Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 4:22

WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Antwort erstellen
24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
  • Mit Zitat antworten

WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon adefrankl » So Okt 25, 2015 22:35

Außerplanmäßig habe ich dieses Jahr das erste Mal Weizen nach Gerste pfluglos bestellt. Denn aufgrund der Trockenheit war ein Pflügen einfach nicht möglich, weil der Pflug da nicht rein ging. So hat mir kurzfristig ein Nachbar mir die Fläche mit einer Scheibenegge bearbeitet. Und angesichts des Resultats habe ich dann beschlossen denn Weizen danach ohne Pflug zu bestellen, bzw. sähen zu lassen, weil meine Saattechnik (Schleppschare) damit nicht zurecht gekommen wären. Nach der Saat hat es dann doch einigermaßen zeitnah geregnet, so dass leider doch einige Ausfallwintergerstenpflanzen scheinbar das ganze überstanden haben. Unter diesen Umständen hätte ich das Ausfallgetreide halt mit Glyphosat vorher abspritzen sollen (Lehrgeld). Aber dies Gelegenheit ist vorbei. Daher Frage ich mich, wie ich da einen stärkeren Gerstendurchwuchs vermeiden kann. Die Rückfalllösung ist natürlich Futterweizen mit erhöhten Besatz. Denn bis zur Weizenernte ist die WG zumindest reif (anders als bei Weizen in WG).
Nachdem es ja einige Herbizide gibt, die zwar in Weizen aber nicht in Gerste zugelassen sind, frage ich mich, ob das nicht ein Ansatzpunkt wäre. Aktuell ist der Weizen in EC10 und mit Malibu + Herold + Lentipur 700 (1,7 + 0,2 + 1,7 l/ha) behandelt.
(Berüchtigter Windhalmstandort aber keine AFS und keine Resistenzprobleme).
Nun bin ich da auf die Herbizide Sumimax, Lexus, Attribut, Monitor,Caliban Top und Sword (Topik 100) gestoßen. Herausforderung ist allerdings, dass als Folgefrucht Winterraps angebaut werden soll.
Sumimax wäre ja noch im Herbst möglich. Ist ja nicht für WG zugelassen. Allerdings habe ich im Netz keinerlei Hinweise gefunden dass dieses Mittel effektiv WG bekämpfen würde. Gilbt es dazu Erfahrungen.
Lexus soll ja in anderen Ländern sogar in WG zugelassen sein. Dürfte also diesbezüglich kaum wirken.
Bei Attribut, Monitor und Caliban Top (Attribut Wirkstoff gegen Gräser) scheinen eine mehr oder weniger gute Wirkung zu haben (Dosisabhängig). Aber möglicherweise gibt es Nachbauprobleme, insbesondere bei den höheren Dosierungen die gegen Ausfallgerte Empfohlen werden.
Sword/Topik 100 wäre als reines Blattherbizid bzgl. des Nachbaus ideal. Auch habe ich da auf der Produktseite Ausfallgerste als Nebenwirkung gefunden. allerdings habe ich noch etwas Zweifel ob die Wirkung ausreichend ist. Denn verwandte Produkte wie Ralon Super sind zumindest in SG zugelassen. Gibt es dazu Erfahrungen?
Reicht Sword/Topik oder sollte man eine geringe Dosis z.B. Monitor (12,5 g/ha) Caliban Top etc. vorlegen und dann mit Sword nachbehandeln (oder ist die Kombination insgesamt kontraproduktiv).
Ist das Nachbaurisiko z.B. bei Caliban doch vertretbar?
Oder gibt es weitere Ideen/Vorschläge
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
Beiträge: 2807
Registriert: Do Feb 07, 2013 23:41
Wohnort: Mittelfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon fluegelflitzer7 » Mo Okt 26, 2015 7:36

Mit attribut bekommst die gerste im Frühjahr sicher raus!
80 g sollten da reichen, oder volle awm caliban, ist vom Wirkstoff das gleiche!
Nachbau Probleme gibts in einem normalen jahr nicht, wenns allerdings so trocken ist wie dieses jahr, wird raps nicht funktioniern!
kräht der hahn früh aufm mist, ändert sich das wetter oder es bleibt so wie es ist...
fluegelflitzer7
 
