Crazy Horse hat geschrieben:[q
Gleich 40% ???
Ich hab letztes Jahr 92dt Weizen nach Wintergerstenvorfrucht geerntet. Das war mein ertragreichster Weizen (ist nur leider etwas ausgewachsen), was mich fast etwas überrascht hat. Weizen nach Weizen hat hingegen nicht überall so hingehauen, was wohl auch etwas an der Sorte lag.
Das waren anfangs kleine Stellen die sich rasch fast über den ganzen Acker ausgebreitet haben. Hab damals beim Erzeugerring nachgefragt. Der meinte das ist eine Todsünde wenn man nach WW eine Gerste anbaut. Hab das seither nicht mehr gemacht.
In ner gesunden Fruchtfolge mit ausreichend hohem Blattfruchtanteil und fungizidbehandeltem Stroh (hier machen sich vor allem die Strobilurine bemerkbar) haben Pilze wie der Erreger der Schwarzbeinigkeit wenig Chancen sich zu vermehren. Außerdem wüsste ich nicht, warum Wintergerste eine schlechtere Vorfrucht für den Winterweizen sein soll, als Winterweizen selbst. Das spräche ja dann auch gegen Stoppelweizen.
Das war bei mir damals eine gesunde Fruchtfolge Mais
Das größte Risiko der Schwarzbeinigkeit stellt die Vorfrucht WW, WG oder WT dar. Bei der Hauptfrucht ist WW am stärksten gegen Fußkrankheiten gefährdet zudem übeträgt Gerste diese stärker als andere Getreidearten. Somit ist die Kombi WW nach WG die gefährlichste überhaupt was Fußkrankheiten betrifft.
Hab mal gehört auf leichten Böden soll die Gefahr von Schwarzbeinigkeit geringer sein. In unserer Region funktioniert das daher nicht. Hier gibts seit Jahren keinen mehr der Weizen nach Gerste angebaut hat.

