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Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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30 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon elchtestversagt » Do Jun 30, 2016 7:24

Gegensätzlicher kann man das ganze nicht beschreiben:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 16636.html
oder
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 16648.html

Ich sage mal, wir werden einfach nur noch verheizt.
Weil ich wieder ein paar Teile brauchte, war ich wieder mal bei meinem Ausrüster, Big Dutchman.
Und wenn man das so sieht, was da alles in die ganze Welt geht ( und was noch hier bleibt), dann weiss man erst, wo der Zug hinfährt.
Die Zukunft der Ernährung liegt ganz klar nicht in Deutschland. "Neuerungen", die Ökonomisch wirklich sinnvoll sind werden von der hiesigen Politik gnadenlos boykottiert. Und da sind fantastische Dinge bei, die uns wirklich nach vorne bringen könnten, auch grade wegen unseren hohen Kosten. Aber grade das ist nicht gewollt, und so wird hier in der Gegend das getestet, was in drei Jahren anderswo auf der Welt sehr gut verkauft werden kann.

Grade was der LEH als "vertikale Integration" fordert, das will die Politik doch verhindern.
Ich meine wenige grosse Einheiten mit standartisierte Produktionen, angefangen vom Stallbau ( wie beim Geflügel Einheitsstall bspw 40000 Hähnchen) bis zur Zucht ( Einheitssau) und Futter ( Einheitsfutter) sowie Betreuung.

Also, wer wird "gewinnen"?
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon Lonar » Do Jun 30, 2016 8:04

Das mit der Vertikalen Integration gibt's doch schon im Schweinebereich.
Goldschmaus bietet das an mit Ferkel (Uniporc oder vom Ezg Mitglied), Futterausschreibung nach Goldschmausrezept, und dann ran an den Haken der Goldschmaus.
Kann man glaub ich so ca. 2ct mehr für kriegen wenn die Schlachtbefunde gut sind (gesunde Schweine)
Ist aber meines Wissens nach nur für Ezg Mitglieder und ich weiß nicht ob das immernoch gemacht wird.
4 mal D wird anscheinend immer gefragter.
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon bauer hans » Do Jun 30, 2016 8:08

elchtestversagt hat geschrieben:
Also, wer wird "gewinnen"?


hier gings um 3ha(2ha acker,1ha wiese).
ich hatte ein geringes angebot abgegeben,mit dem hinweis,dass keine ZA vorhanden seien.
verpachtet wurde es für den dreifachen preis.
der pächter wird dort nie geld verdienen.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon xyxy » Do Jun 30, 2016 8:16

gewinnen wird zunächst der Verbraucher, der mehr Geld für den Non-Food Bereich hat und ausgeben wird....
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon Estomil » Do Jun 30, 2016 9:34

Alles hat vor und nachteile. Wenn ich mir ansehe wie stabil die erzeugerpreise im geflügelbereich sind, dann läuft da schon einiges richtig.
Hauptvorteil ist da ganz klar die nachfragegesteuerte produktion!
Sie ist allerdings auch recht einfach zu steuern. Ne Handvoll brütereien kann innerhalb von Wochen die Produktion steigern oder senken. 10% sind da garkein problem. Und damit stimmen dann auch die erlöse.

Beim schwein wird das sehr schwierig. Vom bekamen der sau bis zum schwein am Haken vergeht gut ein jahr. Das ist kaum planbar. Zudem sind die leistungsschwankungen deutlich höher wie zb in einer brüterei.
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon LUV » Do Jun 30, 2016 9:39

