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Welches Öl für Eigenöl beim Rückewagen ?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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19 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Welches Öl für Eigenöl beim Rückewagen ?

Beitragvon DST » So Jan 04, 2026 17:51

Nochmal kurz zu den Buchstaben:

HLP / HLPD 46 wäre für diesen Fall ausreichend(Zahnradpumpe, Arbeitsdruck irgendwo um 200Bar) und ist mit einem Einbereichsöl vergleichbar.

HVLP / HVLPD 46 hat ein breiteres Temperaturspektrum, und ist ähnlich einem Mehrbereichsöl.
Das Öl ist etwas hochwertiger und wird bereits beim TE verwendet.
Der Rüwa kann bei minus 10° laufen, wo das Öl den ganzen Tag nicht warm wird, oder im Hochsommer, bei Käferkatastrophe oder Ballen laden in der ldw, wo das Öl den ganzen Tag am "Kochen" ist.
Somit hat das H-V-LP schon seine Berechtigung.

Das "D" hinten dran ist jetzt für diesen Einsatz kein Muss.
Das kenne ich eigentlich nur wenn Kolbenpumpen oder Motoren im System sind.

Bei manchen Ölanbietern heißt das Öl auch HVI 46, dies ist in der Regel mit dem HVLPD 46 vergleichbar.

.......


Thema Bioöl:

Für Vorschriftsmäßigen Bio-Einsatz darf maximal 2% Restanteil von Mineralöl vorhanden sein.

Bei Umstellung auf Bioöl muss die ganze Hydraulikanlage restentleert und gespült werden.
Danach wird eine Ölanalyse durchgeführt, die dies bestätigen muss.
Bei gewerblichen Bauvorhaben im Wasserschutzgebiet wird das gefordert und mittlerweile auch vor Ort kontrolliert.

Bei einem Rückewagen... Naja.
Solange der Wald nicht im Bereich eines Trinkwasserbrunnens liegt, oder Förster oder Ökowichtigtuer hier schon Aufstände geprobt haben, würde ich da drüber hinwegschauen.

Bioöle sind ein Thema für sich.
In der Vergangenheit gab es Brühe die mit Restanteilen von Mineralöl reagierte, Farben, Lacke und Gummiteile auflöste, und auch sonst nicht viel taugte.

Das hat sich mittlerweile schon stark verbessert.

Je höher der Druck im hydraulischen System, (z.B. hydrostatischer Fahrantrieb) ist, umso höher sind die Qualitätsanforderungen an das Bioöl.

Es ist schon mal ein Indikator für ein zuverlässiges Bioöl, wenn es zb von bekannten Baumaschinenherstellern freigegeben ist.

Die besten Erfahrungen habe ich beruflich mit einem 46er Bioöl auf PAO - Basis.
Das Bioöl dieses einen Herstellers übertrifft die Eigenschaften und Langzeitstabilität von Mineralöl, und hat Einsatzzeiten von 6000-10.000 Bstd und über mehrere Jahre hinweg.

Ob dies auch für andere PAO Öle gilt kann ich nicht sagen.

In nenne jetzt bewusst keinen Hersteller, da das Thema Bioöl in einzelnen Fällen schon zu sehr teuren Reparaturen geführt hat.

Dementsprechend sollte man sich vom Fahrzeughersteller und/oder vom Öllieferanten eine Freigabe einholen.
Und bitte eine schriftliche Freigabe.
So mancher Ölverkäufer hatte mündlich sein Öl in den Himmel gelobt, und wurde nach der Aufforderung zur schriftlichen Freigabe nicht mehr gesehen...
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
DST
 
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Re: Welches Öl für Eigenöl beim Rückewagen ?

Beitragvon 210ponys » So Jan 04, 2026 18:24

die Basis für Pao (Polyalphaolefin) ist auch Rohöl und ist kein Bio Öl. Sondern ein Synthetisches Grundöl der Gruppe IV.
Wen dann kommt Pao nur mit dominierenden Estermischung bei Hydraulikanlagen zum Einsatz, wen das ganze Abbaubar sein muss.
Hier noch was zum Nachlesen zum Thema Bioöl, von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V