Beiträge: 181
Registriert: Di Jun 24, 2008 9:03
Wohnort: Bayern, Oberfranken, Grenze zu Thüringen und Unterfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon Crazy Horse » Mo Okt 26, 2015 8:54

fluegelflitzer7 hat geschrieben:Mit attribut bekommst die gerste im Frühjahr sicher raus!
80 g sollten da reichen, oder volle awm caliban, ist vom Wirkstoff das gleiche!
Nachbau Probleme gibts in einem normalen jahr nicht, wenns allerdings so trocken ist wie dieses jahr, wird raps nicht funktioniern!



Du musst aber früh kommen, wenn Du die Wintergerste im Weizen ausschalten willst.
Da gilt das Gleiche wie bei der Trespenbekämpfung - am Besten mit AHL- oder SSA-Zusatz.
Wenn die Wintergerste schon zu weit entwickelt ist, bleicht sie nur aus und wächst später weiter.
Crazy Horse
 
Beiträge: 2629
Registriert: Mo Feb 01, 2010 11:14
Wohnort: Tauberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon countryman » Mo Okt 26, 2015 9:23

Kleine Menge Atlantis funzt auch.
Ist aber an sich überhaupt kein Problem da die WG zur Weizenernte reif ist und nicht stört. Wenn es nicht gerade Saatgetreide oder spezielle Backqualitäten werden sollen...
Benutzeravatar
countryman
 
Beiträge: 15292
Registriert: Sa Nov 26, 2005 15:05
Wohnort: Westfalen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon adefrankl » Mo Okt 26, 2015 11:54

countryman hat geschrieben:Kleine Menge Atlantis funzt auch.
Ist aber an sich überhaupt kein Problem da die WG zur Weizenernte reif ist und nicht stört. Wenn es nicht gerade Saatgetreide oder spezielle Backqualitäten werden sollen...

Nun Atlantis wäre ja jetzt noch im Herbst zugelassen. Und aktuell wäre ja das Wetter noch passend. Was heißt eine kleine Menge (z.B. 170g/ha d.h. 500 g Packung auf die knapp 3 ha?). Insofern erscheint es mir eine Option jetzt mit Atlantis drauf und notfalls mit Sword dann noch im Frühjahr. Angesichts der Frühjahrstrockenheit der letzten Jahre erscheint mir das im Moment noch die risikoärmste Variante. Attribut würde wahrscheinlich am besten wirken?
In der Tat ist WG in Weizen keine Katastrophe. Für E oder A Weizen (Sorte Kerubino) sollte allerdings der Besatz meiner Kenntnis nach schon die 2% einhalten --> Ansonsten halt Futterware. Mich würde dabei am meisten stören, dass ich dann die Ware vom restlichen Weizen getrennt halten müsste um eine Vermischung zu vermeiden.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
Beiträge: 2807
Registriert: Do Feb 07, 2013 23:41
Wohnort: Mittelfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon steel. » Di Okt 27, 2015 21:37

Nichtg vergessen : Was die Gerste umbringt schadet dem Weizen.
10-20 % Minderertrag würde ich deshalb schon einplanen, auch wenns der Hersteller verschweigt.

adefrankl hat geschrieben:Außerplanmäßig habe ich dieses Jahr das erste Mal Weizen nach Gerste pfluglos bestellt.


Wie ich schon oft gesagt habe : keine gute Idee, was du nun selber erfahren hast.
Wenn das nun bezahlte Lehrgeld Wirkung zeigt ist alles o.k.

Nehm den Pflug und las das Glyphosat im Schrank. Umso mehr mit Glyphosat von den Pfluglosen rumgepantscht wird, umso früher wirds verboten. Wir sind nur noch einen Steinwurf davon entfernt.
steel.
 
Beiträge: 846
Registriert: Mo Dez 13, 2010 12:16
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon ICH BIN'S » Di Okt 27, 2015 21:54

Hallo,


Fachmann Steel hat gesprochen.


