ich schreibe bewusst im Rinderforum, weil ich vermute, dass es da mehr Experten gibt, als bei dem Schaf-Menschen (die wir sind).
Wir betreiben seit vergangenem Jahr eine Nebenerwerbslandwirtschaft mit mittlerweile 24 Schafen und wie jeder Anfänger machen wir nicht alles gut. Es passieren Fehler. Ich bräuchte bitte Eure Hilfe, was die Auswahl des richtigen Leitermaterials betrifft, insbesondere bei der Zuleitung vom Stromgerät (4 Joule, 230V) zu unserem stromführenden Weidezaun.
Bei uns ist es leider so, dass wir durch die Beschaffenheit der Weiden (sehr steil, sehr abseitig) mit relativ hohen Stromverlusten rechnen müssen, ein gut stromführendes Schafnetz aber wirklich wichtig ist, weil es bei uns Füchse und Wölfe gibt und weil auch die Schafe gern mal durch das Netz wollen, was schnell zu Strangulierungen führt, wenn der Strom nicht ordentlich fließt. Klar, dass ich nicht schon auf der Zuleitung zur Weide Strom verlieren möchte.
Meine Fragen nun:
* Was ist die gescheiteste Zuleitungslösung und die beste Verbindungsmöglichkeit zum Weidezaun?
* Sollte ich ein Hochspannungskabel nehmen (verzinnte Kupferader) oder reicht es, wenn ich die alten Leitungen aus dem Bauernhaus nehm (Kupfer, normal isoliert) und sie in ein Plastikschutzrohr stecke?
Was jedenfalls nicht gut funktioniert hat, war, einfach Weidesteher aufzustellen und stromführendes Weideband darüber zu führen. Da scheint der Kontakt zwischen Band und Weidezaun nicht gut machbar zu sein, es funkt, das Band wird mit der Zeit schwarz etc.
* Ist es "okay", wenn man Weideband am Ende einfach mit einem Knoten ans nächste Weideband bindet oder sollte man eigene Verbinder dafür nehmen?
Irgendwo hab ich gelesen, dass auch die Verbindung zwischen Kupfer und unedlen Metallen (ich verwende derzeit ein Stück abisolierten Drahtkleiderbügel, um den Kupferdraht vom Stromgerät mit dem Weideband zu verbinden.
* Warum ist Kupfer auf Eisen, Alu, Zinn, Zink schlecht? Ist es okay, wenn das im Trockenen stattfindet?
Fragen über Fragen. ich würd mich sehr freuen, wenn mir die Profis unter Euch, die sich nicht nur praxismäßig sondern auch technisch damit auskennen, helfen könnten. Insbesondere, bei der Frage, warum ich ein teures Hochspannungskabel für 50-75 Meter kaufen soll, wenn ich normalen, isolierten Kupferdraht daheim liegen hab.
Ich denke dass die professionelle Abhandlung der Leiterthematik auch anderen sehr helfen könnte, bitte also möglichst sachlich und nicht "also wir machens so und so und hatten noch nie Problem..."
Danke!!!
