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Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon hueddessumer » Mi Mai 18, 2016 10:14

Hallo

Kennt sich hier jemand mit den Bezeichnungen für Wellenstahl aus ?

Ich habe vor eine 6m Walze selbst zu bauen. Die Crosskillringe habe ich bereits, diese stammen allerdings von alten gezogenen Walzen, die jeweils eine Breite von 1 Meter hatten. Der Wellendurchmesser, der durch die Ringe hindurchpasst beträgt 40mm. Der Außendurchmesser der Ringe beträgt 45cm. Die Walze soll am Ende eine Breite von 6m haben und dreigeteilt klappbar sein. Allerdings will ich die Walze so selten wie möglich lagern, also im besten Fall nur 2x je geklappetem Segment. Dafür erscheint mir der Wellendurchmesser allerdings relativ klein, da die Walzen ja vorher im Abstand von 1m gelagert waren. Bei meinem Selbstbau würde der Lagerabstand ja dann 2m betragen oder 1,5m wenn die Lager etwas nach innen gezogen werden und dann an der anderen Seite des Lagers auch noch Ringe aufgeschoben werden ( Also Lagerabstand in der Mitte 1,5 m und dann, da die Welle 2 m lang ist außen an jeder Seite noch 25cm aufschieben)

Ich benötige also eine stabile Welle die das ganze auch dauerhaft aushält. Kann mir hier jemand sagen was für eine Welle dafür geeignet wäre oder andere Vorschläge machen ?

Vielen Dank
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon Badener » Mi Mai 18, 2016 10:36

Naja, Ich weiß zwar nicht ob Du soetwas bekommen kannst aber das klingt für mich nach AISI4140 oder noch etwas besser/teurer IN718.
Damit hast dann wirklich was, aber wahrscheinlich sprengt das den preislichen Rahmen deutlich.

Grüße
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon MF DRIVER » Mi Mai 18, 2016 11:48

Hallo,

Das mit dem Lagern nicht am Ende hört sich ja schomal sehr gut an, als Wellenstahl würde ich dir 42CrMo4 vergütet empfehlen. Das Material ist relativ einfach zu beschaffen.
Hat im vergütetem Lieferzutand eine Zugfestigkeit von ca. 900 - 1100 N/mm².
Denke das sollte halten, müsste man halt mal Rechnen über FEM.
Ringe Ausdrehen ist das noch eine Option um eine Größere Welle zu verwenden? Ab ca 60mm könnte man da schon mit einem Dickwandigem Rohr arbeiten.

Viele Grüße
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon hueddessumer » Mi Mai 18, 2016 12:54

Erstmal Vielen Dank für die Antworten.

Hatte beim örtlichen Stahlhandel schon angerufen und nach einer stabilen40er Welle gefragt. Das Beste was die in dem Segment besorgen können ist 42CrMo4. Der Preis wäre in Ordnung, die Wellen gibt es aber nur in 3m Länge. Also bräuchte ich drei Wellen was das ganze natürlich wieder verteuert. Habe deswegen schon daran gedacht die Walze nur in 2 Segmenten a` 3m zu bauen die vertikal nach oben klappen. In dem Fall würde die Segmente dann jeweils außen sowie einmal in der Mitte bei 1,5m gelagert werden.

Hat hier jemand Zugriff auf ein FEM Programm und kann ausrechnen welche Belastungen die Welle aushält ? Beispielsweise welche Last eine solche Welle bei 75cm Überhang über einen Auflagepunkt tragen kann ?

Kann mir auch jemand sagen ob eine Welle aus 42CrMo4 mehr aushält als eine Welle mit der Bezeichnung CF53 H6 ? Wie gesagt kenne mich mit den Bezeichnungen überhaupt nicht aus ...
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon kawabiker1971 » Mi Mai 18, 2016 13:10

Beim Stahlhandel (Arcelor z. B.) gibt es Blankstahl rund C45 oder 42CrMo4 in h6 oder h9,
üblicherweise in Handelslängen von 3 bzw. 6 Metern.
Durchmesser 40, 42, 45, 48, 50, 55, 60, .......

Damit sollte sich doch was konstruieren lassen......

So eine 6m Stange wird dann sicherlich zwischen 150 und 200 Euro kosten.
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon hueddessumer » Mi Mai 18, 2016 13:30

Hm
Halt eine Welle aus 42CrMo4 H6 denn mehr aus als eine Welle aus 42CrMo4 H9 ?

Aufdrehen der Ringe kommt bei mir eigentlich nicht in Frage, bei 50 Ringen ist das ja ziemlich aufwändig und wahrscheinlich teurer als eine hochstabile Welle. Oder hat jemand eine Idee was sowas kosten kann ?

Der Stahlhandel bei uns wollte 270 euro fur 6m 42CrMo4 , weiß allerdings nicht ob das H6 oder H9 wäre...
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon Datzi » Mi Mai 18, 2016 13:49

Ich hätte auch 42CrMo4 vorgeschlagen.

