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WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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24 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon bauer hans » Fr Okt 30, 2015 10:57

heico hat geschrieben:
Den Satz hätte ich so nicht geschrieben, denn das Pflügen ging ja nicht. Aber die Folgen mit den "Steinwurf" sehe ich genau so.

Moderne Landwirtschaft hat kaum noch oder nichts mehr mit Boden oder Fruchtfolge zu tun. Es ist die Aneinanderreihung von Früchten, die in kurzer Zeit das meiste Geld vom ha bringen. Dazu braucht man keine Landwirtschaft lernen, kann man bei der Raiffeisen fragen, was man täglich tun muss. Wir sehen die Extreme, in dem man Weizen nach Gerste anbaut oder es gibt Leute die Raps nach Raps anbauen. Ein "Ackerbauer" würde nach so einer Gerste zur Not noch Roggen und sonst Hafer oder eine Blattfrucht anbauen. In einer guten Fruchtfolge gibt es keine großen Probleme mit Gräsern, Unkraut, Insekten und Pilzen.


das potentielle glyphosatverbot hängt davon ab,was demnächst die öffentliche meinung bestimmt:
flüchtlinge,börsencrash oder naturkatastrophe.
deine meinung über "moderne landwirtschaft" ist doch sehr verallgemeinernt,in der praxis gibts überwiegend fruchtfolgen.
deine kommentare und deine antworten schätze und lese ich sehr gern,du bist wirklich ein erfahrener landmann.
wir schaffen uns :mrgreen:
bauer hans
 
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Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon 1056xl » Fr Okt 30, 2015 14:25

@ Limpurger
Bild
bis auf die Aussage : "pflugtreuen Ewig-Gestrigen" , nicht ein jeder der pflügt ist ein "Ewig-Gestriger" :wink: :wink:

MfG. 1056xl
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Fruchtfolge

Beitragvon adefrankl » Fr Okt 30, 2015 23:27

heico hat geschrieben:
Moderne Landwirtschaft hat kaum noch oder nichts mehr mit Boden oder Fruchtfolge zu tun. Es ist die Aneinanderreihung von Früchten, die in kurzer Zeit das meiste Geld vom ha bringen. Dazu braucht man keine Landwirtschaft lernen, kann man bei der Raiffeisen fragen, was man täglich tun muss. Wir sehen die Extreme, in dem man Weizen nach Gerste anbaut oder es gibt Leute die Raps nach Raps anbauen. Ein "Ackerbauer" würde nach so einer Gerste zur Not noch Roggen und sonst Hafer oder eine Blattfrucht anbauen. In einer guten Fruchtfolge gibt es keine großen Probleme mit Gräsern, Unkraut, Insekten und Pilzen.

Man sollte nicht meinen dass wann weiß wie Landwirte wirtschaften, nur weil man Raiffeisen richtig schreiben kann und man auch noch weiss, dass Landwirte dort teilweise einkaufen.
So habe ich durcvhaus eine Fruchtfolge, nämlich WW-WG-WW-WR und ich sehe dazu unter meinen Umständen auch keine brauchbare Alternative.
(WW-WW-WG-WR ist von der Krankheitssituation sicher nicht besser und WW-WG-WR dürfte bei Raps langfristig zu Krankheitsproblemen führen).
Nachdem man hier es an Niederschlägen mangelt und man sehr oft mit Frühjahrstrockenheit zu kämpfen hat sind Sommerkulturen wie Hafer, Ackerbohnen, Erbsen, Sommergerste etc. sehr oft ein Reinfall (würde so typischerweise auf 35 - 40% weniger Ertrag tippen). Körnermais wäre prinzipiell noch eine Alternative, da Mais noch relativ gut wächst, aber den würde mir zum einen keiner dreschen und zum anderen wäre auch die nächste Trocknung weit entfernt. (Biogasmais ginge noch). Winterroggen ist wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig gegenüber Weizen (Gibt hier genug Roggen von reinen Sandböden) und für Triticale sieht es von Absatz auch schlecht aus. Insofern halte ich die Fruchtfolge durchaus für fachgerecht. Nebenbei führen die Winterkulturen zu einen sehr niedrigen Stickstoffaustrag und zu einer sehr positiven Humusblianz. Letzteres ist auch auf die besseren Erträge der Winterkulturen zurückzuführen und ist ein Gewinn für die Bodenfruchtbarkeit.
Was die Unkräuter angeht so ist hier vor allem der Weise Gänsefuß ein Fluch für alle Sommerkulturen (Blattfrüchte, und auch so manches schlecht stehendes Sommergetreide). Im Vergleich dazu sind die Unkrautprobleme in meiner Fruchtfolge bisher auch nicht größer (man darf nur nichts verschlampen). Von Landhandel habe ich mir übrigens noch nie sagen lassen, was ich auf den Feldern zu machen habe.
Was die WG im Weizen angeht so habe ich jetzt für 300 g/ha Atlantis WG angewendet (Herbstanwendung um möglichst dann keine Nachbauprobleme beim WR zu haben). Im schlimmsten Fall wäre noch Sword im Frühjahr eine Option. Ansonsten habe ich im Netz dazu noch Information gefunden unter:
http://www.tll.de/ainfo/pdf/psab0213.pdf auf Seite 78 findet sich eine Einstufung der Getreideherbizide u.a. bzgl. Ausfallgerste.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon Raider » So Nov 01, 2015 10:59

steel. hat geschrieben:Aber wenn ich einige Beiträge der User lese( wie z.B. Nobby Nobbs ) die Glyphosat aus Bequemlichkeit als Standart einsetzen


