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Es ist nun mal so,das es überall schwarze Schafe gibt,und die auch in Jägerkreisen,von diesen Leuten sollte man sich distanzieren.Ich selbst kenne auch solche denen es nur um das Schießen geht.Für mich persöhnlich ist Jagd mehr.Auch bei uns gibt es mal Meinungsverschiedenheiten mit den Landwirten,aber es wird sich immer geeinigt. Wir halten uns nicht für etwas besseres nur weil wir im Besitz des Jagdscheines sind,bei uns ist das Verhältniss Kameradschaftlich,und wir nehmen Rücksicht auf die Belange der Landwirte,und die Landwirte unterstützen auch uns zb in der Wildschadenverhütung. Deshalb war ja meine Meinung wenn einer Holz macht und ist gezwungen weil es nicht anders geht den angelegten Pirschsteig zu Beschädigen so kann man doch ruhig hingehn und zb die Äste wieder zusammen mit dem Jäger wegräumen.Ich finde es nicht richtig nur zu sagen das Intressiert mich nicht,ob da ein Pirschsteig ist,soll der Jäger doch wegräumen.Das ist keine Einstellung,und der Streit ist vorprogammiert. Zumal ein Pirschsteig zu den Jagdlichen einrichtungen gehört,genau so wie ein Hochsitz. Aber das ist meine Meinung.Ich weise auch gerne nochmal darauf hin das ein Pirschsteig der Wildschadensverhütung dient,und somit in beiderlei Intresse liegt. Wenn bei uns ein Maisfeld gezäunt wird,und wird vom Lanwirt Versehntlich Beschädigt,dann bringen wir das zusammen wieder in Ordnung.
Ja, ich habe auch einige Vorbehalte gegen gewisse Jagdgenossen und gegen manche Landwirte.
Bedauerlicherweise meinen einige dieser Vertreter auch, sie hätten immer und überall Recht und prangern ausdauernd von den schlechten anderen Menschen in der Welt ohne ihre eigenen Fehler zu sehen.
Aber so sind die Menschen allerorten!
Sicher hat forstbetriebwf Recht, wenn er zunächst das gemeinsame Gespräch und die ausgleichende Kommunikation zwischen den Beteiligten forciert! Was soll denn sonst gemacht werden? Soll denn dem Jäger aus diesem Thema der Jagdschein erzogen werden, weil er gefragt hat, ob die Äste und das Wipfelholz entfernt werden könnte? Oder soll er deswegen ins Gefängnis geworfen werden???
CarpeDiem könnte ja mal kurz vorschlagen wie ein idealer Nimrod auszusehen hat!? Was so an Pacht gezahlt werden sollte, welche Wildarten bejagt werden können? Was passieren sollte wenn ein "idealer" Jäger doch zufällig mal in besonderer Konstellation auf einen bösen Jagdgenossen stößt?
Der ideale Jäger akzeptiert den Vorrang der Land- und Forstwirtschaft vor der Bejagung. Dafür würde ich ihn auf meinen Flächen von jeder Pachtzahlung freistellen. Grund dafür ist, dass ich von dieser Jagdpacht von der El Cid immer wieder spricht, überhaupt nichts habe. Grund ist, dass es in meinem Gemarkungsteil nur Privatwege gibt für deren Unterhalt die Grundstückseigentümer ausschliesslich selbst verantwortlich sind.
Die Jagdpacht wird der Verbandsgemeinde zur Verfügung gestellt und verschwindet dort in flurbereinigten Gemeindeteilen, für micht nicht mehr nachvollziehbar. Der Vorstand der JGeno besteht ausschliesslich aus Leuten aus diesen Ortsteilen.
Ich könnte mir nun die Pacht auszahlen lassen. Bei einem Jäger der die eingangs genannten Voraussetzung erfüllt, würde ich dies auch tun und sie diesem dann zur Verfügung stellen, so dass der Zustand keine Pacht für meine Flächen eintritt.
Würde es sich dabei um eine bedingungslose Unterordnung der Jagd unter der Land- und Forstwirtschaft handeln müssen? Welche Bewirtschaftungsform der Land- und Forstwirtschaft ist maßgeblich (konventionell - ökologisch)? Ist das parzellscharf zu trennen?
Bei der Verwendung der Jagdpacht wird es augenscheinlich auch regionale Besonderheiten geben: Hier ist das so, dass die Pächter (teilweise selber Flächeneigentümer) die Pacht an den "Kassenwart" der Jagdgenossenschaft zahlen. Gemäß Jagdkataster zahlt dieser die Beträge an die einzelnen Jagdgenossen wieder aus. Wegeunterhaltung, Wildschaden oder ähnliches ist damit nicht zubegleichen. Abhängig von der Flächengröße liegen dann die Auszahlungsbeiträge für die Jagdgenossenschaft dann vielleicht so zwischen 15,60 und 800 €/Jahr.
Die von CarpeDiem angesprochenen Probleme mit dem Vorstand oder der Jagdgenossenschaft allgemein dürften sich aus der Satzung oder halt der Versammlung ergeben: Wenn alle Jagdgenossen mit der derzeitigen Regelung zufrieden sind: Ist es für den einzelnen natürlich schwer was zu ändern. Hat CarpeDiem mehr Gleichdenkende und Unzufriedende auf seiner Seite, könnte man die Probleme ja in den Versammlungen und bei den Satzungsbeschlüssen ansprechen und ggf. sogar ändern.
Bei der Jagdverpachtung ist es doch ähnlich wie bei einem Mietvertrag: Dem Interessenten/Bewerber kann man nur vor dem Kopf gucken! Vermietet/Verpachtet man nun, und der bisher recht freundliche Jäger/Mieter stellt sich alsbald als arroganter und überheblicher [zensiert] dar, ist es nach der Gesetzeslage und Rechtsprechung halt schwer möglich selbige wieder aus den Verträgen herauszubekommen.
Da sollte man auch keinen Zorn gegen den Gesetzgeber oder die Gerichtsbarkeit hegen: Der Grundgedanke für die Jagdgesetze dürfte ja der Schutz des Wildes, die rechtliche Absicherung der Jagdgenossen und Jäger sein. Wie viele rechtliche Konstrukte gibt es aber auf allen Seiten Menschen die Lücken finden und diese ausreizen.
Ein umgekehrtes Modell, wie es CarpeDiem beschreibt, gab es mal am Niederrhein in der Jagd von Underberg (weiß nicht ob das so jetzt noch durchgeführt wird...): Jeder Landwirt, der sich wildfreundlich verhielt, die Anbauflächen dementsprechend bewirtschaftete, wurde mit einer weithaus höheren Zahlung bedacht, als die normale Pacht....
So gibt es immer mehr als nur das eine oder das andere.... Grundsätzlich muss man miteinander reden. Aber häufig sind da auch noch andere Animositäten im Spiel (Der Jagdvorstand hat mir vor Jahrzehnten das Mädel ausgespannt, Die Männer aus den anderen Ortsteilen haben mal den Maibaum geklaut, etc....) Das lässt sich häufig garnicht mehr nachvollziehen, wieso da heute so gehandelt wird.