tyr hat geschrieben:[

Du meisnt so strukturen, wie sie die DDR hatte? hat nicht funktioniert, und wird auch unter kapitalistischen Bedingungen nicht funktionieren.
Dewr Hauptgrund dafür liegt nicht bei den Führungskräften oder der wissenschaftlichen Begleitung, sondern schlicht in den notwendigen Größenordnungen, und der damit ortganisierten verantwortungslosigkeit, die, je weiter runter man in der Hirachie kommt, um so größer wird. Damit hatten schon die alten Junker Ostprußens zu kämpfen, und die hatten durch ihr Feudalsystem wesendlich mehr Macht, Dinge innerhalb ihrer Bertriebe durchszusetzen. Auch in der DDR- Landwirtschaft war dies das Hauptproblem, wenn niemandem mehr was gehört, fühlt sich auch keiner mehr über das absolut notwendige Maß seinen Lohn zu bekommen, für irgendwas zuständig. Mißstände werden einfach ignoriert und potenzieren sich bis zu dem Punkt, das sie nicht mehr händelbar sind, oder sovie Mittel und Zeit zur Korrektur verschlingen, das die ganze Unternehmung den Bach runter geht.
Große produktionstrukturen sind mit nicht zwangsläufig effektiver, oder gar, im Sinne einer gelichmäßigen Produktion, sicherer, im Gegenteil.
Deswegen versucht man ja überall, wo man maximale Sicherheit benötigt, möglichts viele unabhängige Kleinstrukturen nebeneinander aufzubauen, die im Notfall auch die ausgefallenden Teile, teils oder vollständig, kompensieren können.

Die Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion ist übrigens genau so ein Irrweg, auch hier bietet die DDR, und die noch lebenden Experten, einen umfangreichen Erfahrungschatz aus 40 Jahren Praxis in dem Bezug, der durchaus genutzt werden könnte, wäre man nicht ideologisch verblendet.


Das sehe ich komplett anders.....es geht doch bei der vertikalen Integration nicht ausschließlich um Größe. Es geht auch nicht, wie in der DDR, um Verantwortungslosigkeit, weil kein Eigentum vorhanden ist. Es geht auch nicht um die sozialistische Form der Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion. Die DDR Landwirtschaft ist daran kaputtgegangen, dass sie dem Einzelnen keinen Anteil am Eigentum und damit am Wohlstand zugestehen wollte. Lebensmittelerzeugung nach militärischer Befehlsstruktur kann nicht funktionieren, das ist Diktatur und das ist das genaue Gegenteil von dem, was wir haben, auch wenn du es anders beurteilen magst.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon borger » Do Jun 30, 2016 9:40

xyxy hat geschrieben:gewinnen wird zunächst der Verbraucher, der mehr Geld für den Non-Food Bereich hat und ausgeben wird....


Der Verbraucher hat durch das Käfighaltungsverbot nichts gewonnen und er wird auch durch Kastrier- und Kupierverbote nichts gewinnen. Im Gegenteil, er zahlt nur aufgrund gesetzlichen Zwanges für unnötige Tierquälerei. Allerdings, er weiß davon nichts. Denn „dank“ unermüdlicher Wühlarbeit der Lügenmedien ist er davon überzeugt, den armen Tieren etwas Gutes getan zu haben.
Wenn es so weiter geht, dann finden sich in der EU überhaupt keine Gewinner, die Landwirtschaft ist wegen religiöser Vorschriften nicht mehr konkurrenzfähig und dem Verbraucher bleibt nur Ware aus anderen Ländern.
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon bauer hans » Do Jun 30, 2016 10:21

LUV hat geschrieben:.... Die DDR Landwirtschaft ist daran kaputtgegangen, dass sie dem Einzelnen keinen Anteil am Eigentum und damit am Wohlstand zugestehen wollte. Lebensmittelerzeugung nach militärischer Befehlsstruktur kann nicht funktionieren, das ist Diktatur und das ist das genaue Gegenteil von dem, was wir haben...


sehr treffend erklärt :!:
die beiden ehemaligen lpg chefs,die ich näher kenne,sehen das heute noch ganz anders :!:
der wiedereinrichter,der in der ddr ne "private wirtschaft" über deputate betrieb,hatte damals über tauschgeschäfte enorm profitiert.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon Vasektomi » Do Jun 30, 2016 10:50

tyr hat geschrieben:
elchtestversagt hat geschrieben:Gegensätzlicher kann man das ganze nicht beschreiben:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 16636.html
oder
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 16648.html

