine Mutter gesichert ist!!!
die Flächenpressung mal die Fläche mal den Reibwert ergibt die Zugfesttigkeit der Verbinndung im einfachsten Fall
Wenn man sich aleine überlegt das das Anziehen von Hand ein Zuschlag von 4 facher Sicherheit gerechnet wird beim Drehmomentschlüssel immerhin 1.6 fach und Streckgrenzenbezogen einfach oder das ca 30% des Drehmoments in die Schraubenkraft fließen und der Rest als Reibung verpufft ist es schon beeindruckend wie wenig passiert
gruß
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Beitragvon Commandor » Di Mär 10, 2009 23:20

im endeffekt halten ja nur die gewindegänge??
ich wage auch die behauptung, das die radbolzen und radmuttern das rad nicht wirklich an der nabe halten. viel mehr wid die felge doch "nur" an die nabe gepreßt, so das ein kraftschluß entsteht?
und meines erachtens ist ne schraubverbindung auch nur dafür zuständig nen kraftschluß herzustellen (felge-nabe,kupplungsglocke-getriebegehäuse,...) oder ne zug-druck-beanspruchung in der längsachse (vergl. zylinderkopf, pleullager.
etwas anderes beschreibt ja auch zugfestigkeit Rm und streckgrenze Re nicht.
ich wage aber zu behaupten das ein nicht unerheblicher teil der schraubeverbindung falsch eingesetzt wird (auch von mir), das halt die schraube noch zusätzlich scher- und biegekräfte aufnehmen muß. und daß nicht nur, wenn das extra ne konstrucktion als abreiß oder scherschraube ist. zu scherschrauben möchte ich mich nicht äußern!

Rm=8*100=800N/mm²
Re=8*8*10=640N/mm²
querschnitt M12=(pi/4)*d²=(3,14/4)*12=0,75*144=113mm²
Re=640N/mm²*113mm²=72320N
wenn ich richtig gerechnet habe.

ich wage also zu behaupten, das ne M12 8.8 schraubverbindung eine kraft von 72320 N belastet werden kann.
wie ein paar vorredner schon sagten wird das nicht in tonnen kilogramm oder sonstwie angegebe. aber mann kann daß "irgendwie umrechnen" bzw. äquivalent sehen, wenn mich nicht alles täuscht, sind 1N=100g, 10N=1kg....72320N=7232kg=7,232t. wenn das alles richtig ist (und ich habe davon niocht viel ahnung) kann du halt die schraube irgendwie fest in die decke einbetonieren in die decke, ne mutter draufschrauben un an die mutter ein gewicht von 7t dranhängen. und ja, irgendwie im fußboden verankern oder in den wänden geht auch, ist auch egak, ob das eiche, kiefer estrich, asphalt ist......an die mutter (bzw. gewinde) kannst du ne kraft von 72320N in längsachse der schraube einwirken lassen (ziehen oder drücken an der mutter)...ich hoffe, daß das alles stimmt und bitte berichtigt mich FALLS entwas nicht stimmt, wovon ich nicht ausgehe ;-)!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1


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Beitragvon Justice » Mi Mär 11, 2009 8:30

(Klugscheißmodus an)

10N = 0.981kg

(Klugscheißmodus aus) :wink:
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Beitragvon abu_Moritz » Mi Mär 11, 2009 8:39

Commandor hat geschrieben:querschnitt M12=(pi/4)*d²=(3,14/4)*12=0,75*144=113mm²
Re=640N/mm²*113mm²=72320N
wenn ich richtig gerechnet habe.


naja, wenn du jetzt noch mit dem Netto- oder Spannungsquerschnitt rechnest, dann bist du auf dem richtigen Weg
Gruß Jo


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Beitragvon sKarle » Mi Mär 11, 2009 9:14

@Commander

Netto- oder Spannungsquerschnitt


soll heißen Nenndurchmesser abzüglich der Gewindeflanken. Wer Langeweile hat kann das über Sinus, Kosinus, oder Pitagyros :) ausrechnen.

Einfacher ist es wenn du einfach die Gewindesteigung vom Durchmesser abziehst, sprich 12-1,75 bei Regelgewinde. Um einfacher zu rechnen ergibt das 10mm.
Den rest hast du richtig Formuliert.

Die Schraube kann sogar noch stärker belastet werden. Nimm ruhig 799N/mm² an. Das hält auch noch, allerdings wird deine Schraube hier bleibend Verformt.
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