Ich baue seit Jahren pfluglos WW nach WG an, und auch das geht ohne Probleme ohne Glyphosat.
Nach der Ernte (Stroh wird abgefahren), wird der Acker mit einem ganz normalen Striegel gestriegelt, dabei stehen die Zinken scharf. Nach ca. 10 Tagen das gleiche wieder.
Dann wieder ca. 1 Woche Später KSE recht flach und dann vor der Saat entweder KSE auf 8-10 Cm oder der Grubber auf 20-25 Cm. Je nach dem ob Mist gefahren wurde, wird der dabei mit eingearbeitet.
Letzteres holt auch fast sämtliche Mäuse hoch, und ich freue mich dann ausnahmsweise mal über Raben, Elster und sonstige.

Sollte dabei wieder jeglicher Erfahrung doch WG durchkommen, ist die in der Regel bis zur Weizenernte eh schon so weit zusammen gebrochen, dass sie entweder vor dem Drescher schon ausfällt oder nicht weiter beim WW stört.

Und ja, ich weiß, dass das nicht günstiger ist als pflügen. Tut aber meine Böden gut, und den Ertrag auch. Außerdem irgendwann tischebene Flächen ohne irgendwelche Furchen wo man dann ständig durchrumpeln muss beim drillen, düngen, spritzen, dreschen und Stoppelbearbeitung.


MfG
Früher hatte ich Zeit und Geld. Jetzt habe ich Landwirtschaft...
ICH BIN'S
 
Beiträge: 1568
Registriert: So Aug 14, 2005 9:22
Wohnort: Mittelhessen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon juergen515 » Di Okt 27, 2015 22:06

steel. hat geschrieben:Nichtg vergessen : Was die Gerste umbringt schadet dem Weizen.
10-20 % Minderertrag würde ich deshalb schon einplanen, auch wenns der Hersteller verschweigt.

adefrankl hat geschrieben:Außerplanmäßig habe ich dieses Jahr das erste Mal Weizen nach Gerste pfluglos bestellt.


Wie ich schon oft gesagt habe : keine gute Idee, was du nun selber erfahren hast.
Wenn das nun bezahlte Lehrgeld Wirkung zeigt ist alles o.k.

Nehm den Pflug und las das Glyphosat im Schrank. Umso mehr mit Glyphosat von den Pfluglosen rumgepantscht wird, umso früher wirds verboten. Wir sind nur noch einen Steinwurf davon entfernt.


Wie kommt man jetzt wieder auf glyphosat???
juergen515
 
Beiträge: 1966
Registriert: Di Feb 12, 2008 20:08
Wohnort: Mittelfranken/Grenze Unterfranken, Glück gehabt :p
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Die Realität war anders

Beitragvon adefrankl » Mi Okt 28, 2015 8:06

steel. hat geschrieben:Nichtg vergessen : Was die Gerste umbringt schadet dem Weizen.
10-20 % Minderertrag würde ich deshalb schon einplanen, auch wenns der Hersteller verschweigt.

adefrankl hat geschrieben:Außerplanmäßig habe ich dieses Jahr das erste Mal Weizen nach Gerste pfluglos bestellt.


Wie ich schon oft gesagt habe : keine gute Idee, was du nun selber erfahren hast.
Wenn das nun bezahlte Lehrgeld Wirkung zeigt ist alles o.k.

Nehm den Pflug und las das Glyphosat im Schrank. Umso mehr mit Glyphosat von den Pfluglosen rumgepantscht wird, umso früher wirds verboten. Wir sind nur noch einen Steinwurf davon entfernt.