Ich sage mal, wir werden einfach nur noch verheizt.
Weil ich wieder ein paar Teile brauchte, war ich wieder mal bei meinem Ausrüster, Big Dutchman.
Und wenn man das so sieht, was da alles in die ganze Welt geht ( und was noch hier bleibt), dann weiss man erst, wo der Zug hinfährt.
Die Zukunft der Ernährung liegt ganz klar nicht in Deutschland. "Neuerungen", die Ökonomisch wirklich sinnvoll sind werden von der hiesigen Politik gnadenlos boykottiert. Und da sind fantastische Dinge bei, die uns wirklich nach vorne bringen könnten, auch grade wegen unseren hohen Kosten. Aber grade das ist nicht gewollt, und so wird hier in der Gegend das getestet, was in drei Jahren anderswo auf der Welt sehr gut verkauft werden kann.

Grade was der LEH als "vertikale Integration" fordert, das will die Politik doch verhindern.
Ich meine wenige grosse Einheiten mit standartisierte Produktionen, angefangen vom Stallbau ( wie beim Geflügel Einheitsstall bspw 40000 Hähnchen) bis zur Zucht ( Einheitssau) und Futter ( Einheitsfutter) sowie Betreuung.


Also, wer wird "gewinnen"?



Du meisnt so strukturen, wie sie die DDR hatte? hat nicht funktioniert, und wird auch unter kapitalistischen Bedingungen nicht funktionieren.
Dewr Hauptgrund dafür liegt nicht bei den Führungskräften oder der wissenschaftlichen Begleitung, sondern schlicht in den notwendigen Größenordnungen, und der damit ortganisierten verantwortungslosigkeit, die, je weiter runter man in der Hirachie kommt, um so größer wird. Damit hatten schon die alten Junker Ostprußens zu kämpfen, und die hatten durch ihr Feudalsystem wesendlich mehr Macht, Dinge innerhalb ihrer Bertriebe durchszusetzen. Auch in der DDR- Landwirtschaft war dies das Hauptproblem, wenn niemandem mehr was gehört, fühlt sich auch keiner mehr über das absolut notwendige Maß seinen Lohn zu bekommen, für irgendwas zuständig. Mißstände werden einfach ignoriert und potenzieren sich bis zu dem Punkt, das sie nicht mehr händelbar sind, oder sovie Mittel und Zeit zur Korrektur verschlingen, das die ganze Unternehmung den Bach runter geht.
Große produktionstrukturen sind mit nicht zwangsläufig effektiver, oder gar, im Sinne einer gelichmäßigen Produktion, sicherer, im Gegenteil.
Deswegen versucht man ja überall, wo man maximale Sicherheit benötigt, möglichts viele unabhängige Kleinstrukturen nebeneinander aufzubauen, die im Notfall auch die ausgefallenden Teile, teils oder vollständig, kompensieren können.

Die Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion ist übrigens genau so ein Irrweg, auch hier bietet die DDR, und die noch lebenden Experten, einen umfangreichen Erfahrungschatz aus 40 Jahren Praxis in dem Bezug, der durchaus genutzt werden könnte, wäre man nicht ideologisch verblendet.


Nach dem was du sagst dürfte es keine Internationalen Großkonzerne geben die doch etwas komplexer mit R&D sind als ein Landwirtschaftsbetrieb.
Zweitens schließt du dinge aus der Vergangenheit die schlicht nicht haltbar sind da man die Zeiten schlicht Technologisch vergleichen kann.
Ganz besonders in Sachen überwachung und Sensorik, ich sag nur Spargel überwachung per App und vieles andere mehr.
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Re: Wer gewinnt? Markt oder Politik?

Beitragvon LUV » Do Jun 30, 2016 10:58

tyr hat geschrieben: Was unterscheidet heutige Aktiengesellschaften in ihrer Struktur von dem System der DDR?


Die Menschen und deren Motivation in einem freiheitlichen Wertesystem?
Wenn du mir Ahnungslosigkeit vorwirfst, nenne ich dich ideologisch verblendet.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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