Dieses Kapitel gibt einen näheren Blick
auf die wichtigsten Produktgruppen im
Bereich der Bioschmierstoffe und Biohy
draulikflüssigkeiten (Druckflüssigkeiten)
sowie ihrer Einsatzbereiche.
4.1 Hydraulikflüssigkeiten
Mineralöl als Hydraulikflüssigkeit führt
aufgrund seiner geringen biologischen
Abbaubarkeit zu starken Umweltbelastun
gen, wenn es durch Leckagen oder Unfälle
in die Umwelt gelangt. Angesichts dieser
Tatsache ist die Substitution von Mineral
öl durch Bioöle insbesondere in umwelt
sensiblen Bereichen wünschenswert.
Hydraulikvorrichtung
Biologisch schnell abbaubare Hydrau
liköle werden nach DIN ISO 15380 in die
folgenden vier Klassen eingeordnet:
HEES (Hydraulic Oil Environmental Es
ter Synthetic): Synthetische Ester können
sowohl auf Basis von nachwachsenden
Rohstoffen als auch auf Basis von Mine
ralöl synthetisiert werden. Sie entstehen
aus der Verbindung von Fettsäuren und
Alkohol unter Abspaltung von Wasser.
Bei erhöhter Temperatur und Wasser
zufuhr ist diese Reaktion reversibel. Sie
sind biologisch sehr gut abbaubar und
nur gering wassergefährdend. Vollsyn
thetische gesättigte Esteröle übertreffen
in ihrer oxidativen Beständigkeit, der
Materialkompatibilität und den Schmier
eigenschaften die meisten Mineralöle. Sie
sind allerdings teuerer in der Herstellung
und etwas anfällig gegenüber Hydrolyse.
HEES kommen unter anderem dort zum
Einsatz, wo hohe Betriebstemperaturen
nicht zu vermeiden sind. Typische Ein
satzbereiche sind u.a. Baumaschinen, wie
Bagger, und Forstgeräte, wie Harvester.
HETG (Hydraulic Oil Environmental Tri-
glyceride): Diese Öle werden aus Pflan
zenölen (natürlichen Estern) gebildet, wel-
che üblicherweise aus den Samen von
Raps oder Sonnenblumen gewonnen wer
den. Die Ester bestehen im Wesentlichen
aus Triglyzeriden, bei denen der dreiwer
tige Alkohol Glyzerin mit langkettigen
Carbonsäuren (Fettsäuren) verestert ist.
Die chemischen und physikalischen
Eigenschaften von HETG sind abhängig
gewonnen. Da die für Hydraulikanwen
dungen in Frage kommenden höhermo
lekularen PAO nur bedingt schnell biolo
gisch abbaubar sind, werden diesen Ölen
zu einem großen Teil synthetische Ester
beigemischt.
Die beiden letzten Klassen zählen nach
der Definition dieser Broschüre nicht zu
den Biohydraulikölen.
von der für verschiedene Pflanzen spe
zifischen Fettsäurenverteilung. Mehrfach
ungesättigte Fettsäuren steigern die
Empfindlichkeit gegenüber Oxidations-
und Hydrolysevorgängen insbesondere
bei höheren Temperaturen. Daher kön
nen natürliche Ester nur bei niedrigen
Temperaturbelastungen eingesetzt wer
den. Seit einiger Zeit sind auch höher
belastbare Neuentwicklungen auf der
Basis von Produkten mit einem hohen
Gehalt an Ölsäure und sehr wenig mehr
fach ungesättigten Fettsäuren (HOSO)
auf dem Markt. HETG werden typischer
Weise in land- und forstwirtschaftlichen
Maschinen eingesetzt, bei denen nur ge
ringe Spitzenbelastungen auftreten.
HEPG (Hydraulic Oil Environmental
Polyglycole): Polyglykole werden aus Mi-
neralöl hergestellt. Sie sind biologisch
sehr gut abbaubar und nicht wasserge
fährdend. Ihre technischen Eigenschaf
ten sind mit denen von Mineralölen ver
gleichbar. Sie sind wasserlöslich, aber
nicht mit Mineral- oder Pflanzenölen
mischbar. Sie erfordern aufgrund der
wesentlich höheren Dichte auch eine an
dere Dimensionierung der Hydraulikan
lage – eine nachträgliche Umrüstung ist
sehr aufwendig. Das Haupteinsatzgebiet
sind wasserbauliche Anlagen wie z.B.
Schleusen oder bewegliche Brücken.
HEPR (Hydraulic Oil Environmental
Polyalphaolefine and Related Hydrocar
bons): Diese Öle sind Mischungen aus
Polyalphaolefinen (PAO) und verwand
ten Kohlenwasserstoffen. Sie werden
aus den Paraffinen, die bei der Erdöldes
tillation anfallen, mittels Hydrocracking
Die Hersteller von Hydraulikölen bieten
heute HEES- und HETG-Produkte an, die
durchgängig alterungs- und oxidations
beständig sind, ein gutes Viskositäts-Tem
peratur-Verhalten aufweisen und in der
Regel mit allen üblicherweise in Hydrau
likanlagen vorkommenden Werkstoffen,
einschließlich Lacken und Dichtungen,
verträglich sind. Die Bioöle erfüllen nicht
nur die technischen Mindestanforde
rungen der Norm DIN ISO 15380, son
dern übertreffen sie in vielen Bereichen
deutlich. Dabei handelt es sich um an
wendungstechnische Kriterien wie Vis
kosität, Alterungsbeständigkeit, Flamm
punkt, Schaumverhalten und andere.
Zusammen mit den Produktspezifikatio
nen der Hersteller bietet die ISO-Norm
dem Anwender von Biohydraulikölen die
Gewähr, qualitativ hochwertige Produkte
einzusetzen, die den Anforderungen im
täglichen Betrieb voll gerecht werden.

Quelle?
Kennzeichnung als Zitat?!
Falke
Zuletzt geändert von 210ponys am Mo Jan 05, 2026 9:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welches Öl für Eigenöl beim Rückewagen ?

Beitragvon DST » So Jan 04, 2026 21:06

Tja Pony,

Dann haben anscheinend mehrere namhafte Ölhersteller und deren sämtliche Lieferanten, sowie namhafte Fahrzeughersteller keine Ahnung.

Aber du bist schlauer.

OMG

Für den normalen Endverbraucher ist wichtig was Ölhersteller und Fahrzeughersteller schreiben, und da ist biologisch abbaubares Hydrauliköl auf Basis PAO aufgeführt.
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Re: Welches Öl für Eigenöl beim Rückewagen ?

Beitragvon 210ponys » Mo Jan 05, 2026 9:24

das Mag alles sein, aber die Tendenz geht zu Ester Produkten. Auf Grund der besseren Biologischen Abbaubarkeit... Und ein Pao Produkt kann keinen Blauen Engel bekommen, und ob es heute noch ein Waldstück gibt wo nicht Zertifiziert ist wage ich zu bezweifeln.
Aber jeder wie er will und Kann.
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