Nochmal kurz zu den Buchstaben:
HLP / HLPD 46 wäre für diesen Fall ausreichend(Zahnradpumpe, Arbeitsdruck irgendwo um 200Bar) und ist mit einem Einbereichsöl vergleichbar.
HVLP / HVLPD 46 hat ein breiteres Temperaturspektrum, und ist ähnlich einem Mehrbereichsöl.
Das Öl ist etwas hochwertiger und wird bereits beim TE verwendet.
Der Rüwa kann bei minus 10° laufen, wo das Öl den ganzen Tag nicht warm wird, oder im Hochsommer, bei Käferkatastrophe oder Ballen laden in der ldw, wo das Öl den ganzen Tag am "Kochen" ist.
Somit hat das H-V-LP schon seine Berechtigung.
Das "D" hinten dran ist jetzt für diesen Einsatz kein Muss.
Das kenne ich eigentlich nur wenn Kolbenpumpen oder Motoren im System sind.
Bei manchen Ölanbietern heißt das Öl auch HVI 46, dies ist in der Regel mit dem HVLPD 46 vergleichbar.
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Thema Bioöl:
Für Vorschriftsmäßigen Bio-Einsatz darf maximal 2% Restanteil von Mineralöl vorhanden sein.
Bei Umstellung auf Bioöl muss die ganze Hydraulikanlage restentleert und gespült werden.
Danach wird eine Ölanalyse durchgeführt, die dies bestätigen muss.
Bei gewerblichen Bauvorhaben im Wasserschutzgebiet wird das gefordert und mittlerweile auch vor Ort kontrolliert.
Bei einem Rückewagen... Naja.
Solange der Wald nicht im Bereich eines Trinkwasserbrunnens liegt, oder Förster oder Ökowichtigtuer hier schon Aufstände geprobt haben, würde ich da drüber hinwegschauen.
Bioöle sind ein Thema für sich.
In der Vergangenheit gab es Brühe die mit Restanteilen von Mineralöl reagierte, Farben, Lacke und Gummiteile auflöste, und auch sonst nicht viel taugte.
Das hat sich mittlerweile schon stark verbessert.
Je höher der Druck im hydraulischen System, (z.B. hydrostatischer Fahrantrieb) ist, umso höher sind die Qualitätsanforderungen an das Bioöl.
Es ist schon mal ein Indikator für ein zuverlässiges Bioöl, wenn es zb von bekannten Baumaschinenherstellern freigegeben ist.
Die besten Erfahrungen habe ich beruflich mit einem 46er Bioöl auf PAO - Basis.
Das Bioöl dieses einen Herstellers übertrifft die Eigenschaften und Langzeitstabilität von Mineralöl, und hat Einsatzzeiten von 6000-10.000 Bstd und über mehrere Jahre hinweg.
Ob dies auch für andere PAO Öle gilt kann ich nicht sagen.
In nenne jetzt bewusst keinen Hersteller, da das Thema Bioöl in einzelnen Fällen schon zu sehr teuren Reparaturen geführt hat.
Dementsprechend sollte man sich vom Fahrzeughersteller und/oder vom Öllieferanten eine Freigabe einholen.
Und bitte eine schriftliche Freigabe.
So mancher Ölverkäufer hatte mündlich sein Öl in den Himmel gelobt, und wurde nach der Aufforderung zur schriftlichen Freigabe nicht mehr gesehen...