Was spricht dagegen Glyphosat als wichtigen Baustein für Herbizidresistenz, Umweltschutz und Feldhygiene als Standard einzusetzen?
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Re: Fruchtfolge

Beitragvon marius » So Nov 01, 2015 11:05

adefrankl hat geschrieben:Man sollte nicht meinen dass wann weiß wie Landwirte wirtschaften, nur weil man Raiffeisen richtig schreiben kann und man auch noch weiss, dass Landwirte dort teilweise einkaufen.
So habe ich durcvhaus eine Fruchtfolge, nämlich WW-WG-WW-WR und ich sehe dazu unter meinen Umständen auch keine brauchbare Alternative.
(WW-WW-WG-WR ist von der Krankheitssituation sicher nicht besser und WW-WG-WR dürfte bei Raps langfristig zu Krankheitsproblemen führen).


Bei Jahr für Jahr Getreide sind doch Probleme garantiert. Sowohl der Unkraut, Ungrasdruck nimmt zu sowie Pilzkranheiten schaukeln sich hoch.
Sicher geht das anders.
Wenn für Silomais kein Markt besteht bau ich eben einen Körnermais oder Körnerraps an und verkauf ihn an den Landhandel. Dann wäre die Fruchtfolge bei weitem nicht so getreidelastig.
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Re: Fruchtfolge

Beitragvon Raider » So Nov 01, 2015 11:31

marius hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Man sollte nicht meinen dass wann weiß wie Landwirte wirtschaften, nur weil man Raiffeisen richtig schreiben kann und man auch noch weiss, dass Landwirte dort teilweise einkaufen.
So habe ich durcvhaus eine Fruchtfolge, nämlich WW-WG-WW-WR und ich sehe dazu unter meinen Umständen auch keine brauchbare Alternative.
(WW-WW-WG-WR ist von der Krankheitssituation sicher nicht besser und WW-WG-WR dürfte bei Raps langfristig zu Krankheitsproblemen führen).


Bei Jahr für Jahr Getreide sind doch Probleme garantiert. Sowohl der Unkraut, Ungrasdruck nimmt zu sowie Pilzkranheiten schaukeln sich hoch.
Sicher geht das anders.
Wenn für Silomais kein Markt besteht bau ich eben einen Körnermais oder Körnerraps an und verkauf ihn an den Landhandel. Dann wäre die Fruchtfolge bei weitem nicht so getreidelastig.


Bei uns in der Region gibt es einige Betriebe die seit Jahrzehnten Hafer und Sommergerste anbauen...
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Abkürzung

Beitragvon adefrankl » So Nov 01, 2015 12:34

marius hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Man sollte nicht meinen dass wann weiß wie Landwirte wirtschaften, nur weil man Raiffeisen richtig schreiben kann und man auch noch weiss, dass Landwirte dort teilweise einkaufen.
So habe ich durcvhaus eine Fruchtfolge, nämlich WW-WG-WW-WR und ich sehe dazu unter meinen Umständen auch keine brauchbare Alternative.
(WW-WW-WG-WR ist von der Krankheitssituation sicher nicht besser und WW-WG-WR dürfte bei Raps langfristig zu Krankheitsproblemen führen).


Bei Jahr für Jahr Getreide sind doch Probleme garantiert. Sowohl der Unkraut, Ungrasdruck nimmt zu sowie Pilzkranheiten schaukeln sich hoch.
Sicher geht das anders.
Wenn für Silomais kein Markt besteht bau ich eben einen Körnermais oder Körnerraps an und verkauf ihn an den Landhandel. Dann wäre die Fruchtfolge bei weitem nicht so getreidelastig.

Zur Erläuterung: WR steht oben für Winterraps. Ich habe nicht daran gedacht, dass dies auch als Winterroggen gelesen werden kann.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon RS 36 » So Nov 01, 2015 18:17

adefrankl hat geschrieben:Reicht Sword/Topik oder sollte man eine geringe Dosis z.B. Monitor (12,5 g/ha) Caliban Top etc. vorlegen und dann mit Sword nachbehandeln (oder ist die Kombination insgesamt kontraproduktiv).


Hallo

Monitor in Kombination mit Mon Fast reicht vollkommen,allerdings im Splitting.
„Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann Gnade Euch Gott!“
(Theodor Körner 1791-1813)
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Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon adefrankl » Mo Nov 16, 2015 23:52

Zwischenstand:
Also nach dem Einsatz von 300 g/ha Atlantis Ende Oktober ist von der WG im Weizen jetzt nicht mehr viel übrig und der Weizen steht auch schön.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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