Außerplanmäßig habe ich dieses Jahr das erste Mal Weizen nach Gerste pfluglos bestellt. Denn aufgrund der Trockenheit war ein Pflügen einfach nicht möglich, weil der Pflug da nicht rein ging. So hat mir kurzfristig ein Nachbar mir die Fläche mit einer Scheibenegge bearbeitet. Und angesichts des Resultats habe ich dann beschlossen denn Weizen danach ohne Pflug zu bestellen, bzw. sähen zu lassen, weil meine Saattechnik (Schleppschare) damit nicht zurecht gekommen wären. Nach der Saat hat es dann doch einigermaßen zeitnah geregnet, so dass leider doch einige Ausfallwintergerstenpflanzen scheinbar das ganze überstanden haben. Unter diesen Umständen hätte ich das Ausfallgetreide halt mit Glyphosat vorher abspritzen sollen (Lehrgeld). Aber dies Gelegenheit ist vorbei. Daher Frage ich mich, wie ich da einen stärkeren Gerstendurchwuchs vermeiden kann. Die Rückfalllösung ist natürlich Futterweizen mit erhöhten Besatz. Denn bis zur Weizenernte ist die WG zumindest reif (anders als bei Weizen in WG).
Nachdem es ja einige Herbizide gibt, die zwar in Weizen aber nicht in Gerste zugelassen sind, frage ich mich, ob das nicht ein Ansatzpunkt wäre. Aktuell ist der Weizen in EC10 und mit Malibu + Herold + Lentipur 700 (1,7 + 0,2 + 1,7 l/ha) behandelt.
(Berüchtigter Windhalmstandort aber keine AFS und keine Resistenzprobleme).
Nun bin ich da auf die Herbizide Sumimax, Lexus, Attribut, Monitor,Caliban Top und Sword (Topik 100) gestoßen. Herausforderung ist allerdings, dass als Folgefrucht Winterraps angebaut werden soll.
Sumimax wäre ja noch im Herbst möglich. Ist ja nicht für WG zugelassen. Allerdings habe ich im Netz keinerlei Hinweise gefunden dass dieses Mittel effektiv WG bekämpfen würde. Gilbt es dazu Erfahrungen.
Lexus soll ja in anderen Ländern sogar in WG zugelassen sein. Dürfte also diesbezüglich kaum wirken.
Bei Attribut, Monitor und Caliban Top (Attribut Wirkstoff gegen Gräser) scheinen eine mehr oder weniger gute Wirkung zu haben (Dosisabhängig). Aber möglicherweise gibt es Nachbauprobleme, insbesondere bei den höheren Dosierungen die gegen Ausfallgerte Empfohlen werden.
Sword/Topik 100 wäre als reines Blattherbizid bzgl. des Nachbaus ideal. Auch habe ich da auf der Produktseite Ausfallgerste als Nebenwirkung gefunden. allerdings habe ich noch etwas Zweifel ob die Wirkung ausreichend ist. Denn verwandte Produkte wie Ralon Super sind zumindest in SG zugelassen. Gibt es dazu Erfahrungen?
Reicht Sword/Topik oder sollte man eine geringe Dosis z.B. Monitor (12,5 g/ha) Caliban Top etc. vorlegen und dann mit Sword nachbehandeln (oder ist die Kombination insgesamt kontraproduktiv).
Ist das Nachbaurisiko z.B. bei Caliban doch vertretbar?
Oder gibt es weitere Ideen/Vorschläge