Das ist hier nutzlose Theorie. Denn auf den Pflug habe ich verzichtet, weil dieser aufgrund der extremen Trockenheit nicht rein ging (auf zwei anderen Flächen ging es gerade noch). (Hier heisst es übrigens, dass aufgrund der Trockenheit sogar die Läusepopulation zusammengebrochen ist und deshalb sogar die Ausfallgerste nahezu Virenfrei sei).
Und da es zu Pfluglos keine Alternative gab (außer weiter zu warten. Hat dann danach sogar etwa geregnet. Aber nach dem Pflügen wäre die Oberfäche wieder trocken und jetzt ist wieder kein Regen in Sicht)
Nein, unter diesen Umständen war der Fehler, vorher kein Glyphosat einzusetzen. Und eine Anwendung zu diesen Zeitpunkt gibt auch keine Rückstände im Getreide. (Nebenbei wird Quecke und Distel zurückgedrängt) Und Abschwemmung wäre an diesen Standort auch praktisch auszuschließen. Ins Grundwasser geht Glyphosat aufgrund seiner chemischen Eigenschaften auch nicht. Faktisch ist Glyphosat eines der harmlosesten Pflanzenschutzmittel.
Die Feindschaft gegen Glyphosat von Grünterror und Co. (bzw. Greenpeace) hat idiologische Gründe. Und insofern ist Glyphosat ein Hauptspendenbringer für Grünterror (die disbezüglichen Spenden sind mit Sicherheit wesentlich höher als die Gewinne aus dem Glyphosatverkauf). Außerdem hat Glyphosat irgendwie etwas mit Genen zu tun Und Gene ist sowieso böse und schon allein deshalb ist Glyphosat böse.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
Beiträge: 2807
Registriert: Do Feb 07, 2013 23:41
Wohnort: Mittelfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Okt 28, 2015 14:03

Da ich hier in den Ansprachen wieder sehr häufig "Steel" lese, und ich ja weiß, was sich dahinter verbirgt: Die Ignorfunktion wirkt Wunder. Wenn das jeder tut und ihm seine Spielwiese genommen wird, dann schweigt er irgendwann. Ich denke, das ist im Sinne von jedem. Anderenfalls stellt sich das Forum mehr und mehr als Lachnummer dar.
Mittelhessen und Westerwald
Benutzeravatar
NobbyNobbs
 
Beiträge: 1599
Registriert: Do Nov 05, 2009 17:30
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon steel. » Do Okt 29, 2015 21:44

juergen515 hat geschrieben:Wie kommt man jetzt wieder auf glyphosat???


Der Threadersteller hatte das angesprochen.
Es spricht nichts gegen einen Glyphosateinsatz als Feuerwehrmaßnahme.
Aber wenn ich einige Beiträge der User lese( wie z.B. Nobby Nobbs ) die Glyphosat aus Bequemlichkeit als Standart einsetzen und dazu auf ihre Flächen noch eine Lage Klärschlamm ( Sondermüll ) ausbringen ist das Körperverletzung und hat nichts mit nachhaltiger Bewirtschaftung zu tun.
Solchen Pächtern würde ich als Verpächter sofort kündigen.
steel.
 
Beiträge: 846
Registriert: Mo Dez 13, 2010 12:16
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon Mad » Do Okt 29, 2015 22:21

steel. hat geschrieben:Aber wenn ich einige Beiträge der User lese( wie z.B. Nobby Nobbs ) die Glyphosat aus Bequemlichkeit als Standart einsetzen und dazu auf ihre Flächen noch eine Lage Klärschlamm ( Sondermüll ) ausbringen ist das Körperverletzung und hat nichts mit nachhaltiger Bewirtschaftung zu tun.
Solchen Pächtern würde ich als Verpächter sofort kündigen.


Was du als Sondermüll betitelst, ist der bestuntersuchteste Dünger, den man überhaupt ausbringen kann. Klärschlamm kann quasi nur von einem veganen Blutbild hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe übertrumpft werden.

Dein Gepolter ist so ideologisch geprägt, ich empfehle dir ernsthaft einen Besuch beim Psychiater.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Benutzeravatar
Mad
 
Beiträge: 6169
Registriert: Fr Sep 28, 2007 18:14
Wohnort: Nordhessen
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon Rohana » Fr Okt 30, 2015 8:40

Pass bloss auf dass im Klärschlamm keine Glyphosatrückstände drin sind. Quasi das all-inclusive-Paket :D
Rohana
 
Beiträge: 2335
Registriert: Sa Feb 16, 2008 11:50
Wohnort: Oberpfälzer Pampa
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon heico » Fr Okt 30, 2015 10:06

steel. hat geschrieben:Nichtg vergessen : Was die Gerste umbringt schadet dem Weizen.
10-20 % Minderertrag würde ich deshalb schon einplanen, auch wenns der Hersteller verschweigt.

adefrankl hat geschrieben:Außerplanmäßig habe ich dieses Jahr das erste Mal Weizen nach Gerste pfluglos bestellt.