Versteh deine Frage zu H6 und H9 nicht so ganz. Wenn ich jetzt nicht arg auf dem Schlauch stehe, dann sind H6 und H9 doch eigentlich nur Passungen und haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Haltbarkeit/Festigkeit der Welle. H9 hat einfach mehr Spiel, als H6.

Der Preis geht eigentlich in Ordnung. Ist vielleicht regional, je nach Händler auch günstiger zu bekommen, aber für 50€ Ersparnis würde ich da jetzt nicht erst alle möglichen Stahlhändler abklappern, wenn es einen Stahlhandel um die Ecke gibt.
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon take_it_1999 » Mi Mai 18, 2016 14:11

Hallo,

wie willst Du den Lagesitz hinbekommen. In der Regel muss dieser auf der Achse / Welle eine spezielle Abmessung haben (Toleranzfeld). Meist kann man das bei solchen Längen nicht gescheit machen und bestellt sich deshalb sogenannten "Blankstahl". Bei diesem hat das Rundmaterial über die gesamte Länge eine definierte Toleranz (z.B. zwischen 39,4 und 39,99 mm [nur ein Beispiel ohne Bezug zu möglichen Lieferdurchmessern]). Häufig reicht die Toleranz als Lagersitz schon aus.

Ich kann deiner Konstruktion noch nicht voll folgen, aber du willst wirklich eine 40ig Welle / Achse nur 2x Lagern? Das halte ich für grob untertrieben eine 40iger Welle / Achse ist ziemlich dünn und bei der Länge!

Mach doch mal ne Handskizze und stell die hier ein.

Achso der 42CrMo ist gut, aber brauchst du den? Evtl. reicht auch ein einfacherer Stahl (obowohl 42CrMo4 in Mengen auf dem Markt kommt, ist er teilweise schon wieder günstiger als ein weniger häufig nachgefragter "Wald- und Wiesenstahl").

Gruß
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon MF DRIVER » Mi Mai 18, 2016 14:25

Hallo nochmal,

hab mal die Datenbläter vom cf 53 und 42CrMo 4 verglichen, der 42CrMo4 hat ein höhrere Festigkeit, aber nicht weltbewegend.
Fürs Rechnen bräuchte man dann schon eine Genauere Zeichnung, wegen Einspannungen Krafteinleitungen und so.
Beigebelastung berechnen geht eigentlich dagegen einfach, schaust Du mal im Tabellenbuch Metall unter Festigkeitslehre Biegespannung, die darf nicht mehr sein als der Werkstoff Streckgrenze hat.
Betrachet wir natürlich nur der statische Fall, wegen Dynamik must dann schon mit mindestens 5 facher Sicherheit rechnen.

Binn aber jetz zu faul ums auzurechnen, evtl nimm ich mir morgen Zeit.

Viele Grüße nochmal
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon kawabiker1971 » Mi Mai 18, 2016 14:49

Ich hab mal gegoogelt.

Kverneland hat bei den Packern eine 60er Welle beschrieben, aber auf einer Breite von 2-2,5m auch nur 2mal gelagert.

Ich würde konstruktiv eher 3 Lagerpunkte je ca. 2m Segmentbreite.

@take i t1999
Ich denke, er möchte einen Nachläufer mit 3 Segmenten a etwa 2 mtr (6mtr Gesamtbreite) selbst bauen.
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon hueddessumer » Mi Mai 18, 2016 14:59

Hier eine Zeichnung.

Die Walzenringe wiegen ca. 300 kg pro m Arbeitsbreite.

Wenn jemand weiß wie man die Belastungen ausrechnet und dann das ganze mal durchrechnet wäre ich sehr dankbar.

Auch andere Verbesserungsvorschläge sind erwunscht.
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IMG_20160518_034939.jpg
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon hueddessumer » Mi Mai 18, 2016 15:05

Hier die andere Variante
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon Badener » Mi Mai 18, 2016 15:27

Variante 2 ist besser, da kannst Du besser klappen und musst mit dem Traktor nicht so weit ausheben.
Ausserdem ist es stabiler bei der Straßenfahrt (Schwerpunkt!)

Grüße
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon Schuttler3005 » Mi Mai 18, 2016 16:11

Mit 42CrMo4 wollt ihr´s aber auch wirklich wissen wie ?

Das ist für den Einsatztzweck eigentlich schon übertrieben, da ist es Sinnvoller auf 4 Lagerstellen zu gehen bei 3m Arbeitsbreite und dafür ein Material zu wählen welches sich besser verarbeiten lässt
42CrMo4 ist mit ner "Hobbyausrüstung" nun wirklich nur richtig Sche... zu verarbeiten


Wie willst du die Welle den weiterverarbeiten ?
Also alles nur schrauben oder auch schweißen etc. (das kannste bei 42CrMo4 z.B. vergessen)
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Re: Wellenstahl für Selbstbau- Walze Härte / Bezeichnungen

Beitragvon hueddessumer » Mi Mai 18, 2016 18:13

Moin

Die Welle braucht ja gar nicht verarbeitet werden. Da werden ja einfach nur die Ringe und Lager draufgeschoben und evtl. noch Stellringe und gut ist.
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