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weizendurchwuchs in wintergerste

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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19 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: weizendurchwuchs in wintergerste

Beitragvon steel. » Fr Jun 10, 2011 13:05

Crazy Horse hat geschrieben:[q

Gleich 40% ???
Ich hab letztes Jahr 92dt Weizen nach Wintergerstenvorfrucht geerntet. Das war mein ertragreichster Weizen (ist nur leider etwas ausgewachsen), was mich fast etwas überrascht hat. Weizen nach Weizen hat hingegen nicht überall so hingehauen, was wohl auch etwas an der Sorte lag.

Das waren anfangs kleine Stellen die sich rasch fast über den ganzen Acker ausgebreitet haben. Hab damals beim Erzeugerring nachgefragt. Der meinte das ist eine Todsünde wenn man nach WW eine Gerste anbaut. Hab das seither nicht mehr gemacht.

In ner gesunden Fruchtfolge mit ausreichend hohem Blattfruchtanteil und fungizidbehandeltem Stroh (hier machen sich vor allem die Strobilurine bemerkbar) haben Pilze wie der Erreger der Schwarzbeinigkeit wenig Chancen sich zu vermehren. Außerdem wüsste ich nicht, warum Wintergerste eine schlechtere Vorfrucht für den Winterweizen sein soll, als Winterweizen selbst. Das spräche ja dann auch gegen Stoppelweizen.

Das war bei mir damals eine gesunde Fruchtfolge Mais :arrow: WG :arrow: WW. Hat alles gepasst.Keine Bodenverdichtung, keine zu frühe Saat etc. Leider war es damals ein milder und feuchter Herbst und Frühjahr was den Pilz bekanntlich fördert. Danach als das Getreide und Wurzeln befallen war wurde das Wetter trocken und somit war der Ertrag futsch.
Das größte Risiko der Schwarzbeinigkeit stellt die Vorfrucht WW, WG oder WT dar. Bei der Hauptfrucht ist WW am stärksten gegen Fußkrankheiten gefährdet zudem übeträgt Gerste diese stärker als andere Getreidearten. Somit ist die Kombi WW nach WG die gefährlichste überhaupt was Fußkrankheiten betrifft.

Hab mal gehört auf leichten Böden soll die Gefahr von Schwarzbeinigkeit geringer sein. In unserer Region funktioniert das daher nicht. Hier gibts seit Jahren keinen mehr der Weizen nach Gerste angebaut hat.
steel.
 
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Re: weizendurchwuchs in wintergerste

Beitragvon Crazy Horse » Fr Jun 10, 2011 16:33

Nun ja, ich würde mal behaupten, dass Raps oder Ölrettich einen höheren Gesundungswert in einer getreidelastigen Fruchtfolge haben als bspw. Mais. Aber das mal nur am Rande.
Ich hab hier eine Graphik, die belegt, dass die Vorfrucht Weizen bzgl. der Schwarzbeinigkeit immer noch ein höheres Infektionspotential für nachfolgenden Weizen darstellt als die Gerste
http://www.latitude.de/schwarzbeinigkeit/486.htm

Im Prinzip gilt also für Weizen nach Weizen nichts anderes als für Weizen nach Gerste, wobei Du bei Letzterem jederzeit noch ne Zwischenfrucht dazwischensetzen kannst (die Vegetationszeit reicht aus).
Crazy Horse
 
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Re: weizendurchwuchs in wintergerste

Beitragvon countryman » So Jun 12, 2011 8:32

aber was macht man gegen den durchwuchs von weizen in gerste...???


ich baue seit 10 Jahren Gerste pfluglos nach Weizen an. Ja es gab Fehlschläge in denen nur noch Glyphosat helfen konnte, in den letzten Jahren war die Sache aber im Griff und die Erträge überzeugen auch.
Welche Gerstensorte wird angebaut? Für mich kommt im Pfluglosen nur die Sorte Lomerit in Frage, die früh und kräftig ins Längenwachstum geht. Da hält kein Weizen mit und bleibt unterständig ohne zu bestocken. Kürzere Sorten machten mir regelmäßig Probleme nicht nur dadurch dass Weizen im Erntegut ist sondern auch weil der Weizen es schafft zu bestocken und gegen die Gerste erheblich konkurriert, so dass die Erträge abfallen. Mit der Standfestigkeit der Lomerit komme ich gut klar.
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Re: weizendurchwuchs in wintergerste

Beitragvon Mad » So Jun 12, 2011 10:19

countryman hat geschrieben:ich baue seit 10 Jahren Gerste pfluglos nach Weizen an. Ja es gab Fehlschläge in denen nur noch Glyphosat helfen konnte, in den letzten Jahren war die Sache aber im Griff und die Erträge überzeugen auch.
Welche Gerstensorte wird angebaut? Für mich kommt im Pfluglosen nur die Sorte Lomerit in Frage, die früh und kräftig ins Längenwachstum geht. Da hält kein Weizen mit und bleibt unterständig ohne zu bestocken. Kürzere Sorten machten mir regelmäßig Probleme nicht nur dadurch dass Weizen im Erntegut ist sondern auch weil der Weizen es schafft zu bestocken und gegen die Gerste erheblich konkurriert, so dass die Erträge abfallen. Mit der Standfestigkeit der Lomerit komme ich gut klar.



Ich mache jetzt seit 2 Jahren Gerste pfluglos nach Weizen und habe nur dieses Jahr auf einem Schlag Weizendurchwuchs, wo die Gerste im Herbst reingeschmiert wurde und demnach bescheiden steht. Allerdings ist der Durchwuchs marginal. Auf den restlichen Schlägen ist kein Weizen zu sehen. Ich setze übrigens voll und ganz auf Leibniz.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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