Wie ich schon oft gesagt habe : keine gute Idee, was du nun selber erfahren hast.
Wenn das nun bezahlte Lehrgeld Wirkung zeigt ist alles o.k.

Nehm den Pflug und las das Glyphosat im Schrank. Umso mehr mit Glyphosat von den Pfluglosen rumgepantscht wird, umso früher wirds verboten. Wir sind nur noch einen Steinwurf davon entfernt.


Den Satz hätte ich so nicht geschrieben, denn das Pflügen ging ja nicht. Aber die Folgen mit den "Steinwurf" sehe ich genau so.

Moderne Landwirtschaft hat kaum noch oder nichts mehr mit Boden oder Fruchtfolge zu tun. Es ist die Aneinanderreihung von Früchten, die in kurzer Zeit das meiste Geld vom ha bringen. Dazu braucht man keine Landwirtschaft lernen, kann man bei der Raiffeisen fragen, was man täglich tun muss. Wir sehen die Extreme, in dem man Weizen nach Gerste anbaut oder es gibt Leute die Raps nach Raps anbauen. Ein "Ackerbauer" würde nach so einer Gerste zur Not noch Roggen und sonst Hafer oder eine Blattfrucht anbauen. In einer guten Fruchtfolge gibt es keine großen Probleme mit Gräsern, Unkraut, Insekten und Pilzen.
heico
 
Beiträge: 1765
Registriert: Di Jul 31, 2007 11:07
Wohnort: Niedersachsen Mitte
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: WG im Weizenfeld - wie bekämpfen

Beitragvon Limpurger » Fr Okt 30, 2015 10:49

Was soll das hier eigentlich werden? Wenn es Futtergetreide wird interessiert ein Fremdbesatz mit WG nicht, auch werden Ernte/Lagerung usw. nicht beeinträchtigt --> keine Aktion sinnvoll. Da für eine sichere Selektion kein geieignetes Herbizid zur Verfügung steht bleibt nur die Hoffnung dass der Notnagel in Form eines "Nicht-Gerste" - Herbizides greift und diese beseitigt -> Versuch macht kluch, immer ohne Garantie. Als Saatgut- oder Brotweizen also eher nicht geeignet, Verwertung im Futtertrog aber allemal möglich. Und zu der sinnfreien Diskussion bezüglich Pfluglos, Glyphosat usw. erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar. Wir arbeiten seit 25 über Jahren pfluglos und können nur noch müde lächeln über die angeführten "Erkenntnisse", auch im parallel laufenden Glyphosat-Threat. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Totalherbizid läßt sich auch entgegen anderslautenden Gebetsmühlenartigen Unkrufen der pflugtreuen Ewig-Gestrigen nicht an der Art der Bodenbearbeitung festmachen, abgesehen von Direktsaatverfahren. Dies wird durch aktuelle Studien belegt, ursächlich ist hier eher die Betriebsstruktur! Es gibt immer mal Situationen wo das eine oder andere Bodenbarbeitungsverfahren ackerbaulich im Vorteil ist, aber deshalb das selbst nicht praktizierte gleich generell derart an den Pranger zu stellen wie hier oftmals zu lesen ist doch mehr als niveaulos, manche lernen es aber nie.
Gruß, der Limpurger
PS: Es gibt natürlich auch hier Praktiker mit Bodenhaftung, die hängen dies in ihren Beiträgen aber nicht so an die große Glocke wie der eine oder andere Fanatiker hier seine Meinung rausbrüllt.
Limpurger
 
Beiträge: 847
Registriert: Fr Jun 14, 2013 12:16
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zurück zu Ackerbau

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki